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Traktat: Frauen in der Freimaurerei – Gestern und Heute

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Traktat: Frauen in der Freimaurerei – Gestern und Heute

von Inka Schulze-Buxloh im Mai 2018

Anstelle eines Vorwortes

Nachdem ich mich zu diesem Thema entschlossen hatte, musste ich mich entscheiden. Wie weit ist es sinnvoll, in unsere Geschichte zurückzuschauen? Nun interessiere ich mich zwar sehr für vergangene Zeiten, aber ich lebe schließlich im Hier und Jetzt.

Außerdem ist es wichtig, auch immer die Zeit selbst und die Verhältnisse, die damals herrschten, zu berücksichtigen. Die Geschichte der Freimaurerinnen in Spanien oder Italien muss eine andere sein als in England oder Deutschland. Und hier spreche ich nur von Europa. Nehmen wir noch die anderen Kontinente hinzu, würde es die Sache zwar spannender aber auch noch viel komplizierter machen. Auf diese Weise würde man zwei Dingen nicht gerecht werden: Den Frauen und der Freimaurerei.

Eines aber steht fest. Die Geschichte der Freimaurerinnen vergangener Jahrhunderte war auch stets fest verbunden mit der Gesellschaft und ihrer Einstellung den Frauen gegenüber. Hier hat sich gerade in den letzten 70 Jahren in Deutschland alleine bei den Gleichstellungsgesetzen viel getan. So hat sich die Freimaurerei automatisch mitentwickelt.

Ich habe eine Freimaurerin, die 1978 aufgenommen wurde, gefragt, ob die Frauen vor 40 Jahren anders gewesen wären als heute. Ihre Antwort: Nein. Daraus und aus meinen eigenen Recherchen schließe ich, dass Frauen, die sich für Freimaurerei interessierten, schon immer etwas „anders“ und vielleicht auch ihrer Zeit voraus waren.

Dies alles sind Gründe, warum ich mich dazu entschlossen habe, „nur“ unsere heutige Geschichte zu betrachten. Und die beginnt 1949. Kleinere historische Fingerzeige werde ich mir zum besseren Verständnis aber erlauben. Leider ließ es sich aus meiner Sicht aber nicht vermeiden, bestimmte Jahreszahlen zu nennen. Ich möchte damit die lange Zeitspanne und die Geduld der Schwestern von der Gründung des Frauenzirkels „Zur Humanität“ bis zum Ende des Schutzverhältnisses durch die Brüder aufzeigen.

Selbstverständlich bedeutet Freimaurerei auch heute noch Arbeit. Die Gründung einer Loge beispielsweise dauert Jahre. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was mit dem Tag der Gründungsfeier des Frauenzirkels „Zur Humanität“ am 30.06.1949 in Berlin seinen Anfang nahm.

Frauen in der Freimaurerei nach dem 2. Weltkrieg

Wie muss man sich die Vorarbeit zu diesem Tag vorstellen?

Dem großen Tag lag die alte Idee zu Grunde, Ehefrauen von Freimaurern - von den Brüdern „Schwestern“ genannt - die Möglichkeit zu geben, an dem Gedankengut ihrer Ehemänner teilhaben zu können. Schon ab ca. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es vereinzelt Freimaurer mit der festen Überzeugung, dass es für eine Ehe und die Familie gut wäre, ihre Ehefrauen und erwachsenen Töchter mehr mit der Freimaurerei bekannt zu machen. Nur diese – andere Frauen waren nicht erwünscht. Bis 1949 waren die Freimaurer mit ihrer neumodischen Idee trotz unterschiedlicher Versuche gescheitert.

Jetzt war die Zeit endlich reif. Wie ich eingangs erläuterte, entwickelte sich die Freimaurerei mehr oder weniger parallel zur Gesellschaft. Aus dieser Sicht gehört als Grund natürlich auch das Kriegsende dazu. Viele Frauen hatten ihre familiären und somit sozialen Bindungen verloren.

