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Gedichte von Gottlieb Leon, 1788

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Ausgearbeitet von Dr. phil. Roland Müller, Switzerland / Copyright © by Mueller Science 2001-2015 / All rights reserved - ESOTERIK von Dr. phil. Roland Müller

Inhaltsverzeichnis

13 Gedichte von Gottlieb Leon, 1782-1788


Gedichte von Gottlieb Leon. Wien, bey Rudolph Gräffer und Compagnie, 1788

Enthält ein „Bundeslied“, 10 „Freymaurergedichte“ und weitere Gedichte mit freimaurerischem Bezug.

Gottlieb Leon war im Dezember 1782 in die Wiener Loge „Zur wahren Eintracht“ aufgenommen worden.
https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Gottlieb_L%C3%A9on

Von seinen Gedichten wurden nur drei in spätere freimaurerische Liedersammlungen nachgedruckt.
Gesundheit auf die Verlobung eines Bruders (1790-1819)
Tafellied um Allmosen für die Armen (1785-1883)
Ordenspflichten der Maurerritter (1790).


Das Bundeslied und die Gedichte

Bundeslied.

An J. F. Ratschky.

[Joseph Franz Ratschky wurde 1782 durch Joseph Friedrich von Retzer in die Wiener Loge „Zur wahren Eintracht“ eingeführt]


Komm, Ratschky, zu der Freundschaft Preis
Auch du in unsern Bruderkreis,
Du, der als Jüngling einst, nun Mann,
Ein gleiches Ziel mit mir begann.

Ha ! deine brave Biederart,
Die Hehl und Fehl nicht schlau verwahrt;
Dein muntrer launiger Gesang
Errangen dir mein Herz schon lang.

Wer solchen Freunds sich rühmen kann,
Der tret‘ heraus auf freie Bahn,
Und füge Gott mit Sang und Klang,
Herzinniglichen Habedank.

Denn selten findst du einen Freund,
Der's brav und biederherzig meint:
Findt einen, treu in Noth und Tod,
So ist's ein groß Geschenk von Gott.

Dann hast du Freuden ohne Maß,
Dann blüht dir schöner Baum und Gras,
Dann wird dein Garten, Feld und Hayn
Dir schön, wie Gottes Eden, sein.

In mayenlicher Heiterkeit
Wird grünen deine Lebenszeit,
und jede Stunde dir so hell
Entrieseln, wie ein Silberquell.

Sprich, wer im weiten Schöpfungsreich
War uns, o Freund! an Wonne gleich,
Wenn Herz an Herz, so warm, so voll,
Eins in das andre überquoll?

Drum komm, und schließ mit Herz und Mund
Der Freundschaft festen Bruderbund,
Komm, schlag herztreu und wacker ein,
und laß uns ewig Freunde seyn!


An Fräulein Josepha v. B.

bey Uebersendung eines Paars weisser Handschuhe.

Auch in:
Wienerischer Musenalmanach auf das Jahr 1785, 159-160

Dieses Auge, diese Miene,
Ach, so gütevoll und treu,
Sagt mir, reizende Sephine!
Daß dein Herz noch schuldlos sey.

O so laß denn Unschuld immer
Jeden Reiz an dir erhöhn,
Und in sanftem Rosenschimmer
Wird dein Leben niedergehn.

Süß, erquickend wird am Grabe
Deinem Geist der Trost einst seyn:
Wie die Farbe dieser Gabe,
Bin ich weiß und makelrein!


Maurerurbild.

Auch in:
Journal für Freymaurer. 1785, 191-200,
unter dem Titel: Urbild eines wahren Maurers.
von Br. Gottlb. L ** n.

Candidus insuetum miratur limen Olympi.
Sub pedibusque videt nubes et Sidera –
– - Illic postquam se lumine vero
Implevit – – – – – –
-- – vidit, quanta sub nocte jaccret
Nostra dies.

Virg.

Verklärt staunt er den Bau des neuen Himmels an,
Schaut Wolken und Gestirn tief unter seiner Bahn;
Hat er nun seinen Geist mit wahrem Licht‘ erfüllt,
Dann sieht er, welche Nacht noch unsern Tag umhüllt.


Du, in deiner Schöpfung Heiligthume
Gleich bewundernswerthe Bildnerinn
Von der Ceder bis hinab zur Blume,
Und vom Wurme bis zum Menschen hin!

O Natur! zu deines Altars Stufen
Knie ich nun, gebeugten Haupts, hinan,
Sieh! mein Herz und meine Lippen rufen
Still und laut um deine Huld dich an.

Laß mich, deines Lieblings Bild zu mahlen,
Uranfängliche nicht unwerth seyn:
Tauch‘ in deiner Morgenröthe Strahlen
Meines Geistes schwachen Pinsel ein! –

Sprich! wer trägt, wie er, so ganz dein eigen
Urgebild an Geist und Wohlgestalt?
Wer ist es, dem alle Knie sich beugen,
Wo er wie ein Gott vorüberwalt?

