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Diskussion:Melencolia § I

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“ Sehr geehrter Herr Becker,

mittlerweile habe ich festgestellt, dass der von mir bzgl. Zentriwinkel und der sechs regulären statt irregulären Fünfecke als falsch kritisierte Polyeder-Bauplan garnicht von Prof. Dr. Ziegler stammt, sondern von ihm lediglich “ ungeprüft übernommen “ und bei Spiegel Online als pdf eingestellt wurde. Weiter fand ich, dass Professor Ziegler den praktisch gleichen Artikel-Inhalt unter Dürer's polyhedron: 5 theories that explain Melencolia's ... schon am 3. Dezember 2014 ins Netz gestellt hatte und - neben dem schon seit einem halben Jahr im Netz befindlichen Youtube seiner New Yorker Rede am 500. Todestag von Dürers Mutter, dem 17. 5.2014 - so auch vermutlich die Anforderung für den Spiegel Online-Artikel ausgelöst hat.


Damit hat sich mein Ihnen gegenüber am 29. 12. 2014 gemachter “Vorschlag“, das falsche Netz unauffällig herauszunehmen, in Loriot-Art erledigt.


Schließlich habe ich mich damit beruhigen können, dass auch ein angesehener Mathematiker, Geometrie-Professor der FU-Berlin, sich irren kann mit einem recht oberflächlichen Artikel, zu dem er nach Vorabdruck bei “the guardian“ von der “Wissenschaftsredaktion“ von Spiegel Online aufgefordert worden war, wobei dann nicht viel mehr als eine popularwissenschaftlliche Unterhaltung herausgekommen ist. Denn eine Lösung zum Rätsel bzw. des meßtechnischen Problems des Dürers Melencolia-Polyeder wurde nicht vorgeschlagen, wofür Spiegel Online ja auch nicht das geeignete Medium wäre. Vielmehr zitiert Professor Ziegler u.a. das von mir schon vor vier Jahren bereits als falsch erkannte, von Prof. Ziegler aber nicht überprüfte Körpernetz (Fall out plan / Bauplan der DGM).

Nunmehr also nur noch ein bischen ärgerlich, wenn eine in derselben Sache fehlsame Autorität seine Skepsis einem Mitstreiter gegenüber weit über den Artikelinhalt Polyeder hinaus in einem Rundumschlag zur Interpretation des gesamten Melencolia § I Kupferstichs, zu dem Prof. Ziegler ja in seinem Artikel zu keiner weiteren Einzelheit Stellung genommen hatte, in die Worte kleidet:

“Andererseits gibt es zur Melencolia auch eine 500-jährige Tradition der Überinterpretationen. Man findet sehr leicht 500 interessante Linien, ....... und dann schließen sich unzählige Interpretations- Möglichkeiten an, keine besser als die andere. Ist Mayer auf so etwas herein-gefallen? “ - der zuvor nicht etwa als ein langjähriger nervenärztlicher Bildanalytiker, sondern bei the guardian als “retired psychiatrist from Munich“ und dann bei Ihnen als “pensionierter Psychiater aus München“ eingeführt wurde.


Selbst der im attachierten Körpernetz mit 80 Grad beinahe fast richtige Zentriwinkel von Frau Dr. Bashimah Khulusi (US-Patent !) wäre noch zu korrigieren. Denn Dürer hatte m.E. bei seinem zentralen Melencolia § I - Kupferstich den Ehrgeiz, ein möglichst unauflösbares Enigma-Unikat zu schaffen. Nicht nur eines wie das des von ihm so sehr bewunderten und von ihm nach langen Ritt im Oktober 1506 von Venedig aus in Bologna aufgesuchten Lucca Paccioli, sondern vor allem auch eines für seine Trauerarbeit nach dem Tod der Mutter am 17.5.1514 und ihre Todestunde 4 Uhr nachmittags. Die Todesstunde dokumentierte Dürer in der Melencolia-Sonnenuhr-Skala, die mit IIII endet. Diese Todesstunde hat Dürer nachträglich handschriftlich notiert in seiner berühmten Kohlezeichnung von der Mutter mit “vn ist verschiedn..... vm zwey gennacht" = zwei Stunden vor der 18 Uhr-Vesper = 16 Uhr oder 4 p.m. -

Und das verbindet Dürer m.E. mit der verloren gegangenen Emotion seines Compassio-Gebetes zu Christus als dem Eckstein nach Jes. 28,16 , worin Dürer Trost findet; einen Trost, den in der "Gewitter-Entladungs-Situation" nach ihrem Selbstmordversuch auch moderne Menschen heute bei der Betrachtung des B74-Kupferstichs Melencolia § I noch durchaus beziehen können: Melencolia §I – der „angelo terrestre” und sein ...

Mit meiner als abschließend attachierten “Lerntafel zur 17“ soll nicht etwa behauptet werden, dass Dürer den Gauss'schen Stern erfunden hat, sondern es soll vielmehr mit dem sichtbaren Abstand zwischen zwei 17er-Sternspitzen die ungewöhnliche ein Siebzehntel-Überdeckung des Kugel-Kreises durch das sog. “Streichmaß“ augenfällig gemacht werden.


Mit den besten Wünschen für ein Gutes Neues Jahr

bin ich

Ihr

Ernst Theodor Mayer “


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