Nun mussten die beiden weitsichtigen Großlogen „Zu den Alten Pflichten“ und „Royal York zur Freundschaft“ aber sehr schnell eine neue Wahrheit akzeptieren: Nicht viele Ehefrauen hatten Interesse. Eine Tatsache, die ich übrigens auch heutzutage noch häufig beobachte - auf beiden Seiten. Freimaurerei lässt sich eben nicht delegieren und ist nun einmal nicht für jeden Menschen geeignet. Daher setzte man eine Annonce in den amtlichen Mitteilungen auf, um mehr interessierte Frauen zu erreichen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass unsere Schwestern Klinken putzen gegangen sind. Also einfach die eine oder andere Frau angesprochen haben, bei der man sich Interesse vorstellen konnte.

Ich möchte nun aber nicht weiter davon sprechen, welche Standfestigkeit, welches Organisationsvermögen und welche Durchsetzungskraft die damaligen Brüder alleine bis zur Gründungsfeier bewiesen haben. Hier die Schlussworte aus der Rede des Ehrwst. GM Br Erich Rüdiger von der Großloge „Zu den Alten Pflichten“:

"Ich führe Frau Mallon-Lippert als Vorsitzende ein und übergebe ihr hiermit den Zirkel. Frau Mallon-Lippert, es wird heiße Tage geben und Sie werden viel zu arbeiten haben. Bei der Aufnahme eines neuen Bruders rufe ich ihm zu, dass von seinem Ruf der Ruf der Freimaurerei abhängt. Und so wird auch von heute an vom Rufe des Frauenzirkels und jeder einzelnen seiner Schwestern der Ruf der Freimaurerei abhängen.
Ich darf Sie bitten, dass Sie mit uns gemeinsam für die Ideale der Freimaurerei arbeiten werden. In diesem Sinne begrüße und beglückwünsche ich Sie als 1. Vorsitzende des Frauenzirkels „Zur Humanität“."

Was mag in den Frauen damals vorgegangen sein? Aus heutiger Sicht müssen wir bedenken, dass sie aus den Händen der Herren den Schlüssel zu einem Tor erhalten haben, dessen andere Seite bis dato als rein männliche Domäne angesehen wurde. Die Schwestern mussten an der Seite der Brüder nicht nur das freimaurische Ritual erlernen, sondern auch die Antwort auf folgende Frage finden: Hat die Freimaurerei auch eine weibliche Seite oder ist sie nicht einfach nur menschlich?

So kann man die Antwort von Frau Mallon-Lippert gut verstehen, wenn sie sagt: „Wir wollen zuerst nur innerhalb unseres Kreises wirken, bis wir übersehen können, welche Kräfte sich entwickeln, um einen Beitrag zum Wohl unserer Mitmenschen zu leisten.“

Man darf nun aber nicht glauben, dass der Arbeitskreis nichts von sich preisgab. Im Gegenteil: Von Anfang an gab es nicht nur Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt, die denen der Brüder in nichts nachstanden, sondern auch Artikel in Tageszeitungen. Für 1949 finde ich das beachtlich. Diese Transparenz war aber auch zwingend notwendig wollte der Arbeitskreis trotz des Patronats der Großloge „Zu den Alten Pflichten“ nicht wieder in der Versenkung verschwinden.

Die Brüder nahmen ihre Verantwortung gegenüber der Freimaurerei und den Schwestern aber auch sehr ernst. Manchmal zum Leidwesen der Frauen, die dies doch ab und an als Bevormundung verstanden haben. Dabei blieben Anfängerfehler der Freimaurerinnen natürlich nicht aus. Um möglichst schnell eine richtige Frauenloge gründen zu können, gab es für interessierte Frauen keine Absagen. Mit dem Ergebnis, dass natürlich viele meist aus Zeitgründen wieder ausgetreten sind. Aber auch Ausschlüsse waren keine Seltenheit. Hier kam meistens der strenge Blick der Brüder zum Tragen. Ordnung und Pünktlichkeit waren ein Muss. Außerdem wurde bei Vorträgen auf die Vielfalt geachtet. Wenn es damals auch üblich war, über persönliche Kontakte Vortragende einzuladen, so musste es nicht unbedingt immer nur jemand aus der Künstlerszene sein.

Aber dies alles war nur eine Seite der Freimaurerei.

