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Sommerloge der JL "Ditmarsia" anläßlich der Wattolümpiade 2016

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Um Mißverständnissen vorzubeugen: Dieses private Foto entstand nach einer regulären FO-Tempelarbeit. Es ist gestellt, um die Unterstützungsbereitschaft der dargestellten Freimaurer zu demonstrieren.

Inhaltsverzeichnis

Sommerloge der JL "Ditmarsia" anläßlich der Wattolümpiade 2016

Shriners im Watt

Abenteuer2.jpg

Zeichnung von Br Jens Rusch


Als uns Bruder Rolf Röder seinen Entwurf für den Gabenbeutel der neu gegründeten Hamburger Loge "Benjamin Franklin" vorstellte, waren wir erstaunt. Der Gabenbeutel war überdimensioniert und auf seinem Boden lag ein Porzellanteller. Man konnte sich unschwer vorstellen, daß eingeworfenes Hartgeld einen lauten Klang verursachen würde.

Bruder Rolf begründete das mit einem Quäntchen freimaurerischer Lebenserfahrung, in der sich wohl ein jeder Bruder ein Stückchen weit wiedererkennen mag: "Ich habe Arbeiten erlebt, an der Zwanzig Brüder teilnahmen und die Sammlung der Gaben der Liebe ergaben 18 Euro und 32 Cent.". Wobei er nicht genau sagen könne, ob ihn das peinliche Gesamtergebniss mehr ärgern würde, als ausgerechnet diese 2 Cent am Ende der Summe.

Ich erinnere mich gut an die nachfolgende Diskussion, die darin mündete, daß sich einst möglicherweise die Abspaltung der Rotarier aus ihren freimaurerischen Ursprüngen unter ganz ähnlichen Voraussetzungen vollzogen haben müsse.

Die Mitglieder einer Loge, die sich ein karitatives Wirken in unserer Gesellschaft als Aufgabe zumindest vorstellen können, müssten sich doch darüber im Klaren sein, daß ihre Gemeinschaft in diesem Sinne handlungsunfähig würde. Woher sollten denn die Signale humanen Engagements sonst kommen? Sollte der Schatzmeister hierfür einen Kredit aufnehmen?

Doch lassen wir diese allgegenwärtigen Negativ-Beispiele und wenden uns positiveren maurerischen Aspekten zu. In einer Gesellschaft die mit markigen Slogans wie "Geiz ist geil" millionenfach Claqueure ans Licht zerrt, ist einer Ichbezogenheit die Bahn geebnet, die sich auch in ihrer Ethik und Moral bemerkbar machen muss. Der Verfall kann heute an jeder Straßenecke beobachtet werden und gipfelt in autokratischen "Säuberungs-Aktionen", wie man sie zur Zeit in der Türkei beobachten muss.

Ein im heutigen Ausmaße nie gekannter Wohlstand öffnet die Schere zu unüberwindlicher Armut immer weiter, bis diese Schere zerbricht. Dieser Werteverfall dominiert spürbar und kann in jedem noch so kultiviert verkleideten Parlament beobachtet werden. Hinzu kommt, dass in der Selfie-Generation eine völlig neue Form von Narzissmus gesellschaftsfähig geworden ist.

Narzissmus wurde bislang eher als ein Schimpfwort für Soziopathen benutzt, die eine Gesellschaft zu formen scheinen, in der man weder Empathie, noch Solidarität mehr kennt. Narzissten formen eine Gesellschaft, die sich womöglich selbst für krank hält. Sie haben eine Leitneurose unserer Zeit neu definiert.

Altruismus und Empathie finden hier keinen Nährboden mehr, sie sind ohnehin längst Einzelerscheinungen - Auslaufmodelle einer einst menschlichen Gesellschaft.

Diese Begriffe wurden einst durch den Altvater der Psychoanalyse Sigmund Freud definiert. Sigmund Freud war Mitglied der 1895 gegründeten Wiener Loge von B’nai B’rith. Im Februar 2004 wurde in Frankreich eine Pariser Loge nach ihm benannt.

Folgt man ihm, dann riecht Narzissmus nach Testosteron.

Soweit also die Rahmenbedingungen, die Randumstände unseres karitativen Ereignisses rund um den "Schmutzigen Sport für eine saubere Sache".

