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Spinoza

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Das Bijou der Loge Spinoza der Symbolischen Großloge, gegründet im Januar 1933. Mit hoher Wahrscheinichkeit die letzte Logengründung vor der dunklen Zeit. Aus einem Brief von Emil Selter geht hervor, dass nach dem Krieg nur noch 1 Exemplar existierte.
Mitgliederliste der Logen Goethe und Spinoza -Auschwitzopfer und NSDAP Angehörige.
Von den drei wegen NSDAP Zugehörigkeit ausgeschieden Brr. wissen nur über August RAAB Näheres. Er war Vorsitzender der Frei-Religiösen Gemeinde Offenbach in den Jahren 1927-1939. Er nahm 1933 an einem Treffen teil, bei dem versucht wurde, die freireligiösen Gemeinden in eine DEUTSCHE Volkskirche einzugliedern. Er schloss sich bereits 1909 dem FZAS an. Lange war er Stuhlmeister der „Sokrates“ und nach deren Umwandlung der erste MvSt. der Loge „Goethe zu den drei Säulen“. Selter schreibt, und ich zitiere das ohne Wertung: „Auch in der Zeit der Unterdrückung durch den Nationalsozialismus ist er seinem inneren Gesetz treu geblieben, trotz des äußeren Scheines, und sofort nach seiner Rückkehr der Evakuierung suchte er wieder Anschluss an seinen alten Freundeskreis und wurde so am 18.3.1950 von mir in die Loge „Lessing“ .. einverbrüdert.“ Laut der Mitgliederliste sind die Brr. mit den Nummern 10-17 ausgewandert. Ich nehme an, dass dies der Informationstand des Jahres 1946 war, als diese Liste entstanden ist. Heute stehen uns andere Datenquellen zur Verfügung. Zwar bewegen wir uns im Bereich der Spekulation, da uns die zur verlässlichen Identifizierung notwendigen Geburtsdaten fehlen, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Ergebnisse stimmen. Ich habe eine Suchanfrage in YAD VASHEM und beim HOLOCOUST MEMORIAL Centre durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Die Gründung der Loge "Spinoza"

Erschienen in der Zeitschrift „Die Alten Pflichten“ der Symbolischen Großloge von Deutschland Nr.4, 3. Jahrgang, Januar 1933

Loge „Spinoza" im Orient Frankfurt/Main.

Am Sonntag, dem 22. Januar d. J., fand in Frankfurt a. M. die feierliche Lichteinbringung in die neue Loge „Spinoza" durch den ehrwürdigsten Großmeister Müffelmann statt. Eine außerordentlich stattliche Zahl von Brüdern des In- und Auslandes hatte sich eingefunden. Die verschiedensten Obödienzen hatten Vertreter entsandt. Besonders begrüßt wurde es, dass zum ersten Male der Grand 0rient de France sich offiziell vertreten ließ und als Sprecher das Mitglied seines Conseil federal, Br. Professor Maurice Loewe, abgeordnet hatte, der mit zwei andern Brüdern des Grand Orient de France gekommen war. Große Freude löste es auch aus, dass der Präsident der Allgemeinen Freimaurer-Liga, Br. Uhlmann, Basel, mit einem andern Schweizer Bruder gekommen war.

Nach der Lichteinbringung, die durch den ehrwürdigsten Großmeister Br. Müffelmann unter Assistenz des sehr ehrwürdigen Br. Ueberle als Stellv. Großzeremonienmeister erfolgte, setzt der Großmeister als Stuhlmeister der neuen Loge „Spinoza" Br. Ernst Klein ein und gab der Freude Ausdruck, dass er gerade Br. Klein, der in der Freimaurerei kein Unbekannter sei und sich als Kämpfer für die freimaurerische Idee bewährt habe, den Hammer überreichen könne. Br. Klein verpflichtete dann die Beamten der neuen Loge.

