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Traktat: Wohltätigkeit, oder ".... und wieder hilft keiner"

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Wohltätigkeit, oder ".... und wieder hilft keiner"

Von Einar Thorlacius Vorgebracht in der JL Ditmarsia 20.7.2018 zum Anlass der Wattolümpiade 21.7.201

Hochwürdige , würdige und geliebte Brüder in all euren Graden

Zuerst, vielen Dank für die Einladung und das vertrauen welches sie mir hier geben, um diese festrede zu halten. Ich werde über Die karitative Notwendigkeit und den surrealistischen Spaß der Wattspiele sprechen. Wohltätigkeit, oder „... und wieder hilft keiner“ Anfang Januar habe ich einen Satz auf FB von einem lieben Bruder gelesen, ob nicht jemand bereit wäre „Maisenringe“ für die Watttrolle bei der Wattolümpiade zu basteln.

Naja ich dachte da wird sich schon jemand melden, ich lebe ja auf Island und habe nie an diesem Spiel teilgenommen. Schon 5 Monate später las ich diesen Satz, „und wieder hilft keiner“. Niemand außer mir, hat darauf geantwortet. Da sah ich einen Hilferuf, den ich mir nicht entgehen lassen wollte, es tat weh dass niemand helfen wollte, so und nun stehe ich hier und halte meine kleine rede. Ich mit meinem losen Mundwerk.


Wohltätigkeit ist des Maurers erste Pflicht.

"Sind Sie bereit uns ein kleinen Gefallen zu tun?" „Wir haben eine kleine Geldsumme hier gesammelt, sind Sie bereit der Witwe die Geldsumme zu überbringen, weil keiner von uns Brüdern dies gerade jetzt erledigen kann“. Hier gibt es verschiedene Antworten, aber meistens wird mit sofort geantwortet.


Dies zeigt uns, dass wir sofort helfen sollen und nicht morgen, da der morgige tag uns noch nicht gehört. Was möchte nun die Freimaurerei erreichen? Auch sie hat das Ziel, zu erziehen und die Menschheit aufzubauen. Dies ist ihr höchster und heiligster Zweck. Die Bearbeitung des einzelnen Menschen, das erwecken der göttlichen Kräfte, die in ihm liegen, seine Richtung auf das Wahre und das Ewige.

Das ist es was die Freimaurerei anstrebt. Darum prüfe ein jeder mit dem Winkelmaß der Gerechtigkeit, mit der wasserwage der Vernunft und mit dem Senkblei des Gewissens sein Handeln. Dadurch können wir Gegensätze versöhnen, liebe aussäen und Wohltätigkeit üben. Wenn wir bemüht sind, überall hilfsbereit zu sein, wo Hilfe Not tut. Es ist ein schöner, herzlicher Zug des Menschen, überall da, wo Mangel, sorge und not herrschen, zu helfen und zu lindern. Unser Orden will diesen humanistischen Trieb in uns nähren und stärken. Nach dem Ritual her wird am Ende jeder Arbeit, sowie jeder Tafelloge für die armen gesammelt.

Jede Loge hat eine Reihe sogenannter milder Stiftungen, die von Brüdern ins Leben gerufen wurden. Diese Stiftungen dienen dazu, Not zu lindern und tränen zu trocknen. Wenn einmal eine außergewöhnlicher schlimmer Fall an die Brüder herantritt, wenn durch Unglücksfälle, Überschwemmungen, Feuersbrünste und dergleichen schreiende Notstände Hilferufe ereilen, dann sind auch stets die Herzen der Brüder weit geöffnet und die Hände sind zum Geben bereit.

Meine lieben Brüder, In der profanen Welt begegnet uns die Wohltätigkeit fast überall. Ein Unzahl von Vereinen und Stiftungen bemüht sich, finanzielle Mittel aufzubringen, welche für die Linderung der Not verwendet werden. Die staatlichen und städtischen Behörden haben ein recht umfangreiches Netz an verschieden ausgerichteten Hilfen aufgebaut. Viele Spender möchten aber mit ihren Gaben im verborgenen bleiben.

Alle abgebildeten Teilnehmer der bereits zweiten Wattolümpiade-Loge der gastgebenden Loge "Ditmarsia" sind mit der Veröffentlichung dieses Fotos einverstanden. Der Fez wurde ausschließlich für dieses Foto getragen.

So ist es auch hier, in Brunsbüttel, eine große Spendenaktion welche morgen stattfindet, die Wattolümpiade wo jeder Cent zugunsten krebsbetroffener Menschen geht. Was hier geleistet wird ist unheimlich stark, dies ist kaum in Worte zu fassen. Der gemeinnützige Verein STARK gegen KREBS mit Sitz in Frankfurt a. M. hat seine Wurzeln in einer gleichnamigen Aktion an der Nordseeküste, die von Bruder Jens Rusch initiiert wurde.

Bruder Dr. Bernd Schmude und Bruder Jens Rusch sind beide als Krebsbetroffene sogenannte "Longtime Survivors". Bernd Schmude ist heute der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins und hält mutmachende Vorträge in der gesamten Bundesrepublik. Jens Rusch organisiert die jährlichen Krebs-Informationstage im norddeutschen Brunsbüttel.

Neben hochkarätigen onkologischen Fachreferaten werden seit Beginn, auch Vorträge über Komplementär-Medizin, auch über Jiaogulan und legale Cannabis -Therapien für Schmerzpatienten abgehalten. Bruder Jens Rusch ist der zweite Vorsitzende des Vereins Stark gegen Krebs e.V. und Mitorganisator der erfolgreichen Benefiz-Veranstaltung "Wattolümpiade".

