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Emil Stejnar

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Emil Stejnar

Inhaltsverzeichnis

Emil Stejnar

Emil Stejnar wurde am 21.01.1939 in Wien geboren und wurde als Autor, insbesondere durch die schriftstellerische Bearbeitung esoterischer, als auch hermetisch-magischer Aspekte in der Freimaurerei und seine Arbeit als Astrologe bekannt.

Logenzugehörigkeit

Emil Stejnar wurde 1976 in die Loge Gleichheit in Wien aufgenommen, 1977 in selbiger Loge zum Gesellen befördert und 1978 auch dort zum Meister erhoben. Stejnar war auch Mitglied der Logen Logos und Anthropos im Orient Wien, sowie des österreichischen Zweiges der Forschungsloge Quatuor Coronati, in welcher er 1990 deren "Esoterischen Kreis" gründete, aus der dann später die Academica Masonica hervorging.

Biografie

Stejnar absolvierte nach dem Schulbesuch eine Ausbildung zum Gold- und Silberschmied. 1957 verließ er Österreich und zog nach Schweden, um sich dort fern des städtischen Lebens, ganz seinen esoterischen und hermetischen Studien widmen zu können. Zudem arbeitete er dort in seinem erlernten Beruf in eigener Werkstatt. 1968 zog er nach seiner Hochzeit gemeinsam mit seiner Frau nach Wien zurück. Wieder in Wien angekommen, eröffnete er ein Juweliergeschäft und arbeitete als Schmuckdesigner. Stejnar wandte sich hier nun mit besonderem Interesse der Freimaurerei und der Astrologie zu, da er in diesen Geistesrichtungen die verlorene Brücke zwischen Wissenschaft und Esoterik, zwischen Geist und Materie für sich erkannte. So wurde er dann 1976 entsprechend in der Loge Gleichheit im Orient Wien auf- und angenommen und in den folgenden Jahren in dieser Bauhütte auch befördert und erhoben. 14.01.1990 gründete er innerhalb der österreichischen QC den in 6 Forschungskreise unterteilten "Esoterischen Kreis", um Magie und Mystik in der Freimaurerei, als auch in der christlichen Tradition zu erforschen. Weiterhin war Emil Stejnar über 20 Jahre Leiter des Institutes für wissenschaftliche Schicksalsforschung in Wien. Stejnar lebt inzwischen sehr zurückgezogen, meist in Schweden und meidet die Öffentlichkeit. Er empfängt keine Besucher.

Auch wenn seine Arbeiten ihn sicher zum führenden Experten für den deutsch-tschechischen Okkultisten Franz Bardon und dessen Werk gemacht haben, in dessen Nachfolge ihn viele Stimmen, insbesondere unter dessen Anhängern verorten, so bestreitet Stejnar in seinen Schriften stets eine hohe okkulte Adeptschaft oder Ähnliches inne zu haben, wie sie Franz Bardon zugeschrieben wurde.

Schriftstellerisches Wirken zur Freimaurerei

Unter den Werken Stejnars sticht insbesondere sein Buch "Exerzitien für Freimaurer" in seiner thematischen Ausrichtung auf die Freimaurerei heraus, auch wenn die freimaurische Handschrift in allen seinen Werken sets unverkennbar bleibt. Hier setzt sich Br. Emil Stejnar mit der Frage nach den esoterischen Wurzeln der Freimaurerei auseinander und stellt fest, dass die Antwort je nach Tradition des jeweiligen Lehrsystems sehr unterschiedlich ausfallen muss. Für die Brüder des schwedischen Systems zum Beispiel, repräsentiert die Freimaurerei mehr als die Religion, Philosophie oder ein Brauchtum der Steinmetzzunft. In deren Akten findet man Ergebnisse praktischer Erfahrungen aus den Geheimwissenschaften wie Alchemie, Astrologie, Quabbalah und Magie. Sogar Baffometus, das von der römischen Kirche verteufelte Idol der Templer wird eingehend beschrieben und ziert das Amtszeichen des Großmeisters dieses Freimaurer-Ordens. Auch im Schottischen Ritus werden Ritual und Symbole esoterisch interpretiert. Im Grand Orient der Franzosen dagegen herrscht eher nüchterner Pragmatismus vor. Die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit haben nach der "Aufklärung" den Geist der Religionen und der Mystik abgelöst. Ähnlich ist es in vielen deutschsprachigen Logen der Johannis Freimaurerei. Auch hier werden Ritual und Symbol sehr weitläufig ausgelegt, man gibt lediglich Humanität als Richtung vor, ansonsten darf jeder glauben was er will.

