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Ukrainische Großloge

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Inhaltsverzeichnis

Ukrainische Großloge

Weihe der Großloge der Ukraine

Quelle: Website der Ukrainischen Großloge

Am 24. September 2005 haben die Große Nationale Loge Frankreichs und die Große Loge Österreichs in Paris im großen Tempel der Französischen Loge die Große Ukrainische Loge eingeweiht.

Nach der Rückkehr zur Arbeit sang der Chor der würdigen Loge „Vox Ukraine“ zusammen mit den Brüdern aus der russischsprachigen würdigen Loge „Astrea“ die Hymnen Frankreichs, Österreichs und der Ukraine. Dann führte der Große Würdige Bruder und Großmeister der Großen Nationalen Loge Frankreichs Jean-Charles Felner die Weihe durch. Dabei halfen ihm die Großen Würdigen Brüder: der Großmeister der Großen Loge Österreichs Michael Kraus (Erster Großer Wächter - Weiher) und der Große Würdige Bruder Jean-Claude Tardiva (Zweiter Großer Wächter - Weiher).

An der Zeremonie nahmen die Repräsentanten der befreundeten Ländern teil: der Großmeister der Großen Loge Russlands (Großer Sekretär - Weiher) und der Assistent des Großmeisters der Großen Loge Polens (Großer Torwart - Weiher). Dabei führte jeder der Genannten die Arbeit entweder auf Französisch oder in seiner Muttersprache durch, gemäß dem Ritual der Großen Loge (Emulation).

Der ukrainischen Teil der Arbeit wurde vom Großen Würdigen Bruder Vladimir G. (Großer Hospitalier - Weiher) und vom Großen Bruder Ivan K. (Zweiter Großer Meister der Zeremonie) durchgeführt, damit mehr als dreißig aus der Ukraine angereiste Brüder die Zeremonie verstehen konnten.

Nach der Einsetzung des Großmeisters der Großen Loge der Ukraine setzte er den Stellvertreter des Großmeisters und den Assistenten des Großmeisters ein. Es war der letzte Akt in der langen Arbeit der Großen Nationalen Loge Frankreichs, der Provinz Lutetia und der Brüder aus der würdigen Loge „Vox Ukraine“ Nr. 117 im Osten der Stadt Paris. Diese letzte würdige Loge „Vox Ukraine“ wurde etabliert, um die ukrainischen Freimaurerrituale und Freimaurertraditionen, die in der Ukraine bereits vor ihrer sowjetischen Besatzung in den Jahren 1921-1922 existierten, an die nächste Generationen zu übergeben.

Tradition

Jetzt umfasst die Große Loge der Ukraine fünf Logen: vier würdige Logen wurden in den Jahren 1993-2000 von der Großen Nationalen Loge Frankreichs gebildet und eingeweiht, und zwar: “Drei Säulen” Nr. 785 in Kiew, “Phoenix Ukraine” Nr. 1016 in Charkow, “Maurer” Nr. 1232 in Lwow (Lemberg) and “Die Goldene Akazie” Nr. 1309 in Odessa, die im Distrikt der Ukraine in Mai 2001 vereinigt wurden, und die fünfte Loge „Das Licht“ in Lwow (Lemberg), die von der Großen Loge Österreichs gebildet und eingeweiht wurde.

Es ist interessant zu erwähnen, dass der Name der würdigen Loge „Drei Säulen“ früher als der Name einer von mehreren ukrainischen Logen galt, die fast 200 Jahren vorher etabliert wurde. In der heutigen Loge „Drei Säulen“ benutzen die Offiziere die alten Halsketten, die in Frankreich aufbewahrt wurden, und eine von diesen alten Halsketten gehörte Herrn Simon Petlura, der Präsident der Ukrainischen Republik und der Großmeister der Großen Loge der Ukraine seinerzeit bis zum Jahr 1922 war.

An der Zeremonie nahmen mehrere ausländische Delegationen teil: aus Belgien, aus Deutschland, aus Kanada (Quebec), aus Lettland, aus Marokko, aus Moldawien, aus Polen, aus Portugal, aus Rumänien, aus Russland, aus der Republik Serbien und Montenegro, aus Tschechien, aus der Türkei, aus Ungarn und selbstverständlich aus Österreich.

Regularität

Die würdigen Brüder aus Österreich beteiligten sich direkt am Einweihungsritual der Großen Ukrainischen Loge. Mehrere der oben genannten Großen Logen haben offiziell erklärt, dass sie die Große Ukrainische Loge bereits anerkannt haben oder sie möglichst bald anerkennen werden.

Lichter in Lemberg

„Am Anfang war die Idee, und die Idee war gut.“ Mit dieser Analogie begann H.G. von der Wiener Loge BRUDERKETTE seine Begrüßungsadresse als Gast der Jubiläumsarbeit zum zehnten Geburtstag (2011) der Loge SWITLO im westukrainischen Lemberg (Lviv), der Hauptstadt Galiziens.

