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Melchisedek- oder Toleranzlogen

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Melchisedek- oder Toleranzlogen

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder

Logen, die ausschließlich aus Juden bestanden. Während in England und romanischen Ländern Juden bereits im 18. Jahrbundert zugelassen wurden, verhielten sich die deutschen Großlogen ablehnend. Daher entstanden Judenlogen, die sich teis aus dem Juden zugänglichen Orden der Asiatischen Brüder, teils aus fremdländischen Juden zusammensetzten und in Hamburg (1787) und Berlin arbeiteten. In Berlin waren Mitglieder, u. a. der Baurat Itzig, Professor Herz, Bankier Levy a.m.

Das Bekenntnis der Loge der Toleranz, Berlin 1790 in vier Blättern erschienen, gibt als Hauptprogrammpunkt der Loge die Absicht kund, durch die Maurerei Juden und Christen einander näher zu bringen und veraltete Vorurteile zu verwischen. Die Loge erhielt auch ein königliches Protektorium, wurde aber von den übrigen Logen Deutschlands abgelehnt und löste sich bald wieder auf. Die in Frankfurt gegründete "Aurore naissante" war im Gegensatz zu diesen Logen regelrecht von Frankreich aus eingesetzt.

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