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Salomonischer Tempel

Version vom 8. Dezember 2009, 13:16 Uhr von Giovanni Grippo (Diskussion | Beiträge)

Der Salomonische Tempel - Cover.JPG

© Giovanni Grippo - Stand: 27. Juli 2009 - Es wird ausdrücklich auf die Copyright-Vermerke am Ende des Vortrages hingewiesen!

Inhaltsverzeichnis

Älteste freimaurerische Erwähnung

Die Alten Pflichten von 1723 sind die Basis der modernen Freimaurerei, die 1717 in London gegründet wurde. Die Alten Pflichten werden mit einer erfundenen Geschichte der Freimaurerei eingeleitet. Sie beginnt bei Adam, dem ersten Menschen, und endet im 18. Jahrhundert. Darin wird der Salomonische Tempel erstmalig im freimaurerischen Sinne erwähnt.

Ein steinernes Zelt

Der Tempel in Jerusalem war das israelitische Nationalheiligtum schlichtweg. Es war eine große Kopie eines „Bauwerks“, das ca. vier Jahrhunderte zuvor erbaut wurde. Der Vorläufer des Tempels war die Stiftshütte oder das Stiftszelt. Jenes Zelt, das die Israeliten durch die Wüste Sinai begleitet hat. Wann der Tempelbau wirklich stattfand, ist umstritten. Doch die biblischen Angaben und die archäologischen Befunde besagen, dass er ab dem Jahr 951 v. Chr. rituell genutzt wurde. Das erste steinerne Gebäude, das die Israeliten für ihren Gott gebaut haben, war drei Stockwerke hoch. Hiram, der König von Tyrus, half mit phönizischen Baumeistern beim Errichten des Tempels. Er versorgte die Baustelle mit Baumaterialien. Der Leiter der Baustelle war ein gewisser Adonhiram. Vor dem Tempel standen zwei bronzene Säulen, die den Eingang zur Vorhalle flankierten. Wie in der Antike üblich war, befand sich der Eingang im Osten, das Allerheiligste hingegen im Westen. Im Inneren befanden sich neben Opferaltären, die Bundeslade und der siebenarmige Leuchter. Beides – die Bundeslade und der siebenarmige Leuchter – befanden sich schon vier Jahrhunderte zuvor im Stiftszelt. Der siebenarmige Leuchter ist auch unter dem Namen „Menora“ bekannt.

Nordreich (Israel) und Südreich (Judäa)

Der assyrische König Nebukadnezar II. nahm im Jahre 586 v. Chr. den Norden Israels ein. [...] Das Südreich Judäa blieb verschont. Es ist heute ungeklärt geblieben, warum Nebukadnezar II. nicht beide Königreiche eingenommen hat. [...]Das Nordreich fiel 586 v. Chr. an das assyrische Reich. [...] Im Jahr 516 v. Chr. erbauten die Israeliten an der gleichen Stelle einen neuen Tempel. Ohne die schillernde Persönlichkeit Salomos nahm dieser Tempel keine wichtige Rolle mehr ein. Er war so unwichtig, dass er kaum mehr in den Heiligen Schriften erwähnt wurde.


Von Steinmetzen, Rosenkreuzern und Freimaurern

Der Tradition der Steinmetzbauhütten des Mittelalters folgend, überkam der Salomonische Tempel in die Tradition der Freimaurerei. Das ist eine eindeutige Verbindung mit der Freimaurerei. In den Darstellungen und Sitten der Steinmetzbauhütten des Mittelalters kommt deutlich der Bezug zum Salomonischen Tempel hervor. Die Legenden, die sich aus ihren Traditionen gebildet haben, sind ein fundamentales Gerüst der heutigen Freimaurerei. [...]
Die Idee des zerstörten Tempels des Königs Salomo und die Idee eines geistigen Wiederaufbaus bewegten im 17. Jahrhundert auch die Rosenkreuzer. [...]
Die Freimaurer übernahmen später die Vorstellung des zerstörten Tempels. Diese Vorstellung war den Steinmetzen des Mittelalters unbekannt. Sie waren am Aufbau eines neuen Salomonischen Tempels interessiert. Sie errichten neue Dome, Münster und Kathedralen. Die Symbolik der Zerstörung ist eine freimaurerische Komponente. In Deutschland ist sie insbesondere eine Komponente des Freimaurerordens (GLLdFvD) und der dazugehörigen schottischen Hochgrade.

