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Harry Houdini

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Harry Houdini

(* 24. März 1874 als Erik Weisz in Budapest; † 31. Oktober 1926 in Detroit) war ein US-amerikanischer Entfesselungs- und Zauberkünstler österreichisch-ungarischer Herkunft.

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Aufnahme in die St. Cecile Lodge #568 in New York 1923, drei Jahre vor seinem Tode.



Antispiritist

Quelle: Wikipedia

Houdini schloss Freundschaft mit Arthur Conan Doyle, der ein begeisterter Anhänger der im Aufwind befindlichen Spiritismus-Bewegung war. Wie viele andere hielt auch Doyle Houdinis scheinbar unerklärliche Ausbruchskünste für ein esoterisches Wunder und geriet mit Houdini, der vermeintlich seine Zauberkräfte verleugne, in erbitterten Streit. Houdini erkor daraufhin den Kampf gegen betrügerische Geisterbeschwörer zu seiner Lebensaufgabe und beriet den an der Untersuchung von Geisterphänomenen interessierten US-Kongress. Houdini wurde Mitglied eines Komitees der Wissenschaftszeitschrift „Scientific American“, die einen Geldpreis für diejenigen ausgeschrieben hatte, die vor dieser Jury übernatürliche Fähigkeiten beweisen konnten – ein Preis, der dank Houdini nie vergeben wurde. Für Schlagzeilen sorgte die erbitterte Kontroverse um das Ektoplasma-produzierende Medium Mina “Margery” Crandon, das von mehreren Komiteemitgliedern für echt gehalten wurde. Houdini ließ betrügerische Spiritisten durch Detektive ausspähen, hielt hierüber zahlreiche Vorträge und machte die Aufklärung zum regulären Bestandteil seiner Show.


Houdini ließ mehrere Dietriche patentieren sowie einen Taucheranzug, der ursprünglich zur Flucht aus einer unter Wasser zu versenkenden Kiste gedacht war. Außerdem interessierte er sich für die gerade aufgekommene Luftfahrt und unternahm 1910 mit einem Voisin Doppeldecker den ersten gesteuerten Motorflug auf dem australischen Kontinent und wurde dafür 1910 von der Australian Aeronautic League mit einem Preis ausgezeichnet.[1] Neben seiner Karriere als Zauberkünstler produzierte Houdini einige Stummfilme in Hollywood, in denen er selbst mitspielte, jedoch ohne langfristigen Erfolg. Houdini besaß zwischenzeitlich New Yorks legendären Zauberladen Martinka’s und wurde Präsident der Society of American Magicians. Houdini entwickelte eine Sammelleidenschaft für alles, was irgendwie mit Zauberei und Magie zusammenhing.

Shriners

Er war Freimaurer und wurde als Lehrling in New York City am 17. Juli 1923 in die St. Cecilie Lodge No. 568 initiiert, am 31. Juli 1923 zum Gesellen befördert und am 21. August 1923 zum Meister erhoben. Am 30. Oktober 1923 wurde er dort lebenslanges Mitglied. Später wurde er Mitglied des gemeinnützigen Mecca Shrine Temple der Shriners in New York City.

Houdinis Tod

Houdini rivalisierte mit Fakiren, die außerordentliche Körperbeherrschung zeigten und Todesgefahren widerstanden. So brach Houdini den Rekord eines Fakirs, in einem verschlossenen Sarg möglichst lange ohne Luftzufuhr zu überleben. Houdini kopierte die Show eines dieser Fakire und behauptete, dass er jeden von einem Mann geführten Schlag in den Unterleib durch Anspannung seiner Bauchmuskulatur unversehrt überstehen könne. Diese Tests waren nicht Bestandteil seiner Show, jedoch ließ er kaum eine Gelegenheit zum Beweis seines Könnens aus.