Aber ist Esoterik tatsächlich eine Glaubensfrage? Wer heute an Esoterik denkt, denkt zuerst an Scharlatane, Aberglaube und an die Liebe Licht und Eierkuchen Spiritualität der New Age Bewegung, die für ihre Anhänger Religion, Philosophie und Vernunft ersetzt. Das hat jedoch nach den Ausführungen von Br. Stejnar mit seriöser Esoterik nichts zu tun. Für ihn ist Esoterik kein Religionsersatz, sondern das Wissen von der Arbeit mit dem Geist. Was aber ist der "Geist"? Was ist das geheimnisvolle Fluid welches das Bewusstsein trägt? Ist eine bewusste Existenz ohne physischen Körper möglich? Gibt es eine geistige Kraft und geistige Mächte, und wenn ja, wie kann man sie erfassen? Diese Fragen sind Ursprung jeder Philosophie und Religion und Fundament jeder Kultur und humanitären Bestrebung. Seit Jahrtausenden versuchen die großen Denker der Menschheit eine Antwort zu finden. Es geht um das Bewusstsein und die Voraussetzungen dafür, also um Leben und Tod. Was vom Menschen ist unstofflich und könnte den Tod überleben? Auch das Gedankengut der Freimaurerei ist auf diese Überlegungen zurückzuführen. Erkenne dich selbst ist die erste Aufforderung an den Freimaurer, und sobald man sich die Frage stellt, was das ist, dieses ICH, das mit dem Gedanken "ich bin" erkennt dass es ist, betritt man die geheimnisvolle Welt des Geistes.

Für den Autor der "Exerzitien für Freimaurer" ist der Geist kein nebuloses Lichtgespinst. Im Denken, Fühlen, Wollen und Bewusstsein, sieht er die vier geistigen Glieder die das Selbstbewusstsein tragen. Die unstofflichen Gedanken und Gefühle, auf die sich das Bewusstsein stützt, sind dabei die Moleküle und lebendigen Wesenszellen dieser geistigen Struktur. Wesenszellen die selber kleine Geister sind, was man spätestens dann bemerkt, wenn man sie gemäß der maurerischen Aufforderung, erkennen, beherrschen und veredeln, also unter Kontrolle bringen will. Sie bilden die Haut, das Fleisch und Bein unseres Wesens, das sich nur erheben lässt wenn diese geistigen Glieder durch das Bewusstsein zu einem unlösbaren geistigen Organismus verbunden sind.

Damit beschreibt Stejnar ein anschauliches Denkmodell, eine Anatomie und Physiologie für Geist und Seele welche die Vier Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde, durch die jeder Freimaurer bei seiner Initiation geführt wird, und die er kennen lernen muss, in einem völlig neuem Licht erscheinen lässt. Mit seinen Thesen, die zeigen wollen, dass Geist und Materie nach den gleichen Regeln funktionieren, will er eine Brücke bauen welche die Welt der Esoterik mit der Welt der Wissenschaft verbindet.