O ihn hat [1785: kohr] dein grosser Allmachtsfinger
Hoch heraus aus Tausend sich ersehn,
[1785: Hoch heraus vor vielen Tausenden,]
Deine Wunder alle, als dein Jünger,
Laut vor jedem Volke zu erhöhn.

Und er trägt das Siegel deiner Sendung
Tief auf seine Götterstirn gedrückt,
Daß durch ihn zum Ziele der Vollendung
Näher die entfernte Menschheit rückt.

Gleich am Aufgang seiner Lebenstage
Riefst du ihm aus deinen Wolken schon:
Dieser ist's, an dem ich Wollust trage,
Dieser ist mein allgeliebter Sohn!

Und ein Strahl von deiner Gnadenfülle,
Kräftiget, verklärt, erleuchtet ihn:
Sieh! er wallt in heil'ger Morgenstille
Schon als Knab zu deinem Tempel hin.

Hier forscht er im hohen Weisheitsbuche
Deiner grossen Schöpfung spät und früh:
Stimmt nach deinem kleinsten Sittenspruche
Seines Geists und Herzens Harmonie.

Hier ist es, du allerhabne Wahrheit,
Wo er, wie ein Bräutigam die Braut,
Unverhüllt in deiner Reize Klarheit
Mit der Liebe Flammenblick dich schaut.

Hier reichst du, als deinem Obermeister,
Ihm, Natur! den inhaltsvollen Plan,
Beutst zum Reich der Körper und der Geister
Die geheimen Schlüssel selbst ihm an.

Giebst ihm, dich allwirksam zu verkünden,
Winkelmaß und Senkbley in die Hand,
Zu ermessen so wie zu ergründen
Aller Menschen Herzen und Verstand.

Reichst ihm selbst von deinen Strahlenlenden,
Um sein Werk nach deinem großen Sinn
Herrlich zu beginnen und zu enden,
Deinen allmachtsvollen Gürtel hin. –

Angethan mit deinen Herrlichkeiten,
Tritt er kühn auf deinen Schauplatz nun,
Dein Gebot den Völkern aller Zeiten
Laut als dein Apostel kund zu thun,

Und sein Glaub' ist kein Gesetz der Liebe,
Das nur auf Ein Brudervolk sich schränkt,
Er ist hohe warme Menschenliebe,
Die gleich groß die ganze Welt umfängt;

Denn ihn lehrt kein Buch, worin zur Schande
Kopf und Herz so oft sich widerspricht:
Er ist dein vom Herzen und Verstande,
O Natur! gleich anerkanntes Licht.

Sieh! und weil dem Christen wie dem Heiden
Deine Sonn‘ in gleicher Güte scheint;
So umarmt und küßt er auch, in Beyden
Gleich erfreut, den wärmsten Herzensfreund.

Wenn im Unglück Priester und Leviten
Selbst den Bruder stolz vorübergehn,
Wird er ihm, gleich jenem Samariten,
Liebreich bey als Glaubensgegner stehn.

Gleich wohlthätig Segen auszuspenden,
Eilt er von der Hütt' in's Marmorhaus;
Und es geht von seines Mantels Enden
Heil und Trost auf die Bedrängten aus.

Und ihn wird der Völker Gruß und Segen
Hoch- und lautfrohlockend benedeyn,
Ihm, wo er nur kömmt, auf seinen Wegen
Palmenzweige froh entgegenstreun. –

Sieh! zu seines Wortes Kraft und Siegel,
Hält er nicht den Dolch und Glaubensbrand,
Sondern, ew‘ge Liebe, deinen Spiegel
Ausgestreckt in seiner rechten Hand.

Tritt mit geisterhabnem Gottgefühle
Hin in dein entweihtes Heiligthum:
Stürzt durch ihn die feilen Wechselstühle
Deiner schnöden Afterpriester um.

Wird durch ihn das blinde Volk bekehren,
Das, Natur! dein heilig Wort verwarf,
Ohne daß er selbst zu seinen Lehren
Hollenstraf‘ und Himmelslohn bedarf

Wird durch ihn vom menschlichen Geschlechte
Mit der Wahrheit hellem Sonnenschein
Rings des Irrthums hochgeweihte Nächte
Allmachtsvoll zerblitzen und zerstreun.

Mögen ihn blödsinnige Tyrannen
Gleich dafür aus seinem Vaterland
Hin in Zembla's starre Haiden bannen,
Oder gar auf Zara‘s glüh‘nden Sand;

Nimmt mit seiner Mönche Legionen,
Um Kanonisation und Gold,
Gegen ihn das Haupt mit dreyen Kronen
Heilige Banditen selbst in Sold; *)

  • ) Um aller Mißdeutung hier auszuweichen, erinnere ich aus öffentlichen Nachrichten, daß der so aufgeklärte als menschenfreundliche Pabst Pius der VI. jenen Artikel des Dekrets, welches gegen die F. M. im Jahr 1759. zu Rom erschien, und wodurch die Mitglieder des F. M. Ordens nicht nur exkommunicirt, sondern auch sogar zum Galgen verurtheilt waren, widerrufen habe.



