Externsteine

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Das Relief an den Externsteinen

Ein templerisches Einweihungs-Bild als Freimaurer-Arbeitstafel“

AutorVolker Ritters


Die Externsteinfelsen bilden in ihrer Gesamtheit eine viel gedeutete, rätselhafte Erscheinung, die insgesamt als hervorragende, vorchristliche und christliche Kultstätten angesehen werden.

Die Felsen selbst werden von manchen als anthropomorphe Großskulpturen angesehen, die in der Altsteinzeit teilweise eine Überarbeitung von Menschenhand erfahren haben sollen.

Die Anlagen an und in den Felsen - die „Untere Kapelle", die „Obere Kapelle" (das Sazellum), der Grabfelsen, das Kreuzabnahme-Relief, die Klausner-Zelle, die Treppenanlagen - werden bis heute kontrovers gedeutet. Allerdings wird bei der Deutung des Reliefs bisher einheitlich davon ausgegangen, daß es ein Kreuzabnahme-Bild im Sinne des Bibeltextes sei.

Und kontroverse Ansichten entstanden nur hinsichtlich der Deutung der einen oder anderen Figur im Relief, beispielsweise der oberen Figur über dem Kreuzquerbalken: Ist es Gott-Vater oder Christus? Und an dieser Stelle habe ich angesetzt: Die fraglose Deutung des Reliefs als einer Kreuzabnahme- Szene nach dem Typ bekannter Kreuzabnahme- Bilder, in direkter Anlehnung an den entsprechenden Bibeltext, ist fragwürdig, da der „Gekreuzigte" - bereits gegenständlich erkennbar - Merkmale aufweist, die mit dem Gekreuzigten nicht vereinbar sind.

Zwei Schurze

So trägt er beispielsweise am Gürtel zwei Schurze, während der Johannes, rechts im Relief, nur einen Schurz trägt, weswegen er - als Schutzpatron der (Johannis-) Maurer - eben Johannes der Täufer ist. Zwei Schurze auf zwei Seiten des eckig und kubisch gestalteten Rockes würden - wollte man diesen Gedanken fortsetzen - auf vier Seiten vier Schurze bedeuten. Da nun ein Mann, genauer: ein Maurer, einen Schurz trägt, bedeuten vier Schurze vier Maurer. Und da sie im kubischen Rock nach allen vier Seiten oder Himmelsgegenden zeigen, sind damit also alle über die Welt verstreuten Maurer gemeint. Die soweit als der „Gekreuzigte" bezeichnete Gestalt (weil man eben, literarisch gesehen, vom Kreuz einen Gekreuzigten nimmt) ist also die „Bruderschaft".

Nimmt man nun noch die geistigen Werkzeuge der Verborgenen Geometrie zu Hilfe, können die dargestellten Personen und Figuren genauer bestimmt werden.

Einweihungs-Relief

Auch ergibt sich so erst die Möglichkeit, den Einzuweihenden, seine Aufgabe und seine durchgeführte Arbeit näher kennenzulernen. Die Deutung dieses Reliefs zeigt nun Personen, Instanzen, Figuren, Konstellationen, die bei einer Einweihung zusammenwirken. Das bisher so gedeutete und genannte „Kreuzabnahme"-Relief ist in Wahrheit ein Einweihungs-Relief - ohne Kreuzabnahme! Es weist den Suchenden den Weg zur Vollkommenheit, zum Osten, zur Vergeistigung (das ist der Weg „nach oben“ im Erkenntniszusammenhang). Die Folge des Erreichens der Stufe einer Vollkommenheit ist die Umkehr des Weges: Der weitere Weg führt vom Osten in den Westen, zur Verkörperung und Materialisierung (das ist der Weg nach unten im Wirkzusammenhang).

