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Jachin und Boaz

Aus Freimaurer-Wiki

Inhaltsverzeichnis

Jachin und Boaz

Ausarbeitung: Roland Müller

Bibliographische Angaben

A. C. F. Jackson (Hrsg.): English Masonic Exposures 1760-1769, with full transcripts of Three Distinct Knocks[TDK], 1760, Jachin and Boaz [J&B], 1762, Shibboleth, 1765, and Commentaries. London: Lewis Masonic 1986, 4, 22-23.

Reprint von „Jachin and Boaz“
(fälschlicherweise Samuel Prichard zugeschrieben) 1992 auch bei Google books

siehe auch:
http://www.rgle.org.uk/JachinBoaz_1762.pdf
http://www.archive.org/stream/cihm_20835/cihm_20835_djvu.txt http://www.archive.org/stream/cihm_25699/cihm_25699_djvu.txt

Some parts of the ceremonies found in the group of English exposures we are considering, especially J&B, can be found in early French exposures but whether they were of French origin or copied from the developing English ritual of the period must remain a matter of speculation.
What we do know is that the author of J&B plagiarised long extracts from the French exposure. L'Ordre des Francs-Maçons Trahi of 1745 or from its English translation, A Master Key to Free-Masonry, 1762. We also know that these extracts must have been acceptable procedure in many English and Irish lodges as they were used until almost the Union of the Modern and Antient Grand Lodges in 1813. It seems unlikely that this would have been the case if they had been purely French inventions, rather than the normal English masonic development taking place during the same period.

J&B was published in March 1762 under the title of Jachin and Boaz or an Authentic Key to the Door of FreeMasonry ... The earlier editions have also; By a Gentleman belonging to the Jerusalem Lodge: a frequent visitor to the Queen's Arms, St Paul's Church Yard: the Horn in Fleet Street; Crown and Anchor, Strand and the Salutation, Newgate Street.

The author in his introduction states, like the author of TDK, that he did not become a mason in the normal way but acquired enough knowledge from the papers of a 'dead relative' to bluff his way into a lodge in the Strand with the result that he had in due course `the honour of being respected in most of the lodges of reputation in this metropolis'.
Samuel Prichard in his introduction to MD [Masonry Dissected], flaunts the fact that his work was in violation of his Obligation but the authors of TDK and J&B state clearly that they were never initiated masons. They may have thought that this would make their work less repugnant and more saleable to genuine brethren; the title to J&B is obviously an invitation to brethren to use it as an aide-mémoire.
As has been explained, there is reason to suspect that the author of TDK may have been a mason but this is not so clear in the case of the author of J&B. The latter's exposure may be divided into three parts:

(a) A completely pirated reprint of the catechisms given in TDK. The author sensibly omits the anti-masonic outbursts: otherwise the only difference of substance is the reversal in later editions, other than those printed in Dublin, of degree words to conform with the changes made by the Grand Lodge about 1730-1739. After the first edition, the title was changed to include `Ancient and Modern'.

(b) Some additional pages of text describing masonry generally and parts of the ceremonies. These are patently plagiarised either from A Master-Key to Freemasonry by J. Burd, who himself plagiarised them from the Trahi, or direct from the Trahi.

(c) A recapitulation of masonic information, including drinking customs and methods of recognition.

All this information Gould have been obtained by anyone who managed to slip into one or two masonic meetings, or even had a talkative masonic friend. What is plain is that the author of J&B, seeing the success of TDK, decided to make easy money and, after the first edition, decided to attract a wider market by claiming to include items of interest to Modern as well as Antient masons. Whether his references to Modern masonry are of any value will be considered as they arise, but the success of his pamphlet proved that he apparently achieved his object.

Bemerkungen zur deutschen Übersetzung

Deutsche Übersetzung (hier ohne die Anmerkungen), ohne Gesellen- und Meistergrad, in:
Karl Christian Friedrich Krause: Die drei ältesten Kunsturkunden der Freimaurerbrüderschaft. 1. Aufl. Dresden 1810, 216-282, 144-214 (darunter 161-165 der Eid), 398-399 (Meistergrad);
Im folgenden benützt:
2. Aufl. Erster Band, erste Abtheilung, 1820, 221-223 (JB), 231-234 (JB), 239-290 (JB);
136-219 der Text (vorwiegend, aber nicht immer) der 108 Fragen und Antworten sowie des Gebets nach der „zweiten Kunsturkunde“ resp. „Three Distinct Knocks“;
darunter 158-163 der Eid.
Zum Meistergrad in der zweiten Abtheilung, 411-412.

Zum Abschnitt „Beschreibung der Ehrenzeichen …“ beim Faksimile von Krauses Werk bei Google books auf Seite 240 das Frontispiz von „Jachin and Boaz“.

Bemerkenswert:
Noch nach 1800 wurden die Zeremonien aus TDK und J&B von deutschen Logen verwendet.
Ignaz Aurelius Fessler berichtet im 3. Band seiner „Sämmtlichen Schriften über Freymaurey“ (1807: „Freymaurerische Briefe aus Kleinwall“) darüber und gibt eine wieder (69-91), die „freylich hier und da verfälscht und verstümmelt“ (70) wurde.
http://digital.bibliothek.uni-halle.de/hd/content/pageview/1593268

Friedrich Ludwig Schröder wird eine Übersetzung zugeschrieben, die anonym und ohne Jahr, Ort und Drucker erschienen ist:
Ältestes Ritual. 1804/06.
Sie enthält die Katechismen für Lehrlinge, Gesellen und Meister.
In seiner „Sammlung von Katechismen“ (1815, 1-44) trägt es den Titel:
Das älteste Ritual, nach welchem noch bis jetzt alle alte englische Logen in Großbrittanien, Asien, Afrika und Amerika arbeiten.


Eine andere, beinahe vollständige dt. Übersetzung stammt von F. K. Schwalbach:
Geschichte des älteren maurerischen Gebrauchtums. Berlin: Stankiewicz 1889, 75-122.
Sie beginnt erst bei der „Einleitung“ (unten: „Ein echter (authentischer) Schlüssel zum Thore der Freimaurerei“), ferner ist das Lehrlingslied (102) ausgelassen. Dafür sind der gesamte Gesellengrad (104-109) und der ganze Meistergrad (110-120) übersetzt, die beide bei Krause fehlen. Umgekehrt fehlen bei Schwalbach am Schluss die kurzen Abschnitte über den Schmuck der Beamten, die Erkennungszeichen und die beim Trinken beobachtete Form.


[ ] Anmerkungen von Krause in eckigen Klammern

Jachin und Boaz,

oder ein authentischer Schlüssel zum Thore der Freimaurerei; sowohl der alten, als der neuzeitigen (neuformigen, modernen); nicht nur für den Unterricht jedes neuaufgenommenen Maurers berechnet, sondern auch für die Belehrung Aller, welche vorhaben, Brüder zu werden; enthaltend:

Krause, 221-223

I. Eine umständliche Erzählung des ganzen Verfahrens der Aufnahme zum Maurer; mit den verschiednen Pflichtleistungen des Lehrlings, des Gesellen und des Meisters; die Gebete; auch Zeichen, Pass-Wort und Griff jedes Grades, nebst der Ceremonie mit dem Kehrwisch und Eimer.

II. Der Gebrauch, die Loge zu eröfnen, und die Zunft (Zunftmänner) an die Arbeit zu stellen.

III. Die Lehrlings-, Gesellen- und Meisterlehrstükke (Lectionen), von Wort zu Wort, sowie sie in allen Logen üblich sind; mit dem bei'm Schlusse jedes Theiles gebräuchlichen Gesange.

IV. Der Ursprung der Maurerei; Beschreibung des Salomon'schen Tempels; Geschichte der Ermordung des Grossmeisters Hiram durch die drei Gesellen; ihre Entdekkung und Bestrafung; das Begräbnis Hiram's auf König Salomon’s Befehl; nebst den fünf Punkten der Genossenschaft (Cameradschaft) usw.

V. Der Feiergebrauch (Ceremonie) der Einsetzung von einzelnen Logen am St. Johannistage. Beschreibung der Ehrenzeichen usw.

VI. Feiergebräuche (Ceremonien), welche bei der Beerdigung eines Maurers gewöhnlich sind.

VII. Ein sicherer und leichter Weg, wie man, ohne sich den erforderlichen Förmlichkeiten zu unterziehen, Einlass in jede Loge erlangen, und vermittelst deren man eine oder zwei Guineen in seiner Tasche behalten kann.

VIII. Wechselgesänge, Oden, Lieder, usw.

Erläutert mit einem schönen Titelkupfer der Ehrenzeichen, Kleinode, und schaubildlichen (emblematischen) Verzierungen, die zur Maurerei gehören, und einem genauen Abrisse der Zeichnung auf dem Fussboden der Loge. Mit vielen eingestreuten Noten und Bewerkungen, welche nöthig sind, um das Ganze zu erklären, und es der schwächsten Fassungskraft deutlich zu machen. Jetzt vermehrt mit einem neuen und genauen Verzeichnis aller englischen regelmässigen Logen in der Welt, nach ihrem alter geordnet, mit der Angabe ihrer Stiftungstage, sowie ihrer Versammlungstage.
Durch einen Gentleman, der Mitglied von der Jerusalem-Loge ist, ein fleissiger Besucher der Logen in Queens Arms, St. Paul’s Church-Yard; in the Horn, in Fleetstreet; in Crown and Anchor, Strand; in Salutation, Newgate Street.

Untersuche mich, prüfe mich

- Eine neue, sehr vermehrte und verbesserte Ausgabe. Newyork, gedruckt für Berry, Rogers und Berry, N. 35, Hannoversquare 1793.

Vorrede zur ersten Ausgabe

Krause, 231-234

An alle Freimaurer.

Der Verfasser der folgenden Blätter hat die Ehre, in den meisten namhaften Logen dieser Hauptstadt wohl angesehen zu sein; er ist ein fleissiger Besucher in Queen's Arms, St. Paul's Church-yard; the Globe, in Fleet-street; the Jerusalem, at Clerkenwell; Halfmoon, Cheapside; Crown and Anchor, in the Strand; Salutation, Grey-Friars; und in verschiedenen andern, weniger bedeutenden.

Ein ernstes Verlangen, ein vollkommner Meister in der Maurerei zu. werden, und der Erfolg, den er bei seinem ersten Versuche hatte, setzt ihn in den Stand, der Welt diese Mysterien zu enthüllen, welche bisjetzt so geheim gehalten worden sind, wie das Grab.

Er erlangte seine Kenntniss zuerst aus einigen zerstreuten Papieren, welche einem Kaufmanne, seinem nahen Verwandten, gehörten, der Mitglied der Loge Queen's Arms, St. Paul's Church-yard, gewesen war. Zehn Jahre nach dem Tode dieses Anverwandten kam der Herausgeber in den Besitz des Nachlasses desselben; und da er Dessen Papiere durchsah, fand er einige Memoranden oder Anmerkungen über Maurerei, welche seine Neugierde so sehr erregten, dass er sich entschloss, seinen Plan auszuführen, ohne durch die von, der Gesellschaft erforderten Feierlichkeiten hindurchzugehen.

Die Anmerkungen seines oben erwähnten Freundes gaben ihm hinreichende Winke, Einen seiner Vertrauten, einen Freimaurer, auszuforschen, welcher ihm bereitwillig das Zeichen auf die erwartete Art gab. Nach einer genauen Untersuchung auf Seiten seines Freundes, zum Beispiel, wo er aufgenommen worden sei und wann? usw. usw. (worauf er durchgängig mit grosser Fertigkeit antwortete,) erhielt er eine Einladung, einen Abend in einem Gasthofe am Strande mit mehren Bekannten zuzubringen. Durch diesen Erfolg beherzt gemacht, ging er kühn mit seiner Gesellschaft vorwärts; sie Alle gehörten zur Loge, und waren dem Ziegeldekker an der Thüre sehr wohl bekannt. Nach der gewöhnlichen Ceremonie, wobei er sich zur völligen Zufriedenheit benahm, wurde er zugelassen und nahm seinen Sitz ein Diese Nacht sah er zwei Maurer machen*, und ging voll Begeisterung weg.
* Machen, der Kunstausdruck, welcher in den Circularen an die Brüder der Loge gebraucht wird, wodurch man ihnen meldet, dass die nächste Nacht neue Mitglieder aufgenommen werden sollen.