Ja, wenn sich auch wider den Gerechten
Selbst die Welt von Ost bis West empört:
Dennoch wird er laut und kühn verfechten,
Was, Natur! dein Urgesetz ihn lehrt.

Und erhebt sein Volk im blinden Grimme
Gleich auf ihn undankbar. Stein und Koth,
Heischt es auch mit lautem Ungestümme
Selbst durch Schwert und Flammen seinen Tod;

Schau' ihn an! mit heitrer Christusmiene
Wird er frey, obgleich in Ketten, stehn,
Und beherzt selbst auf die Mörderbühne
Oder in Domingo's Flammen gehn. –

Ja, er wird, o Schicksal! gleich erhaben
Ueber deine Erdenherrschaft seyn:
Beutst du ihm auch deine höchsten Gaben,
Ihm sind sie so [1785: gleich] achtungslos als klein;

Denn den größten Schatz hat ihn zu lohnen,
Die Natur schon in sein Herz gelegt,
Der auf seiner Wage deine Kronen
Wie ein Gran der Centner überschlägt.

Sieh! zur Herrschaft wie zum Dienst gebohren,
Gilt ihm gleich, was hier dein Loos ihm gab:
Ob es einen Zepter ihm erkohren,
Oder auch nur einen Hirtenstab.

Als Monarch wird, gleich dem Lauf der Sonne,
Sein erlauchter Segenswandel seyn,
Und belebend Wärme, Licht und Wonne
Hoch herab auf weite Lande streun.

Und gleicht er als Knecht auch einem Sterne,
O so fällt ein mildes Silberlicht,
Kömmt es auch aus unermessner Ferne,
Wirkungslos doch auf sein Sandkorn nicht.

Gleich in allem groß, wird er am Wohle
Seiner Brüder spät und frühe baun,
Und bewundernd wird von Pol zu Pole
Rings auf ihn die Welt und Nachwelt schaun.

Sproßt durch seines Geistes Wärm‘ und Helle
Endlich hoch genug der Menschheit Glück:
O dann kehrt er, ew'ge Sonnenquelle!
Wieder als dein Strahl in dich zurück.


Empfindungen

über den der Freimaurerey in den k. k. Erblanden öffentlich ertheilten Schutz.

Auch in:
Journal für Freymaurer. Dritten Jahrgangs Erstes Vierteljahr 1786, 157-159

Virtus – – - -
Intaminatis fulget honoribus,

Horat.

Heil uns! zerschmettert sind die ährnen Bastionen,
Die, Aberglaube! dich geschützt,
Woraus erboßt nach unsern Salomonen
Dein Bannstrahl oft herabgeblitzt.

Zu lange hauchtest du, Verderber, nur zu lange
In unsere Kreise Tod und Pest;
Ha, sieh! nun hält an diamantnem Strange
Der stärkere Herkul dich fest.

Und du, der Freiheit Tochter, neugekrönte Wahrheit!
Zeucht unter lautem Jubelschreyn
In blendender erhabner Himmelsklarheit
Glorreich in unsre Tempel ein.

Und segnet wonnevoll die dir getreuen Brüder;
Den Friedenszweig in deiner Hand,
Schlingst du um lang entzweyte Ordensglieder
Huldlächelnd nun der Eintracht Band.

Seht, nicht der Dummheit mehr, dem Pfaffentrug zum Raube,
Hebt unsere Kunst in schönerm Flor,
Gleichwie das Veilchen aus dem Winterlaube,
Ihr stillbescheidnes Haupt empor,

Streut, gleich dem Frühlingskind, in Josephs weiten Staaten,
Geschreckt von keines Sturmes Graus,
Den süssen Duft verborgner Edelthatten
Auf die bedrängte Menschheit aus. --

Ihr Edlen, die ihr nun voll heisser Ruhmbegierde
Kühn nach der Weisheit Tempel strebt,
O fühlt mit mir, zu welcher hohen Würde
Der weiseste Monarch euch hebt,

Und laßt zu feinem Zweck uns alle treu vereinen,
Dem Vaterlande ganz uns weihn,
Und so, wie Ihn im Grossen, uns im Kleinen
Ein Beispiel der Bewunderung seyn!


An Joseph den II.

Bey dessen Namensfeyer im Jahr 1783.

Zuerst in:
Gedichte und Lieder, verfaßt von den Brüdern der Loge zur Wahren Eintracht im O. v. W** gedrückt bey Christ. Fried. Kappler 1783, 17-20


Weiser Fürst! der nur durch Thaten
Zeigt, daß er uns wahrhaft liebt,
Der im Anbau seiner Staaten
Uns ein herrlich Vorbild giebt!

