Freimaurer-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz | Aktuelle Version

Handschuhe

Version vom 26. Februar 2010, 11:50 Uhr von Jens Rusch (Diskussion | Beiträge)

Symbol

Symbol des reinen Fühlens und Handelns; weiße Handschuhe gehören zur maurerischen Bekleidung und werden bei der Aufnahme überreicht. Für die Schwester (d.h. für die Frau, die seinem Herzen am nächsten steht) bekommt der Lehrling ebenfalls ein Paar weiße Handschuhe.


Gemälde: Jens Rusch
Gemälde: Jens Rusch

Handschuhe

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder

Handschuhe, symbolischer Bestandteil der freimaurerischen Bekleidung. Der Brauch bei der Aufnahme dem Neophyten ein Paar Handschuhe zu seinem eigenen Gebrauch und ein Paar Frauenhandschuhe zu überreichen, ist bereits Plot (1686) bekannt. Der Brauch hat eine eigenartige Umkehrung des ursprünglichen Sinnes durchgemacht. In den schottischen Schaw Statuten wird der Neuaufgenommene verhalten, den Meistern eine entsprechende Anzahl von Handschuhen zu überreichen. Ebenso in den Akten der schottischen Melrose Loge.

Auch als Sühneleistung (wegen eines Vergehens beim Johannisfeste) werden dort 1739 Handschuhe vorgeschrieben. In der schottischen Loge zu Jedburgh werden auch Handschuhe für die Frauen der Meister verlangt, was später durch einen Geldbetrag abgelöst wurde. Die Handschuhe sind also ursprünglich eine Leistung der Lehrlinge an die Loge. Später bekleidete nicht mehr der Lehrling die Loge sondern wurde von ihr bekleidet.

In der heutigen Freimaurerei erhält der Lehrling ein Paar Handschuhe für sich als symbolisches Zeichen, daß seine Hände bei der Arbeit rein zu bleiben haben. Ferner erhalt er ein Paar Frauenhandschuhe als Gruß an die sonst von den Arbeiten der Loge ausgeschlossene Schwester.

In dem Ritual der böhmischen Loge "Sincérite" (um 1760) werden sogar drei Paar Handschuhe vergeben. Ein Paar zum Zeichen der Aufnahme, eines zum ständigen Gebrauch bei der Arbeit, ein Paar Frauenzimmerhandschuhe, "bestimmt, sie dem Frauenzimmer zu geben, für welches die Sie größte Achtung hegen. Allein, lassen Sie solche nie unreine oder Hurenarme bekleiden!" Goethe (s d.) sandte die ihm bei seiner Aufnahme übergebenen H. der Frau v. Stein.


Finden

Durchsuchen
Hauptseite
FINANZIERUNG
Gemeinschaftsportal
Nutzungsbedingungen
Aktuelle Ereignisse
Letzte Änderungen
Alle Seiten
Kategorien
Hilfe
Bearbeiten
Quelltext anzeigen
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diese Seite diskutieren
Neuer Abschnitt
Druckversion
Kontext
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden / Benutzerkonto anlegen
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …









Wie wird man Freimaurer?
Kooperationen: