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Friedrich zum weißen Pferde

Aus Freimaurer-Wiki

Johannisloge:

"Friedrich zum weißen Pferde"

Orient: Hannover
Matr.-Nr.: 19
Gründungsdatum:
arbeitete bis:
erneut ab:
1746
1935
1945
Großloge: AFuAMvD

Inhaltsverzeichnis

Friedrich zum weißen Pferde

Quelle: Webseite der Loge

Die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“ ist die älteste und größte Loge in Hannover und mit 130 Mitgliedern eine der größten Logen in Deutschland. Sie wurde bereits 1746 gegründet und besteht somit seit 264 Jahren. Dies ist ein lebendiger Beweis dafür, dass das Gedankengut der Freimaurerei von zeitloser Attraktivität ist.

Geschichte der Loge

Geschichte der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“.

Dr. Siegfried Schildmacher, 26. Februar 2010

Die Loge „Friedrich“ von 1746 bis 1765

21.1.1746 Ausstellung des Konstitutionspatentes

Bruder Georg Ludwig Mehmet von Königstreu wird berechtigt, im Orient von Hannover die gerechte und vollkommene Freimaurerloge „Friedrich“ zu installieren. Mehmet von Königstreu war der Sohn des ersten Kammerdieners Georgs I, der als türkischer Kriegsgefangener nach Hannover gekommen war. Den Namen „Friedrich“ erhielt die Loge zu Ehren des Prinzen von Wales, Friedrich Ludwig (1707 – 1757), Sohn König Georgs II. von Großbritannien und Kurfürst von Hannover.

29.1.1746 Einweihung der Loge „Friedrich“, Versammlungsort war die Wohnung des Bruders von Reden, Mehmet von Königstreu wird der erste Stuhlmeister.

Die Loge „Georg“ von 1762 bis 1765

24.5.1762 Konstituierung der Loge „Georg“ in Hannover durch den Provinzial-Großmeister Jobst Anton von Hinüber.

Die Loge „Zum weißen Pferde“ von 1765 bis 1786

25.11.1766 Vereinigung der Logen „Friedrich“ und „Georg“ zu der Loge „Zum weißen Pferde“ im Logenlokal „Neue Schenke“.

1778 – 1781 Karl August von Hardenberg wird Stuhlmeister.

Seit dem 6.6.1810 wirkte Hardenberg als Staatskanzler des Königreichs Preußen und setzte zahlreiche Reformen durch.

Juni 1779 Ankauf des Logenhauses Köbelinger Straße 6.

1779 Stiftung des Werkhauses an der Langen Laube durch Bruder Alemann. Diese Einrichtung wurde fortan finanziell durch die Loge unterstützt.

Die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“ von 1786 bis 2010

28.11.1786 Annahme des Namens „Friedrich zum weißen Pferde“.

10.8.1801 Erste freimaurerische Arbeit nach dem „Schröderschen Ritual“, nach dem die Loge in leicht abgewandelter Form noch heute arbeitet.

28./29.1.1846 Feier des 100jährigen Stiftungsfestes (Zu diesem Anlass wurde von Friedrich Voigts das Buch "Geschichte der g. u . v. Freimaurerloge Friedrich zum weißen Pferde im Orient von Hanover" (Voigts Geschichte vom Pferd) vorgelegt.

1842 Brüder der Loge gründen die Pestalozzi-Stiftung zur Betreuung von Waisenkindern. Die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“ beschenkt bis zum heutigen Tage zu Weihnachten die Kinder der Pestalozzistiftung in einer Feier im Logenhaus in der Heiligengeiststraße 1.

1848 Paulskirchenversammlung

Von den 585 gewählten Vertretern des deutschen Volkes waren mindestens 56 Freimaurer. Aus dem Königreich Hannover waren fünf Abgeordnete Freimaurer: Br. Breusing (Osnabrück), Dammers (Nienburg), Freudentheil (Stade), Freiherr von Reden (Clausthal) und Johann Herrmann Detmold (Bersenbrück).

1855 – 1857 Bau des neuen Logenhauses an der Herrenstraße 9 zusammen mit den Logen „Zum schwarzen Bär“ und der Loge „Zur Ceder“.

27.6.1866 Schlacht bei Langensalza, als Folge wird die Großloge von Hannover aufgelöst und unsere Loge wird der preußischen Großloge „Royal York zur Freundschaft“ zwangsmäßig angeschlossen.

1896 Feier des 150. Stiftungsfestes: der Bruder Heinrich Wanner verfasst und veröffentlicht die „Geschichte der gerechten und vollkommenen Freimaurerloge 'Friedrich zum weißen Pferde' im Oriente von Hannover“.

1926 Die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“ hat 326 Mitglieder.

30.1.1933 Machtübernahme der Natinalsozialisten. Die Freimaurerei wird durch Hetzschriften verunglimpft und 1935 verboten und die Logenhäuser und das Vermögen der Logen beschlagnahmt. Freimaurer werden verfolgt und dürfen nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt werden.

27.4.1937 Eröffnung des sogenannten „Logenmuseums“ für Nord- und Nordwestdeutschland im ehemaligen Logenhaus in der Herrenstraße. Die Ausstellung war auf die Verhetzung der Bevölkerung gegen die Freimaurerei ausgerichtet. Das freimaurerische Gedankengut wurde verfälscht dargestellt. Die Freimaurerei hat heute noch gegen die damals entstandenen Vorurteile zu Kämpfen.

9.10.1943 Zerstörung des Logenhauses Herrenstraße 9 durch Bomben.

19.12.1945 34 Brüder reaktivieren die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“. Es wird der Beschluss gefasst, nach dem humanitären Prinzip und nach dem „Schröderschen Ritual“ zu arbeiten.

23.1.1946 wurde das 200. Stiftungsfest wegen des Mangels der Nachkriegszeit unter unwürdigen Umständen gefeiert.

1952 Gründung des „Freimaurerischen Hilfswerks“ durch Willy Täger.

26.1.1963 Eröffnung des eigenen Logenhauses in der Heiligengeiststraße 1.

1973 Beginn der Partnerschaft mit der Loge „LA PAIX“ in Amsterdam.

18.6.1996 Feier des 250. Stiftungsfestes unter Beteiligung aller Logen in Hannover in Verbindung mit dem Großlogentag, Herausgabe einer Festschrift.

2006 Feier des 260. Stiftungsfestes, Herausgabe der „Geschichte der Freimaurerloge „Friedrich zum weißen Pferde“ Hannover“ durch Dr. Siegfried Schildmacher unter Mitarbeit von Winfried Brinkmann und Edmund Woerner.

2010 Die Loge „Friedrich zum weißen Pferde hat 130 Mitglieder und ist damit die größte Loge in Hannover und eine der größten Logen in Deutschland.

Logengründungen durch die Loge „Friedrich zum weißen Pferde“

1747 „Augusta zum Goldenen Zirkel“ in Göttingen

1754 „Zu den drei Herzen“ in Wien

1781 Deputationsloge „Zum weißen Pferde in Ostindien“

1790 „Charlotte zur gekrönten Tugend“ in Stade

1796 „Zum Degen“ in Hoya

1815 „Georg zum silbernen Einhorn“ in Nienburg

1815 Feldloge „Adolphus zur deutschen Einigkeit und Treue“ in Condé, Frankreich

1958 „Augusta zu den drei Sternen“ in Alfeld

1968 „Albrecht Wolfgang“ in Stadthagen

1990 Wiederbelebung der Loge „Minerva zu den drei Palmen“ in Leipzig

2002 Wiederbegründung der Loge „Zu den drei Kronen“ in Königsberg



Siehe auch

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