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Luther Burbank

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Luther Burbank

Foto: Shaw 1902
Titelblatt zu Burbanks New Creation in Fruit and Flowers, 1893

Er war ein berühmter amerikanischer Botaniker.

Laut Mackey wurde Luther Burbank am 31. August 1921 in Kalifornien zum Freimaurer in der Santa Rosa Lodge und später Bruder im A. u. A. Schottischen Ritus. Heute hat die Loge den Namen Santa Rosa Luther Burbank Lodge No. 57.

Burbank, Luther

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

der geniale Pflanzenzüchter, in Santa Rosa in Kalifornien (USA.), von dem man beinahe ohne Übertreibung sagen konnte, er könne das Aussehen aller Pflanzen züchterisch verändern, war Freimaurer.

Im Jahre 1926 entfesselte er durch eine Kundgebung, in der er sich als Schüler Darwins bekannte, einen Religionsstreit, der mit dem berühmten Affenprozeß in Dayton zusammenhing. (Ein Lehrer in Dayton war wegen Häresie angeklagt, weil er den Schulkindern Darwins Lehre zu erklären suchte.

Das Puritanertum Amerikas nützte diesen Vorfall für die Wahlpropaganda aus.) Burbank, ein Mensch von seltener Herzensgüte, trat für den angeklagten Lehrer ein und wurde dadurch in einen Wirbelsturm wüstester Gehässigkeit gezogen, dem er bald nachher (t 1926) erlag, "weil er den Kinderglauben hatte, daß Logik, Güte und Vernunft die Frömmler und Heuchler überzeugen und auf einen besseren Weg fuhren könnten. Er starb an diesem Kampfe als ein Opfer dünkelhafter Dummheit und verstockter Unehrlichkeit". (Wilbur Hall: "Lebensernte von Luther Burbank", 1929.)

Biografie

Quelle: Wikipedia

Luther Burbank wurde am 7. März 1849 auf einer Farm in dem Dorf Lunenburg in Massachusetts, USA geboren.

Kindheit und Ausbildung

Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse sowohl an der Natur als auch an der Technik. Diese Interessen wurden gefördert von seinem Onkel, einem Abteilungsleiter in einem Bostoner Museum, und dessen Freund, dem aus der Schweiz stammenden amerikanischen Naturforscher Louis Agassiz.

Berufliche Laufbahn

Unter dem Eindruck von Charles Darwins Variation of Animals and Plants under Domestication machte Burbank es sich zur Aufgabe, durch Selektion bessere Pflanzen auszulesen und durch Kreuzung neue Sorten zu entwickeln.

Sein erster kommerzieller Erfolg ergab sich mehr oder weniger zufällig durch Selektion: Im Jahr 1871 fand er eine Kartoffelfrucht und säte die 23 darin enthaltenen Samen aus. Eine der Pflanzen zeigte sich sehr ertragreich, mit großen, festen Kartoffeln. Er verkaufte die Rechte an der Kartoffel für $150, um 1875 einen Umzug nach Kalifornien bezahlen zu können. In Santa Rosa, wo sich bereits drei seiner Brüder niedergelassen hatten, gründete er eine Baumschule mit Gewächshaus und Versuchsflächen.

Erfolg

Luther Burbank war zu seiner Zeit unglaublich populär, ein Star im Bereich der Botanik und Pflanzenzüchtung. Er galt als „Zauberer“ im Bereich der Pflanzen. Viele berühmte Persönlichkeiten seiner Zeit, beispielsweise Thomas Alva Edison, besuchten ihn und seine Farm. Noch heute bedeutet das Verb „to burbank“ so viel wie Verändern und Verbessern von Pflanzen. Die Kartoffelsorte „Burbank“ zählt zu den wichtigsten Sorten auf dem US-Markt.

Ablehnung

Luther Burbank hatte nie einen Hehl aus seinen freidenkerischen Ansichten gemacht. Aber ein Zeitungsinterview im Jahre 1926, in welchem er explizit erklärte, nicht an eine unsterbliche Seele zu glauben, führte zu einem weltweiten Aufschrei. Burbank bekam einige Zustimmung, wurde aber auch überschüttet von Hassbriefen. Seine Freunde behaupteten, der Kummer und die Auseinandersetzung mit diesen religiösen Eiferern habe zu seinem schnellen körperlichen Niedergang und, gemessen an seinem Zustand nur wenige Monate zuvor, frühen Tod geführt.

Werk von Luther Burbank

Er arbeitete massiv parallel und im großen Maßstab. Zu Schaffung einer neuen Sorte führte er Dutzende Kreuzungen durch, zum Teil mit Pflanzen, die er sich aus der ganzen Welt schicken ließ.

Üblicherweise liefen bis zu 3000 Experimente mit mehreren Millionen Pflanzen parallel. Während seiner Arbeit an Pflaumen testete er ca. 30.000 neue Sorten.

Kritik und Wirkung

Burbanks Wirken und seine Erfolge führten zur Einführung eines Gesetzes über die Patentierbarkeit von Pflanzensorten im Jahre 1930. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Schutz für Züchter davor, dass andere ihre Züchtungen vermehrten und verkauften.

Sonstiges

Ein eigenes Kapitel in der Autobiografie des Yogi Paramahansa Yogananda trägt den Titel Luther Burbank, ein Heiliger inmitten von Rosen. Der Yogi lernte den Forscher vor 1924 in Kalifornien kennen und beide schätzen sich sehr.[1]

Werke

  • The Training of the Human Plant". New York: The Century Co. 1907; Originally published in 1906
  • Harvest of the Years. 332 S. Kessinger Publishing 2003
  • How Plants Are Trained to Work for Man. University Press of the Pacific 2001

Flowers, 488 S.

  • Fruit Improvement, 456 S.
  • Gardening, 456 S.
  • Grafting and Budding, 456 S.
  • Plant Breeding, 456 S.
  • Small Fruits, 488 S.
  • Useful Plants, 456 S.
  • Trees, Biography, Index, 520 S.

Literatur

  • John Whitson, Robert John, Henry Smith Williams: Luther Burbank: His Methods and Discoveries and their Practical Application, 12 Bände, Luther Burbank Press, 1914
  • Luther Burbank, Wilbur Hall: Lebensernte, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart Berlin, 1929
  • Emma Burbank-Beeson, Lillian McLean-Waldo: Stories of Luther Burbank and His Plant School, 228 S- University Press of the Pacific 2002
  • Peter Dreyer: A Gardener Touched With Genius: The Life of Luther Burbank, 444 S. University of California Press 1985
  • W. S. Harwood: New Creations in Plant Life An Authoritative Account of the Life and Work of Luther Burbank (MacMillan's Standard Library), 548 S. University Press of the Pacific 2001
  • W. L. Howard: Luther Burbank's Plant Contributions: Bulletin 691 March, 1945, 116 S. University Press of the Pacific 2000
  • David Starr Jordan, Vernon L. Kellogg: The Scientific Aspects of Luther Burbank's Work, 132 S. University Press of the Pacific 2003

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