Freimaurerische Auftragsgemälde Sammlung Hiendl: Unterschied zwischen den Versionen
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Als Jens Rusch 65 Jahre alt wurde, fasste er einen Entschluss: Er wollte keine Gemäldeaufträge mehr annehmen und sein Spätwerk ausschließlich der eigenen surrealen Ideenwelt widmen. Doch es sollte anders kommen. | |||
Für die Rekonstruktion der von den Nationalsozialisten zerstörten lebensgroßen Statue des freimaurerischen Reformers Friedrich Ludwig Schröder im Hamburger Logenhaus benötigte er eine beträchtliche Summe, die ihm aus eigenen Mitteln nicht zur Verfügung stand. Zu dieser Zeit interessierte sich sein freimaurerischer Bruder Christoph Hiendl für ein gerade begonnenes „Shriners“-Gemälde. Gemeinsam beschlossen sie, das Honorar für diese Arbeit zur Finanzierung der aufwändigen Rekonstruktion einzusetzen. | |||
Über dieses erste Gemälde erschloss sich Hiendl die Bildwelt des norddeutschen Künstlers. Aus dem brüderlichen Dialog über Kunst und Freimaurerei entwickelte sich eine Freundschaft, die auch das Fundament ihrer weiteren Zusammenarbeit bilden sollte. | |||
Hiendl verstand rasch, unter welcher Voraussetzung Rusch bereit war, weitere Auftragsgemälde zu schaffen: Über die gemeinsam entwickelte Grundidee hinaus musste der künstlerische Arbeitsprozess frei von jeder Einflussnahme bleiben. Was auf der Leinwand Gestalt annahm, sollte sich aus der inneren Logik des Bildes und der Vorstellungskraft des Malers entwickeln dürfen. | |||
Dieses Vertrauen traf auf ein verwandtes Verständnis freimaurerischer Symbolik. Ihre Vorstellungen lagen nahe genug beieinander, um eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen, und ließen zugleich genügend Raum für Ruschs eigenständige Bildsprache. So konnte er im künstlerischen Fluss bleiben und auch innerhalb dieser Auftragsarbeiten jene surrealen Gedankenwelten entfalten, denen er sein Spätwerk gewidmet hatte. | |||
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Version vom 5. November 2026, 17:35 Uhr
Auftragsgemälde
Als Jens Rusch 65 Jahre alt wurde, fasste er einen Entschluss: Er wollte keine Gemäldeaufträge mehr annehmen und sein Spätwerk ausschließlich der eigenen surrealen Ideenwelt widmen. Doch es sollte anders kommen.
Für die Rekonstruktion der von den Nationalsozialisten zerstörten lebensgroßen Statue des freimaurerischen Reformers Friedrich Ludwig Schröder im Hamburger Logenhaus benötigte er eine beträchtliche Summe, die ihm aus eigenen Mitteln nicht zur Verfügung stand. Zu dieser Zeit interessierte sich sein freimaurerischer Bruder Christoph Hiendl für ein gerade begonnenes „Shriners“-Gemälde. Gemeinsam beschlossen sie, das Honorar für diese Arbeit zur Finanzierung der aufwändigen Rekonstruktion einzusetzen.
Über dieses erste Gemälde erschloss sich Hiendl die Bildwelt des norddeutschen Künstlers. Aus dem brüderlichen Dialog über Kunst und Freimaurerei entwickelte sich eine Freundschaft, die auch das Fundament ihrer weiteren Zusammenarbeit bilden sollte.
Hiendl verstand rasch, unter welcher Voraussetzung Rusch bereit war, weitere Auftragsgemälde zu schaffen: Über die gemeinsam entwickelte Grundidee hinaus musste der künstlerische Arbeitsprozess frei von jeder Einflussnahme bleiben. Was auf der Leinwand Gestalt annahm, sollte sich aus der inneren Logik des Bildes und der Vorstellungskraft des Malers entwickeln dürfen.
Dieses Vertrauen traf auf ein verwandtes Verständnis freimaurerischer Symbolik. Ihre Vorstellungen lagen nahe genug beieinander, um eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen, und ließen zugleich genügend Raum für Ruschs eigenständige Bildsprache. So konnte er im künstlerischen Fluss bleiben und auch innerhalb dieser Auftragsarbeiten jene surrealen Gedankenwelten entfalten, denen er sein Spätwerk gewidmet hatte.
"Shriners" Erste Auftragsarbeit für Br Christoph Hiendl. Mit dem Honorar finanzierte Br Jens Rusch die Rekonstruktion der von den Nazis zerstörten Friedrich Ludwig Schröder-Statue.
Workshops
Skizzen und Vorstufen
Metaphern und Symbole
Sammlung Hiendl
Engagement
Siehe auch
Weitere freimaurerische Arbeiten von Bruder Jens Rusch im Freimaurer-Wiki.
