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Bodenzeichnung

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Bodenzeichnung, Symbolische

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder


In den Volksbrauchtümern kommen seit den Uranfängen der Menschheit symbolische Bodenzeichnungen vor. Zumeist dienen sie zur Absteckung eines zu bestimmten Zwecken geweihten Raumes. So als Gerichtsort, in Verbindung damit zur Bezeichnung des Ortes und Raumes, innerhalb dessen das Gottesurteil, der Zweikampf als gerichtliches Beweismittel, ausgetragen wird. Ferner zur Bezeichnung des kultischen Raumes; sei es für eine besondere Tabuhandlung oder bei höherer Entwicklungsstufe für eine gottesdienstliche Handlung, eine Weihe u. a. m. Bodenzeichnungen magischer Art sind die bei den verschiedenen Einweihungszeremonien primitiver Völker üblichen Symboldarstellungen.

So z. B. bei den Borazeremonien der Australier, eine aus Ocker und Kalk hergestellte Schlangenzeichnung, um welche die Neophyten herumgeführt werden. Ebenso bei den Hopiindianern gelegentlich der Schlangenfeste. Dort, wo eine gewisse Erkenntnis des Ablaufes der Himmelsgestirne bereits eingetreten ist, verbindet sich der magische Sinn der Zeichnung mit primitiven astronomischen Nutzanwendungen, wie Berechnung des Sonnenstandes u. a. Die berühmten Kreise des Stonehenge sind in Stein festgehaltene, magisch-astronomische Bodenzeichnungen.

Geisterbeschwörer, Zauberer, Schatzgräber ziehen mit dem Schwert, dem geweihten Stab, dem Ginsterbesen, den Kreis um sich. Mephisto wird von Faust durch ein Pentagramm festgehalten, dessen Bann erst ein Rattenzahn bricht. Der magische Kreis zieht die beschworenen Geister an, hält sie aber zugleich vom Beschwörer fern. Der Zauberkreis schließt ab, der in ihm Stehende ist nach außen hin gedeckt.

Einen andern Sinn haben Bodenzeichnungen, die eine Darstellung des Symbolinhaltes eines Kults enthalten. So wurde in manchen deutschen Handwerksbräuchen die Lade in einen Kreidekreis gestellt. Die Symbolzeichnung wird auf den runden Tisch gemalt u. a. m. In den alten Freimaurerbräuchen spielt die Bodenzeichnung eine besondere Rolle. Sie dient hierbei nicht nur als Symboltafel, sie ist ein Lehrbehelf, mit dem das eigenartige Gehen des Eingeweihten gelehrt werden soll. Wie sich aus der Symboltafel der Bodenzeichnung der Teppich der modernen Loge entwickelte, s. Tapis.

Übereinstimmung mit anderen Themen

…urerei neben dem Aufwand für symbolischen Bedarf, wie die Anfertigung der Bodenzeichnung bei Aufnahmen, die Lichter für die ritualmäßige Beleuchtung u. a. m., r…

(Tapis). Die Bodenzeichnung aus welcher sich der freimaurerische Teppich, die Arbeitstafel, entwic…


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