Bald darauf besuchte er eine andere Loge, wo er sich sehr bei Beantwortung der vom Meister vorgelegten Fragen auszeichnete, sowie er es aus seines Freundes Abschriften der Lehrling- und Gesellenlectionen gelernt hatte.

Seine Aufmerksamkeit gegen die Gesellschaft, und seine Achtung gegen das Publicum, ist der einzige Beweggrund zu dieser öffentlichen Mittheilung, welche nicht allein die Absicht hat, Die zu unterstützen, welche erst kürzlich aufgenommen worden und noch unwissend geblieben sind über die wahre Grundlage der Kunst, sondern auch Allen, welche Neigung haben, Maurer zu werden, eine leichte Gelegenheit zu verschaffen, die Vortheile und Nachtheile der Verpflichtungen und Eide zu erwägen; welche sie dann binden werden. — Diess ist die Absicht dieser Unternehmung; und der Herausgeber schmeichelt sich, die Brüderschaft werde diese seine Bemühung nicht verdammen; in Betracht, dass sie den Vortheil der Gesellschaft mehr befördert, als ihm schadet; denn die Furcht, die Ceremonie der Aufnahme durchzumachen, welche bisher in so schrecklichen Gestalten vorgestellt worden, ist das grösste Hinderniss ihres zukünftigen Wohles und Wachsthumes.

Des Herausgebers Ehr geiz ist, zugefallen; und das Werk wird hiermit den einzig gültigen Richtern unterworfen, das ist seinen Brüdern, den Freimaurern, welche er um die Erlaubniss bittet, zu erklären, dass nicht häusliche, noch öffentliche Zänkereien, nicht Gewinnsucht, noch irgend ein anderer Beweggrund, als das allgemeine Beste, ihn bewogen haben könnten, über diesen Gegenstand zu schreiben; und er erklärt der Welt, dass Nachstehendes das Ganze der wahren Maurerei in allen ihren Zweigen ist.


[An dieser Stelle kann ich auch am schicklichsten die in JB. [Jachin and Boaz] auf Seite V. und VI. stehende Beschreibung der Ehrenzeichen und bildlichen Figuren mittheilen. Sie beziehen sich auf das in JB. vor dem Titel stehende Frontispiece, welches ich hier ebenfalls in einer getreuen Abbildung beifüge, und zugleich das etwas veränderte Frontispiece der zuvor erwähnten Ausgabe von JB. vom Jahr 1800, zu besserer Vergleichung, daneben setze.]

Beschreibung der Ehrenzeichen und emblematischen (sinnbildlichen) Figuren,

die in der Maurerei gebräuchlich sind, welche das Titelkupfer darstellt.

Krause, 240-244

1. Die beiden Pfeiler, genannt Jachin und Вoaz; der erste bedeutet Stärke, der zweite: aufrichten in dem Herrn.

2. Die aufgeschlagne heilige Bibel, als ein Emblem, dass sie die Regel unsers Glaubens sein soll.

3. Der Zirkel und das Winkelmaass, um unsere Налdlungen gesetzmässig ( rechtwinklig) zu machen, und dieselben innerhalb der gehörigen Grenzen zu erhalten; des Meisters Emblem oder Kleinod, welches er an einem um seinen Hals gelegten Bande herabhangen hat, und jedesmal in eröfneter Loge trägt, sowie bei öffentlichen Versammlungen, Leichenbegängnissen usw.

4. Das Richtscheid (Richtbretchen), des altern Aufsehers Emblem oder Kleinod.

5. Der vierundzwanzigzollige Maassstab (Zollstab), um des Maurers Werk zu messen.

6. Der Schlüssel, des Schatzmeisters Emblem.

7. Das Schwerdt (der Degen), das dem Lehrling auf die nackte linke Brust gesetzt wird.

8. Das Kabeltau, (oder der Strick, ) was zur Zeit der Aufnahme jedem neugemachten Maurer um den Hals gelegt wird.

9. Die Maurerkelle, ein Werkzeug von grossem Gebrauch (Nutzen) unter den Maurern.

10. Der schwere Hammer (runde Klüpel) oder Setzhammer, gebraucht bei'm Baue des Salomon'schen Tempels, des ersten großen Werkes (Hauptwerkes) der Maurerei.

11. Die Bleiwage, oder Setzwage, der Zirkel. und das mit einem Bleilothe versehene Richtscheid, des Jüngern Aufsehers Emblem.

12. Der Spitzhammer, um alle überflüssigen Stükken abzuhauen.

13. Die kreuzweis gelegten Federn, des Schreibers (Secretairs) Emblem;

14. Ein Sarg, mit dem darauf gemalten Bilde des verstümmelten Leichnames Hiram's (des ersten Grossmeisters). Er wurde ermordet durch drei Gesellen, weil er, ihnen das Geheimniss zu entdekken, verweigerte.

15. Das Handbleiloth (Senkblei), um senkrechte Linien zu ziehen.

16. Die in Osten aufgehende Sonne, auf den Meistermaurer lehrbildlich (emblematisch) hindeutend, der in Osten steht, und die Maurer an die Arbeit stellt.

17. Die sieben Sterne, ein sternkundliches Lehrzeichen (Emblem), das sich häufig auf die Schaustükken gestochen findet, welche Maurer tragen.

18. Der Mond, der die Nacht regiert.

19. Die Leuchter, in ein Dreieck gestellt.

20. Die Säulen, deren sich der ältere und jüngere Aufseher in der Loge bedienen.

21. Zwei schwarze Stäbe, vom altern und jüngern Schaffner getragen.

22. Die drei Stufen, und das Pilaster.

23. Der Eingang oder die Halle zum Salomon'schen Tempel.

24. Die Erd- und die Himmelkugel, vorstellend die Werke, der Schöpfung.

25. Eine Maschine, die die Maurer brauchen, um Dreiekke zu bilden.

26. Die breite Regel, (das Lineal,) um das Werk zu messen (vielleicht ein Wagescheid).

27. Die dreisprossige Leiter, in der Maurerei gebräuchlich.

28. Hiram's Zelt.

29. Die weissen Schurzfelle und Handschuhe, Embleme der Unschuld.

30. Das Auge der Vorsehung, des grossen Aufsehers über alle Werke des Weltall, und insbesondere der Maurerei, welche als unter dem unmittelbaren Einflüsse derselben stehend vorgestellt wird.

Das Titelkupfer ist ein Schaustück, den Schaumünzen oder Platten nachgeahmt, welche unter der Brüderschaft gewöhnlich sind. Diese Schaustükken (Schautafeln) sind gewöhnlich von Silber, und einige von ihnen trefflich gearbeitet und geziert, so dass sie zehn bis zwanzig Guineen werth sind. Sie werden an verschiedenfarbigen Bändern um den Hals gehängt, und an ihren öffentlichen Versammeltagen, bei Leichenaufzügen usw. zur Ehre der Zunft getragen. Auf die Rückseite dieser Schaustükken ist's gebrauchlich, des Eigenthümers Wappen oder Namenzug, oder sonst ein demselben gefälliges Merkzeichen (Devise), zu. setzen, und Einige fügen selbst zu den Emblemen andere beliebige Dinge hinzu, welche mit der Maurerei einige Verwandtschaft haben.

Die Leuchter usw. sind in einigen Logen kunstreich gearbeitet; der Stuhl, worin der Grossmeister sitzt, so gut als die der Meister von untergeordneten Logen, sind reichlich mit lehrbildlichen Zeichnungen (emblemalischen Figuren) in erhabner Arbeit versehn; ihre Schurzfelle sind mit Bändern von verschiedenen Farben umgebunden; kurz, Alles, was sie um sich haben, ist im feinsten Geschmack gearbeitet.


Ein echter (authentischer) Schlüssel zum Thore der Freimaurerei.

Krause, 245-278

Der Ursprung a) der Gesellschaft der sogenannten Freimaurer soll, wie Einige sagen, eine gewisse Anzahl Männer gewesen sein, die den Entschluss fassten, den Salomon'schen Tempel wieder aufzubauen. Diess erhellet aus der Lection, oder vielmehr aus der Geschichte des Ordens, (welche) bei der in folgendem Werke vollständig beschriebenen Aufnähme oder Beförderung eines Mitgliedes in den Meistergrad (vorgetragen wird), Doch ich bin geneigt, zu denken, dass die Hauptabsicht dieser Stiftung ist: das Herz zu verbessern, den Geist (Verstand) zu bilden, Sittlichkeit und die geselligen Tugenden der Leutseligkeit (Humanität, Menschlichkeit), Wohlanständigkeit und. guten Ordnung soviel als möglich in der Welt zu befördern; und Einige von den Lehrzeichen (Emblemen) der Freimaurer bestätigen wirklich diese Meinung, zum Beispiel der Zirkel, das Richtscheid, das Winkelmaass, usw.

In allen Ländern, wo bisjetzt Maurerei geübt wird oder eingeführt ist, befindet sich ein Grossmeister; aber ursprünglich gab es nur einen Grossmeister, und dieser war ein Engländer. Lord Petre ist's, dem man jetzt diese Würde verliehen hat, welcher alle Logen in Grossbritanien regiert, und die Macht hat, die Constitutionen und Gesetze der Gesellschaft den Meistern, die den untergeordneten Versammlungen vorsitzen, auszuhändigen, welche Constitutionen jederzeit von dem Grosssecretair des Ordens unterzeichnet sein müssen.

Der Grossmeister kann eine Versammlung oder Loge halten, wenn er es für gut findet; Welches gewöhnlich der zweite Sonnabend jedes Monats im Sommer ist; im Winter aber öfter.

Die andern Logen versammeln sich, der Regel nach, zweimal des Monats im Winterhalbjahre, und einmal des Monats im Sommerhalbjahre; und die Mitglieder jeder Loge bezahlen quartalweise -von 3 Schillings б Pence bis 5 Schillings (1 Thlr. 4 Gr. bis 1 Thlr. 16 Gr.) an den Schatzmeister; und damit werden insgemein die Kosten ihrer Versammlungen bestritten.

Es werden auch vierteljährige gemeinsame Berathschlagungen oder Zusammenkünfte gehalten, bei welchen der Meister und die Aufseher jeder regelmässig eingesetzten (constituirten) Loge in und nahe bei London zugegen sind, wo die einzelnen Logen durch die erwähnten Aufseher verschiedene Geldsummen an den Generalschatzmeister zahlen lassen, welche zu irgend einem mildthätigen Gebrauche bestimmt werden, den der Grossmeister und die Meister der einzelnen unter ihm stehenden Logen für gut befinden; aber diese Wohlthaten beschränken sich hauptsächlich bloss auf Maurer. Solche, welche gute Empfehlungen in Ansehung ihres Betragens und ihrer Denk - und Sinnesart haben, werden mit 5, 10 oder 20 Pfund unterstützt: auch werden kleinere Summen an bedürftige Brüder vertheilt, nach Verhältniss ihres Bedürfnissee und der Anzahl Jahre, welche sie Mitglieder gewesen sind. An diese vierteljährigen Zusammenkünfte (Quartalversammlungen) werden gleichfalls bedeutende Summen von Logen der entferntesten Länder der Erde gesendet, z. В. aus Ost- und Westindien, und Nachrichten über das dortige Wachsthum der Maurerei eingeschickt. Auch wird der Zustand der Fonds der Gesellschaft dieser Versammlung vorgelegt, und die Berathschlagungen jeder Zusammenkunft vom Secretair niedergeschrieben, welcher sie dann bei der jährlichen Zusammenkunft dem Grossmeister vorlegt.

