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Admonter Hüttenbuch

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Das Admonter Hüttenbuch

Bildlegende: 2. Graz, Landesarchiv, Admonter Hüttenbuch, geführt von 1480 bis 1523. Nach Mitt. Z. K. N. F. 20, 1894.
Bildkommentar: Wappen der Admonter Steinmetzenbruderschaft und des Hüttenmeisters Wolfgang Denk; Namen der Steinmetzen mit ihren Zeichen.

Registro del gremio de los canteros de Admont, (Admonter Hüttenbuch) con el blasón de la corporación y el listado de los nombres de los maestros, acompañados de su marca, encabezados por Wolfgang Tenk. 1480-1523 /

Guild Admont Register book with the weapons of the corporation and a list of master's names and their marks, led by Wolfgang Tenk. 1480-1523 /

Registre de la corporation des tailleurs de pierre d'Admont, avec le blason du métier et la liste des noms des maîtres tailleurs de pierre, accompagnés de leurs marques, précedés par celle de Wolfgang Tenk. 1480-1523 /

(Graz, Steiermärkisches Landesarchiv, 'Admonter Hüttenbuch')

Steinmetzzeichen

Quelle: Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte


Die Steinmetzzeichen sind im allgemeinen als Urhebermarken aufzufassen. Der Steinmetz legte durch das Einhauen des Zeichens in den bearbeiteten Stein vor dem Versetzen seinen Anteil fest. Teilweise werden die Zeichen auch zur Lohnberechnung gedient haben. So hat in Seefeld in Tirol der Bauschreiber sie als Lohnzeichen bei der Zusammenstellung der Rechnungen in die Baurisse


eingetragen (vgl. Nr. 5 der Lit. zu *Baumeister, S. 188f.). Häufig will das Zeichen nur besagen, daß der betreffende Steinmetz dadurch seine Anwesenheit oder Mitwirkung bezeugt. Nach Ržiha [12] gehen alle Steinmetzzeichen auf vier Mutterfiguren: Quadratur, Triangulatur, Vierpaß und Dreipaß zurück, die aus dem Quadrat, dem gleichseitigen Dreieck und dem Kreis entwickelt sind. So müßte das einzelne Steinmetzzeichen, auf die Mutterfiguren aufgelegt, sich mit den Linienzügen einer von diesen decken. Da nun jede der Haupthütten nach Ržiha eine eigene Mutterfigur besaß, so könne die Zugehörigkeit der Steinmetzen aus seinem Zeichen herausgelesen werden.

Demgegenüber legt Pfau [18] dar, daß die Abweichungen, die das gleiche Steinmetzzeichen bei Wiederholungen aufweist, darauf schließen lassen, daß nicht auf die geometrischen Verhältnisse geachtet wurde, die erst das Passen in ein geometrisches Netz ermöglichen. Ferner weist Friederich (vgl. Nr. 10 der Literatur zu *Baubetrieb) darauf hin, daß Ržiha’s Schlüssel so kompliziert seien, daß sich bei einiger Bemühung auch die schwierigsten Fälle in ein Schema einzwängen lassen.

Die Zeichen werden zuerst 1462 in der R. O. erwähnt. Nach ihr erhielt der auslernende Lehrling, auf Wunsch auch ein fremder Meister oder Geselle, vom Werkmeister sein Steinmetzzeichen. Die Verleihung des Zeichens wurde mit einem Mahl gefeiert; der Lehrling „verschenkte sein Zeichen“. Auch der Zeitpunkt des Einhauens wird festgelegt; der Geselle soll sein Zeichen vor der Besichtigung und vor dem Versetzen des Steines einmeißeln. Allem Anschein nach bestand auch die Sitte, daß der Meister bei dem Vergeben der neuen Zeichen sie in der Bildung von dem seinigen ableitete [18, S. 57 f]. Wie die A. O. zeigt, wurden die Zeichen mit den Namen der Steinmetzen in das Hüttenbuch eingetragen.

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