Die Esoterik der vier Elemente in der Freimaurerei nach Emil Stejnar

Die von den Philosophen der Antike beschriebenen vier Elemente der materiellen Welt sind nach Stejnar auch die Grundbausteine unserer geistigen Existenz: Feuer, Wasser, Luft und Erde sind der Schlüssel zum Verständnis der Natur, des Lebens und des bewussten Seins. Und sie sind heute genauso aktuell wie vor dreitausend Jahren. Inzwischen weiß man, die Grundlage jeder geordneten Realisierung, jeder Schaltplan, auch der genetische Code der das Leben regelt, funktioniert über vier Komponenten. Die Gesetze der Kybernetik gelten nicht nur zur Steuerung mechanistischer Vorgänge, auch die Technik des Lebendigen, mit ihren selbstregulierenden sensomotorischen Rückkopplungsschleifen, beruht auf vier Schaltelementen. Auch das Selbstbewusstsein das sich in seiner höchsten Form in der Erkenntnis "ich bin" manifestiert, erwacht erst aus dem Zusammenwirken von vier Elementen die in Form von Denken, Fühlen, Wollen und Bewusstsein das Wesen der menschlichen Persönlichkeit ergeben. Zur Erreichung eines bestimmten Ziels oder zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Zustandes sind vier Instanzen nötig. Im Regelkreis der Kybernetik des Bewusstseins erfüllt Wasser (das Fühlen) die Funktion des Messfühlers. Luft (das Denken) übernimmt die Funktion des Reglers der den Istwert mit dem Sollwert vergleicht und ein Programm zur Steuerung erdenkt. Das Feuer (der Wille) erfüllt mit seiner Kraft die Aufgabe des Antriebs der über das Stellglied die Regelung durchführt. Und dem Erdelement (Bewusstsein) entspricht das zu regelnde System in seiner Gesamtheit. Jedem Element entsprechen bestimmte geistige Fähigkeiten und Eigenschaften die gezielt geschult und entwickelt werden müssen damit der Schaltkreis des Bewusstseins funktioniert. Das Durchblick schaffende Denken wird als Funktion der inneren Luft gesehen. Das passiv Empfindende des Fühlens entspricht dem inneren Wasser. Das drängend Aktive des Willens dem inneren Feuer. Und das Bewusstsein das alle drei Fähigkeiten vereint entspricht der inneren Erde. Vier geistige Glieder die in ihrem Zusammenwirken das Selbstbewusstsein tragen, das in der Vorstellung "ich bin" erwacht, und nur dann selbst und bewusst agieren kann wenn der Betreffende diese vier Glieder, auf die er sich stützt, beherrscht. Deshalb spielen die 4 Elemente in der Freimaurerei eine so bedeutsame Rolle. Der Weg des Freimaurers beginnt mit einer Reise, die durch Feuer, Wasser, Luft und Erde führt. Und diese Elemente treten nicht nur bei der Aufnahme in den Bund in Erscheinung sondern spiegeln sich in der Einrichtung des Tempels und wiederholen sich im Ritual. Weisheit, Stärke und Schönheit finden erst in ihrem Zusammenwirken zur Vollkommenheit. Erkenne dich selbst, beherrsche dich selbst, veredle dich selbst - und du findest dich selbst - ist die Lehre die wir daraus ziehen. Die "Magie" des Rituals rückt unsere vier feinstofflichen Wesensglieder durch die agierenden hammerführenden Meister ins Bewusstsein. Indem sie in einer Symbolgestalt vor uns erscheinen, werden sie erkannt, bezeichnet und damit leichter unter die bewusste Kontrolle des Geistes gebracht. Man personifiziert die Strebungen seines Wesens, lässt sie aus sich heraustreten und erkennt sich selbst als der wahre, seine Geistesglieder vereinende Meister. Damit wird die Aufforderung: "Erkenne dich selbst" zu einem Hinweis auf die Suche nach dem Geist. Das Rituale und Symbole verändernd auf das Tiefen-Ich einwirken ist bekannt. Die Freimaurerei nützt dieses Phänomen und kann so die Beschaffenheit und Gestaltung des Geistes dem Bewusstsein zugänglich machen. Das besondere Gewebe von Lehre, Symbol und Ritual stimmt den Verstand und das Gemüt systematisch auf das dargelegte Wissen ein. Ziel ist die Beherrschung der vier Elemente und damit die Vervollkommnung seines erwachten ICH. Indem man sich vergegenwärtigt, dass man ein Geistwesen ist das seine vier Wesensglieder: das Denken, Fühlen, wollen und Sein als übergeordnete Instanz von seiner Mitte aus überblickt, macht man sich seine geistige Struktur bewusst und erkennt sich in der Vorstellung "ich bin" als fünfte gebietende Kraft. Erst über diese "fünf Punkte der Meisterschaft" kann der Meister sein Bewusstsein aus der Materie befreien und sich in geistige Sphären erheben. Um den Geist der vier Elemente bewusst zu machen entwarf Stejnar das "Ritual der hermetischen Vier" das im Unterschied zum bekannten Freimaurer Ritual, anstelle der drei Lichter die vier Elemente in den Vordergrund stellt. Um auch praktische Erfahrungen zu ermöglichen gründete er 1989, im Rahmen der Quatuor Coronati, die Forschungsloge "Esoterischer Kreis." Für die interessierten Brr.: stellte er das "Archiv hermetischer Texte" zusammen, Kopien einer umfassenden Sammlung einschlägiger seltener Werke und Manuskripte aus der Welt der Magie und Mystik und aus dem Gedankengut der Gnostiker und der hermetischen Praxis unterschiedlicher Traditionen. Damit wurde erstmals eine seriöse wissenschaftliche Geistesforschung initiiert und mit den neuesten Erkenntnissen der heutigen Naturwissenschaft verknüpft.