Als ich vor 15 Jahren mein Notlager in den Intensivstationen der Uni-Klinik in Kiel und in den beiden Westküstenkliniken aufschlug, gingen mir diese Dinge durch den malträtierten Kopf. Mir waren Mängel an den Strukturen für Krebs-Betroffene in den regionalen Kliniken aufgefallen. So gab es beispielsweise keine einzige Palliativstation für austherapierte Krebspatienten, die einfach nur noch schmerzfrei sterben möchten, keine einzige Beratungsstelle. Niemand informierte über das Recht zur Zweitdiagnose, über komplementäre Behandlungs-Alternativen und Einiges mehr.

Ausdrücke wie "Patienten-Autonomie" waren vollkommen unbekannt. Niedergelassene Ärzte hatten neue Erkenntnisse, beispielsweise über "Fatique" einfach nicht mitbekommen und medikamentierten weiter munter wie gewohnt nach dem Krankheitsbild der "Anämie".

Das Alles geschah nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil man andere Schwerpunkte setzte, überfordert war und letztlich sich ganz einfach niemand darum kümmerte.

Dass meine Idealvorstellung, durch eine kraftvolle Initiative unter dem Motto "STARK gegen KREBS" hier Verbesserungen zu schaffen, nur in einem gesitteten Dialog mit etablierten Institutionen und den vorhandenen onkologischen Strukturen zu einem unsicheren Erfolg führen konnten, war mir von vornherein klar.

Und noch Eines war mir klar: Das würde Geld kosten. Geld, dass ich selbst nicht hatte. Nicht nur das, ich war durch meinen Krankheitsverlauf selbst in wirtschaftliche Bedrängnis geraten. Sehr schnell wird engagierten Menschen in solch einer Situation Eigennutz unterstellt. Hier war also große Vorsicht angeraten.

Was sich auch immer entwickeln würde, es musste gnadenlos transparent sein.

Doch wie die erforderlichen Mittel unter den eingangs geschilderten Umständen zusammen bekommen ? Mit dem offenen Zylinder in der Fußgängerzone erbetteln, durch die Logen wandern, um am Ende 18 Euro 32 von 20 Brüdern zu zählen? Kaum eine sonnige Perspektive für einen opferbereiten Lichtsucher.

Und so wurde die Idee geboren, ein altes und auf den ersten Blick simples Spaßkonzept plakativ in den Vordergrund zu stellen. Ein schräges, sportliches Spektakel, das ich mit Freunden vor vielen Jahren zum kurzzeitigen Vergnügen in die außergewöhnlichste und schmutzigste Arena der Republik gestellt hatte, sollte reanimiert werden: Die Wattolümpiade ...

In den ersten Jahren erfuhr kaum jemand, daß wir mit den Erlösen auf einer zweiten, leiseren Ebene, begonnen hatten, Beratungsstellen und Palliativ-Strukturen aufzubauen.

Das sollte eigentlich auch so bleiben, denn die Leute geben Geld für Spaß aus, nicht für Betroffenheit.

So dachten wir jedenfalls damals.

Ich selbst hatte damals noch eine frische 35 Zentimeter lange Narbe am Hals , ein kaum verheiltes Tracheo-Stoma, die Narben von PEG und anderen Operationen, zerschossene Speicheldrüsen und häufige Fatique-Anfälle und konnte deshalb zunächst selbst auf keinen Fall aktiv am Wattsport teilnehmen.

Das musste auch gar nicht sein, denn es kamen Mannschaften aus Estland, Dänemark, Belgien und anderen Ländern zu uns an den Rand der gerade noch bewohnbaren Welt.

Jedes Jahr wurden es mehr. Grosse Presseagenturen wie Reuters, Getty Images, Associated Press und andere Medien akkreditierten sich und schickten die Videos und Bilder rund um den Globus. Zum ersten Mal sahen wir, wie man "Brunsbüttel" in kyrillisch oder Chinesisch schreibt. Zeitungsauschnitte aus Sidney, Kapstadt und Alabama erreichten uns - ein winziger Bruchteil der tatsächlichen Presseresonanz.

Und jetzt wurde auch endlich der Gesamt-Zusammenhang dargestellt. "Schmutziger Sport für eine saubere Sache" wurde getitelt und unser Slogan "Wir werfen uns in den Dreck für den guten Zweck" wurde immer wieder zitiert.