Die Anzahl der Brüder, welche eine Loge ausmachen, ist unbestimmt; aber es wird keine Loge gehalten, wenn nicht ein Meister, drei Gesellen und zwei Lehrlinge zugegen sind.

Wenn eine Loge versammelt ist, so sind es zwei oberste Beamte unter dem Meister, der ältere und der jüngere Aufseher (Pfleger) genannt, deren Geschäft es ist, darauf zu sehen, dass man sich streng an die Gesetze der Gesellschaft halte, und dass vom Grossmeister ertheilten Befehle regelmässig befolgt werden.

Es muss bemerkt werden, dass das Ansehen eines Meisters, obgleich des Ersten in der Loge, doch nicht weiter reicht, als er selbst ein Beobachter der Gesetze ist; sollte er sie verletzen, so ermangeln die Brüder nicht, ihm desshalb einen Verweis zu geben; und wenn Diess ohne Wirkung bleibt, so haben sie die Macht, ihn abzusetzen, wenn sie zuvor an den Grossmeister appellirt, und die Gründe ihres Verfahrens angezeigt haben; doch schreiten sie selten zu diesem Aüssersten.

Ohne Zweifel wünscht der Leser, mit jedem Umstände der Feierlichkeit (Ceremonie) der Aufnahme zum Maurer bekannt zu werden; daher will ich mit folgenden Nachweisungen den Anfang machen und dann regelmässig in Beschreibung alles Dessen fortfahren, was noch weiter die Maurerei angeht.

Wer Verlangen trägt, Freimaurer zu werden, muss sich mit einem Mitgliede irgend einer guten Loge bekannt zu machen suchen, der ihn als Suchenden (Candidaten) zur Aufnahme für den nächsten Abend, an dem Loge gehalten wird, vorschlagen könne. Der Bruder, der ein neues Mitglied vorschlägt, ist seinerseits verpflichtet, die Brüder davon zu unterrichten, dass der Suchende (Candidat) die erforderlichen Eigenschaften habe. Dann wird berathschlaget, ob er aufgenommen werden soll, oder nicht. Wenn es nun bewilligt wird, so ist der nächste Schritt, der zu thun ist, den kommenden Logenabend mit Dem (hin) zu gehen, von dem man vorgeschlagen worden.

Wenn der Abend gekommen ist, an dem Loge gehalten werden soll, welche gewöhnlich des Winters um sieben und des Sommers um neun Uhr beginnt, sowie es den Brüdern zuvor angesagt worden: sо sind die Maurer pünktlich bei rechter Zeit da, und es trift sehr oft, dass die ganze Loge, von 50 bis 60 Personen, in einer haben Stunde versammelt ist.

Der Meister, seine beiden Beistände, der Schreiber (Secretair) und der Schatzmeister machen damit den Anfang, dass sie ein blaues Band, in Gestalt eines Dreiekkes, um ihren Hals hängen. An dem Bande des Meisters hangt ein Richtscheid und ein Zirkel; der in einigen Logen von Gold ist, in andern aber bloss vergoldet: die Beistände, der ältere und jüngere Aufseher, und die übrigen Beamten tragen allein den Zirkel.

Die Kerzen werden, in Gestalt eines Dreiekkes, auf die Tafel gesetzt: und in den besten Logen sind die Leuchter mit lehrzeichenlichen Darstellungen (emblematischen Figuren) in feiner erhabner Arbeit verziert. Jeder Bruder hat einen Schurz von weissem Leder um, und die Bänder sind auch von Leder, obgleich Einige vorziehen, sie mit Bändern von verschiedenen Farben zu schmükken. An feierlichen Tagen, z. В. bei den vierteljährigen Berathschlagungen, oder bei allgemeinen Versammlungen, sind die Schurzfelle der Grossbeamten fein verziert; auch tragen sie dann Zirkel und Richtscheid als die Kennsinnbilder (Embleme) des Ordens.

Wenn sie sich an- die Tafel setzen: so ist des Meisters Platz in Osten; die Bibel liegt offen vor ihm, auf ihr der Zirkel, dessen Spitzen mit einem Winkelmaass aus Franzosenholz oder Buxbaum bedeckt sind; und der ältere und jüngere Aufseher ihm gegenüber in Westen und Süden. Auf der Tafel steht auch Wein, Punsch usw., um die Brüder damit zu bewirthen, die ihre Plätze nach ihrem Alter einnehmen. Wenn sie sich also gesetzt haben: so schreitet der Meister wenige Minuten darauf zur Eröfnung der Loge, auf folgende Weise.

Wie die Loge zu öfnen ist, um die Männer an die Arbeit zu stellen

Die Art und Weise, eine Loge zu öfnen, und die Männer an die Arbeit zu stellen.

Für eine andere Übersetzung siehe:
Ältestes Ritual. 1805/06 (Friedrich Ludwig Schröder zugeschrieben), 5-7


Der Meister zu dem jüngern Schaffner. Was ist die erste Sorge eines Maurers? Antw. Darauf zu sehen, dass die Loge gedeckt ist.
Der Meister. Ich bitte, thut Eure Schuldigkeit!
(Der jüngere Schaffner thut 3 Schläge an die Thüre, und der Ziegeldekker an der äusseren Seite der Thüre antwortet durch 3 Schläge. Dann meldet es der jüngere Schaffner dem Meister, und sagt.
Antw. Ehrwürdiger die Loge ist gedeckt.
Der Meister zum jüngern Schaffner. Sagt, wo ist des jüngern Schaffners Platz in der Loge?
Antw. Hinter dem Rükken des altern Aufsehers; oder zu seiner rechten Hand wenn er es ihm erlaubt.
Meist. Was ist dort Euer Geschäft?
Antw. Botschaften von dem ältern Aufseher zu dem jüngern zu bringen, damit sie rund herum in der Loge verbreitet werden.
Meister zum ältern Schaffпег. Sagt, wo ist des ältern Schaffners Platz in der Loge?
Antwort des altern Schaffners. Hinter dem Rükken des Meisters, oder zu seiner rechten Hand, wenn er es ihm erlaubt.
Meist. Was ist dort Euer Geschäft?
Antw. Botschaften von dem Meister zu dem ältern Aufseher zu bringen.
Meist. Des jüngern Aufsehers Platz in der Loge ?
Antwort des Schaffners. In Süden.
Der Meister zum jüngern Aufseher. Warum in Süden?
Antwort des jüngern Aufsehers. Um die Sonne desto besser beobachten zu können, wenn sie gerade im Mittag stehet, damit er die Männer von der Arbeit zur Erholung rufe, und darauf sehe, dass sie zu rechter Zeit wieder kommen, auf dass der Meister Vergnügen und Vortheil davon habe.
Meist. Wo ist des ältern Aufsehers Platz in der Loge?
Antw. des jüngern Aufsehers. In Westen.
Der Meister zum altern Aufseher. Was ist dort Euer Geschäft, Bruder?
Antwort des ältern Aufsehers. Wie die Sonne in Westen sich senkt, um den Tag zu beschliessen, also steht der ältere Aufseher in Westen, um die Loge zu schliessen, den Männern ihren Lohn zu bezahlen und sie von ihrег Arbeit zu entlassen.
Meist. Des Meisters Platz in der Loge?
Antw. des ältern Aufsehers. In Osten.
Meist. Sein Geschäft allda?
Antwort des ältern Aufsehers. Wie die Sonne in Osten. aufgeht, um den Tag zu eröfnen, also steht der Meister in Osten, um seine Loge zu eröfnen, und die Männer an die Arbeit zu stellen.

(Dann nimmt der Meister seinen Hut ab, und erklärt die Loge für eröfnet, wie folgt:)
Meist. Diese Loge ist offen, im Namen des heiligen St; Johannes; ich verbiete alles Fluchen, Schwören, oder Flüstern, und alle profane (ungeweihte) Gespräche, von welcher Art sie sein mögen, unter keiner geringern Strafe, als welche die Mehrheit für gut finden wird.
Der Meister thut drei Schläge auf die Tafel mit einem hölzernen Hammer, und bedeckt sein Haupt; die Brüder bleiben unbedeckt. Er fragt dann: ob der Herr (Gentleman), der am letzten Logen-Abend vorgeschlagen worden, zur Aufnahme bereit sei? und wenn ihm hierauf bejahend geantwortet wird, sо schickt er die Aufseher hinaus, um denselben vorzubereiten, welcher gemeiniglich in einem von dem Logensaale etwas entfernten Zimmer wartet, ganz. für sich allein, indem er von seinem Freunde, der ihn vorgeschlagen hatte, daselbst zurückgelassen worden war. Er (der Aufzunehmende) wird in ein anderes Zimmer geführt, welches völlig dunkel ist; alsdann fragt man ihn: ob er sich des bestimmten, erforderlichen Berufes, aufgenommen zu werden, bewusst sei? Antwortet er: „Ja," so befragt man ihn um seinen Tauf- und Zunamen, und um seinen Berufstand. Wenn er diese Fragen beantwortet hat: so nimmt man ihm alles Metallene ab, was er nur immer an sich trägt, als: Schnallen, Knöpfe, Ringe usw., and selbst das Geld in seiner Tasche. Dann entblössen sie sein rechtes Knie, stellen seinen linken beschuheten Fuss in, einen Pantoffel, verbinden ihm die Augen mit einem Taschentuche, und überlassen ihn etwa eine halbe Stunde lang seiner Selbbetrachtung. Auch wird diess Zimmer innen und aussen von einigen Brüdern bewacht,. welche gezogene Schwerdter in ihren Händen haben. Die Person, welche den Suchenden vorgeschlagen hat, bleibt bei ihm in diesem Zimmer; aber sie dürfen nicht zusammen sprechen.

Während dieser Stille, und indess der Suchende sich vorbereitet, bringen die Brüder alles zu seiner Aufnahme Erforderliche in der Loge in Ordnung; sie zeichnen, zum Beispiel, nachstehende Figur an den Fussboden in dem obern Theile des Zimmers. Diess geschieht gemeiniglich mit Kreide, die mit Holzkohle vermischt ist; doch bedienen sich auch einige Logen schmalen Bandes und kleiner Nägel, um die Figur zu bilden; wodurch man jede Spur und allen Schmutz am Fussboden verhütet Sie wird von Osten nach Westen gezeichnet. Der Meister steht in Osten; das Winkelmaass hängt auf seiner Brust herab; die heilige Bibel ist bei dem Evangelium St. Johannis eröfnet, und drei brennende Kerzen werden in Gestalt eines Dreiekkes hinein in die Zeichnung am Fussboden gesetzt.

[Da die in JB. und K. [Three Distinct Knocks] gegebnen Abbildungen, obzwar im Wesenlichen übereinstimmend, doch in manchen Punkten voneinander abweichen; so habe ich sie hier, nebeneinandergestellt, treu nachbilden lassen.]

Umriss der Zeichnung am Fussboden bei der Aufnahme eines Maurers
aus Jachin and Boaz

A. Der ältere Schaffner, mit einem schwarzen Maassstabe.
B. Der vorige Meister, mit der Sonne und dem Zirkel und einem Gebund Stricke (Schnuren).
C. Der ältere Aufseher, mit der Wasserwaage, und einer Säule in der Hand.
D. Der jüngere Schaffner, mit einem schwarzen Maassstabe.
E. Der jüngere Aufseher, mit einer Säule in der Hand.
F. Der Secretair, mit den über's Kreuz gelegten Federn.
G. H. I. Kerzen.
* Maurer, welche bei der Ceremonie rings umher sitzen.


