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Island

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Foto: Hans Martin Bennetsen. Sankt Andreas Loge in Reykjavik / Island.
Logenhaus in Reykjavik. Foto: Roland Müller
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Inhaltsverzeichnis

Island

Die Große Landesloge der Freimaurer von Island

Einführung

Am Anfang der isländischen Freimaurerei stand die Gründung des Brudervereins Edda in Reykjavik im Jahre 1916. Im Jahre 1918 wurde Edda zu einer Instruktionsloge und ein Jahr später, am 6. Januar 1919, wurde sie zu einer vollwertigen Johannisloge. Seitdem sind zwölf weitere Johannislogen und fünf Instruktionslogen auf Island gegründet worden .

Die isländische Freimaurerei stand zu Beginn unter der Führung der dänischen Großen Landesloge. Die Große Landesloge von Island wurde als selbstständige Großloge im Jahre 1951 gegründet. Die Mitgliederzahl betrug am 15. März 2011 in Island 3379 Brüder.

Die isländische Freimaurerei arbeitet gemäß den Regeln des Schwedischen Systems, welches in den nordischen Ländern das meist verbreitete ist und auch in Finnland und Deutschland bekannt ist. Das System besteht aus elf Graden, die alle zur eigentlichen Freimaurerei gezählt werden. Dieses System ist von denen der englisch sprechenden Länder ein wenig verschieden.

Ausländische Freimaurer, die aus einer von der isländischen Landesloge anerkannten Loge kommen, sind herzlichst zu den Arbeiten der isländischen Logen eingeladen. Erwünschte Kleiderordnung: schwarzer Anzug, weißes Hemd und Fliege. Das Mitbringen der eigenen Regalien ist nicht notwendig, wird aber gerne gesehen. Die Gäste müssen sich vor der Arbeit als Mitglieder einer anerkannten Loge ausweisen und werden auf maurerische Weise geprüft. Auskünfte über die Arbeitstermine der Logen sowie Telefonnummern sind auf der Internetseite der isländischen Landesloge zu finden. Es wird darum gebeten, dass sich Besucher im Vorfeld anmelden.

Geschichte

Am 15. November 1913 kamen erstmals sieben Brüder aus dänischen und englischen Logen zusammen und gründeten die Brudergemeinschaft Edda. Aber sie hatten weitergehende Pläne, und am 6. Januar 1918 erhielten sie die Genehmigung des Dänischen Ordens eine Instruktionsloge zu gründen.

Die Instruktionsloge arbeitete nur ein Jahr, da schon am 6. Januar 1919 eine Erlaubnis zur Gründung einer Johannisloge erteilt wurde. Zu den 14 Gründungsmitgliedern gesellten sich noch am Tage der Gründung weitere sechs Brüder. Drei Brüder aus ausländischen Logen haben sich versetzen lassen und drei Brüder wurden aufgenommen. Es war damals nicht leicht damals, all die strengen Voraussetzungen zu erfüllen, aber die Brüder waren fest entschlossen.

Die ersten zehn Brüder in der Loge Edda waren: Ludwig Emil Kaaber, Holger Detell, Magnús Sigurðsson, Sveinn Björnsson (später der erste Präsident von Island), Arent Claessen, Jón J. Aðils, Carl Olsen, Ólafur G. Eyjólfsson, Hannes S. Hansson und Egill Jacobsen. Egill Jacobsen war der erste, der Geld in einem Fond zur Errichtung eines Logenhauses anlegte. Die Summe betrug im Jahr 1913 tausend Kronen im Jahre 1913, was heute einem Wert von mehreren Millionen entspricht.

Man könnte auch behaupten, dass die Freimaurerei schon 1905–1907 begonnen hatte als Br. Hannes S. Hanson aus Amerika zurück nach Island zog, aber er war aktiver Freimaurer in Dakota um 1890. Gleichzeitig siedelte der Däne Ludwig Emil Kaaber nach Reykjavik. Er war kurz vorher, am 21. Februar 1906, in der Loge Zorobabel og Frederik til det kronede Haab, Z&F, in Copenhagen angenommen worden. Ihm schließen sich kurze Zeit später Magnús Sigurðsson und Sveinn Björnsson, beide Rechtsanwälte, an. Schließlich stoßen noch zwei auf Island lebende Dänen und noch der aus Schottland kommende Isländer Ásgeir Sigurðsson hinzu.

Die Freimaurerei beginnt in Dänemark 1743 und die meisten der damaligen Logen hatten Stiftungsbriefe aus London, die die Durchführung der Rituale nach englischem Vorbild vorsahen. Die Dänen aber übernahmen 1765 das um diese Zeit in Deutschland dominierende System der Strikten Observanz (siehe Strikte Observanz). 1785 kam es durch die Übernahme des rektifizierten schottischen Ritus zu einer weiteren Änderung der Rituale. Ein viertes System wurde dann 1858 mit der Übernahme des Schwedischen Systems eingeführt, in dessen Folge die Dänische Großloge den Namen „Den Danske Store Landsloge“ (DDSL) erhielt.

Die Brudergemeinschaft traf sich zunächst im Haus von Ludwig Emil Kaaber, aber nach Errichtung der Instruktionsloge ein Jahr später hatte man bereits einen Tempel im obersten Stock des Gebäudes in der Austurstræti 16 (in einem Haus, das die Islaender Reykjavíkur apotek nennen). 1918 hatte ein sehr kalten Winter und die Temperaturen im Tempel lagen unter dem Gefrierpunkt, was eine warme Bekleidung während Arbeiten notwendig machte. An diesem Ort wurde am 6. Januar 1919 von 14 Brüdern auch die dann genehmigte Johannisloge gestiftet.

Weil die isländische Freimaurerei zur Grosse Landesloge von Dänemark gehörte, wurde 1934 auch ein Stuart Kapitel gegründet, dem heute die Große Landesloge von Island entspricht. Die Johannisloge Rún wurde 1932 gegründet, die Andreaslogen Helgafell und Huld 1949.

Am 23. Juli 1951 wurde dann die Freimaurerei in Island offiziell gegründet und ist seitdem von der Dänischen Großloge unabhängig.

Heute arbeiten:

  • Die Große Landesloge von Island
  • Ein Stuart Kapitel 1. Grades
  • 6 Andreaslogen
  • 18 Johannislogen
  • 3 Johannis-Instruktionlogen

Es gibt heute um 3500 isländische Freimaurer.

Kontakt

Siehe auch

Links

Logenhaus in Akureyri. Foto: Hadi Knütel
Freimaurerchor

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