Wir begannen, die Schecks an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft im Beisein des Landtags-Präsidenten zu überreichen - alles wurde darstellbarer. Und es wurde auch stattlicher. Inzwischen sind es Spendensummen um die 300 000.- Euro geworden.

Man stelle sich an dieser Stelle bitte einmal vor, wie oft die Gaben der Liebe eingesammelt werden müssten, um diese Summe zu erzielen.

Aus meinen Wünschen und Träumen ist ein stattliches "Krebs-Beratungs-Zentrum Westküste" inmitten dieser Stadt in einem Ärztezentrum geworden. Jede Westküsten-Klinik hat nun eigene Palliativ-Stationen. Ein erstes Angehörigenzimmer haben wir ebenfalls finanziert, denn Sterbende wünschen sich nichts so sehr, wie in den Armen ihrer Lieben dieses Leben zu beschließen.

Ja, diese palliativen Errungenschaften werden aktuell sogar kräftig ausgebaut und wir erhalten hier um Ort demnächst als erste Klinik ein sogenanntes "Palliativ-Hospiz". Diese, meine Vision, ist nicht ganz uneigennützig, denn die Angst vor dem Krebstod ist mein ständiger Begleiter geblieben.

An meiner Arbeitstafel klebt ein Zitat von Günter Grass:

"Wisst, dass der Tod mit seinem Rüssel
mit Euch aus einem Glase trinkt
und frisst aus einer Schüssel .."

Parallel entwickelte ich gemeinsam mit meinem Lessing-Bruder Bernd Schmude die Idee, unser freimaurerisches Netzwerk effektiver zu instrumentalisieren. Das von uns erarbeitete Konzept könnte für die Aussendarstellung eines Bruderbundes taugen, der sich seiner Verpflichtung gegenüber dieser Gesellschaft bewusst ist - und uns könnte sich die Möglichkeit ergeben, hilfsbereite Brüder zu Vorträgen oder eigenen Hilfs-Aktionen zu bewegen.

Jetzt nicht mehr auf Norddeutschland beschränkt, sondern bundesweit. So entstand der gemeinnützige Verein "Stark gegen Krebs e.V." mit Sitz in Frankfurt am Main, der seitdem unsere Aktivitäten hier im Norden nachhaltig unterstützt, aber auch in anderen Bundesländern tätig ist. Der Verein wächst ständig und die Mehrzahl der Mitglieder sind Freimaurerinnen und Freimaurer, obwohl das keine Voraussetzung ist..

Eine kraftvolle Entwicklung also, die man je nach Blickwinkel inzwischen durchaus auch als eine freimaurerische Initiative sehen könnte. Jedenfalls, was die sinnvollen Strukturen für Krebs-Betroffene betrifft.

Der Spaß-Aspekt der Wattolümpiade führt dabei auch weiterhin ein eigenes Leben und entspricht weitgehend den Ansprüchen und Gewohnheiten einer weiteren freimaurerisch geprägten Vereinigung: Dem Impetus der "Shriners": Spaß haben und Gutes dabei tun !

Seit ich Freimaurer bin, und das sind inzwischen auch schon über 20 Jahre, trage ich ein Zitat des freimaurerischen Philanthropen Andrew Carnegie im Tornister: "Der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande" ...

Nun bringt es mein Beruf so mit sich, dass ich alles Andere als reich bin. Und dennoch hatte ich mir geschworen: "Wenn Du diesen Krebs zehn Jahre überlebst, dann wirst Du ein Shriner".

Ich war von dieser weltweit größten karitativen Vereinigung seit vielen Jahren fasziniert, kannte aber zunächst auch nur die stattlichen Männer mit ihrem lustigen Fez in roten Mini-Blechautos auf der Steuben-Parade. Natürlich fragt man sich zunächst: Warum um alles in der Welt machen die das ? Weshalb begeben sich gesellschaftlich arrivierte Männer auf die Blickhöhe von Kindern? Einige kennt man doch, als Banker, Politiker, Ärzte, Unternehmer, Senatoren, Schauspieler oder berühmte Musiker ...