[Nun beschreibt JB. die Aufnahme folgendergestalt.]

Der Vorschlagende geht nun und klopft dreimal an die Thüre des grossen Zimmers, worin der Feiergebrauch vor sich gehen soll. Der Meister antwortet innen durch drei Schläge mit dem Hammer, und der jüngere Aufseher fragt: „Wer kommt da?“ Der Suchende antwortet: (indem er einem Andern nachspricht, der es ihm vorsagt;) „Einer, der da Theil zu haben bittet an der Wohlthat dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten, Loge, sowie viele Brüder und Genossen es vor mir gethan haben."
Die Flügel der Thüre werden nun geöfnet, und der ältere und jüngere Bruder Aufseher, oder ihre Beistände, nehmen ihn in Empfang, Einer zur Rechten, der Andere zur Linken, und führen ihn mit verbundenen Augen dreimal rund um die Zeichnung am Fussboden, und bringen ihn hinan bis an das untere Ende (an den Fuss) derselben, mit dem Gesichte nach dem Meister gekehrt, indess die Brüder an beiden Seiten aneinander treten, und ein verworrenes Geräusch machen, indem sie an die Ehrenkennzeichen des Ordens schlagen, die sie in ihren Händen tragen,

Wenn dieser Theil der Feierlichkeit geendet ist; so thut der Meister, der am obern Ende, dem Fusse oder den Stufen der Zeichnung am Fussboden gegenüber, hinter einem niedrigen Armstuhle steht, folgende Frage: „Habt ihr Verlangen, ein Maurer zu werden? und wollt ihr es aus eignem freiem Willen?" Hierauf antwortet der Suchende mit „Ja;" und der Meister sagt: „Lasst ihn das Licht sehen!" Sodann nehmen sie ihm das Taschentuch von den Augen; und während sie Das thun, bilden die Brüder einen Zirkel um ihn, und halten ihre entblössten Schwerdter in der Hand, mit den Spitzen auf seine Brust gerichtet. Die Verzierungen, welche die Beamten tragen, der Glanz der Schwerdter, und das fantastische Aussehen! der Brüder mit weissen Schurzfellen machen eine grosse Überraschung, zumal bei einer Person, welche man mit einer Binde vor den Augen fast eine Stunde lang ermüdet hat; und die Ungewissheit, Was nun weiter bei der Aufnahme mit ihr vorgehen werde, muss ohne Zweifel das Gemüth derselbe« in grosse Verwirrung bringen , Hierauf lässt man den Suchenden mit drei Schritten, sich einem Schemel nähern, der am Fusse des Armstuhles steht. Einer von den Beiständen lehrt ihn diese Schritte auf eine eigne Weise thun. Auf dem Schemel liegen Richtscheid und Zirkel; und Einer von den Brüdern redet ihn folgendermassen an: „Ihr tretet nun in eine achtbare Gesellschaft, welche ernster und wichtiger ist, als Ihr Euch vorstellt. Sie lässt Nichts zu, was gegen das Landesgesetz, gegen die Religion oder gegen die guten Sitten ist; noch gestattet sie irgend Etwas, was mit der Unterthanenpflicht, die wir Sr. Majestät schuldig sind, nicht bestehen kann. Der ehrwürdige Grossmeister wird Euch das Übrige lehren.

Sobald der Sprecher seine Anrede geendet hat, so verlangt man von dem Suchenden, sein rechtes Knie auf den Schemel zu setzen, welches, wie oben erwähnt, entblösst ist; und sein linker Fuss wird, sammt dem Schuh, in einen Pantoffel gesetzt, oder der Schuh am Fersenleder niedergetreten, dass er einen Pantoffel vorstellt.

Während der Suchende in dieser Stellung ist, redet ihn der ehrwürdige Grossmeister folgendermassen an: „Versprecht Ihr, die Geheimnisse der Freimaurerei und der Freimaurer niemals auf irgend eine Art zu sagen, zu schreiben oder zu eröfnen, ausser einem Bruder in der Loge, und in Gegenwart des ehrwürdigen Grossmeisters?"
Hierauf sagt der Suchende: „Ich verspreche es."
Sodann wird seine Weste aufgeknöpft, und die eine Spitze eines Zirkels, den er selbst in seiner linken Hand hält, auf seine entblösste linke Brust gesetzt; er legt seine rechte Hand auf das Evangeliumbuch, das bei'm Evangelium St. Johannis aufgeschlagen ist Nun wird ihm folgender Eid vorgesagt, den er dem Meister nachspricht:

[Die feierliche Verpflichtung (oder der Eid) des Maurers]

Ich, А. В., nach meinem eignen freien Willen und Einstimmung, und in Gegenwart des allmächtigen Gottes und dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten Loge, schwöre hierdurch und hiermit feierlich und aufrichtig, dass ich in alle Wege hehlen, verbergen und nimmer entdekken will irgend Eine von den geheimen Mysterien der Freimaurerei, welche mir jetzt oder irgend einmal in Zukunft anvertraut werden mag, ausgenommen an einen treuen und gesetzmässigen Bruder, oder in einer gerechten und gesetzmässigen Loge von Brüdern und Kunstgenossen, den oder die ich als solche befinde, nach gehöriger Prüfung und Ausforschung. Weiter schwöre ich, dass ich dasselbe nicht schreiben, drukken, schneiden, mahlen, färben oder stechen will, noch Ursache sein, dass es geschehe, auf irgend ein bewegliches oder unbewegliches Ding unter dem Gewölbe des Himmels, wodurch es könnte lesbar oder verständlich werden, oder durch den geringsten Schein des Zugs eines Buchstabens, wodurch die geheime Kunst ungesetzlich erlangt werden könnte.
Alles Diess schwöre ich mit dem festen und unerschütterlichen Entschluss, es zu halten, ohne allen Wankelmuth, inneren Vorbehalt, oder was immer für eine selbstersonnene Ausflucht; unter keiner geringeren Strafe, als dass mir mein Hals durchschnitten, meine Zunge bei der Wurzel ausgerissen, und diese vergraben werde im Sande des Meeres bei niedrigem Wasserstande, ein Cabeltau weit vom Ufer, wo Ebbe und Fluth zweimal in 24 Stunden darüber geht. So helfe mir Gott und erhalte mich standhaft in dieser meiner Lehrlingsverpflichtung!
(Er küsst das Buch.)


Das neu aufgenommene Mitglied wird nun in Zeichen, Griff und Passwort des Lehrlings unterrichtet; Welches man deutlicher in folgender Lection, die zu dieser Аbtheilung der Maurerei gehört, erklärt finden wird.

Auch lehrt man ihn den Schritt, oder wie er sich dem Meister nahen soll, über die Zeichnung am Fussboden weg, die in einigen Logen einem grossen Gebäude gleicht, welches der Mosaikpalast genannt, und mit der grössten Genauigkeit entworfen wird. Auch zeichnen sie noch andere Figuren; eine davon wird die geschnürte Franze, und die andere der mit Sternen besetzte Thron genannt. Auch ist darauf eine senkrechte Linie, in Gestalt eines Maurerinstruments, welches gewöhnlich das Bleiloth (Senkblei) heisst, vorgestellt; noch eine andere Figur stellt Hiram's Grab vor, des ersten Grossmeisters, der vor beinahe 3000 Jahren gestorben ist.
Diese Figuren erklärt man ihm auf's Genaueste, und die Zierathen oder Embleme des Ordens werden ihm mit grosser Geläufigkeit beschrieben.
Wenn nun so die Feierlichkeit beendigt ist; so ist der Neuaufgenommene verbunden, einen Kehrwisch, aus. einem zu dieser Absicht bereit gehaltnen Eimer mit Wasser zu. nehmen, und die Zeichnung am Fussboden auszuwischen, im Fall sie mit Kreide und Kohle gemacht war. Nunmehr wird er zurückgeführt und mit Allem, wovon man ihn vorher entkleidet hatte, wieder angethan; und er nimmt nun seinen Sitz zur rechten Hand des Meisters. Auch erhält er ein Schurzfell, das er anlegt, sowie ihm auch das Verzeichnis der Logen gegeben wird.

Nun wünschen die Brüder dem neuaufgenommenen Mitgliede Glück, und Аlle wenden sich wieder zur Tafel, um sich zu erquikken; worauf der Meister eine Gesundheit auf den jungen Bruder ausbringt, welche mit dem grössten Beifallklatschen von allen Anwesenden getrunken wird, während der neue Maurer sitzen bleibt. Sodann ergreift er, nach der Anwesung eines Bruders, das volle Glas, und trinkt: „Auf das Wohlsein des ehrwürdigen Grossmeisters, des älteren und jüngeren Aufsehers und aller übrigen Beamten und Mitglieder, der Loge! Ich wünsche, dass ihnen alle ihre öffentlichen und eignen Unternehmungen für die Maurerei überhaupt, und für diese Loge insbesondere, wohl gelingen mögen, und bitte um ihren Beistand.“
Hierauf erwiedern sie, „sie wollen ihm beistehen.“
Nachdem er nun getrunken hat, zieht er das Glas, von sich ab und bringt es dreimal zurück; dann setzt er es auf die Tafel nieder; und alle Übrige thun in genauester Ordnung Dasselbe. Diess nennen sie Feuern. Dann klatschen sie neunmal in die Hände in drei Absätzen, so. dass sie eine kleine Weile zwischen jedem anhalten.

Da nun der Leser so weit geführet worden ist; so ist es hohe Zeit, die Lehrlinglection hier beizubringen, welche nicht nur beabsichtiget, ihn angenehm zu unterhalten, sondern ihn auch über die Abtheilung, worein er eben getreten ist, zu belehren. Die Fertigkeit, womit viele Brüder die Fragen beantworten, giebt dem Orden einen neuen Glanz, indem die Brüder miteinander wetteifern, Wer von ihnen am meisten zur Unterweisung ihres neuen Bruders beitragen könne.

Des neuaufgenommenen Lehrlings Lection

Krause gibt hier, Seiten 136-219, den Text (vorwiegend, aber nicht immer) der 108 Fragen und Antworten sowie des Gebets nach „Three Distinct Knocks“ wieder. Die Abweichungen zu JB sind minim.

Für eine andere Übersetzung der 108 Fragen und Antworten siehe:
Ältestes Ritual. 1805/06 (Friedrich Ludwig Schröder zugeschrieben), 7-27


[Des angetretenen Lehrlings Lehrstück (Lection)
In JB. steht hier folgende Anmerkung unter dem Texte: „Der Leser wird zu bemerken gebeten, dass ich hier das Ganze der Lectionen gebe, so wie es in der ursprünglichen Zeit (durch Hersagen ) überliefert wurde; aber die modernen Maurer lassen davon wenigstens die Hälfte weg.“
Diese Anmerkung muss man wohl bedenken, um das alte Lehrfragstück, sowie es hier mitgetheilt wird, gehörig zu würdigen, und darin das Alte vom Neuen zu scheiden.]

