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Kilwinning

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Inhaltsverzeichnis

Kilwinning

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

Stadt in Ayrshire in Schottland, 40 km von Glasgow. Ebenso wie York in England, gilt Kilwinning als die Mutterstadt der Freimaurerei in Schottland. Daher auch: "Mother" Kilwinning. Die besonders von schottischen Hochgradriten an den Ort Kilwinning und an das angeblich benachbarte, aber geographisch unauffindbare Herodom geknüpften historischen Behauptungen haben sich als Fälschungen erwiesen.

Die Protokolle der Werkloge von Kilwinning reichen bis in das Jahr 1642 zurück. 1677 gründete die Kilwinning-Loge mit Werkmaurern, die aus der Canongate Loge in Edinburgh ausgetreten waren, die Canongate Kilwinning Lodge, die ebenfalls aus Werkmaurern bestand. Die Loge von Kilwinning galt als Pflanzstätte der Maurerei etwa im Sinne einer Großloge, ging aber 1736 in die Großloge von Schottland auf.

Als älteste schottische Loge, ein Rang, den sie auch gegenüber dem Widerstand der uralten Loge "Mary's Chapel" in Edinburgh schließlich zu wahren wußte, nachdem sie sich länger als ein halbes Jahrhundert - bis 1807 - selbständig gehalten und in dieser Zeit auch Tochterlogen gegründet hatte, führt sie in den Matrikeln die Nr 0. (Motherlodge number zero)

Kilwinning

Quelle: Encyclopädie der Freimaurerei, Band 2 von Friedrich Mossdorf, F. A. Brockhaus, Leipzig, 1824

Kilwinning - eine kleine Stadt in Schottland, 60 englische Meilen westlich von Edinburg entfernt. -

Dieser Ort wird als die Wiege der schottischen Maurerei betrachtet; indem in den dortigen Stadt-Archiven sich eine schriftliche Nachricht befindet, dass im Jahre 1150, unter Alexander III., "fremde Bauleute, die nicht englisch sprachen," allda eine Abtei erbaut und eine Loge errichtet hätten, auf deren Existenz man jetzt noch in ebendenselben Archiven bis zum Ende des 15ten Jahrhunderts zurückgehen kann. Auch hält man diese Loge für die erste, die in Schottland gegründet wurde; wofür der Umstand noch zu sprechen scheint, daß alle Konstitutionenakten der ältesten schottischen Logen von ihr ausgestellt sind. Im Jahr 1744 geriet die Loge von Kilwinning mit der Grossen Loge in Edinburg in Streit über ihr gegenseitiges Alter, welcher dadurch beseitiget wurde, dass erstere ihren Sitz ebenfalls nach Edinburg verlegte, das Konstituieren und Administrieren der St. Johannis-Logen der Grossen Loge von Schottland überließ, sich dagegen das Konstituieren und Leiten der Kapitel von den höhern Graden vorbehielt, und den Titel einer königlichen Grossen Loge und eines Gross-Kapitels des Ordens vom Hérodom von Kilwinning annahm.

Lawrie (S. 149 f. der deutschen Übersetzung) erzählt unter´m Jahr 1743 den Vorfall glaubhaft so:

Ein Schreiben der kilwinninger Loge (welche die Grossloge durch ihren Bevollmächtigten im Jahr 1736 mitgestiftet hatte) wurde verlesen, worin sie sich beklagt, dass sie nur die "zweite auf der Liste sey"; (die Loge von Mary's Chappel steht zuerst;) da sie doch, als die Mutterloge von Schottland, auf die erste Stelle Anspruch hätte. - Die Grossloge beschloss dass, weil die kilwinninger Loge keine Beweise, um sich als älteste Loge in Schottland zu legitimieren, beigebracht, die Loge von der Marienkapelle aber ihre Urkunden bis zum Jahr 1598 zurück aufgezeigt hätte, die letztere ein unbezweifeltes Recht habe, die erste in der Liste zu bleiben. - Das Verfahren der Grossloge in dieser Sache, fährt Lawrie fort, widerspricht keineswegs Dem, was wir in der allgemeinen Geschichte (S. 80, verbunden mit S 82 f.,) über das Alter der kilwinninger Loge gesagt haben. Man wusste wohl, und es wurde allgemein zugestanden, dass Kilwinning der Geburtort schottischen Maurerei war: allein, da die Urkunde der ursprünglichen Loge verloren waren, so konnte die jetzt bestehende kilwinninger Loge nicht beweisen, dass sie dieselbe Loge sey, welche die Freimaurerei zuerst in Schottland ausgeübt habe.



Die Einsetzung von Robert Burns als Poet Laureate der
Loge Canongate Kilwinning Nr 2 in Edinburgh am 1. März 1787.
Robert Burns (1759 - 1796) ist bis heute einer der berühmtesten schottischen Dichter. - Der Ehrentitel Poet Laureate wird im englischsprachigen Raum von Gebietskörperschaften und anderen Institutionen vergeben. Man könnte ihn mit ’Hofdichter’ übersetzen. Seine Aufgabe ist es, für offizielle Anlässe Gedichte zu verfassen. Die Bezeichnung kommt aus der Antike; damals wurden hervorragende Dichter mit einem Lorbeerkranz, der Dichterkrone, geehrt.
Das Gemälde von Stewart Watson entstand 1862. Es hängt im schottischen Großlogenhaus zu Edinburgh. Auf der Website der Loge Canongate Kilwinning Nr. 2 wird eine Reproduktion gezeigt, bei der man jede einzelne Person anklicken und so erfahren kann, wer sie war, und welche Bedeutung sie hatte: http://www.lck2.co.uk/new-The_Inauguration_Painting.html
Und auch sonst ist die Website sehr kreativ und dynamisch gestaltet. Hier ist der Haupteingang: http://www.lck2.co.uk


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