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Zum schwarzen Adler: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine wirklich noble Überraschung, denn der Besitzer schlägt ein hohes (und sicher noch steigerungsfähigeres) Angebot ab und überführt die Skulptur an die Loge Zum schwarzen Adler in Berlin, die glücklicherweise noch existiert.
 
Eine wirklich noble Überraschung, denn der Besitzer schlägt ein hohes (und sicher noch steigerungsfähigeres) Angebot ab und überführt die Skulptur an die Loge Zum schwarzen Adler in Berlin, die glücklicherweise noch existiert.
 
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==Siehe auch==
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* [[Bundesblatt "Zu den drei Weltkugeln"]]: das Vereinsmagazin der Großloge (seit 1887)
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*[[Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Freimaurerei von 1945-1955 unter besonderer Berücksichtigung der GNML zu den „3WK“]]

Version vom 20. April 2019, 13:12 Uhr

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Inhaltsverzeichnis

Zum schwarzen Adler

Die Johannisloge “Zum schwarzen Adler” Berlin ist eine Freimaurer–Loge unter der Verfassung der Großen National-Mutterloge “Zu den drei Weltkugeln” (GNML 3WK) in Berlin und in deren Matrikel mit der Nummer 699 eingetragen. Sie wurde am 10. Mai 1924 in Berlin gegründet. Gleichzeitig war dies die letzte Neugründung der Humanität verpflichteten Freimaurer-Bruderschaft vor dem Verbot durch die Nationalsozialisten.

Bares für Rares

Eine erstaunliche Geschichte um eine TV-Auktion.

Zum schwarzen Adler.jpg

06.01.2018 Skulptur „Schwarzer Adler“

Am 6.1.2018 erhielt die Loge „Zum schwarzen Adler“ ein Schreiben von einem Notar aus Reutlingen, Herrn Andreas Kukral, indem uns die Existenz einer Skulptur mitgeteilt wurde. Sie wurde anlässlich des ersten Stiftungsfestes der Johannisloge „ Zum schwarzen Adler“ zum 10.5.1925 von den Brüdern Ernst Hoffmann und Adolf Kügler gestiftet .

Aus den alten Mitgliederlisten geht hervor das Bruder Adolf Kügler bereits 1926 verstorben ist und Bruder Ernst Hoffmann die Loge im Maurerjahr 1931/32 neben 15 weiteren Brüdern verlassen hat.

Gestaltet wurde die Skulptur von Ludwig Vordermayer, einem deutschen Bildhauer und bekannt für seine Tiermotive (geb. 25.12 1868 in München – gest. 20.6.1933 in Berlin). Der Verbleib der Skulptur in der dunklen Zeit ist unbekannt.

Herr Kukral hat sie von seiner Mutter geerbt und sie hat den Adler von einem Berliner Ehepaar, Walter und Margarete Heiduck aus Berlin, bekommen. Die Familie Heiduck hatte keinerlei Beziehung zur Freimaurerei. Nach dem Tod von Frau Heiduck 1992 ging die Skulptur in den Besitz der Mutter von Herrn Kukral über. Uns wurde die kostenlose Rückführung der Skulptur nach Berlin angeboten.

Die Skulptur wurde dann in der ersten Märzwoche von unserem Bruder Gerhard Bajzek aus Reutlingen abgeholt und befindet sich nunmehr wieder in unserem Besitz. Sie wurde anlässlich unseres 94. Stiftungsfestes den anwesenden Brüdern vorgestellt.

Eine weitere Überraschung ergab sich am 18.4. 2018. In der von Horst Lichter moderierten Fernsehsendung „Bares für Rares“ wurde die Versteigerung dieser Skulptur gezeigt. Sie wurde von einem Fachmann mit ca. 2.000,00 Euro bewertet und erreichte bei der Versteigerung einen Wert von 2.650,00 Euro. Hier brach Herr Kukral die Versteigerung ab und verkündete, das er die Skulptur – wie bereits geschehen – an die Loge zurückgeben wolle. Eine Zusammenschnitt der Versteigerung wurde auch auf „YouTube“ mit reichlich Kommentaren (ca. 2000), die nicht nur positiv waren, gezeigt. Über die Versteigerung wurde von uns eine DVD angefertigt. Ein Exemplar ist dem Archiv übergeben worden. Eine von uns angebotene Spende wurde nicht angenommen. Das bewundernswerte Verhalten von Herrn Kukral hat die Loge mit einer Einladung nach Berlin gewürdigt.


