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Jean-Baptiste Willermoz

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Willermoz, Jean-Baptiste

Willermoz Portraet.jpg

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder

(ursprünglich Vuillermoz), Seidenfabrikant und Großkaufmann in Lyon, * 1730, † 1824, spielte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Freimaurerei eine führende Rolle Willermoz verkörperte eine eigenartige Mischung von praktischem Sinn und mystischem Idealismus, was auch in seinem freimaurerischen Tun seinen Ausdruck fand. Er betätigte sich als Logengründer und wurde 1760 Großmeister einer von den drei Lyoner Logen der Grande Loge de France unter dieser gegründeten "Grande Loge des Maîtres reguliers", zog sich dann aber zurück und suchte Anschluß an einen okkultistischen Zweig der Freimaurerei. Wann er Mitglied des von seinem Bruder, dem Arzt Piere-Jacques Willermoz 1765 gegründeten, mit dem Kapitel von Clermont in Zusammenhang stehenden templerischen "Kapitels der Ritter des Schwarzen Adlers" wurde, steht nicht fest. Von 1766 an war er der erklärte Führer des Lyoner Zweiges der "Auserwählten Coëns" (Élus Coëns s.d.) des Martinez de Pasqually (s. d.), dem auch Claude de Saint Martin (s. d.), der "unbekannte Philosoph", angehörte.

Willermoz wurde Generalinspektor der "Auserwählten Coëns" und nach der Abreise von Pasqually nach Guadeloupe deren treibende Kraft. Mit seinem Bruder und einem Dritten bildete Willermoz einen "Geheimen Rat", der seine Hand in allen maurerischen Zentren Lyons hatte. Auch der Große Klerikale Joseph de Maistre (s. d.) gehörte zu den vertrauten freimaurerischen Freunden von Willermoz 1776 entstand unter seiner Leitung ein "Schottisches Direktorium" der Strikten Observanz, 1778 führte er auf dem von ihm organisierten Konvent von Lyon (Convent national des Gaules) der französischen Abteilungen der Strikten Observanz die "martinistischen" Ideen zum Siege und hatte den Hauptanteil an der Schaffung des "Rektifizierten Schottischen Systems" (s.d.) der "Wohltätigen Ritter der heiligen Stadt" ("Chevaliers bienfaisants de la Cité Sainte"). Nicht mehr die Wiederherstellung des Tempelherrenordens sollte jetzt daß Ziel der Freimaurerei sein, sondern mehr oder weniger Hingabe an die Mystik.

Vier Jahre später triumphierte Willermoz dann auf dem Konvent von Wilhelmsbad (s. d.), der der Strikten Observanz den Todesstoß versetzte und daß Lyoner System im großen und ganzen annahm. Während der französischen Revolution entging Willermoz nur knapp der Guillotine, die einer seiner Brüder besteigen mußte. Die stark okkultistischen Neigungen von Willermoz fanden ihren Ausdruck in seiner nachgelassenen Schrift "Les Sommeils", eingehenden Protokollen spiritistischer Seancen, die möglicherweise in seinem freimaurerischen Kreis stattfanden. (Vergl. Emile Dermenghem, Einleitung zu "Les Sommeils de Jean Baptiste Willermoz", Paris 1926.)

Persönlichkeiten in der Strikten Observanz

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