Esoterik, die Lehre von der Arbeit mit dem Geist nach Emil Stejnar

Stejnar beschränkt sich nicht auf theoretische Ausführungen sondern gibt ganz konkrete Instruktionen für eine bewusste Geist und Seelenschulung. Die Übungen sollen dabei nicht nur die persönliche Vervollkommnung, sondern auch Erfolg und Erfüllung im profanen Leben bewirken. Wie hier durch das Wort so draußen durch die Tat heißt es in unserem Ritual. Stejnars Exerzitien sind daher nicht für den Tempel sondern für den Alltag vorgesehen. Er meint, wir werden nicht in die Welt sondern in einen Körper hineingeboren. Dieser Körper ist unser wahrer Tempel und in ihm beginnt die Arbeit mit dem Geist. Aus der Konfrontation mit seinen Bedürfnissen, der Beherrschung seiner Triebe und der Veredelung seiner Regungen gewinnt der Geist seine Kraft. Durch gezielte Arbeit an sich selbst und regelmäßige Bewusstseinskontrolle mit dem Gedanken: "Ich bin ein Geist in diesem Körper" kommt man seinem wahren Wesen immer näher. Ein "alchemistischer" Prozess, der die feinstofflichen Wesensglieder und Wesenszellen, also die bewusstseinstragenden Gedanken, Gefühle, und Eigenschaften aus denen das geistige Wesen besteht verändert, beginnt. Man erkennt, dass man als geistige Instanz, mit seiner Willens und Vorstellungskraft die Gedanken, Gefühle und Emotionen kontrollieren, bearbeiten und veredeln kann. Die Wiedergeburt, symbolisch bei der Initiation vorweggenommen, findet dann im Laufe des weiteren Lebens statt. Der Wandel bringt nicht nur Weisheit, Stärke und Mitgefühl sondern erhellt tatsächlich den Lebensweg, so, dass auch die profane Tätigkeit von der Arbeit mit dem Geist profitiert. Stejnars Exerzitien sind Teil eines zehnbändigen Lehrwerks der Geistesschulung. Wie in den alten Mysterienschulen und den Hochgradsystemen der Freimaurer, wird der Leser Stufenweise in die Welt der Magie und Mystik eingeweiht. Auch die geheime Esoterik des Christentums wird offengelegt: Was die Freimaurerei durch die vier Elemente ausdrückt, ist in der christlichen Symbolik das Kreuz. Die vier Balken an die der göttliche Geist gebunden ist, sind für den Menschengeist die vier Strebungen seines Denkens, Fühlens, Wollens und Daseins die ihn, wenn er sie nicht aus seiner Mitte heraus kontrolliert, in unterschiedliche Richtungen ziehen und einseitig in Form von Meinungen, Gefühlen, Begierden und Gewohnheiten gefangen halten. Christus ist für ihn Symbol für das wahre "Ichselbst" das in jedem Menschen, sobald er sich sein geistiges Wesen bewusst macht, im Gedanken "ich bin" erwacht. Der Geist ist zuerst hilflos wie ein Kind im Stall, zwischen den Tieren, den Körpertrieben und primitiven egoistischen Regungen, gegen die er sich durchsetzen muss, ausgesetzt. Diese Selbstfindung des Geistes ist nur auf dem Weg durch die vier Elemente, durch eine Inkarnation in einem Menschenkörper in dem die vier Strebungen vereinigt und zu einer neuen Einheit zusammengefügt werden können, möglich.

