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Deutsche Union

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Inhaltsverzeichnis

Die Deutsche Union oder die ZweiundZwanziger

Quelle Allgemeines Handbuch der Freimaurerei Bd. 1 Brockhaus, 1822

Karl Friedrich Вahrdt, Doktor der Theologie, Verfasser einer Menge Schriften über Philosophie, Theologie, Dogmatik usw., gründete im Jahre 1787 in Verbindung mit mehrern Freimaurern eine geheime Gesellschaft unter dem Namen „Die deutsche Union“ oder die „Zwei und Zwanzi´ger“,

deren Zweck war, die ersten Gelehrten, Schriftsteller und Künstler an sich zu ziehen, sich des ganzen deutschen Buchhandels Meister zu machen und auf diesem Wege auf den Geist der deutschen Nation Einfluss zu haben.

Allein Bahrdt´s Ruf als Deist, in den er durch sein bürgerliches Leben und seine Schriften gekommen war, machte diese Union sowohl den Regierungen, als auch der Mehrheit der Freimaurer, verdächtig, so dass sie nicht den erwarteten guten Erfolg hatte und sicli auflösete, als Bahrdt im Jahr 1789 nach Magdeburg auf ein Jahr in's Gefängnis abgeführt wurde, weil er eine Schmähschrift gegen das Religionsedikt des preussischen Minister Johann Christoph von Wöllner herausgegeben hatte.

Sendschreiben der "Deutschen Union"

Quelle: Das Ganze aller geheimen Ordens-Verbindungen von August Siegfried von Goué, Verlag Heinrich Gräff, Leipzig 1805, S. 306 ff. bearbeitet von H. Thorandt

An die Öffentlichkeit trat dieser Orden mit dem Sendschreiben "An die Freunde der Vernunft, der Wahrheit und Tugend".

Der Inhalt war (gekürzt und in moderne Sprache übertragen):

a) Es existiert eine Gesellschaft von 21, die teils aus Staatsmännern, teils aus öffentlichen Lehrern und teils aus Privatpersonen besteht. Diese Gesellschaft will die Aufklärung und Bildung der Menschheit fördern und hierfür ein Institut gründen.

b) Wer diesen Plan fördern will, soll der Deutschen Union seine Gesinnung, seinen Stand und Wohnort mitteilen.

c) Niemand soll zu Geldgeschäften oder Geldbeiträgen genötigt werden.

d) Korrespondenzen mit der Union hat derjenige selbst zu bezahlen, der mit ihr in Kontakt tritt.

e) Für Kopien, Schreibung und Versand muss ein Taler gezahlt werden, weil die Union in ihrem Zentrum ein Sekretariat von 4 Personen betreibt.

f) Wer der Gesellschaft als Mitglied und Teilnehmer beitrete möchte, soll Kontakt mit einigen ihrer vornehmsten Mitglieder suchen, da der Ort und die wenigen Personen des Zentrums geheim gehalten werden muss.

Die 3 Grade der "Deutschen Union"

  • 1. Grad Der Jüngling
  • 2. Grad Der Mann
  • 3. Grad Der Alderman

Eid der Deutschen Union

Die Mitglieder mussten einen Eid unterschreiben, und bekamen erst dann den Plan:

Mit diesem Eid mussten sie sich verpflichten, den Zweck der Union zu lieben und zu befördern, den Plan der Gesellschaft niemandem zu zeigen, diesen mit möglichster Wärme zu begünstigen, wenn dieser mit den strengsten Grundsätzen der Moral übereinstimmt, alle ihre Bekannten und Korrespondenten zum Beitritt zu ermuntern und kein Mitglied zu verraten.

Dies alles mit dem Wortlaut: "So wahr ich lebe und an einen Gott glaube und liebe!"

Theaterstück über "Die Deutsche Union"

Das Theaterstück welches Knigge 1790 schrieb hieß: Doctor Bahrdt mit der eisernen Stirn oder Die deutsche Union gegen Zimmermann.

In diesem Theaterstück erscheinen viele namhafte Männer als Figuren:

Schriften über die "Deutsche Union"

  • Mehr Noten als Text oder die deutsche Union der Zwey und Zwanziger, eine neuen geheimen Ordens, zum Besten der Menschheit. Leipzig bey Göschen, 1789, 8 Bogen, groß 3.
  • Geschichte und Tagebuch meines Gefängnisses, nebst geheimen Urkunden und Aufschlüssen über deutsche Union, von D. Karl Friedlich Bahrdt. Frankfurt am Main 1790, bey Varrentrapp und Wenner, 20 Bogen in 8
  • Nähere Beleuchtung der deutschen Union, wobey zugleich gezeigt wird, wie man für einen sehr wohlfeilen Preis ein schottischer Maurer werden kann. Frankfurt und Leipzig, 1789 4 Bogen in 8
  • Briefe angesehener Gelehrten, Staatsmänner und anderer an den berühmten Märtyrer D. Karl Friedrich Bahrdt seit seinem Hinweggange von Leipzig 1769 bis zu seiner Gefangenschaft 1789. Leipzig in der Weygandschen Buchhandlung 1798

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