Den ernsthaften Freimaurerinnen – und das waren diese Frauen – war von Anfang an bewusst, dass ihnen etwas Lebensnotwendiges fehlte: Das Ritual.

Aber hier wurde es natürlich schwierig. Das Ritual der Brüder durfte verständlicherweise nicht benutzt werden. Als Notlösung wandelte man das Ritual der „Eastern Star“ aus den USA ab – aber auch dies wurde nicht erlaubt. Also machten sich die Brüder an die Arbeit, ihr eigenes Ritual sorgfältig zu überarbeiten. Es durfte kein „männliches“ Brauchtum enthalten, musste aber gleichzeitig vom freimaurerischen Geist durchdrungen sein. Ein Drahtseilakt. Zudem die Brüder (also Männer) versuchten, die weibliche Mentalität zu berücksichtigen.

Aber sie schafften es. Nach dem Stiftungsfest am 30.06.1950 und der 1. Mitgliederversammlung kurz darauf konnten die Schwestern im April 1951 zum ersten Mal eine eigene Tempelarbeit verrichten.

Mit dieser ersten Tempelarbeit häuften sich aber auch die Auseinandersetzungen zwischen Brüdern und Schwestern – Brüdern und Brüdern – Schwestern und Schwestern.

Zum Beispiel die erste Aufnahme: Vier Schwestern, die für die damalige Arbeit im Tempel unerlässlich waren, symbolisierten 40 weitere Schwestern – eine Massenaufnahme. Heute natürlich unvorstellbar und ähnlich sahen es damals auch die Brüder, die mit wachsender Sorge die bereits angesprochene Quantität vor Qualität Haltung der Schwestern verfolgten.

Diese und andere Querelen mündeten in dem Austritt der damaligen Vorsitzenden des Zirkels. Nicht wenige Frauen folgten ihr. Sie gründeten außerhalb der Großlogen eine Frauenloge, die allerdings nur zehn Jahre Bestand hatte. Den übrig gebliebenen Mitgliedern war bewusst, dass sie nur unter dem Schutz und der Mithilfe der Brüder eines Tages zu einer eigenständigen und zumindest inoffiziell anerkannten Frauenloge emporwachsen konnten.

Erwähnenswert finde ich für 1951 aber noch, dass zum ersten Mal eine Zeichnung von einer Schwester aufgelegt wurde.

Im April 1953 wurden den Schwestern Mitgliederpässe ausgehändigt. Zwei Jahre später standen die Brüder unter so einem internen Druck, dass schnellstens eine Satzung ausgearbeitet wurde als Voraussetzung zum Eintrag in das Vereinsregister. Dies geschah am 12.02.1955. Nur so konnte eine Liquidierung des Zirkels verhindert werden.

Wenig später folgte im Mai 55 das Hausgesetz.

1957 musste für die Schwestern leider ein Trauerritual ausgearbeitet und genehmigt werden. Einige Brüder, die zu ihren Beschützern gehörten, waren verstorben. Für die Schwestern war dies in doppelter Hinsicht ein Verlust. Gerade diese Brüder hatten den Schwestern ihr Bruderwort gegeben, im Tempel arbeiten zu dürfen. Eine Liquidierung konnte zwar bis 1960 nicht durchgesetzt werden, aber auf einer Distriktmeistertagung in der BRD wurde beschlossen, dass die Schwestern nicht mehr im Tempel arbeiten durften. Die VGLvD sah ihre Regularität gefährdet. Das zeigt, dass die Unstimmigkeiten bezüglich Frauen und Freimaurerei innerhalb der Bruderschaft schon lange nicht mehr auf Berlin beschränkt waren, sondern sich auf ganz Deutschland ausgebreitet hatten.

Erst 1965 wurde es den Schwestern – aus reinen Kostengründen – wieder erlaubt, den Tempel zu benutzen. Außerdem durften von nun an alle Freimaurerinnen – und nicht nur der Beamtenrat – die Gästeabende der Brüder besuchen.

1968 wurde dem Zirkel gegenüber zum ersten Mal eine Einladung zu einer französischen Frauenloge ausgesprochen, die auf Grund der fehlenden Anerkennung natürlich durch die Distriktloge nicht erlaubt wurde.