Im Anschluss an die Lichteinbringung erfolgte unter Leitung Br. Kleins die Aufnahme zweier Suchender, die außerordentlich feierlich durchgeführt wurde. Dabei sprach Br. Klein:

„Das erste Wort sei der Ausdruck des Dankes an alle Brüder, die wir Brüder der vollkommenen und gerechten Johannisloge „Spinoza" heute am Tage der Lichteinbringung in: diesem Kreise begrüßen dürfen. Ein Wort des Dankes an die Brüder, die ausländische Großobödienzen oder ausländische Logen hier vertreten, an den Delegierten des Grand Orient de France, den verehrten Br. Maurice Loewe von Paris, und an den Vertreter der Loge „Georges Jacques Danton" in Saarbrücken, den gel. Br. Charles Kayser, und auch den Br. Uhlmann aus Basel, den bewährten Vorkämpfer des Ligagedankens.

Ihre Anwesenheit bringt uns zum Bewusstsein, dass wir Brüder der Loge „Spinoza" uns heute und allezeit eingereiht fühlen dürfen in die große, endlose*, unsichtbare, doch heute sichtbar werdende Bruderkette, die sich um die ganze Kulturwelt spannt. Dank dem ehrwürdigsten Großmeister Br. Müffelmann und dem sehr ehrwürdigen I. Großaufseher Br. Ueberle, deren Gegenwart sichtbares Zeichen der dauernden und engen Verflochtenheit unserer engeren Bruderkette mit den übrigen 28 Bauhütten unseres Systems und mit der Symbolischen Großloge von Deutschland ist. Dank den gel. Brüdern der Loge „Goethe zu den 3 Säulen" in Offenbach, der Loge*, die bis zur Gründung unserer gel. Loge „Spinoza" uns Heimat war, die selbstlos und opferwillig diese Gründung in wahrhaft brüderlichem Geiste förderte.

Dank allen Brüdern, die heute sich mit uns vereinigen, den Vertretern der Bundesloge Mannheim, Aschaffenburg, Bonn; dann auch nicht zuletzt dem in der wahren Freimaurerei allseits verehrten Br. Paul Seiter aus Solingen, einem jener tapferen und freien deutschen Männer, die ihre innere Freiheit und Unabhängigkeit nie zu opfern bereit waren. Leider ist es uns nicht vergönnt, heute den verehrten Br. Bluntschli zu grüßen, den Bruder ohne Furcht und Tadel, an dessen Seite ich seit vielen Jahren gegen die Verengung des wahrhaft maurerischen Ideals und gegen die Verschleuderung ältester maurerischer Werte stehen durfte.

In diesem Zusammenhang sei auch der Name des in den Ewigen Osten eingegangenen Br. Ludwig Bangel genannt, des Mannes, dem Freiheit des Mannes und Bekenntnis zu unseren Idealen alles war und der heute in dieser Kette stehen würde, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, diese schöne und erhebende Stunde zu erleben. Bei der Nennung seines Namens, der leuchten wird in der Geschichte der deutschen Freimaurerei und leuchten soll über der Geschichte unserer Loge „Spinoza" gedenke ich aller wahrhaften, stolzen und freien Männer, die in Winkelmaß, Senkblei und Zirkel die Symbole freien Menschtums sehen, der Märtyrer der K. K.


— In Ordnung m. Br. — die ihr Haupt nicht beugten vor der Gewalt, die zufällig ist, Erscheinung des vergehenden Tages, Verneinung ewiger Gewalten und Kräfte, die uns leuchtende Vorbilder bleiben sollen, wenn an uns die Frage herantritt, wie wir uns mit der Gewalt, die nicht an die ewigen Gesetze der Menschheit sich gebunden weiß, auseinanderzusetzen haben — Nehmen Sie Platz, m. B r.



Erwarten Sie von mir nicht, meine Brüder, dass ich jetzt vor Ihnen ein Programm der heute feierlich installierten Loge „Spinoza" im Orient Frankfurt a. M. ausbreite und in Ihre Hände das Gelübde ablege, zugleich im Namen der Brüder, die zu unserer Bauhütte gehören, diesem Programm die Treue zu halten. Ich meinte fast, dass es sich angesichts der Tatsache erübrigt, dass wir diese Stunde unter bitteren Entsagungen und nicht immer leichten Kämpfen seit mehr denn einem Jahrfünft vorbereitet und dass wir einen sehr mühsamen Weg, an dessen vorläufigem Ende dieser Tag steht, durchlaufen haben. Die Meister, Gründer der Loge „Spinoza", kommen aus deutschen Großlogen verschiedener Systeme. Sie haben dort die ersten Zeiten flammender Begeisterung erlebt, in denen sie sich mit allem, was einem freien Manne eigen ist, der K. K. schenkten, in denen sie die schwer lastenden Enttäuschungen erlebten, um dann, nachdem sie sich freigemacht hatten, den Tempel zu suchen, in dem Brüder in dem Geist der Alten Pflichten arbeiten. Heute sind sie alle in der tiefsten Seele von Dankbarkeit erfüllt, dass diese Stunde sie grüßt, reichen sie sich die Hände in einem wortlosen, den ganzen Menschen erfüllenden Erleben zu dem jede Willensregung ergreifenden Gelöbnis: zu bauen, Hand in Hand, in aufrichtigster Brüderlichkeit, in grenzenloser Aufrichtigkeit, in letzter Hingabe des Eigenste" am heiligen Tempel der Menschlichkeit.

Über uns steht, als Verpflichtung, der Name unserer gerechten und vollkommenen Johannisloge „Spinoza". Ich weiß nicht, ob der überzeugte Spinozist sich damit einverstanden erklären kann, dass dieser Name die Pforte eines freimaurerischen Tempels ziert. Vielleicht ist er geneigt, darin eine Art von Missbrauch oder von Spielerei mit einer sehr ernsthaften philosophischen Weltwertung zu sehen. Wir sind weit davon entfernt, mit diesem Namen nur zu paradieren, ihn über die zukünftige Geschichte unserer Loge nur als Motto, als prangenden Titel eines Aushängeschildes zu, schreiben. Dazu ist uns die Lebensarbeit dieses ökumenischen, die tiefsten Geheimnisse durchforschenden Geistes zu ernst und zu wertvoll.

Aber es sei hier ein für uns wegweisendes Wort Spinozas genannt, dieses Philosophen der Sachlichkeit, dem der Mensch, das Einzelindividuum nicht den Maßstab für den Wert der Dinge, des Seienden, darstellte, dessen philosophisches Eros sich in dem Wort darstellte: „Es gehört auch zu meinem Glück, mir Mühe zu geben, dass viele Andere dasselbe wie ich verstehen, dass ihr Verstand und ihre Begierde mit meinem Verstand und meiner Begierde übereinkommen." Ihm liegt das Ziel der immanenten Ethik in der Vollendung: dass ein jeder die Sphäre seines Handelns so weit erstreckt, als seine Wesenheit reicht; dieses Ziel ist das einem jeden gesetzte.

Die Idee aber, die ihre Vollendung erlangt, will im Bewusstsein des andern verwirklicht werden, um auch in ihrem Leben: zu wirken. So ist Spinoza die Unsterblichkeit nicht unendliche Fortdauer des, Persönlichkeitsbewusst seins, sondern Aufgabe, die jedem Einzelnen das Leben stellt. ; Es spürt jeder unter uns, wie stark und wie an den tiefsten Wurzeln diese in Alfrescomanier dargestellte Quintessenz des Spinozismus sich mit dem Wesen der K. K. berührt. Es gibt auch für uns nicht den Menschen als den Maßstab der Dinge. Wenn wir das Symbol des A. B. a. W. gebrauchen, drücken wir damit nichts anderes aus, als das, was man die Spinozistische Sachlichkeit nennt. Wenn Spinoza jene Deutung des Unsterblichkeitsbegriffes gibt, stimmen wir ihm freudigst zu. Wenn für ihn Glück ist, dass die ihn füllende Idee im Bewusstsein der anderen verwirklicht wird, gibt er dem disziplinierten Fanatismus Ausdruck, mit dem wir den Menschen als Gefäß für maurerische Ideen suchen.

In diesem Geiste sei uns der Name, der ehrwürdige und verehrungswürdige Name „Spinoza" Verpflichtung. Ihr alle, meine Brüder, fühlt in dieser Stunde mit mir. Und unsere jungen Brüder, vorab die heute neu aufgenommenen, spüren, wie Freude und wie Freude- und fruchtbringend es ist, in diesen Gemeinschaftsgeist hineinzuwachsen.

So sei nun der Grundstein gelegt zu dieser Gemeinschaft, die sich gründet auf wahrhaft brüderlicher Liebe, die in wechselseitige Verbindung tritt mit der Gesinnungs- und Willensgemeinschaft über alle Grenzen hinweg, die empfangen und die geben, die deutsch sein und Gemeinschaft über alle nationalen Abgrenzungen hinweg sein will. Die ihre eigenen, aus Sprach- und Nationalbewusstsein kommenden Kräfte und Worte bejaht und darstellt — und jenseits aller Überheblichkeit aus Bruderhänden empfängt, was sie an Werten halten und darbieten.

In die Kette, meine Br. Br.! Wir werden und wachsen in schmalen Bezirken. . Wir spüren schmerzhaft, dass Engen uns hemmen. Sie liegen wie Ketten um Sehnen und Wollen. Wir machen uns frei! Der Geist ist's, der frei macht! So reicht Euch die Hände von Bruder zu Bruder! Wir stehen geschlossen — die Reihe der Freien. Die Freiheit wird Segen geschlossenem Bund. Löst die Kette!"

Die erhebende Feier, die durch musikalische Vorträge umrahmt wurde, schloss Br. Klein mit folgendem Kettenspruch:


„Baruch Spinoza!

Nach Dir ist die Loge geheißen. Du warst keiner der Großen unseres Bundes, nicht hat Dich Schurz und Winkelmaß geziert. Und doch möge uns Dein Name als Schild und Ansporn dienen. Im Stamme schon warst Du, Ast am Baume des Lebens, getroffen. Um des als allein seligend vermeinten Glaubens willen wurden Deine Väter von frommen Eifern aus der Jahrhunderte besessenen Heimat verjagt. An Dir hat sich das Schicksal der Väter erneut erfüllt. Um Deines Glaubens willen bist Du von den Brüdern Deines Blutes, Deines Stammes und Deines angestammten Glaubens gebannt, verstoßen und ausgeschlossen worden aus ihrer Gemeinschaft, auf ihr Betreiben auch ausgestoßen aus der bürgerlichen Gemeinde.

Du hast, um Deinem Glauben und Denken zu leben, das Vaterhaus freiwillig verlassen, hast elterliches Gut und Erbe ausgeschlagen, um nicht an als falsch Erkanntes gebunden zu sein, hast den Ruf eines Königs, hast den Ruf einer hohen Stätte der Wissenschaft nicht erhört, um ohne Bindungen forschen und lehren zu können.

Die Mitwelt hat Deine Lehre verachtet, verboten und unterdrückt; erst die Nachwelt hat ihren Wert erfasst: Du hast erkannt und bekannt, dass wir alle Kinder Gottes sind, weil wir ein Teil sind der unendlichen Kraft des Allmächtigen Baumeisters aller Welten, dass Gott in uns allen ist, weil alles in Gott ist. Du hast erstrebt, was Dir in Deinem Namen, verheißen: Glückseligkeit; aber Dein Weg dahin war, wie er Dir auch in Deinem Namen vorhergesagt: dornenvoll. Nicht wollen wir uns bekennen zu allem, wozu Du Dich bekannt. Aber Deine Treue, Deine Aufrichtigkeit, Dein Bekennermut und der Leidensweg Deines irdischen Lebens soll uns Beispiel geben. Du sollst uns Leitstern, sein! Du, Benedictus de Spinoza!"

An die Lichteinbringung und Aufnahme schloss sich eine Tafelloge, die durch Br. Emil Selter als, zugeordneten Stuhlmeister der Loge „Spinoza" geleitet wurde. Trinksprüche und Reden folgten in schneller Reihenfolge. Besonders bedeutungsvoll: Die Ausführungen des Großmeisters über die übernationale Arbeit der „Symbolischen Großloge von Deutschland" und seine Begrüßung der Vertreter des Grand Orient de France. Dann: Die Worte Br. Maurice Loewes, der zweimal sprach, zunächst französisch und hier die freimaurerischen Ideen seiner Großloge entwickelte, die ausklangen in den Ruf „Europa über alles", und darauf deutsch, um seinen Dank für das, was er sehen und hören konnte, zum Ausdruck zu bringen. Großen Beifall fand auch Br. Uhlmann, der die Arbeit der „Symbolischen Großloge von Deutschland" im Sinne der Weltfreimaurerei betonte.

