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*1. Im April 2010 stirbt Phoebe Prince im US-Bundesstaat Massachusetts, etwa 145
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kleine Schwester findet Phoebe wenig später, sie hat sich erhängt.
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*2. Im Mai 2010 bekommt der 13 Jahre alte Joël aus Österreich eine bösartige E-Mail, in
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der er als Homosexueller beschimpft wurde: "Du bist schwuler, als die Polizei
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erlaubt", steht darin. Es ist bloß der Höhepunkt einer monatelangen Quälerei. Der
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Junge wirft sich vor einen Zug.
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*3. Im Oktober 2010 will sich Melanie aus Peine mit einer angeblichen Freundin treffen,
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die sie über Facebook kennengelernt hat. Tatsächlich stellt sich heraus, dass hinter
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der Identität ein 27 Jahre alter Mann steckt. Melanie wird wütend, da schneidet der
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Mann ihr die Kehle durch.
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*4. Im September 2012 ermordet ein 14-Jähriger eine 15-Jährige in den Niederlanden.
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Der Grund: Das Opfer soll Gerüchte bei Facebook über ihre beste Freundin verbreitet
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haben. Diese beauftragt schließlich den 14-Jährigen - 50 Euro stellt sie ihm dafür in
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Aussicht. Der junge Auftragskiller sticht tatsächlich zu.
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Dies sind nur wenige von vielen Beispielen des wachsenden Problems Cybermobbing.
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Tatsächlich gilt Cybermobbing weltweit als wachsendes Problem, unter anderem weil einer
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Studie der Europäischen Union zufolge das Alter der Kinder, die Zugang zum Internet haben,
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immer weiter sinkt. Einen eigenen Straftatbestand stellt Cybermobbing allerdings nicht dar –
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zumindest noch nicht. Dabei wurde mindestens jedes dritte Kind in Deutschland laut einer
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Studie schon einmal im Netz belästigt. Die Folgen dieser Attacken können dramatisch sein,
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wie ihr gerade gehört habt.
  
 
== Publikationen ==
 
== Publikationen ==

Version vom 14. April 2018, 09:06 Uhr

Freimaurer 2-0 Rene Schon Interview.jpg

Inhaltsverzeichnis

René Schon

Als Informatiker war es naheliegend, als unser Bruder Redner Hartmut auf mich zukam, dass ich einen Vortrag über das Pro und Contra der vielen und vielseitigen Sozialen Netzwerke halten werde. Wer mich etwas länger kennt weiß, dass ich spezielle Netzwerke für hilfreich und förderlich erachte (sonst wäre ich seit Oktober 2012 nicht für meinen neuen Arbeitsgeber tätig) aber der weiß auch, dass ich von einigen Plattformen nicht viel halte oder ihnen sehr kritisch gegenüber stehe.


Daher versuche ich nun in den kommenden Minuten eine (fast) unvoreingenommene und objektive Betrachtung der Pros und Contras aus meiner persönlichen Sicht wiederzugeben. Wer kennt nicht heutzutage die vielen Sozialen Netzwerke wie Facebook (wohl das berühmteste unter ihnen und deutlich mit den meisten Nutzern, aktuell knapp 1Milliarde Nutzer, 50% sind täglich online), XING (für geschäftliche Kontakte und CVs), StudiVZ (für Studenten und ehemalige Studierende), MySpace (um sich persönlich zu präsentieren, berühmter Vorgänger von Facebook), Lokalisten (von Menschen die sich gegenseitig helfen wollen gegründet), Wer-kennt-wen, usw. um mal die bedeutenden zu nennen. Durch die fast täglich ansteigende Zahl von Benutzern kommen in die Medien (sei es digital oder Druckmedien) auch immer häufiger Berichte über Cyber-Mobbing, Datenklau und mangelnde Datensicherheit, Identitäten Diebstahl bis hin zu Morden und anderen tätlichen Übergriffen.

Aber auch immer mehr Firmen haben die neuen Möglichkeiten erkannt und legen sich Facebook Seiten an mit all ihren „like(s)“ und „Followers“ oder Bedienen sich der Möglichkeiten um in Personalabteilungen private Informationen über neue Bewerber und Angestellte einzuholen. Betrachten wir daher zuerst einmal die Bedeutung dieser Sozialen Netzwerke in der heutigen Zeit.