… und noch etwas habe ich über dieses Jahr gelesen, was mich besonders gerührt hat: Die Mitgliederinnen des Zirkels lebten mittlerweile natürlich nicht mehr nur in Berlin, sondern überall in Deutschland. Das bedeutet im Klartext, dass es den so genannten Auswärtigen nicht regelmäßig möglich war – wenn überhaupt – „ihren“ Zirkel zu besuchen und einer Tempelarbeit beizuwohnen.

Es gibt Leserbriefe aus dieser Zeit von Frauen, die klar zeigen, wie schwierig diese Lage für sie war. Man versuchte, der Misere mit Informationen zusätzlich zum Mitteilungsblatt und auch mit Fotos neuer Mitgliederinnen entgegenzuwirken. Wenn ich dagegenhalte, wie einfach wir es heutzutage haben…

In einem dieser zusätzlichen Briefe lese ich ein wunderschönes Beispiel für das Weiterkommen des Zirkels das Ritual betreffend. Aus Rücksicht auf unsere Besucherinnen und Besucher umschreibe ich hier nur den Vorgang: Bis zu dem Zeitpunkt wurde der Tempel – aus unserer heutigen Sicht – nur unvollständig eingerichtet. Also hat die damalige Meisterin vom Stuhl die Einrichtung des Tempels einfach um ein kleines freimaurisches Stück erweitert: Um ein mathematisches Zeichengerät auf ihrem Tisch, welches den Namen des Arbeitskreises getragen hat. Die Brüder, die natürlich immer noch jeder Tempelarbeit beiwohnten, waren nicht sehr angetan. Die Freimaurerherzen konnten es weniger ertragen, einen halben als gar keinen Meistertisch vor sich zu sehen. Ab diesem Zeitpunkt durfte der Tempel etwas vollständiger eingerichtet werden.

Im November 1971 konnten die Schwestern der Einladung zum 100-jährigen Stiftungsfest einer Loge nach Baden-Baden folge leisten. Dies war insofern eine Besonderheit, als dass sich dort Freimaurerinnen und Freimaurer aus Frankreich, Italien und den USA trafen. Hier kam es aber auch zum ersten Mal durch die Berichte eines Bruders zu Kontakten nach Düsseldorf zur Loge „Johann Wolfgang Amadeus Mozart“.

1973 wurde das Mitteilungsblatt des Zirkels bereits an über 50 Brüder verschickt. Außerdem wurde es den Berlinern Schwestern wegen der Umbauarbeiten an der Emser Str. erlaubt, ihre Tempelarbeiten im Logenhaus der Großen Nationalen Mutterloge „Zu den 3 WK“ abzuhalten. Zum ersten Mal bat auch ein Bruder um die Zusendung des Bijous der Schwestern für seine Sammlung.

1974 beschäftigte sich zum ersten Mal die Forschungsloge „Quatuor Coronati“ auf einer Tagung mit dem Thema „Die Frau und das Ritual“. Unter den vier Referenten befand sich neben dem Orden der Rosenkreuzer auch der Frauenzirkel.

Nach der Festveranstaltung im Juni 1976 anlässlich der 25. Wiederkehr des Tages, an dem die erste Tempelarbeit stattfand, ging es auf einmal Schlag auf Schlag.

Bis 1978 gründeten sich zwei weitere Arbeitskreise in Düsseldorf und Wetzlar nach genauem Berliner Vorbild. Diese Frauenzirkel standen unter dem Schutz des zuständigen Logendistrikts.

1982 gründeten sich aus den Arbeitskreisen Düsseldorf und Wetzlar die Kapitel „Tusculum“ und „Unter dem Regenbogen“. So konnte nun auch ein Großkapitel – also Dachverband - entstehen.

Im März 1983 wurde zunächst das Schutzverhältnis durch die Brüder als beendet erklärt. Danach benannten die Schwestern das „Großkapitel“ in „Großloge“ und die „Kapitel“ in „Logen“ um.