Meister. Bruder, ist Etwas zwischen Euch und mir?
Antwort. Ja, Ehrwürdiger.
2. M. Was ist es, Bruder?
A. Ein Geheimnis.
3. M. Was ist diess Geheimniss, Bruder?
A. Maurerei.
4. M. Also seid Ihr, wie ich vermuthe, ein Maurer?
A. Dazu bin ich unter Brüdern und Genossen auf- und angenommen worden.
5. M. Ich bitte, was für ein Mann muss ein Maurer sein?
A. Ein Mann, von einem freien Weibe geboren.
6. M. Wo wurdet Ihr zuerst vorbereitet, um zum Maurer gemacht zu werden?
A. In meinem Herzen.
7. M. Wo wurdet Ihr dann zunächst vorbereitet?
A. In einem Zimmer nahe an der Loge.
8. M. Wie wurdet Ihr vorbereitet, Bruder?
A. Ich war weder nakkend, noch bekleidet, weder barfuss, noch beschuhet; alles Metalls beraubt; mit verbundenen Augen; mit einem Strick um den Nakken, woran ich zur Thüre der Loge geleitet wurde, in einer haltend-beweglichen Stellung; an der Hand eines Freundes, den ich in der Folge für einen Bruder erkannte.
9. M. Wie konntet Ihr wissen, dass es eine Thüre war, da Euch die Augen verbunden waren?
A. Weil ich ein Hindernis, und hernach Zutritt, oder Einlass (Zulass,) fand.
10. Wie erlangtet ihr Einlass?
A. Durch drei deutliche Schläge.
11. M. Was wurde Euch von innen gesagt?
A. Wer kommt da?
12. M. Und Ihr antwortetet, Bruder?
A. Einer, der Theil zu haben und zu erhalten bittet an der Wohlthat dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten Loge; wie viele Brüder und Genossen vor mir gethan haben.
13. M. Wie (wodurch) hoffet Ihr Diess zu erlangen?
A. Dadurch, dass ich frei geboren bin, und einen guten Ruf habe.
14. M. Was wurde hierauf zu Euch gesagt?
A. Tretet herein! (
15. M. Wie tratet Ihr herein, und woran?
A. An der Spitze eines Schwerdts, oder Speers, oder sonst eines kriegerischen Werkzeuges (Instrumentes), das man auf meine entblösste linke Brust setzte.
16. M. Was wurde hierauf zu Euch gesagt?
A. Ich wurde gefragt, ob ich Etwas fühle.
17. M. was war Eure Antwort?
A. Ich fühle wohl etwas, könne aber Nichts sehen.
18. M. Ihr habt mir erzählt, wie Ihr empfangen wurdet; sagt mir, Wer empfing Euch?
A. Der jüngere Aufseher (Pfleger).
19. Was nahm er mit Euch vor?
A. Er übergab mich dem Meister, der mir hiess, niederzuknien und die Wohlthat eines Gebetes zu empfangen.

Brüder, lasst uns beten.
O Herr Gott, du grosser und allgemeiner Mason (Baumeister) der Welt, du erster Bildner des Menschen, dass er wie ein Tempel sei; sei mit uns, O Herr, wie du versprochen hast, wenn Zwei oder Drei in deinem Namen versammelt sind, so wollest du mitten unter ihnen sein. Sei mit uns, о Herr; und segne alle unsere Unternehmungen, und verleihe, dass dieser unser Freund ein treuer Bruder werden möge! Lass Gnade und Friede an ihm vervielfältiget sein, durch die Erkenntniss unseres Herrn Jesus Christus: und verleihe, о Herr, dass, sowie er die Hand ausstreckt nach deinem heiligen Worte, er sie auch ausstrecken möge, um einem Bruder zu dienen, (wenn es nicht ihm selbst oder seiner Familie verderblich ist;) damit wir, vermöge der grossen und werthvollen (theuren) Verheissungen, die du uns gemacht hast, Theilhaber deiner göttlichen Wesenheit werden, wann wir der Verderbniss entgangen sind, die durch die Lust in die Welt gekommen ist. O Herr Gott, gieb zu unserem Glauben Tugend, zur Tugend Erkenntnis, zur Erkenntnis Mässigung, zur Mässigung Klugheit, zur Klugheit Geduld, zur Geduld Frömmigkeit, zur Frömmigkeit Bruderliebe, und zur Bruderliebe allgemeine Liebe; und verleihe, o Herr, dass Maurerei gesegnet sei durch alle Welt, und dein Friede über uns sei, о Herr; und verleihe, dass wir Alle vereint sein (vereinleben) mögen wie Einer, durch unsern Herrn Jesus Christus, der da lebet »und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen.

20. M. Nachdem Ihr diess Gebet empfangen hattet, was wurde dann zu Euch gesagt?
A. Ich wurde gefragt, auf Wen ich mein Vertrauen setze.
21. M. Und Ihr antwortetet, Bruder?
A. In Gott.
22. M. Was wurde zunächst zu Euch gesagt?
A. Ich wurde bei der rechten Hand genommen, und ein Bruder sagte: Steht auf, und folgt Eurem Führer, und fürchtet keine Gefahr!
2З. M. Was wurde nach diesem Allen mit Euch vorgenommen?
A. Ich wurde dreimal rund um die Loge geführt.
24. M. Wo traft Ihr auf den ersten Widerstand?
A. An dem Rükken des jüngern Aufsehers (Pflegers) in Süden, woran ich ebenso mit drei Schlägen anklopfte, als an die Thüre.
25. M. Welche Antwort gab er Euch?
A. Er sagte: Wer kommt da?
26. M. Eure Antwort?
A. Dieselbe, wie an der Thüre: Einer, der Theil zu haben und zu erhalten bittet an der Wohlthat dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten Loge; wie viele Brüder und Genossen vor mir gethan haben.
27. M. Wo traft Ihr auf den zweiten Widerstand?'
A. An dem Rükken des älteren Aufsehers in Westen,' wo ich Dasselbe, wie an der Thüre, wiederholte. Er sagte: Wer kommt da? Einer, der Theil zu haben und zu erhalten bittet an der Wohlthat dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten Loge; wie viele Brüder und Genossen vor mir gethan haben.
28. M. Wo traft Ihr auf den dritten Widerstand?
A. An dem Rükken des Meisters in Osten, wo ich: Dasselbe wiederholte, was zuvor.
29. M. Was machte der Meister mit Euch?
A. Er schickte mich zurück zum ältern Aufseher in Westen, um Unterweisungen zu empfangen.
30. M. Welches waren die Unterweisungen, die er Euch gab?
A. Er liess mich einen Schritt auf die erste Stufe eines rechtwinkligen länglichen Vierekkes thun, das linke Knie bloss und gebogen, meinen Leib aufrecht, indem mein rechter Fuss einen rechten Winkel bildete, meine entblösste rechte Hand auf der heiligen Bibel ruhte, worauf das Winkelmaass und der Zirkel lagen, und meine linke Hand dieselbe unterstützte; wo ich dann die feierliche Verpflichtung (oder den Eid) des Maurers ablegte.
31. M. Könnt Ihr mir diese Verpflichtung hersagen?
A. Ich will es mit Eurer Hülfe versuchen, Ehrwüdiger.
32. M. Steht auf und beginnt!

[Hier kommt erneut die Verpflichtung.]

NB. Nach dieser Verpflichtung trinken sie einen Toast dem Herzen, das verhehlt, und der Zunge, die nimmer erzählt (entdeckt). Der Meister im Stuhle bringt ihn aus, und sie Alle sprechen Diess nach, und ziehen ihre Gläser an ihren Hälsen vorbei, wie zuvor gesagt.

33. M. Nun, Bruder, als Ihr diese Verpflichtung übernommen hattet, Was wurde Euch dann zuerst gesagt?
A. Ich ward gefragt, Was ich am meisten verlangte.
34. M. Was war Eure Antwort?
A. Zum Lichte gebracht zu werden.
35. M. Wer brachte Euch zum Lichte?
A. Der Meister und die übrigen Brüder.
36. M. Als Ihr nun so zum Lichte gebracht worden waret, welches waren die erstem Dinge, die Ihr sahet?
A Die Bibel, das Winkelmaass und der Zirkel.
З7. Meister. Was sagte man Euch, dass sie bedeuten?
A. Drei grosse Lichter (Groslichter) in der Maurerei.
38. M. Erkläret sie, Bruder!
A. Die Bibel, um unsern Glauben zu regieren und zu leiten; das Winkelmaass, um unsere Handlungen gesetzmässig zu machen; der Zirkel, um uns innerhalb der gehörigen Grenzen, mit allen Menschen, insonderheit mit einem Bruder, verbunden zu erhalten.
39. M. Was waren die nächsten Dinge, die Euch gezeigt wurden?
A. Drei Kerzen, von denen man sagte, sie wären drei kleinere Lichter (Kleinlichter) in der Maurerei.
40. M. Was stellen sie vor?
A. Die Sonne, den Mond und den Meister-Maurer.
41. M. Warum Diess, Bruder?
A. Die Sonne regiert den Tag, der Mond regiert die Nacht, und der Meister-Maurer seine Loge, oder sollte es wenigstens.
42. M. Was wurde dann mit Euch vorgenommen?
A. Der Meister nahm mich bei der rechten Hand und gab mir den Griff und das Wort eines neuaufgenommenen Lehrlings, und sprach: Stehet auf, mein Bruder JACHIN!

[In der ersten Auflage von JB von 1762 ist das Wort, auch später, BOAZ.]

NB. Zuweilen, zeigen sie Euch das Zeichen, ehe sie den Griff und das Wort geben; diess ist JACHIN: es ist des angetretenen Lehrlings Wort, und der Griff, der dazu gehört, ist folgender. - Man drückt mit dem Nagel des Daumen der rechten Hand auf das erste Gelenk der rechten Hand des Bruders.

43. M. Habt Ihr diesen Griff und dieses Wort erhalten, Bruder?
A. Ja, ich habe es erhalten, Ehrwürdiger.
44. M. Gebt es Eurem nächsten Bruder!

NB. Dann nimmt er seinen nächsten Bruder bei der rechten Hand und giebt ihm Griff und Wort, wie zuvor beschrieben; dann sagt dieser zum Meister: Es ist richtig.

Nach folgender Probe.
Der 1ste Bruder giebt ihm den Griff.
Der 2te Bruder sagt: Was ist das?
Der 1ste Br. Der Griff eines angetretnen Lehrlings.
Der 2te Br. Hat er einen Namen erhalten?
Der 1ste Br. Ja.
Der 2te Br. Wollt Ihr mir ihn geben?
Der 1s te Br. Ich will ihn mit Euch buchstabenweis ansagen, oder ihn halbiren.
Der 2te Br. Ich will ihn mit Euch halbiren.
Der 1ste Br. Beginnet!
Der 2te Br. Nein, beginnt Ihr zuerst (zuvor)!
Der 1ste Br. JA-
Der 2te Br. CHIN,.
Der 1ste Br. JACHIN.
2ter Br. Es ist richtig, Ehrwürdiger Meister.

45. Meist. Was war das Nächste, was man Euch zeigte?
A. Das Merkmal oder Zeichen eines Lehrlings.

NB. Das Merkmal oder Zeichen, wie sie es nennen, wird gemacht, indem man die rechte Hand am Halse horizontal vorbeizieht, um an die bei der Verpflichtung übernommene Strafe zu erinnern, sich lieber den Hals abschneiden zu lassen, als die Geheimnisse der Maurerei zu verrathen.

46. M. Habt Ihr das Merkmal oder Zeichen des angetretenen Lehrlings erhallen?

NB. Er zieht seine rechte Hand gerade an seinem Halse vorbei, (wie vorhin gesagt,) um dem Meister zu zeigen, dass er es hat.