Diese Fragen geradezu provozierende Verblüffung ist die Botschaft dieser Auftritte: Weil es wichtigeres gibt, als unsere gesellschaftlich Position, unseren politischer Rang, unseren Wohlstand: Es ist die Sorge um das Wohl derer, die sich ihr Recht auf Gesundheit, auf Lebensfähigkeit nicht selbst erstreiten können.

Kurzum: Es ist gelebte Empathie. Und Empathie muss laut sein!

Es ist genau das, was ein mitfühlender Freimaurer als Voraussetzung für seine Mitgliedschaft mitbringen sollte. Denn genau dieser Aspekt unterscheidet uns heute von anderen Verbänden: Wir sind in der Lage, unserem Mitgefühl eine Struktur zu verleihen und damit auch eine gewaltige Effektivität:

Das Spendenaufkommen der Shriners ist gigantisch. 22 Kliniken werden damit in den USA gefördert, Forschung und die Entwicklung hochentwickelter Prothetik maßgeblich vorangetrieben. Shriners in Europa organisieren und finanzieren die Transporte von Verbrennungsopfern und kriegsverletzten Kindern in ihre Spezial-Kliniken.

Es mag etwas zu persönlich klingen, aber ich habe festgestellt, daß meine neuen Freunde, die sogenannten "Nobles" so etwas wie die Quintessenz freimaurerischer Hilfsbereitschaft verkörpern. Sie realisieren auf praktische Weise etwas, wovon andere Brüder allenfalls in ergreifenden Ansprachen reden oder auch schreiben. Ihr Handeln geht also über die gute Absicht hinaus. Das funktioniert allein deshalb, weil sie dafür über eine seit 1870 stetig gewachsene Struktur verfügen.

Eine Struktur, die genau wie unsere Wattolümpiade den augenscheinlichen Spaß in den Vordergrund stellt und im Hintergrund auf effektive Weise eine zutiefst humane Aufgabe erfüllt.

Wir haben erst vor wenigen Monaten in Hamburg den "Hanse Shrine Club" gegründet, der auch die anderen Hansestädte in die maurerischen Arme schließt. In diesem Jahr möchten wir erproben, ob der schmutzige Sport im Brunsbütteler Watt einem Vergleich mit roten Tretautos auf der Steuben-Parade standhält.

Falls das Wetter es erlaubt, könnte das durchaus klappen, denke ich.

Mein Appell, mein Wunsch an jeden Bruder Freimaurer wäre dieser:

" Bitte gehe abermals in Dich, gleich so, wie Du es als Geselle am Beginn Deines Maurerweges tatest. Bitte frage dich abermals, ob es Deinem Leben nicht einen greifbareren Sinn verleihen könnte, nicht lediglich über Empathie und Altruismus zu philosophieren.

Praktizierte Nächstenliebe kann ein buntes Gewand tragen - oder eben auch einen Fez ."

Unser Hanse Shrine Club braucht Euch, liebe Brüder, denn nur ein Freimaurer, der den Meistergrad besitzt, kann Shriner werden.

Ich bedanke mich bei den Brüdern meiner Mutterloge für die Möglichkeit, diese Worte an Euch zu richten und freue mich darauf, Euch Morgen alle im Schlamm der Elbmündung zu treffen.

am 29. Juli 2016 in der JL Ditmarsia

Währenddessen hatte Br Udo Schonecke bereits mit seinen Pfadfindern eine Jurte am Wattkampfgelände für den kommenden Tag aufgebaut.

Rede anläßlich der TA Wattolümpiade 29.7.2016 LM Mark Riemann

Liebe Brüder,

das Watt mag man als schmutzig, dreckig, glitschig und unangenehm wahrnehmen. Doch es gilt das Watt anders zu betrachten.

Das Watt war auch Transmitter für die Verbreitung von Leben aus dem Wasser auf das Land. Das Watt ist ein Wandler, so wie wir unseren rauen Stein symbolisch zum perfekten Kubus bearbeiten, so ist das Watt der Werkstoff der Natur, der mit Hilfe der Zeit Veränderungen ermöglicht.

Veränderungen des Lebens, aber auch Veränderung der Landschaft. Was sich einst das Meer vom Land nahm hat sich der Mensch mühselig und über Generationen wieder zurück geholt.