Bedeutung der sozialen Netzwerke heute

Stetig wächst die Anzahl der Nutzer dieser Netzwerke und auch die mobilen Möglichkeiten diese Plattformen auch von unterwegs aus zu nutzen. Der Sinn und Unsinn dieser Möglichkeiten soll hierbei einmal aus der Betrachtung genommen werden und nicht Teil dieser Zeichnung werden. Viele Firmen, Menschen und auch Gruppen gehen mit dem Trend und treten dem ein oder anderen Netzwerk bei. Gerade Firmen nutzen diese Möglichkeit auch um kostengünstig ihre Bekanntheit zu vergrößern, Werbung zu machen oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Man denke hierbei an den „like“ Button bei Facebook. In der heutigen Zeit nutzen immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen die neuen Möglichkeiten, die diese Netzwerke bieten. Sei es einfach zu Twittern (man muss ja auch immer versuchen das was man denkt in 160 Zeichen an die ganze Welt „hinauszuposaunen“) bis hin zu der wichtigen Information „was man gerade macht“ auf Facebook. Jedoch sind Soziale Netzwerke (Social Networks) aufgrund der Vernetzung von Mitgliedern schnell in der Lage, die früher eher flüchtigen soziale Beziehungen (Bekanntschaften, Klassengemeinschaften etc.) mit der Institutionalisierung digitaler Verbindungen und Austauschverhältnisse zu stabilisieren. Dies führt mich zu dem Punkt, die positiven Aspekte der Sozialen Netzwerke zu betrachten.


Pro der Sozialen Netzwerke

Die Kommunikationsmöglichkeiten über die sogenannten „Social Media“ eröffnen für das individuelle Engagement neue Wege der Selbstorganisation, der Aktivierung von Ressourcen in Netzwerken (Wissen, Kompetenzen, sowie finanzielle Mittel), der Bürgerbeteiligung und Einflussnahme. Das Engagement wird damit eigenverantwortlicher und selbstbestimmter als es früher der Fall war.

Die Nutzer von sozialen Netzwerken sind miteinander durch die Möglichkeit der schnellen und unkomplizierten Interaktion verbunden. Einzelne können sich im Kontext eines gemeinsamen Themas miteinander vernetzen und aktiv werden. Was heißt das nun konkret? Der schnelle Austausch innerhalb einer Gruppe kann deutlich schneller und vor allem geordneter erfolgen als dies früher der Fall war. Benutzer können sich gezielt Zuspruch und vor allem Unterstützung zu einem Thema erhoffen und holen. Wissen kann schnell über große Distanzen ausgetauscht werden und durch die Vernetzung und den Input der einzelnen Mitglieder sogar noch deutlich verstärkt werden. Man kann sich informieren oder mit seinem Wissen etwas in der Gruppe beitragen. Meinungen werden hier gelesen und auch bewertet.


Auch die positive Einflussnahme und Bürgerbeteiligung muss noch einmal erwähnt werden. Die Benutzer können sich schnell gruppieren und auch einen gewissen Druck ausüben, wenn etwas nicht tragbar für eine gewisse Gruppe ist. So kann sich zum einen ein gewisser Widerstand gegen politische Entscheidungen regen, welcher sogar bis zu einem großen Einfluss auf die Politik wachsen kann. Jüngstes Beispiel wäre hier der ACTA Vertrag, welchen die EU nicht ratifiziert hat, nachdem der Druck immer mehr wuchs, welcher im Widerstand einzelner Gruppierungen auch in sozialen Netzwerken seinen Anfang nahm. Die Sensibilisierung jedes einzelnen zu einem bestimmten Thema steht hier oftmals im Vordergrund.

ACTA war ein Abkommen, das die in den USA und Europa sowie einigen anderen Ländern vorgefundenen Gemeinsamkeiten der Durchsetzung von Schutzrechten für geistiges Eigentum als Mindeststandards festschreibt, mit der Absicht, diese auch in weiteren Ländern zur Geltung zu bringen oder sie stärker zur Geltung zu bringen. Leider schneidet der Punkt „geistiges Eigentum“ einige Menschen auf dem Planeten von kostengünstigen Lösungen ab, da man sehr viel schützen konnte…..wie Medikamente, Saatgut und ähnliches. Entscheidend für den stetig wachsenden Erfolg dieser Plattformen ist sicherlich auch die Zugangsmöglichkeiten unserer Zeit. Gerade kleinen Apps auf dem Smartphone oder installierte Plug-Ins auf dem privaten Rechner machen einen schnellen Zugriff möglich und mobil auch von jedem Ort der Welt (jedenfalls wo man ein Datennetz hat). Somit kann man schnell informieren und auch vor allem auch informiert werden. Man denke einmal an die Aufstände in den arabischen Ländern in den letzten 2 Jahren.

Auch wenn die Möglichkeit der medialen Berichterstattung durch die Machthaber unterbunden wurde, nutzten die Menschen die Möglichkeiten eben dieser Netzwerke um über ihre Lage die gesamte restliche Welt zu informieren. Private Videos von einzelnen Benutzern, welche diese auf diverse Plattformen geladen haben, dienten unseren Presseagenturen als Grundlage der Berichterstattung und was oftmals das einzige Bildmaterial aus der jeweiligen Krisenregion.