47. M. Was wurde nach diesem Allem zu Euch gesagt?
A. Man liess mich zurückfuhren und mich wieder mit Dem bekleiden, wovon ich entkleidet worden war; sodann sollte ich zurückgebracht werden, um meinen Dank abzustatten, und, wenn es die Zeit erlaubte, die Wohltat einer Lection zu empfangen.
48. M. Nachdem Ihr nun wieder mit Dem bekleidet worden waret, wovon man Euch entkleidet hatte, was wurde dann mit Euch vorgenommen?
A. Ich ward an die Nordwestekke der Loge geführt, um meinen Dank abzustatten.
49. M. Witt stattetet Ihr Euren Dank ab?
A. Ich stand in der Nordwestekke der Löge und sagte, nach der Anweisung eines Bruders: Meister, älterer und jüngerer Aufseher, älterer und jüngerer Schaffner und alle übrige Brüder dieser Loge, ich statte Euch meinen Dank ab für die Ehre, die Ihr mir angethan, dass Ihr mich zu einem Maurer gemacht und mich dieser würdigen Gesellschaft als Mitglied zugelassen (aufgenommen) habt.
50. M. Was wurde dann zu Euch gesagt?
A. Der Meister berief mich hinauf zur Nordostekkte der Loge, das ist zu seiner Rechten.
51. M. Schenkte er Euch, Etwas?
A. Er beschenkte mich mit einem Schurzfell und legte mir es an; er sagte mir, es sei ein Zeichen der Unschuld, älter als das goldne Vliess und der römische Adler, ehrenvoller, als Stern und Hosenband, oder irgend ein anderer Orden unter der Sonne, der mir jetzt oder irgend einmal ertheilt werden könne.
52. Meist. Was war das Nächste, was Euch gezeigt wurde?
A. Es wurde mir ein Sitz zur Rechten des Meisters angewiesen, der mir die Werkzeuge des aufgenommenen Lehrlinges zeigte.
53. M. Welche waren es?
A. Der 24zollige Maassstab, das Winkelmaass und der Spilzhammer, oder Setzhammer.
54. M. Welches ist ihr Gebrauch?
A. Das Winkelmaass, um mein Werk rechtwinkelig zu machen, der 24zollige Maassstab, nm mein Werk abzumessen, der Spitzhammer, um allen überflüssigen Stoff davon abzuhauen, damit das Winkelmaass leicht und genau anpassend angelegt werden könne.
55. M. Bruder, da wir nicht Alle arbeitende Maurer sind, so beziehen wir diese Werkzeuge auf unsern sittlichen Lebenwandel; Welches wir vergeistigen nennen: erklärt mir also dieselben!
A. Der 24zolIige Maassstab stellt die 24 Stunden des Tags vor.
56. M. Wie theilt Ihr sie ein?
A. Sechs Stunden zur Arbeit, sechs Stunden, um Gott zu dienen, sechs, um einem Freunde oder Bruder zu dienen, soweit es in meinen Kräften steht, und ohne mir selbst oder meiner Familie nachtheilig zu sein, und sechs Stunden zum Schlafe.

[„und sechs Stunden zum Schlafe“ fehlt in JB, aus blosser Unachtsamkeit.]

Ich komme nun zu den Gründen oder Beweisen eines angetretenen Lehrlings; da indess mit dem Gebrauche, Gesundheiten zu trinken; bei den Maurern ein grosser Theil der Zeit hingebracht wird, so muss ich hier ein wenig verweilen, um einige derselben anzuführen. Die erste ist: „Dem Herzen, das verhehlt, und der Zunge, die nimmer erzählt;" dann: „dem König und der königlichen Familie;" ferner: „allen wo nur immer zerstreuten Brüdern!" Die Vergnügungen, deren sie sich freuen, die Reinheit ihrer Empfindungen, und die Gleichförmigkeit, die jederzeit in ihren Versammlungen herrscht, bleibt fern vom Langweiligen und Faden. - Ich komme nun zunächst zu den Gründen (Beweisen, Beweisthümern) eines aufgenommenen Lehrlings.


Des angetretenen Lehrlings Gründe (oder Beweise).

Diess ist eigentlich bloss eine Fortsetzung der Lection.

57. M. Warum waret Ihr weder nakkend, noch bekleidet, weder barfuss, noch beschuhet, mit einem Cabeltau (oder Strick) um Euern Nakken?
A. Wenn ich mich anders besonnen hätte, und hinaus auf die Strasse gelaufen wäre, so würden die Leute mich für wahnsinnig erklärt haben; hätte aber ein Bruder mich erblickt, so würde er mich zurückgebracht und dafür gesorgt haben, dass mir mein Recht damit gethan worden wäre.
58. M. Warum wurden Euch die Augen verbunden?
A. Damit mein Herz fassen möchte, ehe meine Augen entdekken könnten. 59. M. Der zweite Grund, Bruder?
A. Sowie ich mich damals in Finsterniss befand, so sollte ich alle Welt in Finsterniss erhalten.
60. M. Warum wurdet Ihr alles Metalls beraubt?
A. Damit ich Nichts zum Angriff noch zur Verteidigung mit in die Loge brächte.
61. M. Gebt mir den dritten Grund an, Bruder!
A. Dass ich arm und geldlos war, als ich zum Maurer gemacht wurde, belehrte mich, dass ich allen armen und geldlosen Brüdern beistehen solle, soweit es in meinen Vermögen steht.
62. M. Bruder, Ihr sagtet mir, dass Ihr drei deutliche Schläge an die Thür thatet: Was bedeuten sie?
A. Einen gewissen Spruch der Schrift.
63. M. Welcher Spruch ist es, Bruder?
A. „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgethan."
64. M. Wie wendet Ihr diesen Spruch auf die Maurerei an?
A. Ich suchte in meinem Gemüthe (in meiner Seele); ich bat (fragte) meinen Freund; ich klopfte an; und das Thor der Freimaurerei wurde mir aufgethan.
65. M. Warum wurde Euch ein Schwerdt, Speer, (oder sonst ein kriegerisches Werkzeug, (Geräth, Instrument) gerade auf die entblösste linke Brust gesetzt?
A. Weil die linke Brust die nächste am Herzen ist, damit Diess umsomehr ein Stich in mein Gewissen sein möchte, sowie es damals meine Haut stichelte.
66. M. Warum wurdet Ihr dreimal rund um die Loge geführt?
A. Damit alle Brüder sehen möchten, dass ich gehörig vorbereitet wäre;
67. M. Da Ihr zum Lehrling aufgenommen wurdet, warum war da Euer linkes Knie entblösst und gebogen?
A. Weil das linke Knie der schwächste Theil meines Leibes ist, sowie auch ein angetretener Lehrling der schwächste Theil der Maurerei ist, in welche ich damals eintrat.

Hier ergreifen die Brüder auf's Neue die Gläser, und trinken eine Gesundheit, zuweilen die des Grossmeisters; zuweilen auch die Gesundheit der Aufseher, und anderer Beamten; und dann fahren sie weiter fort.

Die Gestalt einer Loge

68. M. Bruder, wir haben lange von einer Loge gesprochen; sagt, Was macht eine Loge?
A. Eine bestimmte Anzahl von Maurern, welche miteinander zur Arbeit vereinigt sind.
69. M. Ich bitte, welche Zahl macht eine Loge?
A. Drei, Fünf, Sieben, oder Eilf.
70. M. Warum machen Drei eine Loge, Bruder?
A. Weil drei grosse Maurer (Gross-Maurer) die Welt, und so auch diess edle Werk der Architectur, den Menschen, erbaut haben, welche in ihren Verhältnissen so vollkommen sind, dass die Alten ihrer Baukunst dieselben Regeln zum Grunde legten.
71. M. Der zweite Grand, Bruder?
A. Drei grosse Maurer (Gross-Maurer) waren am Bau des Salomon'schen Tempels.
72. M. Warum machen Fünf eine Loge?
A. Weil jeder Mensch mit fünf Sinnen begabt ist.
73. M. Welches sind diese fünf Sinne?
A. Hören, Sehen, Schmekken, Riechen und Fühlen.
74. M. Von welchem Gebrauche sind diese fünf Sinne für Euch in der Maurerei?
A. Drei sind vоп grossem Gebrauche für mich; nehmlich: Hören, Sehen und Fühlen.
75. M. Von welchem Gebrauche sind sie Bruder?
A. Das Gehör dient, um das Wort zu hören; das Gesicht dient, um das Zeichen zu sehen; das Gefühl dient, um den Griff zu fühlen; dass ich einen Bruder erkennen kann ebenso gut im Finstern, als im Lichten.
76. M. Warum sollen Sieben eine Loge machen?
A. Weil es sieben freie Wissenschaften gibt.
77. M. Wollt Ihr sie nennen, Bruder?
A. Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.
78. M. Bruder, Was lehren Euch diese Wissenschaften?
A. Die Sprachlehre (Grammatik) lehrt mich die Sprache, worin ich Unterricht erhalte, schreiben und sprechen nach der ersten, zweiten und dritten Zusammenfügung.
79. M. Was lehrt Euch die Rhetorik (Redekunstlehre)?
A. Die Kunst, (wohlgeordnet) über jeden Gegenstand zu sprechen.
80. M. Was lehrt Euch die Logik (Denklehre)?
A. Die Kunst, die Vernunft wohl zu brauchen, um dadurch die Wahrheit vom Irrthume zu unterscheiden.
81. M. Was lehrt Euch die Arithmetik (Zahllehre)?
A. Die Eigenschaft der Zahlen.
82. M. Wai lehrt Euch die Geometrie (Raumlehre)?
A. Die Kunst, zu messen; wodurch die Egypter ihre Ländereien wieder ausfindig machten, nehmlich ebenso grosse Stükken derselben, als sie vor der Überschwemmung des Nilstroms gehabt hatten, welcher ihr Land oft unter Wasser setzte; wo sie dann in die Gebirge flohen, bis das Wasser abgelaufen war; und Diess verursachte unter ihnen beständige Streitigkeiten über ihre Ländereien. Denn Jeder glaubte, er werde verkürzt, und erhielte nicht sein Recht bis Euclid die Geometrie erfand, und Jedem das Seine zumass, und ihnen Grundrisse von Jedermanns Besitzungen gab, worauf die Grösse Dessen, was Jedem gehörte, genau angegeben war; dann waren sie Alle zufrieden gestellt; und ebendiese Regel (Verfahren) ist dann bei allen Völkern bis auf den heutigen Tag beibehalten worden.)

83. M. Was lehrt Euch die Musik (Tonkunstlehre), Bruder?
A. Die Eigenschaft der Töne.
84. M. Was lehrt Euch die Astronomie (Himmelbaulehre)?
A. Die Kenntniss der Himmelkörper.
85. M. Warum sollen Eilf eine Loge machen, Bruder?
A. Es waren eilf Patriarchen, als Joseph nach Egypten verkauft und für verloren geachtet wurde.
86. M. Der zweite Grund, Bruder?
A. Es waren nur eilf Apostel, als Judas Christum verrathen hatte.
87. M. Von welcher Gestalt ist Eure Loge?
A. Ein längliches, recht winkliges Viereck.
88. M. Wie lang, Bruder?
A. Von Osten nach Westen.
89. M. Wie breit (weit), Bruder?
A. Zwischen (binnen) Norden und Süden.
90. M. Wie hoch Bruder?
A. Von der Erde (bis) zum Himmel.
91. Wie tief, Bruder?
A. Von der Oberfläche der Erde (bis) zu dem Mittelpunkte.
92. M. Warum wird gesagt, Eure Loge reiche von der Oberfläche der Erde bis zu dem Mittelpunkte.
A. Desshalb, weil die Maurerei allgemein ist.
9З. M. Warum ist Eure Loge von Osten nach Westen gelegen?'
A. Weil alle Kirchen und Capellen so liegen, oder so liegen sollten.
94. M. Warum Diess, Bruder?
A. Weil das Evangelium zuerst in Osten verkündigt ward, und sich von da nach Westen ausbreitete.
95. M. Was unterstützt Eure Loge?
A. Drei grosse Pfeiler.
96. M. Welches sind ihre Namen?
A. Weisheit, Stärke (Kraft) und Schönheit.
97. M. Wer stellt den Pfeiler der Weisheit vor?
Antw. Der Meister in Osten.
98. M. Wer stellt den Pfeiler der Stärke vor?
A. Der ältere Aufseher in Westen.
99. Wer stellt den Pfeiler der Schönheit vor?
A. Der jüngere Aufseher in Süden.
100. M. Warum soll der Meister den Pfeiler der Weisheit vorstellen?
A. Weil er den Arbeitern Unterricht giebt, ihr Werk in gehöriger Form und in (mit) gutem Einverständnisse (Harmonie) fortzuführen.
101. M. Warum soll der ältere Aufseher den Pfeiler der Stärke vorstellen?
A. So wie die Sonne untergeht, und den Tag endet, so steht der ältere Aufseher in Westen, und bezahlt den Lohnarbeitern ihren Lohn; Welches die Stärke und die Stütze jedes Geschäftes (aller Arbeit) ist.
102. M. Warum soll der jüngere Aufseher den Pfeiler der Schönheit vorstellen?
A. Weil er in Süden steht, genau um Zwölf des Mittags, welches (wann) die Schönheit des Tags ist, um die Arbeiter von der Arbeit zur Erholung abzurufen, und zu sehen, dass sie zu rechter Zeit wieder an die Arbeit gehen, damit der Meister Vergnügen und Vortheil davon haben möge.
103. M. Warum wird gesagt, dass Eure Loge von jenen 3 grossen Pfeilern, Weisheit, Stärke und Schönheit, unterstützt (getragen) werde?
A. Weil Weisheit, Stärke und Schönheit aller Werke Vollender sind, und Nichts ohne sie fortgeführt (ausgeführt) werden kann.
104. M. Wie so, Bruder?
A. Weil Weisheit entwirft, Stärke unterstützt, und Schönheit ziert.
105. M. hatte Eure Loge irgend eine Bedekkung (Dekke)?
A. Ja, einen wolkigen Thronhimmel von verschiedenen Farben.
106. M. Woher (Wie) bläs’t eines Maurers Wind, Bruder?
A. Genau von Osten nach Westen.
107. M. Welch' Zeit ist's, Bruder?
A. Hoch Zwölf (Mittag).
108. M. Rufet die Männer von der Arbeit zur Erholung, und seht zu, dass sie bei rechter Zeit wieder zur Arbeit kommen!

