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Innung Artikel des Zimmerer Handwerks zu Dresden vom 14. Januar 1597 im Auszuge

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Innung-Artikel des Zimmerer-Handwerks zu Dresden vom 14. Januar 1597 im Auszuge

Bearbeitet von H. Thorandt

Dieses Innungspapier, wurde vom Rat der Stadt Dresden am 14. Januar 1597 verabschiedet. Es findest sich bei Fallou in dessen Buch "Die Mysterien der Freimaurer." verlegt von Brockhaus & Avenarius 1848 in Leipzig auf den Seiten 346-347.


Wir Bürgermeister und Rath der Stadt Dresden thun kundt und bekennen hiermit öffentlich, daß Wir mit zeitigem vorgehabten Rathe und gutem Bedacht der ehrsamen Meistern und Gesellen gantzer Samblung der Zimmerleuthe in Unserm Gerichtszwange nachfolgende Artikel und Ordnunge bestettiget. Wie folget.

Zum Erstern.

Von den Eltesten und Handwergkszusammenkünfften

...

Zum Andern.

Von Meisterwerden und Meisterstücken.

Welcher Zimmergeselle alhier Meister werden will, der soll das Handwergk zuvor bei einem redlichen Meister gelernt und nachmals, wenn er seine Lehrzeit, als 2 Jahr ausgestanden auch vom Handwergk losgezehlet, auch vor einen Gesellen 2 Jahr gewandert und gearbeitet, desgl. von seinem Meister, bei dem er das Handwergk gelernet, eine Kundschaft dem Handwergke fürlegen. Und wenn dis geschehen, er auch sein Bürgerrecht zuvor gewonnen, so soll er darnach zum Meisterstücke etzliche Gebäude abreißen und vor den Meistern jung und alt angeben und darthun, auf daß die Meister von ihm merken können, ob er der Stücke, darum er befraget, auch guten Bericht und Wissenschaft habe. Nemlichen ...

Zum Vierten.

Von Lehrjungen.

Alle Lehrjungen sollen auf Weihnachten angegeben und dem ganzen Handwergke persönlich mit schrifftlicher Kundschafft ehelicher Geburt fürgestellet werden und da an dieser kein Mangel und der Junge das Handwergk zu lernen aufgenommen wird, soll er 2 Jahr bei demselben seinen Meister ausstehen und ohne genugsame und erhebliche Ursache nicht davon gehen. Thut er aber dieß, soll ihn ein andrer nicht aufnehmen und soll auch nicht beim Handwergk gelassen, sondern davon ganz und gar verworffen sein. ...

Zum Fünften.

Von der Jungen Auslernen und Gesellenwerden.

Wenn nun ein Junge seine 2 Lehrjahre ausgestanden und der Meister ihn ausgelernt geben will, soll solches, wie das Aufnehmen, auch auf Weyhnachten für dem Handwergke geschehen und auf sein Begehren soll er vom Meister losgesprochen, zu einem Gesellen öffentlich vorkündiget und der Lehrjahre halben mit einem Lehrbriefe versehen werden in die Lade 3 Groschen und für den Lehrbries 1/2 Gülden geben, nimmt er denselben nicht, so soll er mit dem 1/2 Gülden verschont bleiben etc. etc.

Und diweiln Wir befinden, das oderzehlte Artikel zu Nutz und Aufnehmung des Zimmerhandwergks, auch zu Frieden und Gehorsamb dienlich, so haben Wir ihnen dieselben aus Krafft unsers Amts bestetiget und confirmiret.

Und wollen, daß sich Meister und Gesellen der Zimmerleuthe alhier nach derselben gehorsamlich verhalten sollen. Wir behalten Uns aber vor, obgemeldte Ordnunge in einem, oder mehr Artikeln nach Erforderunge der Zeit und des Handwergks Nothdurft zu endern, mindern, zu mehren, ganz oder gar, oder zum Theil auszuheben nach Unserm, sonderlich der hohen Obrigkeit gefallen.


Zur Urkundt haben wir gemeiner Stadt Insiegel an diesen offenen Pergamentbrief wissentlich hangen lassen, der gegen ist den 14 Monatstag Januarij, nach Christi, unsers einigen Erlösers und Seligmachers Geburt Im Jahr Ein Tausend Fünff Hundert und Neun und Siebenzig.


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