Und der Mensch hat sich die Eigenschaften des Wattenmeers zu Nutze gemacht. So kommt und geht die Flut nach naturgesetzlichen Regeln. Doch in diesem Kommen und Gehen liegt eine Zeitspanne der Ruhe inne. Ebbe und Flut heben sich für eine Weile auf und Sedimente des Nordsee-Wassers sinken herab. Und dies zweimal am Tag, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr und von Generation zu Generation. Diesen Vorgang kann man in unserer schnelllebigen Zeit kaum bewerten, geschweige denn messen. Und doch hat er Land und neuen Lebensraum für Mensch und Tier geschaffen.

Dieser Umgang mit den Naturelementen hat unseren Landstrich einzigartig geprägt und den Dithmarschern auch ihren Namen gegeben. Zerlegen wir das Wort Dithmarschen und verlagern es in weitere Vorzeit, so können wir das Wort Dithmarschen erlesen. Es besagt uns „Die aus dem Meere“.

So konnten unsere Altvorderen zum Ende des 19. Jahrhunderts noch am Hafen in Marne flanieren. Heute liegt Marne ca. 12 KM von der Nordsee entfernt und nur noch die örtliche Hafenstrasse zeigt an, dass Marne mal Hafenstadt war.

Die Dithmarscher haben Ihren Lebensraum aus dem Meere gewonnen und so gilt auch heute noch das oberste Gesetz zur Wahrung des Bestandes und der Zukunft:

„Wer nicht will dieken, der mut wieken“

Wer nicht deichen will, der muss weichen.

Wir können erkennen, dass große Veränderungen grundsätzlich möglich sind. Und man kann die Erkenntnis aus diesem Beispiel gewinnen, dass wahre tragbare Veränderungen Zeit brauchen.

Neben der Gewährung von Zeit erlangen Veränderungen dadurch ihre Bedeutung und langfristige Tragfähigkeit, dass Veränderungen nicht dem Eigenwohl zu dienen haben, sondern erst durch ihre Bestimmung zum Wohle der Gemeinschaft und nachfolgender Generationen ihre Kraft und Potential entfalten können. Diese Kombination aus langer Zeitachse und gemeinsamen Wohl bewirkt eine hohe Identifikation der Ortsansässigen mit ihrem besonderen Landstrich.

Mag man als Außenstehender die karge, platte Landschaft öd und leer empfinden, so ist sie für uns ein Ausdruck des ewigen Trotzen gegen Wind und Wellen und möchten wir doch niemals auf die steifen Brisen und den blanken Hans, der seine Wellen unaufhörlich die Deiche hochlaufen lässt, verzichten.

Als Dithmarscher geht man eine Symbiose mit den Naturgewalten ein, man achtet und schätzt diese. Es ist als ob wir ein Teil von ihnen sind. Und so hart die Naturgewalten auch sind, so schätzen wir diese, denn sie prägen uns und lassen uns immer wachsam bleiben. Nicht mit Brachial–Gewalt verändern wir unseren Lebensraum, sondern wir nutzen die kurze Zeitphase der Ruhe, wo die Tide ihren Stillstand findet.

Möchte man Dithmarschen kurz und knapp beschreiben, so ist die Eigentitulierung: „Dithmarschen das letzte Abenteuer Europas“, wohl gut gewählt.

Euch meinen Brüdern wünsche ich eine erfolgreiche Wattolümpiade, seht das Watt nun mit anderen Augen.

Geht hinaus und schlagt Euch wacker als Wattleten und Brüder.

Dithmarschen


Schmatzend stöhnt der fruchtbare Boden,
Blicke finden keinen Halt in der Marsch.

Unaufhörlich brausen ewig die Stürme,
von Westen her hart über das flache Land.

Schwer trägt die Luft das Salz der Nordsee,
und überbringt die urige Würze des Lebens.

Kalt und nass wird alles immerzu bedrängt,
Mensch und Flora werden auf ewig geprägt.

Und doch.....
Betört uns der Landstrich mit seiner Eigenart!

Authentisch begegnet uns die Kraft der Natur,
und besänftigt uns mit Momenten des Glücks.

Es ist für uns der schönste Platz auf Erden,
Unsere Dithmarscher Heimat, unser Eden.

Marek Rymarzik November 2010

Siehe auch

Englisch

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