Du, auf dessen Wohlvertrauen
Wir mit edler Müh' und Schweiß
An der Tugend Tempel bauen,
Joseph! Heil sey dir und Preis!

Unter unsern Freudenfesten
Sey, dein Tag uns hoch geweiht:
Es erschall‘ in Ost und Westen
Deines Namens Herrlichkeit!

Alles, was die heil'ge Kelle
Hier im Bruderkreise führt,
Meister, Lehrling und Geselle
Sey vom Jubeldank gerührt!

Weil du denn mit deinen Schilde
Unsre hohe Kunst geschützt,
Bietet sie dir ihrer Milde
Ganzen Himmelslohn auch izt.

Nimm denn das zum Angebinde,
Was sie giebt und geben kann,
Wie von seinem treuen Kinde
Ein geliebter Vater an!

Aller Segen froher Brüder,
Die vom Weg der Finsterniß
Sie, als Einer Kette Glieder,
Auf den Weg des Lichtes wies!

Aller Segen, der vom Munde
Zartgeliebter Gatten floß,
Die sie im geweihten Bunde
Ewiglich zusammenschloß!

Aller Segen von dem Armen,
Dem sie Dach und Fach gewährt,
Den mit himmlischem Erbarmen
Sie getränkt und genährt!

Aller Segen von den Kindern,
Die sie, wie ein irres Lamm,
Ihren Waisenstand zu lindern,
Treu an ihren Busen nahm!

All der tausendfache Segen,
Den man ihrer Milde gab,
Ström‘ in einem goldnen Regen
Auf dein weises Haupt herab!

Und laß deiner Thaten Früchte
Herrlich grünen und gedeihn;
Und vor Gottes Angesichte
Dich mit uns als Bruder freun.


Bundeslied

der Brüder der Loge zur W. E.

Gesungen bei der Geburtsfeyer des Hochw. Großm, J. v. B. [= Ignaz Edler von Born]
Am 25. Christm. im Jahr 1783.

Auch in:
Journal für Freymaurer. Ersten Jahrgangs Erstes Vierteljahr 1784, 237-240
siehe auch: Aloys Blumauer: Fünf Kettenlieder, 1782-1785
Auf, Brüder, und reicht euch die Hände

Einer.
Freut euch, biedre Maurerleute!
Seht, die Freude stieg herab,
Sie ist's, der die Eintracht heute
Ueber uns den Hammer gab;
Denn mit Rosen hold umgeben,
Brachte sie den Tag heran,
Da mit unsers Meisters Leben
Unser Bund zugleich begann.

Alle.
Unsers edlen Meisters freue
Jedes Bruderherz sich heut,
Jedes Bruderherz erneue
Froh den Bund der Eintracht heut.

Drey.
Der Erste.
Er ist's, der der Wahrheit Pfade
Hoch zu unserm Vorbild wallt,
Den Jehovah's Huld und Gnade
Voll und herrlich überstrahlt.

Der Zweyte.
Er ist's, der mit Wohlgefallen
Väterlich uns all‘ umschließt,
Der in seinen Thaten allen
Wahrer Maurer Beyspiel ist.

Der Dritte.
Zu des Bundes Haupt, ihr Brüder,
Hat ihn Geist und Herz erwählt,
Das ist’s, was der Eintracht Glieder
Dreymal fest zusammenhält.

Alle drey zugleich.
Unsers edlen Meisters freue
Jedes Bruderherz sich heut,
Jedes Bruderherz erneue
Froh den Bund der Eintracht heut.

Alle.
Seht, den besten Bruder schlingen
Wir in unsern frohen Kreis;
Dank und laute Jubel singen
Wir, Jehovah, dir zum Preis ! –

Laß uns lange noch der Wonne
Dieses holden Tags uns weihn,
Laß ihn lange noch die Sonne
Unsers Sternenkreises seyn!


Andenken

auf die Abreise des Br. J. G. S**r.

Zuerst in:
Gedichte und Lieder, verfaßt von den Brüdern der Loge zur Wahren Eintracht im O. v. W** gedrückt bey Christ. Fried. Kappler 1783, 74 -76,
unter dem Titel:
Andenken auf die Abreise des Br. J. G. S**r.
Am 14. Märzen, 1783

[Johann Georg Schlosser verbrachte 1783 einige Zeit in Wien und war dort Mitglied der Loge „Zur wahren Eintracht“]


Du, den ich lange schon innig verehrte,
Welcher oft Duldung und Glauben mich lehrte,
Wenn ich erstarrt und verzweiflungsvoll stand:
Herzen oft suchte, doch Felsen nur fand.

Wie nach Erquickung die durstende Kehle,
Athmete bang oft die lechzende Seele,
Trefflicher, einziger S**r! nach dir:
Und du erschienst oft lebendig vor mir.

