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Hochgrade in Österreich

Version vom 26. Januar 2015, 09:18 Uhr von Rudirabe37 (Diskussion | Beiträge)

In Abstimmung mit der 'Großloge von Österreich' gibt es drei selbständige Hochgradsysteme: ‚Alter und Angenommener Schottischer Ritus’ (AASR)‚ York Ritus’ (YR) und 'Rektifizierter Schottischer Ritus' (RSR). Beim französisch orientierten 'Droit Humain' (DH) sind Hochgrade integriert. Details von Rudi Rabe.


Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches

Wozu ‚Hochgrade’?

Grundsätzlich soll die Freimaurerei dem Freimaurer helfen, durch das Erlebnis ritueller Formen sowie durch die Begegnung mit anderen Brüdern, die er sonst nie kennen lernte, ein erfülltes Leben zu führen. Das geschieht durch rituelle Gemeinschaftserlebnisse sowie die Erteilung von Graden, die dem Freimaurer jedes Mal die Welt eines neuen Rituals mit seinen Symbolen und Erkenntnissen zugänglich macht. Die Grade werden deshalb in manchen freimaurerischen Systemen (= ‚Obödienzen’) auch Erkenntnisstufen genannt. In der (blauen) Johannisfreimaurerei sind es die Grade Lehrling, dann Geselle und schließlich Meister.

Die weiterführenden Systeme, also die sogenannten (roten) Hochgrade, sollen dem Freimaurer auf dem Weg der Selbstfindung zusätzliche Anregungen bieten: durch Rituale über den blauen Meistergrad hinaus, was allerdings auch bedeutet, öfters anwesend zu sein. Und zweitens durch den Umstand, dass er Brüder anderer blauen Logen trifft. Dies wirkt der Tendenz entgegen, sich auf die eigene (blaue) Loge zu konzentrieren und kaum Verbindungen zu anderen Logen und erst recht nicht zu Brüdern aus anderen Orten (= ‚Orienten’) zu pflegen. So kann verhindert werden, dass Brüder, obwohl sie oft viele Jahre Freimaurer sind, einander fremd bleiben.

Eigentlich: 'Nebengrade' oder ‚Vertiefende Grade’

Viele Freimaurer sind sich bewusst, dass das traditionelle Wort ‚Hochgrade’ unglücklich gewählt ist. Es suggeriert, dass diese Systeme über der klassischen Johannisfreimaurerei stehen. In Wahrheit ergänzen sie diese nur. Die blauen Logen sind die Basis der Freimaurerei, auf der alles andere aufbaut. Im Englischen spricht man daher auch von ‚Appendant’ (dazugehörig) oder ‚Concordant Bodies’; oder von ‚Additional Degrees’ und ‚Side Degrees’.

Der österreichische Schottische Ritus bevorzugt die Ausdrücke 'weiterführende', 'vertiefende' oder 'verinnerlichende' Grade. Und der österreichische 'Royal Arch' hält sogar in seinem Aufnahmeritual mit Bezug auf das Unionsprotokoll der beiden englischen Großlogen zur United Grand Lodge of England (1813) ausdrücklich fest: „Wir Maurer vom Königlichen Bogen sind der Ansicht, dass sich die Freimaurerei in den drei Graden (der blauen Freimaurerei) voll ausdrückt: dem Grad des Lehrlings, des Gesellen und dem höchsten maurerischen Grad, dem des Meisters. Alle anderen Grade (also die der roten Freimaurerei) sind Nebengrade, Vervollkommnungsgrade der Königlichen Kunst.“

Die Mitarbeit bei den Hochgraden ist optional: Ein Freimaurer kann sich daran beteiligen, er muss aber nicht. Er kann sich auch wie die meisten auf die drei Basisgrade ‚Lehrling-Geselle-Meister’ konzentrieren. Wenn er einem Hochgradsystem beitreten will, braucht er allerdings eine Einladung. In Österreich ist ein knappes Drittel der 3.300 Brüder der Großloge von Österreich auch Mitglied in einem der beiden hier tätigen Hochgrad-Systeme.