Es war: eine Lichteinbringung, die sich entwickelte zu einer Manifestation der übernationalen W e l t f r e i m au r er e i. Es war: ein Erlebnis!

Baruch de Spinoza

Spinoza

Baruch de Spinoza (* 1632 Amsterdam, †1677 Den Haag) war ein niederländischer Philosoph mit sephardischen (spanisch-jüdischen) Vorfahren, die vor der Inquisition in das tolerante Königreich der Niederlande geflohen waren. Er wurde bereits im Alter von 23 Jahren auf Grund mündlicher Äußerungen wegen Ketzerei auf Lebenszeit aus der jüdischen Gemeinde ausgeschlossen und starb früh an einer Lungenentzündung.

Am Anfang seiner Philosophie steht: Gott = Natur. Sein Werk "Ethik" ist in geometrischer Methode dargestellt und daher nicht leicht verständlich. Dichter wie Goethe, Wordsworth und Shelley liessen sich von Spinoza inspirieren. Goethe hat sich ausdrücklich zu ihm und seiner Philosophie bekannt.

Goethe: »Die alles ausgleichende Ruhe Spinozas kontrastierte mit meinem alles aufregenden Streben [..] und [..] machte mich zu seinem leidenschaftlichen Schüler, zu seinem entschiedensten Verehrer.«

Spinoza setzt die Vernunft als leitende Instanz des Menschen, der allerdings auch zu oft von Leidenschaften getrieben ist. Und da die Vernunft nach Erkenntnis strebe, sei Einsicht die erste und einzige Grundlage der Tugend. Er meinte, wir könnten nicht nur sämtliche Geheimnisse der Natur klären, sondern auch Gott erkennen: „Die menschliche Seele hat eine adäquate Erkenntnis der ewigen und unendlichen Wesenheit Gottes."

Spinoza war ein Befürworter von Demokratie. Als Freidenker, dem zu seiner Zeit das Recht auf Gedanken- und Redefreiheit verwehrt blieb, hielt er diese Freiheit sogar als notwendige Voraussetzung für das Gedeihen einer der Vernunft gehorchenden Gemeinschaft, die sich freiwillig einer Macht (dem Gesetz des Staates) unterstellt.

Heinrich Heine schrieb: „Wenn man den Spinoza einst aus seiner starren, altcartesianischen, mathematischen Form erlöst und ihn dem großen Publikum zugänglicher macht, dann wird sich vielleicht zeigen, daß er mehr als jeder andere über Ideendiebstahl klagen dürfte. Alle unsere heutigen Philosophen, vielleicht oft ohne es zu wissen, sehen sie durch die Brillen, die Baruch Spinoza geschliffen hat.“

Den Theologisch-politischen Traktat gab er 1670 anonym heraus, da er von religiöser Seite verdammt wurde (Judentum, Katholiken, Protestanten) während sein Hauptwerk Ethik erst kurz nach seinem Tod erschien.

Einige seiner philosophischen Standpunkte werden heute skeptisch betrachtet. Der Mensch wird als Vernunftwesen angesehen, das Gefühl kommt zu kurz. Als Rationalist sieht Spinoza zwar, dass es das gibt, wertet es aber ab.

Zitate:

»Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspringt nicht der Vernunft.«

»Die wahre Tugend ist das Leben unter der Leitung der Vernunft.«

»Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.«

»Der menschliche Geist kann mit dem Körper nicht absolut zerstört werden, sondern es bleibt von ihm etwas übrig, das ewig ist.«

„Es gehört auch zu meinem Glück, mir Mühe zu geben, dass viele Andere dasselbe wie ich verstehen, dass ihr Verstand und ihre Begierde mit meinem Verstand und meiner Begierde übereinkommen."

Siehe auch:

Werke:

  • Theologisch-Politisches Traktat, 1665/70
  • Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt, 1677

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