Sieh! und mir war's wieder bleibend hienieden,
Und es erquickte mich himmlischer Frieden,
Wie nach unfreundlicher, stürmiger Nacht
Heiter der liebliche Morgen erwacht.

Doch nun als Bruder an’s Herz dich zu drücken,
Ah das ist seliges Engelentzücken!
Einziger! da ich dich noch nicht gekannt,
Schlang dich an mich schon ein heiliges Band!

Ach! die Erinnrung soll spät noch im Leben
Hehr mich und seelenerheiternd umschweben,
Da bey melodischer Orgel Erklang
Fester das heilige Band uns umschlang!

Da wir als zünftige Maurergesellen
Traulichverschlungen, mit Schurzfell und Kellen,
Brüder im Herzen, und Brüder an Geist,
Süden und Westen die Fremde gereist.

Da wir die Rechte, des Eides zu pflegen,
Ritterlich legten auf Bibel und Degen;
Einig gelobten mit Herzen und Mund:
Ewig zu halten den heiligen Bund. –

Trennet von mir auch nach Westen bis Süden
Dich das erbitterte Schicksal hienieden:
Laß dir die Stunde noch feyerlich seyn,
Theuerster Mann! und vergesse nicht mein!

Goldene Kette herzeiniger Brüder!
Schicksal und Grab nicht zerreisse dich wieder;
Bringst du den Edlen mir nicht mehr allhier,
Leit‘ ihn dort oben einst wieder zu mir!


Gesundheit

auf die Verlobung eines Bruders.

Zuerst in:
Gedichte und Lieder, verfaßt von den Brüdern der Loge zur Wahren Eintracht im O. v. W** gedrückt bey Christ. Fried. Kappler 1783, 60-61,
unter dem Titel: Gesundheit auf die Verlobung eines Bruders.
Am 14. Wintermond, 1782


Auch in:
Sammlung auserlesener Freymaurer-Lieder. 1790, 122-123
Versuch einer vollständigen Sammlung Freimaurerlieder zum Gebrauch deutscher Logen. Herausgegeben von dem Br. F. W: von Schütz. Zwote vermehrte und verbesserte Auflage. Altona, bei Friedrich Bechtold 1800, 236,
unter dem Titel: Bei Gelegenheit eines neuvermählten Bruders
Vollständiges Gesangbuch für Freimaurer. 1801, 99-100, bis 1819, 99-100 (mit einer neuen 2. Strophe)
Gesänge für Freymaurer im Auftrage der Loge Apollo besorgt von H. A. Kerndörffer. Leipzig 1814, 185 (mit einer andern neuen 2. Strophe, und ohne die 4. Strophe)
unter dem Titel: Zur Verlobung und Hochzeit


Es lebe der Bruder im Kreise,
Der Tugend mit Weisheit vereint!
Der's immerdar redlich und weise
Mit Gott und mit Vaterland meint!

Es lebe die glückliche Schwester,
Die Tugend mit Schönheit verband!
Ihr reiche der Jünglinge Bester
Als Maurer die heilige Hand!

[1800 und 1801:
Hoch lebe die Schwester! die Freude
Dem Manne giebt gerne und viel;
Sie lebe so glücklich wie heute,
Bis an das entfernteste Ziel.]

[1814:
Laßt hoch uns die Schwester erheben,
Die Tugend mit Schönheit verband!
Bey jeglichem Wechsel im Leben
Reicht traulich Euch liebend die Hand!]


Der ewige Meister soll [1814: wird] krönen
Den dreimal gesegneten Bund!
Reich sey er an Töchtern und Söhnen,
Und so wie die Ewigkeit rund!
[1800, 1801 und 1814: Er sey zu den glücklichsten Scenen
In spätester Zukunft der Grund.]


Legt Hand an die Waffen, ihr Brüder!
Erhebet hoch euer Geschoß,
Und feuert es männlich und bieder
Auf's Wohl der Gesegneten [1800 und 1801: Verbundenen] los!


Tafellied

um Allmosen für die Armen.