Normalisierung im 20. Jahrhundert

Das Logo des AASR Österreich.
Die Embleme der 'Schotten' zeigen immer einen doppelköpfigen Adler; im Detail sind sie jedoch verschieden gestaltet. Interpretationen: Ost- und Weströmisches Reich; Herrschaft des dualistischen Prinzips in unserer Welt; Gleichzeitigkeit der diesseitigen und jenseitigen Welt.
Oben: ORDO AB CHAO = Ordnung aus Chaos. Das steht letztlich für den Schöpfungsakt, der vom Men­schen immer wieder nachvollzogen wird.
Unten: DEUS MEUMQUE JUS = Gott und mein Recht.

In alten Zeiten gab es bei den Hochgraden oft absonderliche Auswüchse. Es ging dabei vor allem um Distinktionen und ähnliches, also das Allzumenschliche: Bruder Goethes „ellenhohe Socken“. Auch wenn die Kritik daran bei Lennhoff-Posner im Internationalen Freimaurer-Lexikon von 1932 beim Stichwort Hochgrade noch sehr präsent ist, wurde das im 20. Jahrhundert erheblich zurückgedrängt. Daher setzt die folgende Übersicht auch erst mit den 1920iger-Jahren ein; ganz abgesehen davon, dass die Freimaurerei in Österreich unter der Herrschaft der Habsburger ohnehin ein Jahrhundert unterbrochen war, so dass weder bei der (blauen) Johannismaurerei noch bei der (roten) Hochgradmaurerei Kontinuität vom 18. ins 20. Jahrhundert gegeben ist.

Vereinfacht gesagt gibt es in Österreich die 'Schotten', den 'York-Ritus', den 'Rektifizierten Ritus' und die Hochgrade des 'Droit Humain'. Alles andere was Lennhoff-Posner mit Stand 1932 unter 'Hochgrade' und 'Hochgradsysteme' beschreiben, gab es hierzulande nie oder gibt es nicht mehr, oder es führt eine Randexistenz, gar eine obskure Schattenexistenz jenseits der allgemein akzeptierten Freimaurerei.

Der ‚Alte und Angenommene Schottische Ritus’ (AASR) in Österreich

Vereinfacht auch: Die ‚Schotten’ in Österreich

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft bei „den Schotten“ ist der Meistergrad in einer ‚Johannisloge’, also der dritte Grad. Und der AASR organisiert sich dann in Perfektionslogen (4. bis 14. Grad), in Kapitel (15. bis 18.), in Areopage (19. bis 30.) und in Konsistorien (31. und 32. Grad). Die meisten dieser Grade sind aber heutzutage nur symbolisch; sie werden nicht mehr direkt bearbeitet. Der 33. Grad ist dann nur ein Verwaltungsgrad für die Mitglieder des Obersten Rates: Dieser leitet den Orden und repräsentiert ihn nach außen.

In seiner heutigen Form wurde der ‚Schottische Ritus’ in Amerika entwickelt.

In Österreich nach dem Ersten Weltkrieg

Gründungspatent für den AASR Österreich: ausgestellt am 15. September 1925 vom 'Obersten Rat' in Frankreich. Das Original ging verloren. Wahrscheinlich hat es Großsekretär Otto Klein 1938 auf der Flucht in die Tschechoslowakei mitgenommen. Er wurde später im KZ ermordet. Ob er das Dokument vorher vernichtet hat, oder ob es in die Hände der Nazis fiel, ist ungeklärt. 1946 tauchte dann aus den Beständen der aufgelösten Gestapo eine Kopie auf.

Wenige Jahre nach der Wiedergründung der Johannisfreimaurerei 1918 (= Ende des Habsburgerreiches) wurde in der jungen Republik Österreich ab 1923 auch der ASSR-Ritus eingeführt. Die Initiative ging von einem zurückgekehrten Österreicher aus, der in Frankreich gelebt hatte und dort Mitglied des AASR gewesen war.

Die Gründung war am Anfang durchaus umstritten: Mehrere blaue Logen sprachen sich gegen die Einführung eines Hochgradsystems aus. Doch die Befürworter setzten sich schließlich durch, auch wenn die Beziehungen zwischen der blauen ‚Großloge von Wien’ und dem roten AASR bis zum bitteren Ende 1938 (= Hitlers Einmarsch in Österreich) nicht friktionsfrei waren.

