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Traktat: Alte Zeugnisse brüderlicher Verbundenheit

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Inhaltsverzeichnis

Alte Zeugnisse brüderlicher Verbundenheit

Traktat von urbantactics

Freimaurer leben im ‚Hier und Jetzt‘ und blicken in die Zukunft. Zu jeder Zeit. Also auch in den Anfangstagen, die wir heute ‚damals‘ nennen.

Irgendwann zwischen ‚damals‘ und heute, wurde die Zeit ein knappes Gut.

In dem Maße in dem sich die Arbeitswelt veränderte, die Gesellschaft fortschritt, die Kommunikation sich beschleunigte, und das Freizeitangebot unüberschaubar wurde, änderte sich auch die ästhetische Kultur mit welcher Logensachen behandelt wurden, und Ausdruck brüderlicher Verbundenheit waren, jedoch ohne zu erlahmen.

Es war einmal eine Zeit

100 Jahre Eklektischer Bund

in der Logenreden und Nekrologe als festgebundenes Büchlein aufgelegt wurden.

Felnner-Münze

Man schenkte sich in der Loge selbstverfasste Gedichte als Kalligrafie auf edlem Papier und ließ anlässlich der Beamtenwahl, eines Maurer-Jubiläums, aber auch bei privaten Anlässen wie der Vermählung oder einem Geburtstag eine Münze schlagen, eine Kanone gravieren, eine Schnupftabakdose mit Porzellanmalerei oder Emaille herstellen, oder einen Pokal ausloben.

Poesiealbum

Befreundete Logen wurden bei Besuchen mit wohlgestalteten Urkunden, Münzen und Medaillen bedacht, welche von tiefer Verbundenheit zeugten.

Aufwändig mit freimaurerischer Symbolik verzierte Vordrucke dienten als Vorlage für handgeschriebene Einladungen zu den Logenzusammenkünften, welche (wie sollte es damals auch anders sein) im Umschlag per Postkurier den Mitgliedern zugingen und mit den Worten „Mon Frère“ eröffneten. Man schrieb einander Briefe, auch in Chiffre.

Heute geben diese über die Zeit geretteten oder bewahrten Unikate in Logenarchiven Zeugnis vom hohen Grad der Neigung zur „Säule der Schönheit“.

Früher war alles besser? Mitnichten.

Heute

steht es um die Verbundenheit unter den Mitgliedern des Bundes nicht schlechter. Via Internet vernetzen sich Brüder weltweit in einem früher nicht ausdenkbaren Maße, und die Bekanntmachung von Terminen und Einladungen zu besonderen Ereignissen erreichen auf Knopfdruck einen beliebig großen Kreis von Empfängern.

Auch Gastgeschenke bei Logenbesuchen sind üblich, und natürlich beschenken sich inniglich verbundene Brüder untereinander. Auch mit Kunstvollem.

Die Protokolle, die Reden, die Unterlagen sind eben effizienter auf dem Speichermedium der Zeit untergebracht. Zugegeben: Diese bleiben unzweifelhaft in der Form hinter den historischen Dokumenten zurück.

Dessen ungeachtet werden Festschriften zu Jubiläen und Kulturpreisverleihungen aufwändig gesetzt und ansprechend gestaltet. Text und Bilder verbinden sich zu wahren Schmuckstücken, die jede Sammlung zieren.

Damals wie heute werden verdiente Mitglieder, die meist als Meister vom Stuhl ihrer Loge dienten, mit Portraits in Öl verewigt. Angelsächsische Brüder schenken einander damals wie heute Token als Zeichen der Freundschaft.

Aufwändige Bildbände auf hochwertigem Papier zeigen die Arbeiten heutiger Künstler und Kunsthandwerker – und immer wieder auch alte Stücke: Handgemalte Arbeitstafeln, bestickte Schurze, Bronzen und Büsten, …

Die Zeiten ändern sich

Eine Binsenweisheit. Die Frage bleibt: Was hinterlassen wir?

Siehe auch


Ein besonders wertvolles Geschenk machte Ferenc Sebok der Loge Zur Einigkeit 2014 anlässlich der Überreichung der Ernennungsurkunde zum Botschafter für Belgien für die Association of Masonic Arts: Ein Tracing Board Triptychon.

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