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Ophiten

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Anbetung der ehernen Schlange. 4. Mose 21.8: Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.

Inhaltsverzeichnis

Ophiten

Artikel in Bearbeitung – wird fortgesetzt

Vorbemerkung

Es sei, wird oft gemutmaßt, im Laufe der Zeit viel (Wissen) verloren gegangen – dabei mag mancher nur zu bequem sein ältere als die zeitgenössischen Quellen zu sichten.

Alte Quellen

v. Hammer führt noch mehrere Momente an, woraus man den deutlichen Zusammenhang zwischen den ophitischen und gnostischen Mysterien mit denen der Freimaurer sieht; z. B. verehren die Freimaurer auch den hl. Johannes den Täufer als Patron, der bei allen gnostischen Sekten, zumeist aber bei den Ophiten, eine Hauptperson ist.
Die Ophiten bildeten ihr System nach der Lehre der Gnostiker. Auch sie entstanden beim Aufkommen des Christenthums und dauerten die ersten christlichen Jahrhunderte hindurch fort. Als Emblem der Gottheit hatten sie anstatt des bärtigen Bildes, so wie ein grosser Theil der ägyptischen Eingeweihten, die Schlange des Serapis gesetzt. Tertulian und die heiligen Väter bildeten sich ein, dass sie eine wirkliche Schlange anbeteten. Der Erstere sagte de Praescr. 47. die Ophiten hielten die Schlange in grossen Ehren, sie betrachteten sie wie ihren Erlöser. Sie zogen sie dem Herrn Jesus vor, weil sie ihrer Meinung nach, die Erkenntnis des Guten und Bösen hätte. Deshalb nahmen sie die Bibel an, welche die Schlange, welche Eva verführte, als Besitzerin aller Erkenntnis beschreibt, und bezögen sich auf die Schlange Mosis, welche Pest und Krankheit heilte, während beide in der That nichts als die ägyptische Schlange Serapis waren, welche Moses unter den Emblemen des Sonnencultus gefunden hatte, der lange vor dem Ptolomäern in Ehren stand. … Eins ihrer Sinnbilder war das abgestumpfte Kreuz, der Phallus, woraus in der Folge der maurerische Hammer wurde, und welcher das Holz des Lebens und den Schlüssel zur Wissenschaft vorstellte. Auch hatten sie einen Kelch oder die kosmogonische Vase, ein Symbol, welches auch den Gnostikern gemein war und welches man in der Opferschale der Maurer erkennt. Merkwürdig ist, dass dieselben Embleme sofar in Hindostan gefunden werden, wo sie bei den Anhängern Mythras vorkommen. Die Ophiten beteten vor der Figur des Fünfecks, welches eines der Zeichen war, unter welchen die ihren Unterricht empfingen.
Ueberdem war schon der blose prüfende Anblick der Bauten und des Bauens eine sehr wirksame theoretisch-praktische Bildungsschule. Das allgemeine Bausymbol, gleichsam dem maurerische(n) Stern, scheint die schlangengeflügelte Sonnenscheibe gewesen zu sein, …die an den Gesimsen, und vorzüglich über den Eingängen der heiligen Gebäude stets und überall angebracht wurde. … Aus der griechisch-römischen Symbolik … ist die Heilsschlange, die Schlange als Symbol ewigen Lebens … Seit dem 3. Jahrhundert wird dem Evangelisten Johannes nämlich gewöhnlich als Attribut in die Hand ein Kelch gegeben, aus welchem sich in ähnlicher Weise eine Schlange erhebt …Auch ist zu berühren, die gnostische Secte der Ophiten oder der Schlangenbrüder in den ersten christlichen Jahrhunderten, welche die Schlange symbolisch beim Abendmahl anwandten. Um über die Bedeutung der Schlange … über dem Kelch des Johannes des Evangelisten als Schlange des Lebens einen jeden Zweifel auszuschliessen, erhebt sich über oder neben derselben oft noch ein gründender Zweig von dem Baum des Lebens. An dieser Schlange, aufsteigend unter dem grünen Zweige, erinnert auch ein in den höheren Maurergraden gebräuchliches Symbol, der Wiederauferstehung und Unsterblichkeit, indem Hiram aus dem Sarge und weisen Leichentuche unter einem grünen Akazien- und Palmzweige zum neuen Leben auferwacht.
Ophiten, auch Schlangenbrüder genannt, waren eine Sekte der ägyptischen Gnostiker. Für unseren Zweck dient Folgendes: Am die Spitze aller Dinge stellen sie den Menschen oder des Menschen Sohn, Adamas genannt, …
Was die Zeichen betrifft, so sind, außer dem Palmzweige, dem Schädel und dem Schwerte (die den Ophiten, Templern und Maurern gemein sind), folgende zwölf besonders zu merken: 1. Das abgestutze Kreuz (T): 2. Das Becken; 3. Die Schlange; 4. Der Schleier; 5. Die Kette; 6. Der Gürtel (die Schürze); 7. Die Ruthe; 8. Das Buch; 9. Der siebenfache Leuchter; 10. Die Sonne; 11. Der Mond; 12. Der Stern. An die Stelle des abgestutzten Kreuzes ist bei den Maurern der Hammer getreten, dessen Gestalt damit übereinkommt. … Daher haben ihn auch die werkkünstlichen Götter in Händen, als Vulkan, Prometheus, und die Kabiren.
Daß die nach Stufengraden der Lehre und Erkenntniß, oder vielmehr der Brauchbarkeit gegliedert waren, liegt deutlich erkennbar vor, und es scheint, daß, sowie die Ophiten die höhere Stufe der Valentinianer bildeten, die als Untersekten dieser bekannt gewordenen Sethianer und Kainiten, in der That die Mittelgrade zwischen den Valentianern und den Ophiten ausmachten.
Diese so entstandene Mischlehre alter heidnischer, jüdischer und christlicher Lehrsätze, welche man dem Heiland unterschob, sollte - so behauptete man weiter - Jesus seinen Jüngern, den Aposteln, anvertraut haben. Von diesen sollte sie auf weiter Eingeweihte mit dem Apostelamte, in Hieroglyphen, als symbolische, und zwar exoterisch und esoterisch zu tradierende Geheimlehre übertragen und so mittelst den Gnostikern, Manichäer, Ophiten u. a. m. ... endlich mittelst dessen bis heute und bis in den Maurer-Orden ... fortgepflanzt sein.

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