1925 wurde dann mit Unterstützung der AASR Frankreich und der Niederlande ein ‚Oberster Rat’ eingesetzt. Erster Großkommandeur wurde der international bekannte österreichische Freimaurer Eugen Lennhoff: zusammen mit Oskar Posner aus Karlsbad in Böhmen der Schöpfer des noch heute (auch in diesem Wiki) verwendeten Freimaurerlexikon (Internationales Freimaurer-Lexikon; inzwischen überarbeitet von Dieter A. Binder). Wie die österreichische Freimaurerei überhaupt war der AASR der Zwischenkriegszeit pazifistisch. Er setzte sich für Völkerversöhnung und später dann für den Kampf gegen den wachsenden politischen Antimasonismus ein. Der österreichische AASR unterstützte und ermöglichte 1930 auch die komplizierte Gründung des AASR in Deutschland.

1938: Nazi-Deutschland annektierte Österreich. Wie schon einige Jahre zuvor im Deutschen Reich wurde die Freimaurerei verboten (1938: Wie Hitler die österreichische Freimaurerei auslöschte). Fast alle Dokumente gingen verloren, so dass über die geistige Arbeit des AASR in der Zwischenkriegszeit wenig bekannt ist.

Wiedergründung nach 1945

Erste Kontakte zum Ausland entstanden schon wenige Monate nach Kriegsende durch Kurierdienste französischer Besatzungssoldaten; die Post funktionierte ja am Anfang nicht. Auch General Mark Clark, Hochkommissar der US-Besatzung und selbst Mitglied des amerikanischen AASR, unterstützte den Wiederaufbau der österreichischen Freimaurerei. Und so konnte schließlich 1947 wieder ein österreichischer ‚Oberster Rat’ installiert werden.

Derzeitiger AASR in Österreich (2013): 14 aktive Ateliers. Konkret: sieben Perfektionslogen, fünf Kapitel, ein Areopag und ein Konsistorium. Darüber steht der autonome ‚Oberste Rat’ mit dem ‚Souveränen Großkommandeur’ an der Spitze; über 300 Mitglieder.

Enge Kooperation mit der Großloge von Österreich

Der AASR ist über einen Vertrag (in der Freimaurersprache: ‚Konkordat’) eng mit der Großloge von Österreich verbunden. Wie diese half der österreichische AASR nach der Wende auch beim Aufbau der 'Schottischen Maurerei' in mehreren osteuropäischen Ländern, so in Ungarn, Tschechien, Slowenien und Kroatien.

Der ‚York Ritus’ (YR) in Österreich

Vereinfacht auch: Der ‚Royal Arch’ in Österreich

Der österreichische York Ritus: in der Mitte die drei Abstufungen 'Royal Arch' (oben), Konzil (rechts) und Komturei (links).
Das internationale üblich Royal-Arch-Zeichen ist ein "Triple Tau", also dreimal der Buchstabe T (Tau im griechischen Alphabet = T). Es gibt viele Interpretationen, was das bedeuten soll. Beispiele: Allmacht-Allwissenheit-Allgegenwart; oder die göttliche Trinität.
Die Konzilsgrade und die Komtureigrade verwenden andere Embleme.
Der österreichische 'Rektifizierte Schottische Ritus'. Zentrales Element ist der Phoenix aus der Asche (1779) und darunter die Devise: Solve et coagula = Löse und verbinde neu.

Der österreichische York Ritus orientiert sich am weltweit tonangebenden amerikanischen Vorbild. Im Freimaurerlexikon von Lennhoff, Posner, Binder firmiert er auch als ‚Amerikanischer Ritus’. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist der Meistergrad in einer ‚Johannisloge’ (drei Grade). Der York Ritus selbst ist dann organisiert in Royal-Arch-Kapitel (4. bis 7. Grad), in Konzile (Kryptische Grade: 8. und 9.) und in Komtureien (Rittergrade: 10. bis 12.).

Nach dem Zweiten Weltkrieg von Amerika über Deutschland nach Österreich

Bis zum Zweiten Weltkrieg war der 'York Ritus' in Kontinentaleuropa und so auch in Österreich kaum bekannt. Erst in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde er von amerikanischen und englischen Militärangehörigen in Deutschland etabliert. 1953 wurde in Frankfurt das erste deutsche Royal-Arch-Kapitel gegründet. Von Deutschland kam die Kapitelmaurerei dann ab 1967 nach Österreich: Bayerische Brüder hatten zehn Wiener Freimaurermeister dafür begeistert. Die Österreicher fuhren nach München, wo sie aufgenommen wurden.

