Eugene Félicien Goblet d'Alviella

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Goblet d'Alviella

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)


GOBLET D'ALVIELLA, Eugène Félicien Albert, comte Eugene FéIicien, Graf, Brüssel, Schriftsteller, Universitätsprofessor, Kammerabgeordneter, Vizeprasident des Senats, Staatsminister, 1846, 1927, nahm auf die Entwicklung der belgischen Freimaurerei außerordentlich starken Einfluß.

1878 in die Kammer gewählt, Goblet d'Alviella war damals Journalist, wehrte er energiseh klerikale Angriffe auf die Freimaurerei ab. Auch als Senator trat er später entschieden für diese ein. Freimaurer seit 1870, trat er schon als Stuhlmeister der Brüsseler Loge "Amis Philantropes" leidenschaftlich für kontemplative Tätigkeit, historisch-esoterische Studion ein.

Als Großmeister des Grand Orient de Belgique (1884) bekämpfte er jeden Gedanken an politische Betätigung der Freimaurerei. Im besonderen Maße konnte er dann für die Reinheit der Lehre als Großkommandeur des belgischen Supreme Conseil des A. u. A. Schottischen Ritus (seit 1900) wirken. In dieser Eigenschaft arbeitete er in zwanzigjähriger Tatigkeit die Rituale des Schottischen Ritus (XXII-XXX Grad) vollständig um, indem er ihren sittlichen, und philosophischen und philosophischen Gehalt in jeder Weise vertiefte.

Jeden der von ihm neubearbeiteten Grade lehnte er an eine der großen Religionen, bezw. Weisheitsschulen an. Goblet d'Alviella erhielt zweimal den freimaurerisch-literarischen Peeters-Baertsoen-Preis, 1909 würde er zum Aktivmitglied der Londoner Quatuor Coronati Lodge gewählt. Hauptwerke: "Migration des Symboles", "L'Evolution religieuse contemporaine chez les Anglais" Introduction à l'Histoire Générale des Religiöns", "Des Origines du Grade de Maitre". Letzteres Buch stellt eine sehr wertvolle Studie über die Entstehung des Meistergrades dar.