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Traktat: Apologie der Freimaurerei

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Inhaltsverzeichnis

Apologie der Freimaurerei

Traktat von urbantactics

Insbesondere von Außenstehenden wird gemeinhin angenommen die Freimaurer wehren sich nicht gegen die die obstrusen Vorwürfe und Anschuldigungen, welche gegen sie erhoben wurden und werden. Hier würde das Schweigen ihnen im Weg stehen, wo sie doch besser deutlich hörbar sprechen sollten.

Das mag daran liegen, dass die Angriffe auf eine breite Streuung der Information abzielen um effekthascherisch Aufmerksamkeit zu erregen und um Unwahrheiten zu verbreiten, während sich die Wahrnehmung von Publikationen der Freimaurer sich tendenziell eher im Kreis des Bundes und weniger ernsthaft Interessierter zu konzentrieren scheint.

Keinesfalls blieben und bleiben die gezielten Diffamierungen unbeantwortet.

Johann August Starck sah sich 1778 veranlasst eine „Apologie der Frey-Mäurer“ zu veröffentlichen.

Manches Mal erschien ein verteidigendes Buch als direkte und unmittelbare Antwort auf eine vorangegangene diskreditierende Veröffentlichung, so wie der Publikation "Sarsena: oder, Der vollkommene Baumeister, enthaltend die Geschichte und Entstehung des Freymaurerordens" von Carl Friedrich Ebers (1816) der "Anti-Sarsena für Freymaurer und Nicht-Freymaurer" von N.F. (1817) folgte, und dem „Hephata“ von Lumignon (verfaßt 1835, veröffentlicht 1836) in 1836 der „Anti-Hephata“ (Titelzusatz: Apologie der hohen Königlichen Kunst der Freimaurerei) folgte.

Erklärte Gegner wie Erich Ludendorff, Gregor Schwartz-Bostunitsch, Alfred Rosenberg arbeiteten sich an den Freimaurern ab. Zu zweifelhafter Bekanntheit brachte es ab 1927 die Schrift „Vernichtung der Freimaurerei durch Enthüllung ihrer Geheimnisse“ von Erich Ludendorff (Ludendorffs Verlag G.m.b.H., München).

Den Freimauren – die keinen Grund sehen jemanden anzugreifen – bleibt die Rolle der Verteidigung beschieden:

Dieser Publikation begegnete der Verein Deutscher Freimaurer 1928 mit dem Buch „Die Vernichtung der Unwahrheiten über die Freimaurerei“ (Verlag des Vereins deutscher Freimaurer, Leipzig).

Im gleichen Jahr erschien „Wer ist vernichtet? Die Freimaurerei oder Ludendorff?“ (Titelzusatz: Eine Antwort von Wilhelm Flurer).

Die heutigen multimedial aufbereiteten Unterstellungen kochen doch meist nur das alte Süppchen ‚Weltherrschaftsstreben‘ auf, das oft als Deckmantel für ihr Unverständnis von den komplexen Zusammenhängen, Wechselwirkungen und Konsequenzen einer sich stets verändernden Gesellschaft, einer wirtschaftlichen Entwicklung hin zur Globalisierung, geopolitischen Entwicklungen und wechselnden politischen Allianzen herhalten muss (welche es, das zeigt ein Blick in die Geschichte von aufstrebenden und zerfallenen Weltreichen und Kolonialmächten, seit jeher gab). Die Angst vor allem was man nicht versteht, und worüber man nichts weiß, sucht einfache Erklärungsmodelle als Ausweg aus einer gefühlten Ohnmacht, wobei die demokratische Beteiligung als Mittel der Mitbestimmung und Einflussnahme gar als Bedrohung empfunden wird. Entweder lenken, so die wirre Vorstellung, ohnehin „die da oben“ alles (und gegen den Willen der Mehrheit – so behauptet es eine verschwinden kleine Minderheit), oder man sieht sich mit seinen obskuren Anschuldigungen „auf verlorenem Posten“ (gegen den gesunden Menschenverstand), und somit (zurecht) also nicht mehrheitsfähig. Bemerkenswert ist, dass gerade die Nichtexistenz von Beweisen den Verschwörungstheoretikern als „Beweis“ angeführt wird. Das Prinzip lautet stets „Es lässt sich nicht beweisen? Dass beweist nur wie gut das von den übermächtigen Weltlenkern vertuscht wird.“ Demnach wäre die Nichtbeweisbarkeit eines weißen Hasen, der die Geschicke des Universums lenkt, Beweis für seine Existenz - die „von den Eliten“ dermaßen gut geheim gehalten wird, dass es ihn einfach geben muss.

Und so darf auch die Aufklärung, die Verteidigung, die Widerlegung nicht erlahmen. Der vermeintliche Kampf gegen Windmühlen bleibt jedoch nicht aus. Eine 337 Seiten starke Darstellung „Freimaurerei. Analysen, Überlegungen, Perspektiven.“ von Hans-Hermann Höhmann bietet einen ausgewogenen Ein- und Überblick, und ist als legaler kostenloser Download verfügbar.

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