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Traktat: Die Suche nach mehr Menschlichkeit

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Die Suche nach mehr Menschlichkeit

Von Uwe Dörger




Lieber Bruder *** nun bist Du heute in unsere Mitte getreten und hast Dich den Reisen und Fragen und auch den Ritualen unserer Gemeinschaft gestellt. Eine Entscheidung die mehrfach hinterfragt wurde. Die Du aber immer wieder unbeirrt positiv beantwortet hast. Womit wir Dich hier in unserer Gemeinschaft herzlich willkommen heißen.

Viele Eindrücke, die Dich von heute an, ein Leben lang begleiten werden. Ja, für mich war dieser Tag in meinem erleben, wie eine neue Geburt. Auch für Dich ist diese wunderschöne neue Situation eine Herausforderung, die mit der Frage verbunden bleibt: was kommt nun auf mich zu? Was ist anders in und mit der Freimaurerei? Werde, oder bin ich jetzt ein anderer Mensch?

„Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen des Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft begründet ist.“ Das sind Worte des Freimaurers Gotthold Ephraim Lessing. Nur wer aufbricht, kommt an. Mit dem heutigen Tage bist Du lieber Bruder aufgebrochen. Aber wohin? Auf die Suche nach mehr Menschlichkeit?

Zeitgemäß interpretiert könnte man sagen, dass die Freimaurerei in ihrer Wurzel kein neuartiges, nichts verfälschtes sondern ein natürliches, tief im Wesen jedes Individuums verankertes, immer schon existierendes Streben nach friedlicher Gemeinsamkeit, Freiheit und Gerechtigkeit beinhaltet. Also ein Suchen nach umfassender Menschlichkeit.

Nun könnte man einwenden, diese Form der Deutung ist eher eine schwärmerische Utopie, ein nicht erreichbares Idealbild. Etwas, das mit der Realität wenig zu tun hat. Von Menschen-freundlichkeit war und ist die Welt nicht wirklich geprägt. Obwohl die Barmherzigkeit und Liebe die Menschheit tragen sollten.

Ist die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, unabhängig von der Realität oder vielleicht gerade wegen der humanitären Defizite, nicht ein „tief im Wesen des Menschen“ verankertes Streben nach den Grundsätzen der Menschenwürde?

Wie lässt sich dieser Anspruch realisieren? Jede Idee, jedes Werk entspringt grundsätzlich erstmal der Überlegung des Einzelnen. Eine Verbreitung findet dann statt, wenn der Gedanke den Vorstellungen vieler Menschen entspricht. Wenn die darin enthaltene Forderung nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges enthält und als allgemeingültig und richtig empfunden wird.

Entscheidend dabei ist also der einzelne Mensch. Nur von ihm als Individuum kann eine Änderung oder Idee kommen, Bevor diese dann von der Gemeinschaft weiter getragen wird. Der Humanitätsgedanke, die Suche nach Menschlichkeit und der Versuch der Verwirklichung, sind ein Grundpfeiler der Freimaurerei.

Grundsätzlich sagt uns die Geschichte, dass nur auf den Weg gebrachte Ideen das Ziel erreichen. Wir erinnern uns? Nur wer aufbricht kommt an.

Gib anderen, was du selbst empfangen möchtest, Liebe Unterstützung, Wertschätzung, Anerkennung – und du wirst all das selbst erhalten. Lass dein Herz ein Organ der Wahrnehmung sein und nicht deinen Verstand. Erlaube deinem Herzen, dein Führer zu sein und nicht deinem Kopf. Der Verstand hat nicht das Unterscheidungsvermögen des Herzens. Ein Sinn-spruch von Sananda, der Menschlichkeit auf eine andere Weise definiert.

Eben nicht nur kritisieren in unserem täglichen Umfeld, jeder weis wie schwer das fällt. Einmal nicht beurteilen, verurteilen, kategorisieren oder schubladisieren. Den Mut zu haben eine Situation einfach so hinzunehmen und auszuhalten. Und dankbar zu sein, ein kleines Stück vom Glück an jemanden anderen weitergeben zu dürfen und zu können.

Auf die Dauer der Zeit, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an, sagte einmal Marc Aurel. Dieser Satz führt zum innehalten. Gibt einem einen Moment der Ruhe, noch einmal über die Worte nachzudenken. Auf die Dauer der Zeit, nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an (leise gesprochen).

Die Farbe des aktuellen Gedankens bestimmt nicht nur unsere Gegenwart, sondern auch die Zukunft. Mehr Menschlichkeit in den Alltag gebracht, ein kleines lächeln, wo ich mich aufregen würde. Eine Geste des helfens, wo ich mich abwenden würde. Ein zuhören, wo ich nicht zuhören würde. All das soll die Suche nach der Menschlichkeit in ein finden und umsetzen in den gelebten Alltag eines Freimaurers fördern.

Lieber Bruder, Dir wünsche ich, das du Aufbrichst mit vielen hellen Farben deiner Gedanken und mit viel Mut für Menschlichkeit. Eine gute Vorraussetzung für das Leben in und mit der Freimaurerei. Das wünsche ich aber auch uns allen Brüder Freimaurer.

Es geschehe also.


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