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August Horneffer: „Eine Aussprache“ Teil III

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Quelle: "Freimaurer auf dem Weg zum Nationalsozialismus". Salier-Verlag

August Horneffer: „Eine Aussprache“ Teil III

Von Arnold Grunwald

(Am rauhen Stein 1924, Heft 3)

Das Märzheft begann auf dem Vorblatt mit dem Abdruck der „Erklärung der altpreußischen Großlogen“. Es gab nur noch zwei Beiträge zu dem Thema. August Horneffer enthielt sich jeglichen Kommentars.

Paul Richter aus Stettin nannte seinen Beitrag „Eine Stellungnahme!“ Er begann so: „Meine Loge steht auf christlich-deutscher, vaterländischer Grundlage.“ (S. 34) Nach Ausführungen über die Begriffe „christlich“, „deutsch“, „vaterländisch“ sagte er: „Meine Loge steht rückhaltlos hinter dem Münchener Antrage. Nur wollen wir den Passus ‹Juden werden nicht aufgenommen› folgende Fassung gegeben wissen: ‹Es werden nur Christen aufgenommen›. Und zwar deswegen, weil dadurch nicht nur überflüssige herausfordernde Schärfe vermieden wird, sondern auch weil uns diese Fassung weitgehend erscheint. Wir halten es nämlich für ausgeschlossen, dass beispielsweise Mohammedaner und Buddhisten deutsche Freimaurer auf christlich-deutscher, vaterländischer Grundlage sein können. Dementsprechend wollen wir auch das Wort ‹Juden› überall im Münchener Antrag durch die Bezeichnung ‹Nichtchristen› ersetzt sehen. Die ‹allgemeinen Grundsätze› im Grundgesetz müssen natürlich eine entsprechende Änderung erfahren.“ (S. 35-36)

Alexander Schulz (Berlin) schrieb unter dem Titel „Das christliche Prinzip in der Großen Loge von Preußen“ einen über sieben Seiten langen Aufsatz. Es war ein historischer Rückblick, in dem er nachweisen wollte, dass die Großloge von Preußen immer nach christlichen Prinzipien gearbeitet habe. Er zitierte etwa aus einem Beschluss von 1797, in dem es hieß:

„Von alters her hat die Maurerey Juden, Mohammedaner und alle Nichtchristen ausgeschlossen.“ (S. 37)

Abschließend verwies er auf den Vorgänger des Großmeisters Zimmer, Bruder Eberlein, der schon 1921 darauf verwiesen habe, „dass fast alle in der deutschen Freimaurerei auftretenden Unstimmigkeiten letzten Endes auf ‹diese leidige Judenfrage‹ und auf die Intoleranz und Herrschsucht humanitärer Logen zurückzuführen seien.“ (S. 43)

Ohne direkte Stellungnahme war dieser Beitrag eine Aufforderung, der „Erklärung“ zuzustimmen.

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