Gästeabende

Jede Loge, die zur FGLD gehört, bietet regelmäßig Gästeabende für interessierte Frauen an. Nach einem Vortrag haben alle die Möglichkeit, durch Wortmeldungen – es gibt eine Rednerliste – das Gehörte zu bereichern. Im Anschluss können Fragen allgemein zur Freimaurerei gestellt werden. Um den Abend nett ausklingen zu lassen, entlässt die MvSt alle Anwesenden in kleinere Gesprächsgruppen.

Ritual

Ich habe bereits weiter oben andeutungsweise gezeigt, wie Freimaurerinnen mit ihrem Ritual umgehen. Von Anfang an sehr selbstbewusst. Den Brüdern gegenüber zunächst diplomatisch. Bis in die heutige Zeit der Arbeit selbst gegenüber respektvoll und wohl überlegend. Anfangs hatten die Brüder mit Bedacht darauf geachtet, aus Regularitätsgründen nicht zu viel von sich preis zu geben. Die Schwestern schafften es aber durch ihre Beharrlichkeit, ihr Ritual mehr und mehr das dem ihrer Mentoren anzugleichen. Dies wurde von den Brüdern immer mehr stillschweigend akzeptiert. Selbstverständlich gibt es in der heutigen Zeit eine Kommission, die sich nur mit Fragen das Ritual betreffend unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten beschäftigt.

CLIMAF

(Centre de Liaison International de la Maçonnerie Féminine)

1982 wurde CLIMAF gegründet, um die Beziehungen zwischen der Frauen-Großloge von Frankreich und der Frauen-Großloge von Belgien zu stärken.

Inzwischen gehören auch die Frauen-Großlogen der Schweiz, von Portugal, Spanien, Italien, Deutschland und der Türkei dazu.

Diese acht Frauen-Obödienzen vertreten insgesamt rund 15.000 Schwestern. Freimaurerinnen treffen sich regelmäßig auf europäischer Ebene. Das aktuelle Thema für den Gedankenaustausch lautet „Sichtweisen der Maurerinnen zu Identität und Alterität“ (sprich: Das Ich und das Andere)

Freimaurerinnen heute und in der Zukunft

Ich bin ja erst vor vier Jahren als Freimaurerin aufgenommen worden. Fast sofort habe ich aber gemerkt, dass sich die Gedanken meiner Schwestern auch um die Frage dreht: Wo stehen wir heute und wo wollen wir hin? Aus heutiger Sicht war es vor 300 Jahren diese Frage betreffend recht einfach. Die Brüder haben sich stark dem Humanismus verbunden gefühlt und auf unterschiedlichste Art und Weise gezeigt, wie dieser gelebt werden muss.

Sie hatten also eine Aufgabe außerhalb der eigenen Arbeit am rauen Stein gefunden. Aber heute? Wir in unserem Leben außerhalb unserer Loge, unsere Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen und auch unsere Politiker tun sich schwer damit, einen umsetzbaren Gesellschaftsentwurf zu finden. Das ist aber nur eine Frage, die mich und viele Schwestern beschäftigt.

Eine andere betrifft die Öffentlichkeitsarbeit. Dürfen und wollen wir Freimaurerinnen uns einer Öffentlichkeit stellen, die doch noch stark unserer Arbeit mit Vorurteilen gegenübersteht?

Die FGLD ist ganz klar von unten nach oben organisiert. Das bedeutet, dass jede Schwester für sich entscheidet, wie stark sie sich als Freimaurerin outen möchte. Dann liegt es an jeder einzelnen Loge, ob und wie sie diesen Schritt wagt. Ein Anfang war sicherlich die 300-Jahr-Feier im letzten Jahr. Auch viele Frauenlogen haben sich mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen beteiligt. Hier ist eine gute Möglichkeit, weiter zu arbeiten - die Menschen zu informieren und die Wirksamkeit der Freimaurerei unter Beweis zu stellen.


Quellenangabe

"CHRONIK DER FRAUENGROSSLOGE VON DEUTSCHLAND (FGLD) - TEIL I DIE ANFÄNGE IN BERLIN" - Zusammengestellt von Inge Heipcke

Wieschhoff, Merle: "Feminine Freimaurerei in Deutschland: eine Initiationsgemeinschaft zwischen Tradition und Moderne"

Siehe auch

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