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Chile

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Grafik: Schw. Elizabeth Eichhorn

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Chile

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

südamerikanische Republik. Maurer gab es bereits in den letzten Jahren der spanischen Herrschaft. Führende Liberale schlossen sich dem Bunde an, u. a. der Freiheitskämpfer O'Higgins (s. d.). 1851 gründeten französische Freimaurer in Valparaiso die Loge "Etoile du Pacifique", der auch viele Einheimische beitraten. 1854 gründeten Nordamerikaner die in englischer Sprache arbeitende Loge "Bethesda" (unter der Großloge von Massachusetts). Im gleichen Jahr gründete Manuel de Lima aus Curacao die erste in spanischer Sprache wirkende Bauhütte "Union fraternal".

Weitere französische Logen, ebenso wie die erste dem Grand Orient de France unterstehend, wurden in Copiago, Santiago und Concepcion gestiftet. Als Napoleon III. den Grand Orient zwang, als Großmeister den Marschall Magnan anzuerkennen, waren die demokratisch eingestellten chilenischen Logen mit diesem unkonstitutionellen Vorgehen nicht einverstanden und gründeten 1862 eine eigene Großloge mit Sitz in Valparaiso (erster Großmeister Juan de Dios Arlegui). Diese arbeitet nach dem Schottischen Ritus. Nach dem Erdbeben und der großen Feuersbrunst von Valparaiso 1906 wurde der Sitz der Großloge, deren Archive ebenfalls der Katastrophe zum Opfer fielen, nach Santiago verlegt Die Großloge um faßte 1930 68 Logen und 23 Zirkel mit etwa 5800 Mitgliedern. Daneben gibt es eine Anzahl vor 1907 gegründeter Logen unter auswärtigen Obedienzen, unter diesen zwei deutsche in Santiago (unter der Großloge von Hamburg), eine englische, fünf schottische, eine französische eine italienische, amamerikanische (untereiltere Dep. Distriktsgroßmeister von Massachusetts)

Die chilenische Maurerei, die wiederholt heftigsten Attacken von klerikaler Seite ausgesetzt war, arbeitete für Trennung von Kirche und Staat, bemühte sich um das Gesetz über den obligatorischen freien Elementarunterricht, bei des zur Zeit der Staatspräsidentschaft von Arturo Alessandri (s. d.). Seitdem die Scheidung von Kirche und Staat gesetzlich vollzogen ist, konnten die Logen freier aufatmen. Das manifestiert sich u.a. darin, daß es ihnen jetzt möglich ist, Grundstücke und Gebäude, in denen sich die Tempelräume befinden, ihr als Eigentum zu deklarieren, was ihnen als "geheimen Gesellschaften" früher nach den Gesetzen unmöglich war. Die Logen errichteten Volksschulen, erhalten mehr als 30 Abendschulen für jugendliche Arbeiter, mehr als 30 Pfadfinderkorps mit 8000 Knaben und Mädchen, Ferienkolonien und veranstalten wissenschaftliche Vortragsreihen für Arbeiter- Großlogenhaus: Delicias 655-658, Santiago de Chile, ebendort auch der Sitz des 1899 gegründeten Obersten Rates des A. u. A. Schottischen Ritus.

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