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Hut

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"Hochmittag" Öl auf Leinwand, Gemälde von Jens Rusch. Privatbesitz.
"Seelenvögel" Öl auf Leinwand, Gemälde von Jens Rusch.

Hut

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder von 1932


In deutschen Logen gehört der Hut (Zylinder) zur freimaurerischen Bekleidung. Er wird während der Arbeit getragen, beim Gebet abgenommen. In amerikanischen Logen trägt nur der Meister vom Stuhl den hohen Hut, in der Großloge von Massachusetts erhält der Großmeister bei Übergabe seiner Amtszeichen (Regalia) den nach dem Großmeister und Helden genannten traditionellen "Paul Revere Hut", einen Dreispitz mit blauer Einsäumung. In den skandinavischen Logen wird der Hut nur im Meistergrad getragen. Da sich auch die Juden bei ihrem Gottesdienste mit dem Hut bedecken, hat die beziehungsreiche Literatur der Gegner hier eine jüdische Sitte vermutet, die ihr zur Erklärung der jüdischen Abstammung der Freimaurerei gelegen kam. In Wirklichkeit hat der Hut in der Loge eine ganz andere Herkunft. In England sitzt der Speaker bedeckten Hauptes.

Bei Verkündigung eines Urteils bedeckt sich der Richter. Nach den "Three Distinct Knocks", einer Verräterschrift aus dem 18. Jahrhundert, nimmt der Meister vom Stuhl den Hut zu Beginn der Arbeit ab und bedeckt sich zum Zeichen des Schlusses. In den deutschen Logen hat der Hut symbolische Bedeutung als Zeichen der Freiheit. Als solches ist der Hut ein uraltes Symbol, so bei der Freilassung der Sklaven in Rom. Nach Cäsars Ermordung wurden von Cassius und Brutus Münzen geschlagen, die einen Hut mit zwei Dolchen (Schwertern) als Zeichen der Freiheit zeigten. Dieses Beispiel wurde auch später von den Niederlanden nach Abwerfung des spanischen Joches nachgeahmt. Als Nero gestorben war, lief das römische Volk zum Zeichen seiner durch den Tod des Tyrannen nun wiedererlangten Freiheit mit dem Hut auf dem Kopfe in der Stadt umher. Der spanische Grande bedeckte sich vor seinem König als besonderes Vorrecht. Auch die Quäker verbieten das Abnehmen des Hutes im Hinblick auf die allgemeine Freiheit und Gleichheit.

Im 18. Jahrhundert wurde auch in den englischen Logen allgemein der Hut getragen. In den französischen Logen überreichte der Meister dem Kandidaten nach der Aufnahme den Hut mit den Worten: "In Zukunft dürfen Sie sich damit bedecken." Später trug der Meister allein den Hut. So nach den Hausgesetzen der "Sea Capitains Lodge", Liverpool 1788. Späterhin kam der Hut in den englischen Logen vollkommen ab, nur eine englische Loge, die Loge von Newstead Nr. 47, hat den Brauch beibehalten.

Bei freimaurerischen Begräbnissen bleibt der amerikanische Meister vom Stuhl auch am offenen Grabe bedeckt, während alle anderen Brüder das Grab barhaupt umstehen.

Bei freimaurerischen Begräbnissen bleibt der Marschall (1730) oder der Großlogentürhüter (Montgomery) in einem himmelblauen Barett. Auf altenglischen Stichen, so der Logenliste von 1735, ist der Meister bedeckt, die anderen Teilnehmer ohne Hut. Auf dem Titelkupfer der ersten Konstitution sind alle barhaupt. 1728 dagegen auf dem Stiche von Cole, Meister und beide Aufseher bedeckten Hauptes.

Hut bei Mossdorf

Quelle: Encyclopädie der Freimaurerei, von Friedrich Mossdorf


Schon bei den Römern war der Hut das Zeichen der Freiheit; und wo Freiheit, da herrscht auch moralische Gleichheit. Daher gehört der Hut zur maurerischen Kleidung; mit ihm ist in der Loge jeder bedeckt.


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