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Rezension: Jens Oberheide - Freimaurerei, ein Lebensstil

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Rezension: Jens Oberheide - Freimaurerei, ein Lebensstil

Kann man über ein Büchlein, das gerade einmal 20 (zwanzig) Textseiten enthält, die außerdem noch durch Illustrationen unterbrochen werden, eine Rezension schreiben? Man kann!
Man kann, wenn es eine so gut gelungene Broschüre wie diese ist.
Von Rudi Rabe

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Das Logo der Großloge von Israel (aus dem Buch): "Das Christenkreuz, der Halbmond des Islam und der Judenstern sind vereint und eingebunden im Winkelmaß und Zirkel - ein eindrucksvolles Symbol religiöser Toleranz."

Am Anfang steht der ethische Hintergrund der Freimaureridee: „To make good men better“, wobei wir heute ‚men’ mit ‚Menschen’ übersetzen sollten, was ja auch sprachlich völlig in Ordnung ist. Dieser englische Satz heißt soviel wie: „Freimaurerei kann nicht die Welt verbessern, sie kann aber gute Menschen dazu anstiften, bessere Menschen zu werden, in der Hoffnung, dass diese sich dann für das bessere Miteinander in einer besseren Welt einsetzen. ... Alles beginnt in Kleinen, und was nicht in Kleinen wenigstens versucht wird, das geschieht auch nicht im Großen. ... So formt sich aus den freimaurerischen Leitgedanken ein Lebensstil der individuellen Lebensführung und -deutung.“

Es folgen die vielgestaltigen geistesgeschichtlichen Wurzeln der Freimaurerei, mehrere Deutungen des ja eigentlich seltsamen Begriffs ‚Freimaurer’ und schließlich die Werte und Symbole (Winkelmaß und Zirkel, rauer und behauener Stein, usw.). Aber warum sind den Freimaurern ihre Symbole so wichtig: „Um nicht mit Statuten und Paragraphen etwa ideologische Konturen festzuschreiben, vielmehr größtmögliche Freiheiten zu öffnen, haben die Freimaurer eine Symbolsprache entwickelt, die zeitlos ist, immer wieder neu individuell gedeutet werden kann und alle Sprachbarrieren mühelos überwindet.“

Das ‚Geheimnis’ um das Ritual

Die Logen sind keine Geheimbünde. Sie sind eingetragene Vereine. Aber weshalb wird dann um das Ritual – ein „gruppendynamischer Prozess“ – so ein ‚Geheimnis’ gemacht? Weil man es nicht lesen sondern nur erleben kann: „Vielleicht verdeutlicht das Beispiel der Musik, wie es gemeint ist. Musik könnte man ‚lesen’, aber die Notenschrift ersetzt nicht das Gesamtkunstwerk einer Komposition und Interpretation. Musik muss man hören, erleben, nachklingen lassen. ... Auch freimaurerische Rituale könnte man ‚lesen’, aber auch sie erschließen sich erst durch das persönliche Erleben. Das Erleben ist das eigentliche ‚Geheimnis’.“

Es folgen weitere Details zu dem, was die Freimaurer Tempelarbeit nennen, sowie Organisatorisches von der Loge bis zur Großloge. Themen wie die Beziehungen der Freimaurerei zur Religion (keine Dogmen, aber eine Minimalbeziehung), zu den Kirchen und zur Politik runden das Büchlein ab.

Die Zielgruppe? Fast alle!

So viel kompakte Information auf kaum 20 Seiten! Chapeau! Zielgruppe des Buches sind interessierte Nichtmitglieder (die Freimaurer nennen sie ‚Profane’), aber ebenso jene Brüder, die noch nicht ganze masonische Bibliotheken inhaliert haben: also wohl fast alle. Die Broschüre ist eine Publikation der ‚Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland’ (AFAM). Sie passt aber genau so gut zu Brüdern der anderen deutschen Großlogen sowie aus Österreich und der Schweiz.

Das Layout stammt von Hartwig Kloevekorn. Publiziert wurde das Büchlein vom Salierverlag Leipzig; dieser pflegt innerhalb seines Programms eine eigene Freimaurerreihe.

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