Auch in:
Journal für Freymaurer. Ersten Jahrgangs Zweytes Vierteljahr, 1784, 227-228,
unter dem Titel:
Lied im Namen der Armen. Mit Musik [von Johann Holzer].
Freimaurerlieder in Musik gesetzt zum Gebrauch einiger Logen in Riga und Livland. 1785, 78-81,
unter dem Titel: Aufmunterung zur Wohlthätigkeit
Sammlung auserlesener Freymaurer-Lieder. 1790, 110-111,
unter dem Titel: Im Namen der Armen bey einer Tafelloge zu singen
Freymaurer Lieder mit Melodien. Herausgegeben von Böheim. Berlin 1795, 72 (zwei leicht unterschiedliche 1. Strophen, und ohne die letzte Strophe),
unter dem Titel: Armenlied
Vollständiges Gesangbuch für Freimaurer. 1801, 30-31 (ohne die letzte Strophe)
Gesänge für die Loge Ernst zum Compaß in Gotha. 1806, 259-260 (mit „Chor“, ohne die letzte Strophe),
unter dem Titel: Armenlied
Auswahl von Freimaurer Liedern für die Loge Sokrates zur Standhaftigkeit in Frankfurt am Main. 1808, 48 (ohne die letzte Strophe)
Freymaurer-Lieder zum Gebrauch für die St. J. Loge 5813 [= 1813], 110 (ohne die letzte Strophe)
Gesänge für Freymaurer im Auftrage der Loge Apollo besorgt von H. A. Kerndörffer. Leipzig 1814, 220 (ohne die letzte Strophe)
Maurerische und gesellschaftliche Lieder zur Gebrauch der Großen Landes-Loge von Deutschland in Berlin und ihrer Töchter-Logen. Berlin: W. Dieterici 1817, 97 (ohne die letzte Strophe)
Auswahl von Freimaurer-Liedern: mit Melodien. Stralsund 1818, 32-33 (mit einer veränderten 3. Strophe)
Sammlung Maurerischer Lieder zum Gebrauch der zum Sprengel der Provinzial-Loge von Niedersachsen gehörigen Logen. Hamburg 1823, 103 (ohne die letzte Strophe)
Lieder zum Gebrauch der unter Constitution der Großen Loge zu Hamburg vereinigten Logen. 1823a, 213-214 (ohne die letzte Strophe)
Auswahl maurerischer Gesänge. Zum Gebrauch der Loge: Eleusis zur Verschwiegenheit in Baireuth. 1823b, 13-14 (ohne die letzte Strophe)
Lieder-Buch für die Große Landes-Loge von Deutschland zu Berlin und ihre Töchter-Logen. Berlin 1832, 109, 1857 und 1869, 153-154 (mit veränderter 3. Strophe und jeweils ohne die letzte Strophe),
1857 und 1869 mit der Angabe: Comp. v. Ambrosch. 1792
Liederbuch des Logenbundes im Königreiche Hannover. 1835, 118 (ohne die 3. Strophe)
Sammlung maurerischer Gesänge Herausgegeben von der Gr. National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln. Berlin 1883, 150


Einer.
Brüder, hört das Flehn der Armen,
Laßt euch ihrer [1790, 1795, 1801, 1806, 1808, 1814, 1818 und 1823: ihre] Noth erbarmen,
Mildert [1790: Mindert; 1795, 1801, 1806, 1817, 1818, 1823, 1823b, 1832 und 1835: lindert] ihres Elends Qual:
Eh‘ [1785: Bis] wir nicht die Pflicht erfüllen,
Ihre Thränen all [1801, 1806, 1817, 1818, 1823b ,1832 und 1835: gern; 1814, 1823a: nun; 1795 und 1823: ganz] zu stillen,
Ist dieß Mahl kein Maurermahl.

Zwey.
Der Erste.
Hört [1790: Seht], der blinde Greis am Stabe
Fodert [ab 1801: fordert – ausser 1817 und 1823a] zitternd eine Gabe;
Brüder, schließt ihm nicht das Ohr!
[ab 1795: Brüder, schließt nicht euer Ohr!]

Der Zweyte.
Seht, dort falten [1813: heben] arme Waisen,
Sie zu tränken, sie [1785 und 1814: und] zu speisen,
Ihre kleinen [1817: kleine] Händ‘ empor.

Der Erste.
Höret jener [ab 1795: einer] Wittwe Klagen!
Krankheit, Frost und Hunger [1814 und 1823a: Noth und Kummer] nagen
Lang an ihrem Leben schon.

Der Zweyte.
Seht, selbst unsers Bunds Genossen [1806: unsre Bundsgenossen]
Schmachten hilflos und verstossen,
Ihrer [ab 1795: oft der – ausser 1823a] Redlichkeit zum Lohn.

[1818:
Laßt uns gern den Armen spenden,
Daß sich ihre Sorgen enden.
Wohlthun findet sichern Lohn.]

[1823:
Daß sich ihre Sorgen wenden,
Laßt uns gern den Armen spenden;
Wohlthun findet sichern Lohn.]


Alle drey zugleich.
Brüder, [1785: Darum] hört das Flehn der Armen,
Laßt euch ihrer [1790: ihre] Noth erbarmen,
Mildert [1790: Mindert] ihres Elends Qual!
Eh’ [1785: Bis] wir nicht die Pflicht erfüllen,
Ihre Thränen all zu stillen,
Ist dieß Mahl kein Maurermahl.


Eine stark veränderte Version in:
Der Bayersche Landbote. München, den 26. Januar 1826, 49-50
Neuer, verbesserter Straubinger-Schreib-Kalender für das Jahre 1845. Februar

An wohlthätige Menschenfreunde.