Gral

Hinsichtlich dieses Wirkens von oben nach unten sind nun interessante Figuren und Konstruktionen zu bemerken: Es sind der Gral (wie er in der Parzivalsage vorkommt), der spirituelle Kraft zum Drachen in die Erde bringt; und es ist der Lichtschacht, in dem die Seele zur Reinkarnation bzw. Verkörperung zur Erde geleitet wird. Es entsteht - im Sinne des Weltenbaumes der Urreligion nach Wirth - ein Zusammenhang von Himmel und Erde: In der Richtung vom Himmel zur Erde wird letztere zu einer duchlichteten und beseelten.

Verborgene Geometrie

Mit der Verborgenen Geometrie ist nachzuweisen, daß nach der Ordnung des Weltenbaumes die Maria in die Himmels-Region gehört, so daß sie wieder zur Allmutter von Himmel und Erde wird (In dieser Hinsicht ist das Relief nun doch vorchristlich). Das Einweihungs-Relief, das nun mit Hilfe der templerischen Verborgenen Geometrie seine Geheimnisse preisgibt, ist also ein großes Täuschungs- Projekt: Im kirchen-christlichen Sinne sehen wir ein lateinisches Kreuz. Tatsächlich ist es - nach den templerischen Zahlen - ein quadratisches. Dann sehen wir die Maria in der Zone der „Luft", wo die Menschen zwischen Erde und Himmel leben.

Tatsächlich aber ist sie - nach der Geometrie - im Himmel, als Allmutter von Himmel und Erde. Auch ist der sogenannte Basilisk (der Drache), der nach christlicher Auffassung mit seinen Blicken töten kann, nach der Geometrie der belebende Erddrache, der Hüter der Weisheit. Weiterhin ist die „geknickte Irminsul" nicht geknickt, also unterworfen und unterdrückt (worüber sich redliche Kirchen- Christen freuen mögen), sondern nur das Reststück einer aus eben diesen Resten zu ihrem Vorteil zu rekonstruierenden Irminsul in der Form eines Kreuzes im Quadrat. Die Irminsul verweist also in der Geometrie direkt auf die viergeteilte Erde, in die die Samenkörner gelegt werden.

Die derart in der Beziehung Himmel - Erde zerstörten Anteile (Allmutter als Einheit von Himmel und Erde; Erddrache als Hüter der Weisheit hinsichtlich dieses Zusammenhanges; Erde als durchlichtete und beseelte) werden also nach der Aussage der verborgenen Ebene der Verborgenen Geometrie wieder in ihr Recht gesetzt. Die Trennung von Himmel und Erde wird geheilt.

Säulen und Meistergriffe

Beide Aspekte - Himmel und Erde - werden in den beiden Instanzen „Maria" (links) - vergleichbar mit der Säule „Jakin" (Gott hat mich geschaffen) - und „Johannes" (rechts) - vergleichbar mit der Säule „Boas" (meine Kraft ist in Ihm) - im Relief dargestellt. Die Meistergriffe beider Figuren zeigen speziell deren Aufgaben: Maria ist als Meisterin in ihrem Handgelenk (Meistergriff) verbunden mit dem Wert oder Punkt Natura. Johannes ist als Meister in seinem Handgelenk verbunden mit dem Wert oder Punkt Süd-Osten.

Während Johannes zum Himmel weist, also auf die Aufgabe einer Vergeistigung, weist Maria auf die Natur, also auf die Aufgabe der Verkörperung. Beide Instanzen werden im Sinne eines Kreislaufes gesehen, der allerdings im oben dargestellten kirchen-christlichen Sinne gestört ist, im templerisch-christlichen Sinne aber als ein heiler (zu heilender, geheilter) dargestellt wird. Die raffinierte Anpassung an gängige kirchenchristliche Bildthemen und Bildformen hat bis heute das Relief vor genaueren Untersuchungen bewahrt. In der Veröffentlichung „Das Relief an den Externsteinen"

Das Buch

In der EFODON-Edition MESON wird nun der Schleier der Anpassung hinweggenommen und das Relief in seiner zugrundeliegenden, tieferen Bedeutung vorgestellt, als ein templerisches „Einweihungs- Bild" in der Form einer Freimaurer-Arbeitstafel, die auf die Ansicht einer Weltschöpfung nach der Urreligion zurückgeht. Erhältlich bei SCHOPF