Ritualteppich ('Tapis') der Loge SWITLO

Ein masonischer Reisebericht von Rudi Rabe für ZEIT&MASS, dem Mitgliedermagazin der Großloge von Österreich.

‚Switlo‘ ist ukrainisch und heißt Licht. Die Loge wurde vor zehn Jahren von der 'Bruderkette' gegründet. H.G. war damals Stuhlmeister. Zuerst wurden ukrainische Brüder in Wien aufgenommen. Diese übersiedelten 2001 maurerisch nach Lemberg zur Gründung der 'Switlo', die dann von H.G. und seinen Beamten drei Jahre lang geführt und schließlich in die Obhut der neuen ukrainischen Großloge übertragen wurde. Doch ganz am Anfang war ein anderes Mitglied der 'Bruderkette' gestanden. Auf Auslandsreisen hatte er einen Berufskollegen aus Lemberg kennen gelernt. Sie kamen ins Gespräch, auch über die Freimaurerei, und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Ukraine 2011: Acht Logen, drei Rituale

Zehn Jahre später zählt die 'Switlo' zwanzig Mitglieder. Und was im Osten nicht selbstverständlich ist: Sie ist gut aufgestellt, man spürt die strenge Gründerhand bis heute. Und so ist es kein Wunder, dass der ukrainische Großmeister gegenwärtig (Ende 2011) aus der 'Switlo' kommt. Für einen 45-Millionen-Staat führt er zwar eine kleine Großloge, aber mit einer großen rituellen Vielfalt. Ihre acht Logen, davon drei in Lemberg, arbeiten nach drei verschiedenen Ritualen: fünfmal Schottischer Ritus, zweimal englisches Emulationritual, und die 'Switlo' arbeitet nach dem wortgleich übersetzten österreichischen Ritual. Auch das Hausgesetz stammt von der Bruderkette. Und ein Hilfsfonds, in dem inzwischen fast 10.000 Euro warten, steht bereit.

Bei der Jubiläumsarbeit waren sechzig Brüder, davon zwei Drittel Gäste: mehr als zwanzig Österreicher, die meisten über Ungarn und Rumänien im Bus angereist; außerdem Ukrainer aus anderen Logen bis ins ferne Odessa, Kanadier, Tschechen, Polen und Weißrussen.

Trotz vieler Zerstörungen im Krieg und danach: "Habsburg-Fassaden" im Zentrum; hinter dieser arbeiteten wir

Erinnerung an Wien um 1900 …

Diese wurden nicht nur durch das restaurierte k.k.-Stadtbild im Herzen Lembergs entfacht (Galizien gehörte bis 1918 zur Habsburger-Monarchie), sondern auch durch die Erzählungen der weißrussischen Brüder: Weil Präsident Lukaschenka, der letzte Diktator Europas, alles Masonische verboten hat, müssen sie in eine Grenzloge nach Polen ausweichen. „Das kommt uns bekannt vor“, erzählten wir von unserer Vergangenheit: Den österreichischen Freimaurern ging es zu Habsburgs Zeiten genau so.

… und an Stalins Hungertote

Das rituelle Gedenken an die verstorbenen Brüder widmete der Switlo-Stuhlmeister ausdrücklich allen „Ermordeten der Jahre 1932/33“. Gemeint sind die Millionen Hungertoten, die Stalin durch die Zwangskollektivierung der ukrainischen Landwirtschaft ganz bewußt provozierte oder zumindest billigend in Kauf nahm: Das ist umstritten. Seit drei Jahren wird jeden November in der ganzen Ukraine der Toten dieses 'Holodomors' gedacht.

Im "Freimaurer-Wirtshaus"

Ein „masonisches“ Kuriosum

Eine Stadtführerin, die nicht wusste, dass wir eine Wiener Freimaurergruppe waren, lotste uns in ein dunkles Altstadthaus. Im ersten Stock läutete sie an einer Tür. Ein Mann im Schlafrock öffnete. Zögernd betraten wir eine Substandardküche. Was soll das sein?? Unverständliches Palaver der Führerin mit dem mürrischen Alten, dann ging eine weitere Türe auf, und plötzlich standen wir in einem masonisch dekorierten – na ja – Freimaurerwirtshaus‘.

Zuerst Verwirrung, dann begreifen wir: alles nur Dekoration, eine kuriose Marketingidee. Wir durchschauen es. Aber die anderen Gäste? Fühlen sie sich im Zentrum eines ‚Geheimbundes‘? Raffiniert versteckt hinter Substandard? Nach demselben Prinzip betreibt die Firma auch ein Partisanen- und ein Sadomaso-Wirtshaus.

Das Freimaurer-Wirtshaus in einem City-Guide.

Siehe auch

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