Edle! — hört das Flehn der Armen,
Laßt Euch ihre Noth erbarmen,
Lindert jezt der Kälte Qual;
Eh' wir nicht die Pflicht erfüllen,
Ihren Jammer bald zu stillen,
Lohne uns kein Freudenmahl.

Seht, der schwache Greis am Stabe
Flehet zitternd Holz und Gabe,
Edle; — schließet nicht das Ohr;
Seht, dort falten arme Waisen,
Sie zu wärmen — Euch zu preisen,
Ihre kleinen Händ' empor.

Hört der bangen Wittwe Klagen,
Krankheit, Frost und Kummer [1845: Kälte] nagen
Lang an ihrem Leben schon;
Helft, o Edle! helft den Armen,
Gott wird Euch sich auch erbarmen,
[1845: Gott wird sich auch Euer erbarmen,]
Habt im Voraus Gotteslohn!
[1845: Ihr habt Voraus Gottes Lohn!]
(Aus der Berliner Zeitung)


Reiselied

der Brüder Freimaurergesellen,

Auch in:
Wiener Musenalmanach auf das Jahr 1786, 59-60

Tretet eure Reisen
Kühn und freudig an!
Ruhe folgt dem Weisen
Auf der Tugend Bahn.
Zwar noch hüllt euch immer
Nacht des Irrthums ein:
Doch der Wahrheit Schimmer
Wird sie bald zerstreun.

Seht, daß wir nicht gleiten,
Gab sie uns dieß Licht,
Das die Dunkelheiten
Unsers Geists durchbricht.
Folgt ihr stäts hienieden
Seinem milden Schein:
Dann wird Freud und Frieden
In und um euch seyn.

Welche Trostgefühle
Welche Seligkeit,
So ihr an dem Ziele
Eurer Wanderung seyd!
O dann setzt, zum Lohne
Für den edlen Lauf,
Ihre Palmenkrone
Euch die Tugend auf.


Ordenspflichten der Maurerritter.

Vorgetragen bey der Aufnahme eines Bruders.

[1783: am 1. Aerndtemond, 1783]

Zuerst in:
Gedichte und Lieder, verfaßt von den Brüdern der Loge zur Wahren Eintracht im O. v. W** gedrückt bey Christ. Fried. Kappler 1783, 23-28

Auch in.
Sammlung auserlesener Freymaurer-Lieder. 1790, 34-40,
unter dem Titel: Ordenspflichten der Maurerritter

Bruder, Gottes Gruß und Segen
Heut‘ an diesem Feyertag!
Nun empfiengst du Hut und Degen,
Kelle, Schurz und Ritterschlag.

Botst uns ritterlich und bieder
Zeichen, Griff und Lippenkuß,
Und wir freyen deutschen Brüder
Kannten dich am Brudergruß.

Bruder, mit den Ehrenzeichen
Eines Maurers angethan,
Lege nun, wie unsers gleichen,
Einen edlern Mann auch an!

Wisse, nicht was Thoren rühret,
Reichthum, Rang und hoch Geblüt,
Einen wahren Maurer zieret
Nur ein adliches Gemüth.

All das nichtige Geflitter
Grafen-Hof- und Herrenstand,
Ist dem freien Maurerritter
Eitelkeit und Kindestand.

In der Maurer Zunftgemeine
Gilt der König wie der Knecht:
Tugendliche Sitt‘ alleine
Giebt zu Vorrang hier das Recht.

Drum wohlauf, mein Bruder! weihe
Dich des Ordens strenger Pflicht;
Sie genau zu üben, scheue
Müh' und Fährlichkeiten nicht!

Sey getreu und unterthänig
Gott und deinem Vaterland:
Setz' um Gott und deinen König
Redlich Gut und Blut zum Pfand!

Denn zu schirmen diese Beyde,
So es Noth und Pflicht begehrt,
Legtest du die Hand beym Eide
Fest an Bibelbuch und Schwert.

Armen Wittwen oder Waisen
Beut, als biedrer Ordensmann,
Sie zu tränken und zu speisen,
Liebreich Tisch und Herberg an!

Laß die Unschuld dich erbarmen,
Sey in Noth ihr Schutz und Schild,
Pflege stäts [1783: stets] der siechen Armen,
Als ein Bruder fromm und mild!

Zeige dich in Wort und Pflichten
Edlen Damen werth und hold;
Buhle nur in Ehr' und Züchten
Um der Minne Freudensold!

Findst du Eine deutscher Frauen,
Tugendreich und makellbar [1783: makelbaar],
Werth, als Maurer sie zu trauen,
Reich‘ ihr diesen Brautschmuck dar! --

Aber Eid und Handwerkssitte
Prägt noch strengre Pflicht dir ein:
Jeder hier aus unserer Mitte
Muß dir mehr als alles seyn!