Über die Loge

Suum Cuique

Unsere Loge wurde am 10. Mai 1924 in Berlin gestiftet. Die Akten der Loge sind in der dunklen Zeit verloren gegangen. Nachforschungen im geheimen preußischen Staatsarchiv haben ergeben, dass die Gründungsversammlung am 3. Mai 1924 bei Anwesenheit von 18 Brüdern stattfand. Einen Tag vor der Wahl zum zweiten Reichstag der jungen Republik, bei der diese ein erstarken der radikalen Kräfte erlebte.

Es war die letzte Neugründung einer Freimaurer-Loge unter der Verfassung der Goßen National Mutterloge “Zu den drei Weltkugeln”. Denn bald begann die dunkle Zeit des Nationalsozialismus und die Freimaurerei wurde wie alle unabhängigen Vereinigungen verboten.

Die Gründer unserer Loge haben sowohl den Namen unserer Loge als auch ihr Logenabzeichen, das so genannte Bijou und unser Siegel, dem alten preußischen “Hohen Orden vom Schwarzen Adler” nachempfunden. Die Grundsätze dieses Ordens sind für uns verpflichtend.

Der Hohe Orden vom Schwarzen Adler

Mitglieder der Loge zeigen sich außerordentlich erfreut über diese kostbare Schenkung.

Dieser Orden war kein Verdienstorden, sondern ein Ritterorden, dessen Mitglieder den Ordensstern nicht als Zeichen besondere Verdienste trugen, sondern als Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Verpflichtungen auf besondere Ordensregeln.

Der Wahlspruch des Ordens lautete “suum cuique” lat. für “Jedem das seine” und bedeutet soviel wie Recht und Gerechtigkeit üben und jedem das Seine zu geben. Es ist der Geist, der auch den preußischen Tugenden wie Bescheidenheit, Sparsamkeit, Verantwortungsgefühl, Pflichtbewusstsein und Disziplin zu Grunde liegt. Dies ist auch unser Anspruch und der Leitgedanke der unsere Arbeit bestimmen soll. Darüber hinaus haben wir uns der Toleranz, der Gewissensfreiheit und dem Bekenntnis zur Humanität ohne Rücksicht auf Nationalität, religiöser oder politischer Anschauung verschrieben.

Friedrich II

Friedrich II kann zu Recht als Begründer der Freimaurerei im damaligen Preussen genannt werden. Ohne Wissen seines Vaters war Friedrich 1738 in Braunschweig Freimaurer geworden. In Rheinsberg gründete er eine Freimaurerloge und unterstützte die Gründung der ersten preußischschen Großloge der Grossen-National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“, unserer Mutterloge. Ein Grund mehr den von seinem Großvater gestifteten Orden zu unserem Vorbild zu machen.

Friedrich II, der “Alte Fritz”, also unser Ahnherr, schrieb am 29.10.1741 in einem Brief an den Bischof von Breslau Philipp Ludwig von Sinzendorf:

“(…) Die Stimme der Natur, aus der alle Humanität stammt, will, dass wir uns lieben, und dass wir wechselseitig unser Wohl fördern. Das ist meine Religion.(…)”.


Kontakt

Johannis-Loge
“Zum schwarzen Adler” e.V.
Berlin Heerstraße 28
14052 Berlin
Amtsgericht Charlottenburg VR 18953 B

Vereinsvorstand :
Trevor Parfitt

Anschrift:
Trevor Parfitt
Heerstraße 28
14052 Berlin

Kontakt:
Telefon: +49 (30) 304 28 06
Telefax: +49 (30) 364 18 618
E-Mail: info@loge-zum-schwarzen-adler.de

Bares für Rares-Video

Eine wirklich noble Überraschung, denn der Besitzer schlägt ein hohes (und sicher noch steigerungsfähigeres) Angebot ab und überführt die Skulptur an die Loge Zum schwarzen Adler in Berlin, die glücklicherweise noch existiert.

Siehe auch