Das ist die geheime Botschaft von der Geburt im Stall, dem Tod am Kreuz, und der Auferstehung. Stejnar weist nach, dass die magisch mystische Geistes Schulung der Jesuiten ganz den Regeln der hermetischen Tradition folgt und den unglaublichen Erfolg ihrer Organisation begründet hat.

Esoterik als Aufklärung im 3. Jahrtausend nach Emil Stejnar

Die sogenannte Aufklärung, an der bekanntlich namhafte Freimaurer beteiligt waren, brachte nur vorübergehend Erfolg. Der Einfluss religiöser Fanatiker ist heute größer als je zuvor. Islamistische Fundamentalisten, Orthodoxe Evangelisten, und pseudoesoterische Sekten verdummen noch immer die Menschen, beeinflussen die Politik und verunsichern die Welt. Man hat das Kind mit dem Bade - den Geist mit dem Klerus - ausgeschüttet. Naturwissenschaft und Technik konnte das Bedürfnis der Menschen an höhere Mächte zu glauben nicht befriedigen. Die Hoffnung auf eine bessere jenseitige Welt, die Frage nach dem Sinn des Daseins ist geblieben. Doch die Möglichkeiten neue Erkenntnisse zu sammeln haben sich verändert. Aus einfachen Versuchen entwickelten sich die unterschiedlichen Forschungsbereiche der modernen Wissenschaften, und aus simplen Glaubensformen entstand die seriöse Esoterik von der Arbeit mit dem Geist. Aufklärung beschäftigt sich heute nicht mehr mit dem Glauben an Gott und unsichtbare Geister, sondern mit der Erforschung von dem Geist der in jedem Menschen steckt: dem Geist der von sich sagt, "ich bin". Die moderne Esoterik untersucht wie man den Geist, der genau wie die physikalischen Kräfte nur in seiner Wirkung erkennbar ist, benützen kann. Keine unserer Wissenschaften kann erklären was Materie ist und trotzdem beherrschen wir einen großen Teil dieser stofflichen Welt. Wir kennen die mit der Materie verbundenen Kräfte, die Elektrizität, den Magnetismus, die Kernenergie und arbeiten damit. Wir nützen gezielt die Wirkungen der uns umgebenden Substanzen aber woraus die Welt besteht und was sie zusammen hält wissen wir nicht. Genauso ist es mit dem Geist. Auch vom Geist wissen wir nichts, aber trotzdem bestimmt er unser Leben. wir sind Geist und eingebettet in eine Welt des Geistes von dem wir ständig bestimmte Wirkungen zu spüren bekommen, doch den meisten von uns ist das gar nicht bewusst. Substanzlose Gedanken und Vorstellungen tragen unser Bewusstsein und bestimmen unsere Meinungen und Ziele in der Welt. Man hält für wahr was man glaubt, selbst die dümmste Vorstellung findet ihre Anhänger. Man wird bewegt von seinen Wünschen und Gefühlen, also von unstofflichen Energien, wie Hoffnung, Freude, Lust und Angst und kämpft gegen unsichtbare "Geister" die uns Fressen, Rauchen, Saufen lassen und scheinbar Teil von uns selber sind. Auch wenn man weiß, das liegt an den Hormonen, Botenstoffen und Synapsen, so erklärt das nicht wieso man, also der Geist, mit seiner Vorstellungskraft und Imaginationsfähigkeit das Gleiche bewirken kann. Auch das ist wissenschaftlich nachgewiesen, man denke da nur an die Ausschüttung von Hormonen bei bestimmten Gedanken oder den Placeboeffekt, oder an die sensationellen neurophysikalischen Erfindungen wo Gedanken Prothesen steuern und Affen mit ihrer Vorstellung drahtlos einen Cursor am Bildschirm bewegen. Neuronale Prozesse kann man auch durch Gedanken auslösen und steuern, und, wie die Neuroplastologie nachweist, verändert sich dabei tatsächlich auch das Gehirn.