Der Student Jocelyn Gordon Whitehead suchte Houdini am 22. Oktober 1926 in Montreal in dessen Garderobe auf. Laut Augenzeugenbericht der Studenten Jacques Price und Sam Smilovitz soll Whitehead Houdini mehrere kräftige Hiebe in den Bauch versetzt haben. Angeblich hatte er Houdini nicht genug Zeit gelassen, sich auf die Schläge vorzubereiten. Houdini hatte bereits mehrere Tage zuvor an Bauchschmerzen gelitten, jedoch keinen Arzt aufgesucht. Die Schläge verschlimmerten seinen Zustand, sodass Houdini einen Arzt aufsuchte, der eine akute Appendizitis („Blinddarmentzündung“) diagnostizierte. Dennoch sagte Houdini seine nächste Vorstellung am Garrick Theater in Detroit am 24. Oktober 1926 nicht ab. Es wurde sein letzter Auftritt, nach dem er sofort in das Grace Hospital gebracht wurde, wo er fünf Tage später verstarb. Die Ärzte diagnostizierten als Todesursache eine Perforation des Wurmfortsatzes in die freie Bauchhöhle („Blinddarmriss“) und eine daraus resultierende Bauchfellentzündung. Dennoch führten die Anwälte von Houdinis Witwe dessen Tod auf die Schläge zurück, was eine Verdoppelung der Sterbesumme von Houdinis Lebensversicherung bewirkte.


Houdinis Vermächtnis

Seinen Kampf gegen Spiritisten setzte Houdini sozusagen noch im Tod fort: Er hatte u. a. mit seiner Frau Bess einen Code vereinbart. Zehn Jahre lang lud Bess zu Halloween verschiedene Spiritisten zur Séance. Einem „echten“ Medium, so der Gedanke, würde Houdinis Geist diesen Code mitteilen, und Bess wüsste so, dass sie tatsächlich mit ihrem verstorbenen Gatten kommuniziert hatte. Dem Geisterbeschwörer Arthur Ford gelang diese Sensation, bis sich herausstellte, dass er mit der finanziell und psychisch angeschlagenen Bess eine Affäre hatte. Die US-Zauberer treffen sich jedes Jahr an Houdinis Todestag, um eine Botschaft zu empfangen, die Houdini ursprünglich für Doyle vorgesehen hatte - bislang vergeblich.

Der Name Houdini ist im Laufe der Zeit in der amerikanischen Alltagssprache zu einem Synonym für „flüchten“ geworden („to houdinize“). Sein Mythos als unbesiegbarer Superman qualifizierte ihn für Generationen von US-Amerikanern als Idol.

Nach zwei Operationen starb Houdini am 31. Oktober 1926 um 13:26 Uhr im Alter von 52 Jahren im Grace Hospital, Detroit im Zimmer 401. Man beerdigte ihn in einem Bronze-Sarg, den er sich gerade für einen Fakirtrick (Krematoriumsillusion) hatte bauen lassen, auf dem jüdischen Friedhof Machpelah im New Yorker Stadtteil Queens.

Im März 2007 gab Houdinis Großneffe George Hardeen auf einer Pressekonferenz bekannt, dass ein gerichtlicher Antrag vorliege, Houdini zu exhumieren und auf Giftspuren untersuchen zu lassen, da einer der behandelnden Ärzte, der sowohl alternativer Medizin als auch Spiritisten anhing, angeblich ein unbekanntes Präparat gespritzt haben sollte. Houdinis weitere Nachfahren widersetzten sich der Exhumierung in einem gemeinsamen Brief an das Houdini-Museum in Pennsylvania. Abschließend stellte sich heraus, dass die Pressekonferenz eine inszenierte Werbeveranstaltung der Autoren William Kalush und Larry Sloman für ihr gemeinsames Buch The Secret Life of Houdini war, in dem über die Theorie der Vergiftung spekuliert wird. Ein Antrag auf Exhumierung lag beim benannten Gericht nicht vor.


Person

Houdini galt als äußerst widersprüchlicher Choleriker, war extrem geltungssüchtig und reagierte eifersüchtig auf mögliche Konkurrenten, mit denen er kompromisslos umsprang. Er war zudem extrem auf seine Mutter fixiert, deren Tod ihn aus der Bahn warf. Der Kinderlosigkeit seiner Ehe begegnete er mit einer Vielzahl von Briefen an seine oft nur im Nebenraum befindliche Frau, in denen er ihr von der Entwicklung eines fiktiven Sohns „berichtete“. Houdini war vom Thema Tod fasziniert und befasste sich ausgiebig mit Mördern. Er selbst hatte vor dem Tod panische Angst, gab sich jedoch stets als todesmutig aus. Houdinis skurrile Marotten und Showideen waren Gegenstand zahlreicher psychologischer Publikationen. Houdini war neben Sarah Bernhardt der bekannteste Star seiner Zeit.


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