1970 gründeten die Österreicher in Wien ihr erstes eigenes Royal-Arch-Kapitel; es unterstand vorerst noch dem deutschen Großkapitel. Zwei weitere Kapitelgründungen folgten 1972 und 1973, und so konnte 1974 mit Zustimmung des deutschen Großkapitels und des maßgebenden amerikanischen ‚General Grand Chapter of Royal Arch Masons International’ (GGCI) ein eigenes österreichisches Großkapitel konstituiert werden. Die österreichischen Kapitel arbeiten nach einem eigenen Ritual: Dieses wurde vom GGCI anerkannt; die Anerkennung wurde 2012 erneuert.

Nach den ersten Gründungen wurden bald weitere Kapitel eingerichtet, später auch Konzile und eine Komturei. Und so wurde das Großkapitel 2014 zum 'Konvent der Maurer des York-Ritus in Österreich'. International ungewöhnlich: Alle erwähnten Grade arbeiten unter diesem einen organisatorischen Dach.

Auch englische und amerikanische Kapitel in Österreich

Mehrere Kapitel arbeiten auch in englischer Sprache: drei Kapitel seit 2012 und 2013 nach dem amerikanischen Ritus mit ausdrücklicher Zustimmung des amerikanischen GGCI; und eines seit 2009 nach dem davon abweichenden englischen Ritus des Holy Royal Arch mit Genehmigung des ‚Supreme Grand Chapter of Royal Arch Masons of England’. Letzteres ist besonders bemerkenswert weil es die einzige Ausnahme ist, orientiert sich doch der österreichische York Ritus sonst durchwegs an den Amerikanern, nach deren Vorbild er entwickelt wurde.

Diese vier englischsprachigen Kapitel arbeiten wahlweise auch in deutscher Sprache. Und sie nehmen auch Männer auf, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Österreich haben. Dahinter steht die Idee, den Austausch über den Grenzen hinweg zu intensivieren.

Derzeitiger 'York Ritus' in Österreich (2014): fünf deutschsprachige Kapitel, vier englischsprachige Kapitel, vier Konzile, eine Komturei.

Enge Zusammenarbeit mit der Großloge von Österreich

Der 'Konvent der Maurer des York-Ritus in Österreich' ist mit der Großloge von Österreich verbunden. Das ist in einem Vertrag (‚Konkordat’) festgehalten. Abgesehen von den englischsprachigen Kapiteln werden nur Mitglieder von Logen der Großloge von Österreich aufgenommen. Zur Großloge von Österreich gehören ungefähr 3.300 Mitglieder. Davon arbeiten an die 500 zusätzlich in einem der neun Royal-Arch-Kapitel, und von diesen wiederum etwa hundert in einem Konzil.

Wie die Großloge unterstützt auch der York-Ritus-Konvent den Aufbau der Freimaurerei in Osteuropa: Gegenwärtig gibt es dafür ein Deputationskapitel, das für mehrere Länder zuständig ist.

Der ‚Rektifizierte Schottische Ritus’ (RSR) in Österreich

Vereinfacht auch: Der ‚Rektifizierte Ritus’ in Österreich

Voraussetzung für die Aufnahme ist der Meistergrad (3. Grad; mindestens drei Jahre) in einer Loge der ‚Großloge von Österreich’ oder einer von dieser anerkannten ausländischen Obödienz (= Großloge). Darauf aufbauend organisiert sich der RSR dann in drei Graden: als ‚Andreasloge’ (4. Grad) und als ‚Innerer Orden’ (5. und 6. Grad).

Besonderen Wert legt der RSR auf ‚gelebte Humanität’, also aktive Wohltätigkeit; damit sind nicht nur Spenden gemeint sondern auch persönliches Tun.