Trolle

Noch spannender wird es morgen, wenn Trolle im Watt zu sehen sind. Ich glaube man sieht diese seltenen kleinen wesen morgen hier im Watt zum ersten Mal. Trolle oder Elfen mögen nicht so sehr dass sie Trolle genannt werden, wie man manchmal, zurecht sagt, „du Troll“! Troll wirkt oftmals als Schimpfwort, sagt man nicht manchmal – trolle dich! Ich denke aber und im Besonderen als stolzer Isländer, dass diese kleinen Wesen dies nicht verdient haben.

Auf Island gibt es stellen wo Elfen leben, z. B. in Steinen, Felsen und Hügeln. Diese stellen dürfen nicht gestört werden, der Hügel darf nie gemäht werden. Sogar mitten in der Hauptstadt Reykjavik musste deswegen eine Straße um ein Gebiet verlegt werden, wo diese Elfen und Trolle leben. Woher stammen aber die Elfen?

Elfengenesis

In der Elfengenesis ist die Erzählung dass Gott einmal kam und hat Adam und Eva besucht. Gott hat ihnen somit große Freude gebracht und Eva hat Ihm gezeigt was sie alles da hatten. Sie waren stolz auf ihre Kinder. Gott hat gefragt, ob sie noch nicht mehr Kinder hätten. Eva sagte nein. Sie hatte nämlich nicht alle Kinder sauber gewaschen und hatte deswegen diese Kinder verborgen. Aber Gott wusste es natürlich besser und sagte, „was mir verborgen bleibt wird auch den Menschen verborgen bleiben“ und daher kommt es, dass Elfen in Hügeln, Felsen und Steinen im Verborgenen leben. Menschen sind die Kinder von Eva, welche sie Gott gezeigt hat. Manche Menschen aber haben die Fähigkeit bekommen die Elfen zu sehen und mit ihnen sogar zu sprechen.

Auf Island sind Elfen lohnenswerte und liebevolle Phänomene der Natur. Viele Erzählungen wiederspiegeln die Angst der Menschen und Träume. Der Nebel wird zu dem Elf sein der das Kind auf fremde Wege führt. Der Traum des armen Mädchens um den reichen, guten und intelligenten Mannes, wird zu einer Liebesgeschichte.

Nun habe ich mich bemüht, euch meine lieben Brüder, meine Gedanken hier zu diesem Thema zu schildern und euch dabei ein kleines Stück mit auf mein Heimatland Island zu nehmen, wo ihr gerne brüderlich und herzlich willkommen seid.

Vielen dank meine lieben Brüder.

Einar Thorlacius 20.7.2018

Ergänzung: Spendensumme und Erlös

Die 13. Wattolümpiade der Neuzeit ist Geschichte, und seit Montagabend steht fest: Die Wattolümpiade 2018 hat auch Geschichte geschrieben. 47.062,16 Euro, diese stolze Summe brachte der Kassensturz – traditionell ganz am Ende der Olümpiatage, nachdem der Elbdeich wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt wurde – hervor. Damit steht fest: Weit über 375.000 Spenden-Euros wurden in den vergangenen 14 Jahren durch den schmutzigen Sport für eine saubere Sache generiert!

Neben Eintrittseinnahmen in Höhe von 15.285,18 Euro kam diesmal die Rekordsumme von 15.493,45 Euro an Teamspenden zusammen. Sagenhafte 16.283,53 Euro waren in den vergangenen Wochen und Monaten als Einzelspenden eingegangen.

Rund 4000 Zuschauer und Teilnehmer machten die 13. Wattolümpischen Spiele der Neuzeit somit abermals zu einem riesigen Erfolg – und das trotz großer Veranstaltungskonkurrenz in der Region.

Der Benefizerlös soll auch diesmal Krebsbetroffenen in der Region zugute kommen, unter anderem über das im Sommer 2015 eingeweihte und durch den Wattolümpiade-Verein voll finanzierte Krebsberatungszentrum Westküste in der Brunsbütteler Koogstraße.

Dank an Unterstützer und Ermöglicher

Dieser Erfolg wäre nicht denkbar ohne die zahlreichen Unterstützer und Ermöglicher vor und hinter den Kulissen, die dem ehrenamtlichen Organisationsteam zur Seite stehen. Dies fängt an bei den Sponsoren, die für die komplette Veranstaltungslogistik und das Drumherum sorgen, über die Musiker sowie die ehrenamtlichen Helfer von Feuerwehr, LZG, DGzRS, Sanitätsdienst, Ärzteschaft, Technik und Handicap-Crew, bis hin zu den Mitarbeitern des Bauhofs.

Last not least: Die Wattolümpiade wäre nichts ohne die Wattleten, die sich voller Enthusiasmus in den Schlick stürzen und längst den Geist der Veranstaltung verinnerlicht haben. Ihnen gebührt der größte Dank – auch für das faire Miteinander, das in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Nächste Wattolümpiade im August 2020

Nun wird es wieder zwei Jahre dauern, bis sich mutige Wattleten erneut in den Soesmenhusener Elbschlick stürzen können. Denn seit 2016 wird die Wattolümpiade bekanntlich in einem Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen – immer in den geraden Jahren, quasi parallel zu den anderen großen Sportereignissen wie Fußball-WM und EM sowie den Olympischen Spielen. Für die 14. Wattolümpiade der Neuzeit haben die Macher auch schon einen Termin ins Auge gefasst: Am 15. August 2020 soll wieder schmutziger Sport für eine saubere Sache im Elbschlick geboten werden.

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