Adonhiram / Hiram Abiff

Die Legende des Baumeisters Adonhiram wird zu einem zentralen Thema der Freimaurerei. Die Legende spielt im unvollendeten Tempel. Sie ist heute der rote Faden der Freimaurerei. Sie begleitet einen Freimaurer von den ersten drei Graden bis in die Hochgrade. Lange Zeit glaubte man, dass diese Legende eine Erfindung der Freimaurer aus dem 18. Jahrhundert war. Man kennt die Rituale des 17. Jahrhunderts bis heute nicht; sie sind verschollen. Im Jahre 1964 hat der Autor Idries Shah entdeckt, dass die Legende des Baumeisters Adonhiram bereits im 9. Jahrhundert n. Chr. existiert hat.


Quellen

  • „Des verbesserten Konstitutionenbuchs der alten ehrwürdigen Brüderschaft der Freimaurer – zweiter Theil – Verordnungen, Gesetze, Pflichten, Satzungen und Gebräuche nebst historischer Nachricht von dem Ursprung des Ordens“ aus den Wellmundischen Urkunden gesammelt von dem Bruder Kleinschmidt f.d.A.C.Z.F. – Frankfurt am Main in der Andreäischen Buchhandlung 1784 - Seiten 16-24
  • „Internationales Freimaurer Lexikon“ Eugen Lennhoff, Oskar Posner und Dieter A. Binder, Überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932, F. A. Herbig Verlag, 2000 München, ISBN 978-3-7766-2161-3 - Seiten 834-835
  • "Der Salomonische Tempel im Wandel von 3000 Jahren - Vortrag mit Anleitungen und Folienvordrucken", Giovanni Grippo, ISBN 978-3-9810622-6-7, 1. Auflage, Steinbach (Taunus) 2009




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Unser Verlag wurde im Februar 2007 in Steinbach (Taunus) gegründet. Idee hinter der Gründung war die Nachfrage nach esoterischen und wissenschaftlichen Büchern. Unser Motto ist, dass sich Wissenschaft und Esoterik nicht ausschließen müssen. Zudem soll sich der Verlag, um die gleichwertige und versöhnende gegenseitige Anerkennung der drei Abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) bemühen.
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Die Lehrart, die Giovanni Grippo (Vorträge, Präsentationen, Seminare, Bücher und Einführungen) als moderner Kabbalist praktiziert, heißt Lew Kaspi. Lew Kaspi bedeutet silbernes Herz und wurde in Deutschland entwickelt. Sie bezieht sich auf die ersten Ursprünge der Kabbalah und trennt sich radikal von der Alchemie ab. Die Aufgabe der Kabbalah ist es, den ursprünglichen paradiesischen Urzustand erst in einem selbst und dann durch das Verhalten eines Kabbalisten in der Welt wiederherzustellen!
In der Kabbalah gibt es zwei wichtige Rahmenbedingungen: Das höchste Metall der kabalistischen Lehre ist das Silber. Hier zeigt sich ein wichtiger Unterschied zur Alchemie. Dort ist das höchste Metall nämlich das Gold. Die zweite Rahmenbedingung ist der Sitz des Gewissens. Das Gewissen sitzt in der Kabbalah im Herzen, deshalb spricht man von Barm-herz-igkeit und nicht von Barm-verstand-igkeit. Heute gehen wir eher davon aus, dass das Gewissen im Verstand (Gehirn) sitzt. Seit jeher blieb der Sitz des Gewissens in der Kabbalah im Herzen. Öfters auf sein Herz zu hören, würde mancherlei Schwierigkeiten des Lebens hinwegfegen ... weiterlesen


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