Die Frage nach dem Wesen des Geistes ist heute aktueller denn je und hat den anrüchigen Boden der Esoterik längst verlassen. Wer sich fragt, was vom ihm nicht Materie ist und trotzdem für ihn spürbar existiert, wird als erstes seine Gedanken und Gefühle nennen. Und in der Tat, die Wissenschaft ist dem Wesen der Gedanken und Gefühle auf der Spur. Die Arbeit mit den Geist ist nicht auf den Tempel beschränkt. Sie beginnt heute im Sportstudio wo der Mentalcoach die Spitzensportler trainiert. Heute bedarf es keiner Initiation oder Weihe um sich seinen Geist bewusst zu machen. Die tägliche Konfrontation mit seinen geliebten und ungeliebten inneren Regungen, den Körpertrieben, den Gefühlen und den Gedanken die sich aufdrängen und einen bewegen, zumeist in eine Richtung die man gar nicht will, ist, sobald man sich seinen Zustand bewusst macht und sich selbst als Beobachter und als Gebieter über seine Regungen erkennt, die erste Arbeit mit dem Geist.

Der "Meister von Morgen" nach Emil Stejnar

Stejnars Esoterik ist keine Glaubensfrage. Im Gegenteil. Am Ende seines zehnbändigen Lehrwerks fordert er, dass man seinen Glauben gründlich überdenkt und hinterfragt, auch alle esoterischen Thesen, selbst wenn diese noch so logisch erscheinen und trostreich sind, wie zum Beispiel die Lehre von Karma und Wiedergeburt oder an ein Leben nach dem Tod. Die Säulen des Glaubens müssen abgetragen werden. Sogar das was man aus vollster Überzeugung glaubt und zu wissen vermeint ist in Frage zu stellen, denn persönliche Gewissheit schließt nicht aus, dass es auch anders sein kann. Damit folgen die Instruktionen Stejnars der Tradition der Freimaurer, die kurz vor Ende des Weges die Säulen welche die Tempel, Moscheen und Kathedralen tragen, niederreißen. Doch dann verlässt Stejnar den Weg den die Freimaurer weisen. Er führt den Suchenden in keinen weiteren Tempel sondern verweist auf den einzigen heiligen Ort wo er finden kann was er sucht und die Reise begann: das ist der Körper in den jeder hineingeboren wurde. Das Licht das diesen Tempel erhellt ist das Bewusstsein und der Geist, für den dieser Tempel errichtet wurde und der in ihm wohnt, ist kein fremdes Wesen, ist kein Gott der sich anbeten lässt und seine Anhänger in heilige Kriege führt, sondern das ich selbst. Der wahre Meister, so lehrt er, gehört keiner Religion, keiner Glaubens- keiner Initiationsgemeinschaft an. Ab einer bestimmten Stufe muss er seinen Weg alleine finden und gehen. Er sucht nicht mehr was andere lehren, sondern nach dem das er in sich finden kann. Der im letzten Grad der Freimaurer in Aussicht gestellte "Meister von Morgen" der über allen Religionsstiftern und Begründern von Philosophieschulen und Initiationsbünden steht, steigt bei Stejnar weder vom Himmel herab noch wird er durch eine Initiation zum Leben erweckt, er begegnet diesem "Strahlenden Stern" von morgen schon heute, in dem zur Selbsterkenntnis gereiften Gedankenbild der Wahrnehmung "ich bin."

Stejnars Buch ist ein Anlass zum Nachdenken. Es ist die vierte, stark erweiterte Neuauflage seiner "Exerzitien für Freimaurer", die bereits 1978 in den Blauen Blättern und 1984 im Bauhütten Verlag Münster erschienen ist. Die Instruktionen wurden ergänzt mit Baustücken, die in der von ihm im Rahmen der Quatuor Coronati gegründeten Forschungs Loge "Esoterischer Kreis" gehalten wurden. Sie sind nicht nur für Freimaurer sondern für alle suchenden Menschen gedacht. Die Thesen und Instruktionen erhellen jedem seinen Weg. Stejnar beweist, Esoterik kann intelligent, spannend und ungemein hilfreich für das profane Leben sein. "Exerzitien für Freimaurer" ist Teil von Emil Stejnars zehnbändigem Werk "Magie und Mystik im 3. Jahrtausend."

Bibliographie (Auswahl)

Verlagswerbung

Quelle: Wikipedia, Artikel dort: „Emil Stejnar“

Siehe auch

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