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Freimaurerinstitut für Töchter

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Das Bild zeigt das Freimaurerinstitut, es handelt sich nicht um das Gebäude der Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter. Bild siehe Deutsche Fotothek Dresden http://www.deutschefotothek.de

Inhaltsverzeichnis

Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände (genannt Freimaurerinstitut für Töchter)

Einleitung

Freimaurer waren schon immer darauf bedacht Kinder und Jugendliche zu erziehen und zu bilden. Besonders mittellose Familien und Waisen sollten gleiche Chancen auf Bildung erhalten. Zuerst wohl mehr für mittellose Kinder von Freimaurern gedacht, weitete sich der Gedanke zu einer umfassenden Hilfe für bedürftige Schüler aus. Freimaurer fühlten sich schon früh sozial verantwortlich. Denn nur gebildete Menschen können selbstbestimmt leben. Deshalb gab es mehrere Schulgründungen auf der ganzen Welt, insbesondere höhere Mädchen oder Töchterschulen.

In England wurde am 26. März 1788, die "Royal Freemasons school for female children", auch kurz "The girlschool" genannt, eine Erziehungsanstalt für Mädchen armer Freimaurer, in St. Johns Hill, Battersea Rise, in London gegründet. Ihr Präsident war der Herzog von Sussex. Nach 1870 lautete die Losung der französischen Freimaurerei: Schulen, Schulen und abermals Schulen! In der Literatur besonders hervorgehoben werden die beiden von Freimaurern gegründeten Institute für Knaben und für gebildete Töchter in Dresden.

Im Jahre 1852 eröffneten die Brüder der Loge "Zum goldenen Apfel" i. Or. Dresden eine „Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände" verbunden ab 1859 mit einer Lehrerinnen-Bildungsanstalt, aus welcher bis Johannis 1861 14 Zöglinge hervorgegangen waren, die als Erzieherinnen und Lehrerinnen in Familien und Schulen wirkten.

Hohe Stiftungssummen bis 30.000 Taler von einzelnen Brüdern der Apfelloge, insbesondere von Br. Just, erlaubte es der Loge "Zum goldenen Apfel" ein Grundstück vor dem "Löbtauer Schlage" zu erwerben (Löbtauer Straße 13).

Das Dresdner Journal schrieb 1860: Der jüngst verstorbene Herr Schütze auf Schweta hat der von der hiesigen Freimaurerloge "Zum goldenen Apfel" begründeten Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände 1000 Taler legirt. (Br. Schütze war in einer Londoner Loge zum Freimaurer aufgenommen worden und seit längerem Ehrenmitglied der Loge "Zum goldenen Apfel"). Quelle: Die Bauhütte: Zeitung für Freimaurer, 21. Juli 1860, Jg. 3, Nr. 30

Schülerzahlen

  • 1860 132 Tagesschülerinnen und 59 Pensionärinnen
  • 1867 174 Tagesschülerinnen und 59 Pensionärinnen

Lehrerkollegium

Der Vorstand setzte sich aus 16 Mitgliedern der Apfelloge zusammen.

Das Lehrerkollegium umfasste 7 Lehrer und 7 Lehrerinnen und mehrere Fachlehrer, deren Zahl unerwähnt bleibt (Angabe vom Jahr 1861).

Gelehrt wurde Religion, Naturwissenschaften, Sprachen, Geschichte, Geografie, Rechnen, Schreiben, Zeichnen, Musik, Tanz und Gymnastik und für uns heute komisch ein Fach das sich "weibliche Arbeiten" nannte. Turnunterricht erhielten im Zeitraum von 1855 bis 1867 160 Mädchen am Freimaurerinstitut.

Lehrer und Lehrerinnen ab 1854

  • Direktor und 1. Lehrer: Karl Friedrich Krumbholtz
  • stellvertretender Direktor und 2. Lehrer: Wilhelm Julius Zähler
  • Musiklehrer und 3. Lehrer: Heinrich Gustav Beckert (seit 1854)
  • 4. Lehrer: Hugo Bernhard Forwerg, Entomologe (Insektenforscher), 2. Schriftführer im Verein für Erdkunde
  • Musiklehrer und 5. Lehrer: August Weber
  • Turnlehrer: Th. Wilcke
  • Musiklehrer: K. Sauer
  • Englischlehrer: Fr. Michel
  • Direktor, Dr. ph. Carl Friedrich Gärtner (seit 1862)
  • Lehrerin Rosalie Clementine Töpfer(seit 1862)
  • Lehrerin Marie Elise Liebel (seit 1862)
  • Lehrer Christian Wilhelm Zweigler (seit 1865)
  • Lehrer Johannes Blochwitz (seit 1865)
  • Lehrer Karl Moritz Bieber (seit 1866)
  • Lehrerin Margarethe Pauline Bormann (seit 1867)
  • Oberlehrer Ewald Theodor Bachmann (seit 1878) bedeutender Flechtenforscher und Moose-Sammler, gilt als Autor mehrerer Namen für Moose.

Werke über Erziehung

  • Karl Krumbholtz: "Fehler der modernen Erziehung" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1858
  • Karl Krumbholtz: "Einfachheit der Erziehung" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1859
  • Julius Zähler: "Ein Beitrag zur Beantwortung der Frage: Wie kann und soll das Elternhaus auf eine ästhetische Bildung seiner Töchter hinwirken helfen?" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1860
  • Karl Krumbholtz: "Verziehung" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1861
  • August Weber: "Erziehung zur Moralität" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1862
  • Gustav Beckert: "Die hohe Bedeutung des Gesanges in der Schule" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1863
  • Johannes Blochwitz: "Über den naturhistorischen Unterricht in höheren Töchterschulen" Verlag Liepsch&Reichardt Dresden 1866
  • Wilhelm Zweigler: "Ueber den Umgang mit den Kleinen" Verlag Liepsch & Reichardt Dresden 1867

Quelle: http://www.slub-dresden.de → slub-dresden.de (habe diese Quelle nicht benutzt, sondern alte Bibliotheksdateien von mir privat! MfG H.Thorandt)

Lehrerinnen

Beispiele aus dem Lehrkörper der Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter gebildeter Stände in der Rosenstraße Ecke Maternistraße. Bisher konnten wir nicht ausreichend klären ob es sich um das Freimaurerinstitut für Töchter handelt.

Quelle: frauenwiki-dresden.de http://www.frauenwiki-dresden.de

  • Florentine Baumgarten-Crusius, seit 1882 Leiterin des Fröbel-Kindergartens
  • Margaret Walker, Lehrerin des Englischen
  • Therese Eberhardt, seit 1880 Handarbeitslehrerin der Unterklassen
  • Marie Müller, seit 1880 Lehrerin des Französischen
  • Hedwig Warkhold, Turnlehrerin
  • Marie von Harlessem, seit 1880 Handarbeitslehrerin der Oberklassen
  • Marie Goebel, seit 1881 Lehrerin
  • Martha Siemens, seit 1880 Lehrerin

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