(Ende der Lection des angetretenen Lehrlings.)

Wenn des angetretnen Lehrlings Lection zu Ende ist: so ist's gewöhnlich, dass der Meister einen Bruder, der sich dazu am besten schickt, zu dem folgenden Gesange auffordert; Welches allemal mit Freuden geschiehet.

Gesang bei’m Schlusse der Lehrlinglection

1) Kommt, wir wollen uns bereiten, wir, die wir Brüder sind, und uns bei jeder Gelegenheit versammeln; lasst uns trinken, lachen und singen! Unser Wein ist ein Quell der Freude; hier gilt's eine Gesundheit auf einen angenommenen Maurer. Chorus. Lasst uns trinken, lachen und singen usw.

2) Die Welt bemüht sich, unsere Geheimnisse abzugewinnen; doch, lasst sie nur sich wundern und staunen! Nie kann sie errathen das Wort oder Zeichen eines freien und angenommenen Maurers.

3) Es ist Diess, es ist Das, — sie können nicht sagen: Was; wesshalb so viele grosse Männer unseres Volkes Schurzfelle angelegt, und sich in Eins verbunden haben mit dem freien und angenommenen Maurer.

4) Grosse Könige, Fürsten und Herren haben ihre Schwerdter niedergelegt, um unsere Geheimzunft zu verherrlichen. Sie haben sich nie geschämt, sich zugleich nennen zu hören mit einem freien und angenommenen Maurer.

5) Des hohen Alters Stolz haben wir auf unsrer Seite; sie (die Maurerei) macht die Männer vollkommen in ihrem Berufe. Nichts, als was gut ist, kann man denken bei dem Namen eines freien und angenommenen Maurers.

6) Wir sind treu, und aufrichtig, und redlich gesinnt gegen die Schönen, so dass sie; sich uns in jedem Falle anvertrauen können. Kein Sterblicher kann die Frauen mehr verehren, als ein freier und angenommener Maurer.

7) So seid denn Hand in Hand verbunden! Jeder schliesse sich fest an den AndernI Lasst uns fröhlich sein und heitern Gesichts! Welcher Sterbliche kann sich eines so edlen Trinkspruches rühmen, als ein freier und angenommener Maurer?


Während dieser Gesang gesungen wird, stehen sie Alle rund um die Tafel, und wann sie zu dem letzten Verse kommen, so verschränken sie ihre Hände kreuzweis auf folgende Art. Der Mann zur Rechten fasst die linke Hand seines Nachbars mit seiner rechten Hand, und der Nebenmann zur Linken fasst die rechte Hand seines nächsten Bruders mit seiner linken Hand, so dass sie eine Kette von so vielen Gliedern bilden; Alle stimmen in den Chor, stampfen gewaltig mit den Füssen an den Boden, und schwenken ihre so verbundnen Hände auf und nieder, indem sie mit beiden ein genaues Zeitmass (Tempo) halten.

Nun redet Jeder, wovon ihm beliebt; und Diejenigen, welche etwa eine Abendmahlzeit veranstaltet haben, ziehen sich indess in ein ander Zimmer zurück, während der halben Stunde, welche gemeiniglich verfliesst, ehe sie wieder an die Arbeit gehen; ehe ihnen aber Diess verstattet ist, schreitet der Meister dazu, die Männer von der Arbeit abzurufen, wie man es nennt; Welches auf folgende Art geschieht. - Der Meister flüstert dem älteren Schaffner, der zu seiner rechten Hand sitzt, die Worte zu: „Es ist hohe Zeit, die Männer von der Arbeit abzurufen, damit sie sich erholen mögen." Der ältere Schaffner flüstert Diess dem ältern Aufseher zu; von Diesem wird es dem jüngern Schaffner mitgetheilt, der es dann dem jüngern Aufseher zubringt; Dieser erklärt es laut an die Loge, und stellt seine Säule aufrecht, und der ältere Aufseher legt die seinige nieder; Welches bedeutet, dass dem jüngern Aufseher die Besorgung der Loge anvertraut ist, während die Brüder sich erholen.

An dieser Stelle scheint es nothwendig, den Leser damit bekannt zu machen, wie er einen Lehrling entdekken kann, wenn er mit ihm in Gesellschaft trinkt. Nimm das Glas mit der rechten Hand, und ziehe es an deinem Halse vorbei, ehe du trinkst, oder nachher; wenn nun ein Lehrling zugegen ist, so wird er sogleich davon Kunde nehmen, und eine oder die andere maurerische Frage an dich thun, welche du dann aus diesem Buche sehr leicht beantworten kannst. Wenn er dich fragt, warum du es so machst; so kannst. du ihm zuflüstern, dass Diess die Strafe der Lehrlingverpflichtung ist. Auf diese Antwort wird er seine Ausforschung weiter fortsetzen.

Nachdem die Brüder Etwas genossen haben, nehmen sie ihre Sitze wieder ein, und der Meister schreitet dazu, sie wieder an die Arbeit zu stellen; Welches auf dieselbe Weise, wie das Abrufen, geschieht, nur mit dem Unterschiede» dass der Aufseher ausruft: „Es ist unsers ehrwürdigen Meisters Wohlgefallen, dass diese Loge von der Erholung zur Arbeit berufen werde." Der jüngere Senior legt seine Säule nieder, und der ältere richtet die seinige in die Höhe. Da es sich aber oft trifft, dass die Zeit zur Gesellenlection nicht zureicht; so schliessen sie die Loge; Welches nach derselben Vorschrift geschieht, wonach sie eröfnet wurde. Der ältere Aufseher erklärt Diess mit folgenden Worten: „Es ist unsers Meisters Wille und Wohlgefallen, dass diese Loge geschlossen bleiben soll, bis den ersten (oder dritten) Mittwoch des nächsten Monats," je nachdem nun die Loge gehalten wird. Dann nehmen die Meister, die Aufseher, die Schaffner, der Secretair usw. die Insignien und Verzierungen von ihrem Halse ab, und Jeder hat die Freiheit, zu gehen oder zu bleiben. Alles, was die Maurerei angeht, ist nun ausgeschlossen; sie sprechen, wozu sie Lust haben, und singen allerlei Gesänge zu ihrer Belustigung.

Die Form, welche bei der Einsetzung

des Meisters und der andern Beamten am Johannistage beobachtet wird

Krause, 278-283

Nach Ablauf eines Jahres wird eine schickliche Person von den Mitgliedern einer jeden Loge dazu ausersehen, der Gesellschaft vorzusitzen und sie zu regieren in der Eigenschaft eines Meisters. Die Erfordernisse zu diesem Amte sind:

1)dass er regelmässig und gesetzlich zum Meister aufgehoben (erhoben) worden sei;
2) muss er ein Mann von guter Denkart und tadellos in seinem Privatleben sein;
3) muss er in den Gesetzen und Constitutionen des Ordens wohl bewandert, gemässigt, kaltblütig sein, und die vorerwähnten Lectionen ganz vollkommen durchmachen können, weil er alle Fragen vorzulegen hat, und öfters genöthigt ist, den Brüdern bei der richtigen Beantwortung derselben beizustehen; denn jeder Maurer; der mit um die Tafel herum sitzt, antwortet, wenn die Reihe an ihn kommt, sowie Knaben, die in der Kirche den Catechismus hersagen. Diess wird Arbeiten genannt. Zum Beispiel, gesetzt ein Bruder begegnet dem andern und fragt ihn: „ob er vergangene Nacht in der Loge war?" Er sagt: „Ja." „Gut," erwiedert der Andere, „arbeitetet Ihr?" Das ist, gingt ihr die verschiedenen Fragen und Antworteten von Einer der Lectionen durch? - Sollte ein Mitglied nicht arbeiten können oder wollen, wann man die Fragen thut und die Reihe an ihn kömmt, so steht er auf, schlägt mit der Hand an seine Brust, wendet sich gegen den Meister und bittet, ihn zu entschuldigen; dann antwortet der Bruder zur Linken an seiner Stelle.

Wenn nun die Brüder einen zu diesem Amte geschickten Mann gewählt haben, und derselbe vom Grossmeister angenommen worden ist, so schreiten sie folgendermassen zu seiner Einsetzung. - Er kniet nieder im südlichen Theile der Loge, und der vorige Meister theilt ihm, ehe er selbst den Stuhl aufgiebt, folgende Verpflichtung mit, welche derselbe hersagt:
„Ich А. В., mit meinem eignen freien Willen und Einstimmung, in der Gegenwart des allmächtigen Gottes und dieser sehr ehrwürdigen, dem heiligen Johannes gewidmeten Loge, schwöre hierdurch feierlich und aufrichtig; dass ich das Wort und den Griff, welche zum Stuhle gehören, nicht mittheilen will, so lange ich Meister bin, noch auch irgend einmal nachher, ausser an einen wirklichen oder gewesenen Meister im Stuhl, den oder die ich nach gehöriger Prüfung und Ausforschung als solche befinden werde. - Auch schwöre ich, dass ich bis zum nächsten St. Johannistage als Meister dieser Loge handeln, und den Stuhl jede Logen-Nacht einnehmen will, wenn ich mich innerhalb der Länge meines Kabeltaues befinde. Weiter verspreche ich in gleicher Masse, dass ich dieser Loge kein Unrecht Ihun (ihren Rechten Nichts vergeben), sondern in jeder Rücksicht Alles zum Besten der Maurerei thun, und mich immer meinen sämmtlichen Brüdern angenehm betragen will, so auch gute Ordnung und Regelmässigkeit in dieser Loge aufrecht halten, soweit es in meiner Macht steht.
Diess schwöre ich mit dem festen und unerschütterlichen Entschluss, es zu halten, unter keinen geringern, als den folgenden Strafen: dass mein Hals querdurchgeschnitten, meine Zunge ausgerissen, mein Herz aus meiner linken Brust genommen, und mein Leib in zwei Stükken zertheilt werde.
So helfe mir Gott, und stehe mir bei in dieser zum Stuhle gehörigen Verpflichtung!“
(Er küsst das Buch.)