In den Nullerjahren aus der Schweiz nach Österreich

Der heutige RSR ist in Österreich ein junges Hochgradsystem: Als selbständige Obödienz gibt es das 'Rektifizierte Großpriorat von Österreich' seit Ende 2014. Obwohl der RSR das älteste kontinentaleuropäische weiterführende System ist – er wurde 1779 gegründet und hat ab 1782 (’Konvent von Wilhelmsbad’) Teile aus der Erbmasse der damals aufgelösten ’Strikten Observanz’ übernommen – wurde er in Österreich und Deutschland fast vergessen. Anders in der benachbarten Schweiz: Das ‚Unabhängige Großopriorat von Helvetien’ sorgte für Kontinuität. Der Schweizer RSR hat seinen Sitz in Genf und in der ganzen Schweiz 240 Mitglieder, mehrheitlich französisch- und italienischsprachig, wie sich überhaupt der RSR in Kontinentaleuropa bisher auf die romanischsprachigen Länder konzentrierte. Nicht zuletzt durch die Gründung des unabhängigen österreichischen RSR greift er jedoch langsam wieder darüber hinaus.

Der Impuls für diese Gründung kam aus der Schweiz in das österreichische Bundesland Kärnten. 2006 wurden drei Österreicher in Basel aufgenommen. Weitere folgten, und 2010 gab es in Kärnten erste RSR-Arbeiten. 2011 wurde schließlich die ‚Präfektur Carinthia’ gegründet: noch als Teil des Schweizer Großpriorats. Und 2014 folgte mit dem ‚Rektifizierten Großpriorat von Österreich’ die Selbständigkeit. Man kann also sagen: Nach über 230 Jahren hat der RSR nach Österreich zurückgefunden.

Vertragliche Beziehungen zur Großloge von Österreich

Der ‚Rektifizierte Schottische Ritus’ wurde von der ‚Großloge von Österreich’ als ‚Großpriorat von Österreich’ durch einen von beiden Seiten unterschriebenen ‚Freundschaftsbrief’ anerkannt. Wie auch die anderen ‚Hochgrade’ sichert der RSR in dieser vertraglichen Vereinbarung der Großloge die Einhaltung verschiedener Grundsätze zu, zum Beispiel dogmenfrei zu sein; ebenso die Grade 1 bis 3 nicht zu bearbeiten.

In diesem Freundschaftsbrief wird auch festgehalten, dass die rituellen Arbeiten des RSR im ‚Orient’ (= Standort) Villach stattfinden. Anders als die anderen österreichischen Hochgrade hat der RSR seinen Schwerpunkt nicht in Wien sondern in Kärnten. Mehr als die Hälfte der 60 Mitglieder wohnt in diesem Bundesland (2014).

Hochgrade beim ‚Droit Humain’ (DH) in Österreich

Diese Hochgrade unterscheiden sich zweifach von den drei oben genannten:

Erstens weil der 'Droit Humain' nicht den Regularitätsvorgaben der ‚United Grandlodge of England’ folgt: Er ist eine französisch orientierte Co-Freimaurerei, die Männer und Frauen aufnimmt, wobei er in Österreich überwiegend weiblich ist.

Zweitens weil es hier kein selbständiges Hochgradsystem gibt, vielmehr schließen die Hochgrade in ein und derselben Konföderation an die drei blauen Basisgrade Lehrling-Geselle-Meister an (ähnlich wie bei der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland/GLL oder der skandinavischen Freimaurerei).

In diesem Sinn bearbeitet der österreichischen ‚Droit Humain’ folgende weiterführende Hochgradlogen (2010): drei Perfektionslogen (4., 12. und 14. Grad), ein Kapitel (18. Grad), ein Areopag (30. Grad), ein Konsistorium (31. und 32. Grad) und schließlich ein Oberster Rat (33. Grad; dieser wird auch für Österreich nur von der Zentrale des ‚Droit Humain’ in Paris verliehen).

Wie bei den drei Hochgradsystemen der englisch orientierten 'Großloge von Österreich' steht es auch hier den Mitgliedern frei, ob sie sich über die drei blauen Grade hinaus engagieren wollen. Allerdings: Wie beim AASR, York-Ritus und RSR muss man eingeladen werden, man kann also nicht einfach beitreten. Und beim Droit Humain braucht man auch noch eine Empfehlung der Loge.

Alle anderen Gemischten Obödienzen bearbeiten keine Hochgrade.


ÖFlag.jpg

Siehe auch

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