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Georg Burkhard Kloß

Aus Freimaurer-wiki

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Kloss, Georg Burkhard

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder von 1932

*1787, †1854, Professor der Medizin, praktischer Arzt in Frankfurt a. M., Bibliograph. 1805 wurde er als Lufton in der Loge "Zur Einigkeit" in Frankfurt aufgenommen, seit 1828 deren Meister vom Stuhl, 1836 Großmeister des Eklektischen Bundes. Als Sammler alter Drucke, die er später seiner Vaterstadt Frankfurt vermachte, verstand er es auch, eine für die damalige Zeit aufsehenerregende freimaurerische Büchersammlung zusammenzubringen, die nach seinem Tode von seinen Erben an den Prinzen Friedrich der Niederlande, den damaligen Großmeister des Großostens der Niederlande, verkauft wurde.

Bibliotheca Klossiana

Gelegentlich seines fünfzigjährigen Maurerjubiläums schenkte der Prinz die "Bibliotheca Klossiana" dem Großosten der Niederlande; sie bildet den Kern der Bibliothek im Großlogenhaus im Haag. Kloss studierte mit heißem Eifer die Quellen und Urkunden der freimaurerischen Geschichte. Das ergab vor allem eine kritische Untersuchung der sogenannten "Kölner Urkunde", deren Echtheit er in der Altenburger Zeitschrift für Freimaurerei ablehnte.

1842 gab er die Annalen der Loge "Zur Einigkeit"1, Frankfurt a. M., heraus, die aber leider nur bis zum Jahre 1811 geführt sind.

1843 erschien seine "Bibliographie der Freimaurerei und der mit ihr in Verbindung gesetzten geheimen Gesellschaften"2.

Sein Hauptwerk ist das 1846 erschienene Buch: "Die Freimaurerei in ihrer wahren Bedeutung, aus den alten und aechten Urkunden der Steinmetzen, Masonen und Freimaurer nachgewiesen"3.

Weitere Werke: "Geschichte der Freimaurerei in England, Schottland und Irland..." (1847) sowie ein zweibändiges Werk, "Geschichte der Freimaurerei in Frankreich"4 (1852/53).

Kloss war der Begründer der ernsthaften deutschen freimaurerischen Geschichtsforschung, auf dessen Werken auch heute noch verläßlich weiterzubauen ist.

Praeceptor Latomorum Germaniae

"Praeceptor Latomorum Germaniae" wird er im Nachruf seiner Großloge genannt. Als Stuhlmeister war er ein aufrechter Kämpfer für wahre humanitäre Freimaurerei; seine aufsehenerregende Schrift "Über die Unstatthaftigkeit des Versuchs, ein positives Christentum in die Freimaurerlogen hineinzuziehen" spielte im Streit um die Judenfrage eine große Rolle.

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