Freimaurer-Wiki

Druckversion | Impressum | Datenschutz | Aktuelle Version

Sigilla Veri: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Freimaurer-Wiki

(Welt-Dienst)
(Welt-Dienst)
Zeile 80: Zeile 80:
  
 
Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Welt-Dienst Wikipedia]
 
Quelle: [https://de.wikipedia.org/wiki/Welt-Dienst Wikipedia]
 +
 +
Noch 1944 wurde in Frankfurt am Main der Welt-Dienst-Verlag gegründet, der noch bis Kriegsende antisemitische Publikationen herausgab, neben Nikolaj Markows „Der Jude ist der Parasit des Bauerntums“ noch Johannes Pohls „Tausend Talmudzitate“ sowie Erich Schwarzburgs und Emil Reiffers „Der Jude als Weltparasit“. Eine in russischer Sprache und mit 300.000 Exemplaren geplante Ausgabe der „Protokolle der Weisen von Zion“ wurde kriegsbedingt nicht mehr realisiert.
  
 
== Links ==
 
== Links ==

Version vom 14. Januar 2020, 14:22 Uhr

Cover SC.jpg

Inhaltsverzeichnis

Sigilla Veri

Philipp Stauff

Philipp Stauff (* 27. Januar 1876 in Moosbach in Franken; † 17. Juli 1923 in Berlin) war ein deutscher Journalist, Publizist und völkischer Schriftsteller.

Quelle: Wikipedia

Stauff gab seinen Beruf als Volksschullehrer auf, um sich in Berlin als politischer Journalist und Schriftsteller zu betätigen. 1907–1910 lebte er in Enzisweiler bei Lindau, gab die Zeitungskorrespondenz Wegweiser und Wegwarte heraus und schrieb für völkische Blätter. Im Frühjahr 1910 zog er ins oberfränkische Kulmbach.

1911–1914 wurde er eine organisatorische Schlüsselfigur in mehreren völkischen Verbänden. Mit Adolf Bartels gründete er 1910 den Deutschvölkischen Schriftstellerverband. Er war ein enger Freund von Guido von List und ein Gründungsmitglied der Guido-von-List-Gesellschaft, der er um 1910 beitrat. Er war auch aktiv im antisemitischen Reichshammerbund und dem 1912 von Theodor Fritsch gegründeten Germanenorden. 1913 erlangte er mit seinem Werk Runenhäuser Aufsehen, in dem er nachzuweisen versuchte, dass die Führung des Fachwerks alter Häuser als Runen gelesen werden könnten.

Seine Briefbögen zierte er mit einem Hakenkreuz, was auch Adolf Hitler aufgefallen war.

Nach seinem Selbstmord führte seine Witwe Berta Stauff die Verlagsarbeiten fort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Sowjetischen Besatzungszone seine Schrift Von deutscher Kunst und Literatur. (Semi-Kürschner, das Jahrhundertbuch.) (Reichskammerbund, Hamburg 1913) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.

Neubearbeitung in der DDR

In der Deutschen Demokratischen Republik folgen auf diese Liste noch die im Selbstverlag veröffentlichte Fassung Semi-Kürschner oder Literarisches Lexikon der Schriftsteller, Dichter, Bankiers … jüdischer Rasse und Versippung, die von 1813 bis 1913 in Deutschland tätig oder bekannt waren (Berlin 1913) und die postum von Heinrich Kraeger unter dem Pseudonym Erich Ekkehard herausgegebene Neubearbeitung Sigilla Veri. Lexikon der Juden. -Genossen und -Gegner aller Zeiten und Zonen, insbesondere Deutschlands (Bodung-Verlag, Erfurt 1931–32)

Siehe auch

Ulrich Fleischhauer

Ulrich Fleischhauer (* 14. Juli 1876 in Thamsbrück, heute Bad Langensalza; † 20. Oktober 1960 in Hürben; Pseudonyme Ulrich Bodung, Israel Fryman) war ein antisemitischer Publizist und Verleger.

Nach dem Krieg wurde er Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei und Vertreter ihrer völkischen Gruppe. Ferner war er Vorsitzender des Nationalverbandes Deutscher Offiziere.

1919 gründete er in Perleberg den U. Bodung-Verlag. Theodor Fritsch und Dietrich Eckart (1920) überzeugten ihn, eine antisemitische Organisation zu gründen. Als selbsternannter Experte für Judenfragen gab er antisemitische Artikel und Bücher heraus. 1924/25 verlegte er den Firmensitz nach Erfurt. Während der Weimarer Republik trat er beim Stahlhelm und dem Alldeutschen Verband als Redner auf.

In den Jahren 1929 bis 1931 gab er eine von Heinrich Kraeger erweiterte Neuauflage des Semi-Kürschner unter dem Titel Sigilla Veri heraus, eines antisemitischen Lexikons, das der völkische Publizist Philipp Stauff 1913 erstmals herausgegeben hatte. Als Gegenreaktion gab Siegmund Kaznelson sein Juden im deutschen Kulturbereich heraus. Ab Herbst 1933 arbeitete der ehemalige k.u.k. Konsul in Moskau, Georg de Pottere (* 1. Juni 1865 im Banat), für Fleischhauer und schrieb unter dem Pseudonym Farmer Artikel gegen Juden und Freimaurer. Er war danach weiter als Verleger antisemitischer Schriften tätig und gab über den U. Bodung-Verlag bis 1944 antisemitische Schriften heraus.