Wage, um aus Fahr und Nöthen,
Als ein Ritter lobesan,
Deine Brüder treu zu retten,
Muthig Leib und Leben dran!

Immer mindre durch dein Habe
Brudersnoth und Dürftigkeit!
Gottespfenning ist die Gabe,
So man armen Brüdern beut.

Handle klug in Red‘ und Thaten,
Auch um alles Gut und Gold
Nichts von Jenem zu verrathen,
Was du tief verschweigen sollt!

Führst du so nach Maurerweise
Zur Erbauung insgesammt,
Und zu eignen Ruhm‘ und Preise
Dein geheiligt Ritteramt:

Dann trägst du die Maurerkelle
So dich jetzt als Lehrling ziert,
Einst als wackrer Altgeselle,
Dem ein höhrer Lohn gebührt.

Doch thust du's in That und Lehre
Uns an diesem noch zuvor,
Dann steigst du zu Würd‘ und Ehre
Hoch in unserm Kreis empor.

Dann freut sich in unserm Bunde
Jeder deutsche Biedermann,
Setzt in Log‘ und Tafelrunde
Dich den Meisterstuhl hinan.

Und der Herr wird dir's vergelten,
Haus und Feld wird dir gedeihn,
Und dein Lohn in jenen Welten
Groß und unaussprechlich seyn.

Dann gehst du, mit Gottes Rüstung
Ausgewappnet, als ein Held,
Hin durch Greuel und Verwüstung,
Und die Stürme dieser Welt.

Dann sind dir des Tempels Pforten
Gegen Morgen aufgethan,
Um im Bunde Gottes dorten
Licht und Ruhe zu empfahn.


Denkspruch

ins Stammbuch eines Bruders.

Wahrer Maurer Bruderband
Ist gewebt von Gottes Hand,
Wenn des Erdballs Veste bricht,
Reisset ihre Kette nicht.


An Hrn. Joseph Friedrich Edlen von Retzer

[Josef Friedrich Freiherr von Retzer wurde 1782 in die Wiener Loge „Zur wahren Eintracht“ aufgenommen.]

Auch in:
Deutsches Museum. Zweiter Band. Julius bis Dezember 1787, 409-411


Freund! wenn gleich mancher kleine Geist,
Der Deutschland links und rechts durchreist,
In seinen litterar’schen Reisen
Als Dichter und als Mensch nicht nach Verdienst dich preist,
So hast du doch, nebst deinem seltnen Geist,
Noch weit was Edlers aufzuweisen,
Das allen Preis des Dichters überwiegt,
Und nicht so leicht wie Autorruhm verfliegt:
Du trägst doch, nebst der Gunst der Musen,
Den Stolz des edlen Manns im Busen.

Und der ist, glaube mir, ein besser Kreditiv
Auf unser kurzes Raupenleben,
Als aller Dichteradelsbrief,
Den feile Rezensenten geben,
Der oftmals nur auf eine kurze Frist,
Und in der Werktagswelt nur selten gültig ist.

Sprich, was ist alle Dichtergrösse,
Die stolz oft manchen Busen schwillt,
Wenn das Bewußtseyn innrer Blösse
Des Sängers niedres Herz erfüllt?
Kann den des Ruhmes Glanz entzücken,
Der, wie der Pfau auf seinen Fuß,
So in sein Herz zurücke blicken,
Und perspektivisch nur sich Edlen zeigen muß?

Wie schwand dem ächten Menschenkenner,
Der nur auf That sein weises Urtheil baut,
Nicht oft das Urbild grosser Männer,
Sobald er näher es beschaut?
Er fand oft den, den man im Mond versetzte,
Kaum werth, daß man als Mensch ihn schätzte,
Indem sein Herz in falschem Wiederklang
Mit dem war, was sein Geist besang.

Hat man vom edlern Seelenruhme
Den Adelsbrief zum Eigenthume:
Dann lohnt er uns mit höhrer Lust,
Als Band und Stern an unsrer Brust:
Dann lacht man all der Brochüristen,
Die oft in Wiens Gelehrtenlisten
Vergöttern, was kaum menschlich ist:
Daun frägt man nicht, nach welcher Elle
Ein lockerer Journalist uns mißt,
Noch ob ein Vagabund die oder jene Stelle
In seinem Tagebuch hochweislich uns erkiest;
Wie des Geschmacks Aprilenwetter
So schwankend und veränderlich,
Senkt oder hebt das Thermometer
Der wetterwendischen Kritik sich,
Die selten das nach seinem innern Wesen
Oft ganz verdaut, was sie gelesen.

Drum sey mehr stolz, wenn dich das Vaterland
Als einen edlen Bürger schätzet,
Als wenn es in den Dichterstand
Vom allerersten Rang dich setzet;
Wenn’s Herz dem Geiste widerspricht,
Trübt sich das größte Dichterlicht.


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