Der gewesene Meister hebt ihn auf, nimmt die Kleinodien und das Band von seinem eignen Halse, und legt sie dem neuen Meister an, indem er ihn zu gleicher Zeit mit dem Meister-Griff anfasst, und ihm das Wort Chibbelum in's Ohr flüstert: worauf er seine Hand von dem Meistergriffe bis an den Ellbogen hinauf gleiten lässt und seine Nägel eindrückt, sowie es im Meistergriff unter dem Handgelenke geschieht.

Der ältere und jüngere Aufseher, Secretair usw. übernehmen nun ebenso, wie der Meister, ihre Verpflichtung, ausgenommen den Griff und das Wort, da sie keine dergleichen eigenthümlich haben.

Da ich nun die verschiedenen Grade und Lectionen, die dem angetretnen Lehrlinge, Gesellen und Meister gehören, und die Art und Weise der Einsetzung der Beamten, durchgegangen bin;, so will ich mein Werk mit einigen wenigen allgemeinen Anweisungen schliessen, indem ich sie unter folgende Rubriken bringe.

nun: Krause, 283-290

I. Beschreibung der Zierathen,

welche die verschiedenen Beamten in versammelter Loge tragen und der ihnen zugehörigen Sitze.

Der Meister, der im Osten der Loge sitzt, hat Richtscheid, Zirkel und Winkelmaass an einem Bande um seinen Hals hangen. und einen schwarzen Stab, beinahe sieben Fuss lang, in seiner Hand, wenn er die Loge eröfnet. Der ältere Aufseher sitzt in Westen, mit einer Bleiwage, die an einem Bande um seinen Hals hangt, und einer Säule, die auf der Tafel steht und gegen 29 Zoll lang ist.
Des jüngern Aufsehers Platz ist in Süden, mit der Bleiwage, die an einem Bande um seinen Hals hangt, und einer Säule in seiner Hand.
Der Secretair trägt die kreuzweis gelegten Federn, die ebenso hangen. Der ältere und der jüngere Schaffner haben Jeder einen schwarzen Stab, und den Zirkel um ihre Hälse hangend; der ältere sitzt hinter dem Rükken des Meisters oder zu seiner rechten Hand; der jüngere aber zur rechten Hand des älteren Aufsehers.
Der gewesene Meister hat den Zirkel und eine Sonne, mit einem Gebunde Strikke um seinen Hals.
Der Schatzmeister hat einen Schlüssel von seinem Halse herabhangen.


II. Die Art und Weise, die Zeichen jedes Grades zu geben,

und das dazu gehörige Wort, nebst dem Gesellen- und Meister Schlage.

[Hievon gebe ich nur Das, was den angetretnen Lehrling angeht, und lasse alles Übrige, als nicht hieher gehörig, weg.)

Des angetretenen Lehrlings Zeichen, Wort und Griff.

Das Zeichen. Zieht eure Hand quer an eurem Halse vorbei; indem Dieses die Strafe der Verpflichtung ist: dass ein Lehrling sich eher wolle den Hals abschneiden lassen, als die Geheirnnisse der Maurerei entdekken.
Der Griff. Fasst den Bruder mit eurer rechten Hand, und drückt ihn stark mit eurem Daumennagel auf das erste Gelenk des Vorderfingers der rechten Hand! Das Wort. Flüstert ihm in's Ohr: Jachin!'

Der Lehrling kniet mit dem linken Knie bei der Feierlichkeit der Aufnahme.


III. Die Form, die bei'm Trinken beobachtet wird.

Nachdem die Tafel reichlich mit Wein und Punsch, usw., besetzt worden, füllt Jeder das Glas, das er vor sich stehen hat, mit dem Getränke, das er sich wählet, und so oft es ihm beliebt; doch muss er sein Glas in der Reihe austrinken oder zum wenigsten mit den Übrigen die Bewegung nach dem Zeitmasse mitmachen. Wenn alsoeine allgemeine Gesundheit ausgebracht wird; so füllt der Meister zuerst, und bittet die Brüder, ihre Gläser zu laden; und wenn er glaubt, dass Diess geschehen ist, sagt der Meister: „Brüder, haben Sie Alle geladen?" Der ältere und der jüngere Aufseher antworten: „Wir haben Alle geladen in Süden und in Westen." Dann stehen Alle auf, und merken auf des Meisters Bewegung, (wie der Soldat auf seinen Mann zur Rechten,) indem sie ihre Gläser austrinken; und wenn der Meister eine Gesundheit oder Trinkspruch mit dreimal drei Schlägen ausbringt; so halten sie ihre Gläser mit. der ganz ausgestreckten Hand vor sich hin, bringen sie dreimal vor ihrem Halse vorbei und machen drei Bewegungen; nach dem Zeitmasse (Tempo's), um sie nieder auf die Tafel zusetzen; bei der dritten werden dieselben, obschon vielleicht 50 an der Zahl, zugleich, als wäre es bloss eines, niedergesetzt; dann erheben sie ihre Hände bis an die Brust, schlagen (klatschen) neunmal mit der linken gegen ihre rechte Hand, und zwar in drei Abtheilungen; Welches mit dreimal Drei trinken genannt wird; und am Ende lassen sie ein Huzza ertönen.

Da ich nunmehr meinen Plan ausgeführt habe; so bleibt mir Nichts hinzuzusetzen übrig, als dass Nachstehendes der beste Weg ist; -wie ein Fremder Einlass erlangen kann; Welches ich sehr oft an verschiedenen Orten, in der Absicht, der Sache völlig gewiss zu werden, versucht habe.

Sobald ihr an die Thüre der Loge kommt, werdet ihr den Ziegeldekker an der Aussenseite finden, mit einem gezognen Schwerdte (Degen) in der Hand, und mit einem vveissen Schurzfelle bekleidet. Fragt ihn, ob hier eine volle Loge ist? und sagt ihm, dass ihr euch freuen würdet, wenn ihr als ein besuchendes Mitglied Einlass finden könntet; braucht dabei die Vorsicht, euch mit einem weissen Lederschurze zu versehen, den ihr ihm, wie zufällig, sehen lassen könnt. Vielleicht wird er euch fragen, von welchem Grade ihr seid? und ein Zeichen verlangen, welches ihr ihm mit Fertigkeit zeigen und ihm gleicherweise eröfnen müsst, zu welcher Loge ihr gehört.

Da es den Regeln der Gesellschaft zuwider ist, dass der Ziegeldekker einen Fremden selbst einlasse; so wird er hinein gehn, und den Meister benachrichtigen, dass Der und Der, (indem er euren Namen und die Loge nennt, wozu ihr angeblich gehöret,) um Einlass bittet. Hierauf wird Einer von den Aufsehern herauskommen und euch prüfen; dann zieht eure rechte Hand quer an eurem Halse vorbei, so wird er sagen: „Was ist Diess?" Ihr musst antworten: „Das gehörige Merkzeichen eines Lehrlings." Dann wird er euch an dem ersten Gelenke des Vorfingers eurer rechten Hand anfassen, und es stark mit dem Daumennagel seiner rechten Hand drükken, und fragen: „Was ist Diess?" - Ihr müsst sogleich antworten: „Der Griff eines angetretenen Lehrlings." - Sollte er hiermit noch nicht völlig befriedigt sein, so wird er auf folgende Art weiter gehn.
Fr. Hat es einen Namen erhalten? - Ihr müsst antworten: „Ja." Dann wird er verlangen, dass ihr ihm denselben gebet.
Antw. Ich will ihn mit euch halbiren. - „Beginnt!" sagt er. - Antw. JA- Der Maurer. CHIN. Antw. JACHIN.

Was ich hier mitgetheilt habe, ist mehr, als hinreichend, dass ihr Einlass erlangt; und nun müsst ihr euer Schurzfell anlegen und euern Sitz einnehmen. Sollte in dieser Nacht eine Aufnahme, (ein Machen,) sein, so werdet ihr in den ersten Grundsätzen vollkommen werden, und mehr verstehen, als der Zehnte nicht weiss von Denen, die lange Jahre Maurer gewesen sind, und diess Buch niemals gelesen haben.

[Nun folgt noch die Beschreibung der Feierlichkeit bei der öffentlichen Beerdigung eines Freimaurers, dem alten Feiergebrauche zufolge. Wer sich überführen will, wie wenig geheimniskrämerisch die alten und selbst die jetzigen Brüder in England mit der maurerischen Bekleidung, den maurerischen Sinnbildern und der Darstellung der Grundsätze der Maurerei sind, der lese die mit der hier in JB. stehenden völlig übereinstimmige Beschreibung der feierlichen Beerdigung in Preston's Illustrations, 1788, S. 122-1З7, und in den Ausgaben vom J. 1792, S. 118-1З2, und vom J. 1812, S. 98-109 … Endlich schliesst der Verfasser von JB. seine Anweisung mit folgenden Worten. -]

Diess ist das Ganze der Maurerei in allen ihren Zweigen; ich fordere jeden Maurer heraus, das Gegentheil zu erweisen, und bin bereit, auf jede vorgelegte Frage zu antworten, welche, sorgfaltig versiegelt, und an. R. S. gerichtet, mit Angabe des Namens und Aufenthaltorts der Person, die irgend eine Belehrung verlangt, bei meinem Verleger abgegeben wird. Was etwanige Briefe oder Drohungen ohne Namennennung der Urheber wegen der Herausgabe dieser Schrift angeht, so werde ich sie mit Verachtung behandeln, sie mögen kommen, woher sie wollen. Auch erkläre ich, dass ich nach, wie vor, die in der Einleitung erwähnten Logen, oder auch andere, besuchen will, sowie ich es in einigen letztverflossenen Jahren gethan habe.

Teilübersetzungen aus dem Meistergrad

Meistergrad

(II, 411-412)
[K. trägt, übereinstimmig mit JB., (s. K. S. 58 f., JB. 1776, S. 34!) diese fünf Punkte der Genossenschaft, nebst ihrer, gewiis alten, von der hieher nicht gehörigen Scene mit Hiram unabhängigen, Vergeistigung, also vor. —]

Ihre vier Fingernägel ihrer rechten Hand fest in das Gelenk seiner rechten Hand eingedrückt, und dasselbe mit aller Macht gezogen, euern rechten Fuss an seinen rechten Fuss, sein rechtes Knie an euer rechtes Knie, und seine rechte Brust an eure rechte Brust, und eure linke Hand seinen Rükken unterstützend, und wispert das Meisterwort in sein Ohr.

Meist. Bruder … ich bitte, erklärt mir sie!
Anlw. Erstens: Hand in Hand ist, dass ich allezeit meine Hand rühren will, einem Bruder zu dienen, soweit es in meiner Macht liegt.
Zweitens: Fuss an Fuss ist, dass ich mich nie scheue, einen Schritt aus meinem Wege zu weichen, den ich gehe, wenn es darauf ankommt, meinem Bruder zu dienen.
Drittens: Knie an Knie ist, dass, wenn ich niederkniee zum Gebet, ich nimmer vergessen soll, für meinen Bruder sogut, als für mich selbst, zu beten.
Viertens: Brust an Brust ist, zu zeigen, dass ich meines Bruders Geheimnisse, wie meine eignen, verwahren will.
Fünftens: die linke Hand den Rükken unterstützend, ist, dass ich allezeit willig sein will, einen Bruder zu unterstützen, sofern es in meiner Macht liegt.


Die vollständige dt. Übersetzung des Gesellengrades und des Meistergrades von „Jachin und Boas“ siehe:
F. K. Schwalbach: Geschichte des älteren maurerischen Gebrauchtums. Berlin: Stankiewicz 1889, 104-109 und 110-120.Msgruenklein.gif

Ausgearbeitet von Dr. phil. Roland Müller, Switzerland / Copyright © by Mueller Science 2001-2015 / All rights reserved - ESOTERIK von Dr. phil. Roland Müller

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