Contra der sozialen Netzwerke

Mein Contra zu den sozialen Netzwerken möchte ich beginnen mit dem Fall „Amanda Todd“. "Ich habe niemanden", steht in schwarzer Mädchen-Schrift auf einer weißen Karteikarte. "Ich brauche jemanden." Darunter hat das junge Mädchen einen traurig guckenden Smiley gemalt. Dann wird der nächste Zettel in die Kamera gehalten. "Mein Name ist Amanda Todd." Das Video ist der neun Minuten lange Hilferuf eines Mobbingopfers. Amanda mit den langen, braunen Haaren, die in dem schwarz-weißen Internetvideo zu sehen ist, bleibt während des gesamten Videos stumm. Und kaum einen Monat nach der Veröffentlichung ist sie tot.

Sie hielt die Hänselei nicht mehr aus: Amanda Todd aus Kanada wurde monatelang von ihren Mitschülern wegen eines Nacktfotos im Internet gemobbt. Ein Mann hatte es an die ganze Schule verschickt. Mehrmals wechselt sie die Schule, doch die Mobbing-Attacken wird sie nicht mehr los, genauso wenig wie sie das Foto löschen kann. Die Hetzjagd geht immer weiter. Amanda nimmt Drogen, Alkohol, verletzt sich selbst, ritzt sich die Arme auf. Ein Selbstmordversuch mit Bleichmittel scheitert, der zweite am 10. Oktober gelingt. Die URL des letzten Hilferufs kann man gern von mir erfahren:

http://www.youtube.com/watch?v=_kqqKW7N_xU


Hierzu noch weitere Beispiele:

  • 1. Im April 2010 stirbt Phoebe Prince im US-Bundesstaat Massachusetts, etwa 145

Kilometer westlich von Boston. Die 15-Jährige ist hübsch und intelligent, kommt neu an eine Schule, geht mit einem attraktiven Mitschüler und erweckt die Eifersucht ihrer Klassenkameradinnen. Sie wird im Internet gemobbt, eine Schülerin bewirft sie auf dem Heimweg mit einer Dose und fragt "Warum bringst du dich nicht um?". Ihre kleine Schwester findet Phoebe wenig später, sie hat sich erhängt.

  • 2. Im Mai 2010 bekommt der 13 Jahre alte Joël aus Österreich eine bösartige E-Mail, in

der er als Homosexueller beschimpft wurde: "Du bist schwuler, als die Polizei erlaubt", steht darin. Es ist bloß der Höhepunkt einer monatelangen Quälerei. Der Junge wirft sich vor einen Zug.

  • 3. Im Oktober 2010 will sich Melanie aus Peine mit einer angeblichen Freundin treffen,

die sie über Facebook kennengelernt hat. Tatsächlich stellt sich heraus, dass hinter der Identität ein 27 Jahre alter Mann steckt. Melanie wird wütend, da schneidet der Mann ihr die Kehle durch.

  • 4. Im September 2012 ermordet ein 14-Jähriger eine 15-Jährige in den Niederlanden.

Der Grund: Das Opfer soll Gerüchte bei Facebook über ihre beste Freundin verbreitet haben. Diese beauftragt schließlich den 14-Jährigen - 50 Euro stellt sie ihm dafür in Aussicht. Der junge Auftragskiller sticht tatsächlich zu. Dies sind nur wenige von vielen Beispielen des wachsenden Problems Cybermobbing. Tatsächlich gilt Cybermobbing weltweit als wachsendes Problem, unter anderem weil einer Studie der Europäischen Union zufolge das Alter der Kinder, die Zugang zum Internet haben, immer weiter sinkt. Einen eigenen Straftatbestand stellt Cybermobbing allerdings nicht dar – zumindest noch nicht. Dabei wurde mindestens jedes dritte Kind in Deutschland laut einer Studie schon einmal im Netz belästigt. Die Folgen dieser Attacken können dramatisch sein, wie ihr gerade gehört habt.

Publikationen

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über mich…den Blogger rene

Dies ist die Seite eines Freimaurers und seine Gedanken über die Welt, über aktuelle Themen und über seine Ansichten…

Die Texte geben die Meinung des Verfassers (René Schon) wieder und wurden auch vereinzelt innerhalb der Mutterloge „Zur Wahrheit“ Nr. 582a vorgetragen und dort diskutiert, geben aber nicht die Meinung der Loge selbst wieder. Natürlich können die Artikel und Texte gern zitiert und weiterverwendet werden, aber bitte teilt dies kurz schriftlich mit.

„Bei Wünsche, Anregungen, Hinweisen, Copyright Verstößen oder einfach mal so könnt ihr mich gern direkt kontaktieren. Ich freue mich darüber und schreibe auch zurück. Ansonsten wünsche ich euch Spaß, Freude und eine Anregung für eure Gedanken auf meinem Blog. Ich hoffe dass er euch auch weiterhin gefällt, da ich diesen nur in meiner reinen Freizeit betreibe. Da Meinungsfreizeit eines der höchsten Güter ist, wird es auch au meiner Plattform keine Zensur oder Einschränkung geben. “



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