Fleischhauer wurde am 1. April 1942 in die NSDAP (Mitgliedsnummer 9.089.287) aufgenommen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verließ Fleischhauer im Mai 1945 Erfurt. Vom 1. Dezember 1945 bis zum 20. November 1946 befand er sich in amerikanischer Internierung. Danach zog er nach Hürben. Sein in Erfurt befindliches Eigentum wurde Mitte Juli 1947 beschlagnahmt. In diesem Zusammenhang erhob Fleischhauer Einspruch und stellte sich als Friedensaktivist und Befürworter einer unblutigen „Lösung der Judenfrage“ dar. Seinen Lebensunterhalt bestritt er bis Ende 1948 durch eine Offizierspension und beantragte danach Wohlfahrtsunterstützung. Er lebte schließlich nach eigenen Aussagen von Tätigkeiten für Zeitungen und dem Verkauf von Heilkräutern sowie wirtschaftlicher Unterstützung von Freunden und Verwandten.

Quelle: Wikipedia


Georg de Pottere

Pottere war anfangs der 1920er Jahre Mitglied der „Partei der österreichischen Monarchisten“ und gründete die Selbstschutzorganisation Ostara. Pottere war in der Republik Österreich und europaweit zwischen 1918 und 1939 ein vielseitiger Organisator von antisemitischen Aktivitäten. Seit 1921 gehörte er zu den Organisatoren des „Internationalen Wiener Antisemitenkongress“ und pflegte Kontakte in Europa zur Schaffung einer „Internationale des Antisemitismus“. Er gründete in Wien den „Arisch-christlichen Kulturbund“, 1928 in Paris die „Alliance Chrétienne Arienne“. Mit Ulrich Fleischhauer gründete er nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten in Erfurt 1933 das Nachrichtenbüro Welt-Dienst, während des Berner Prozesses unterstützte er Fleischhauer redaktionell. Die beiden trennten sich 1935, und Pottere versuchte 1936 mit Boris Tödtli einen Konkurrenzdienst in der Schweiz aufzuziehen, er wurde allerdings 1936 aus der Schweiz ausgewiesen. Während des Zweiten Weltkriegs lebte er in Budapest.

Unter dem Pseudonym Egon van Winghene: Arische Rasse, christliche Kultur und das Judenproblem. Erfurt : U. Bodung, 1931, drei weitere Auflagen bis 1938


Welt-Dienst

Welt-Dienst ist der Name eines 1933 von Ulrich Fleischhauer in Erfurt gegründeten antisemitischen Nachrichtenbüros und einer gleichnamigen Zeitschrift dieser Agentur, die ab Dezember 1933 von Fleischhauers U. Bodung-Verlag publiziert wurde. Die Redaktion der anfangs in drei Sprachen erscheinenden Zeitschrift organisierte zugleich internationale Antisemitenkongresse. Ab 1937 geriet die Zeitschrift unter den Einfluss Alfred Rosenbergs, des führenden Ideologen der NSDAP, wobei Fleischhauer zunächst Herausgeber blieb. Unter der Direktion von Rosenberg steigerte sich die Verbreitung auf 21 Sprachen.


1939 zog die Redaktion nach Frankfurt am Main in dasselbe Gebäude wie das neu gegründete Institut zur Erforschung der Judenfrage und erhielt innerhalb des Amtes Rosenberg die Bezeichnung „Amt für Juden- und Freimaurerfragen“.


Von städtischer Seite aus wurde das Parteiamt ab diesem Zeitpunkt als ein Institut geführt. Am 15. Juli 1939 übernahm August Schirmer die Herausgabe der Zeitschrift, die ab 1940 den Untertitel „Internationale Korrespondenz zur Aufklärung über die Judenfrage“ trug. Das Amt wurde 1942 in das „Hauptamt Überstaatliche Mächte“ unter Hans Hagemeyer eingegliedert. Die Herausgabe der Zeitschrift übernahm im September 1943 Kurt Richter. Der Vertrieb wurde ab 1944 durch den Frankfurter Welt-Dienst-Verlag übernommen. Die letzte Ausgabe der Zeitschrift erschien Anfang 1945.

Quelle: Wikipedia

Noch 1944 wurde in Frankfurt am Main der Welt-Dienst-Verlag gegründet, der noch bis Kriegsende antisemitische Publikationen herausgab, neben Nikolaj Markows „Der Jude ist der Parasit des Bauerntums“ noch Johannes Pohls „Tausend Talmudzitate“ sowie Erich Schwarzburgs und Emil Reiffers „Der Jude als Weltparasit“. Eine in russischer Sprache und mit 300.000 Exemplaren geplante Ausgabe der „Protokolle der Weisen von Zion“ wurde kriegsbedingt nicht mehr realisiert.

Links