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Rezension: Helmut Reinalter: Freimaurerische Kunst

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Aus der Schweizer Zeitschrift Alpina Nr. 2/2006

Was zog den Künstler des 18. Jahrhunderts zu den Freimaurern?

Die Bedeutung der Freimaurerei für die kulturelle Entwicklung ist heute unbestritten. Freimaurer waren praktisch auf allen kulturellen Gebieten tätig und leisteten so einen wichtigen Beitrag für die europäische Kultur und Geistesgeschichte. Zahlreiche Künstler aus allen Schaffensgebieten waren Freimaurer, bedeutend auch die zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen von Freimaurern in Gelehrtengesellschaften, Akademien und Universitäten.

Über den engeren Kunstbegriff hinaus bedeutet Kultur aus freimaurerischer Perspektive auch die Entfaltung jener menschlichen Fähigkeiten, die als «Veredelung und Vervollkommnung der menschlichen Persönlichkeit» umschrieben werden.

Die kulturelle Bedeutung der Freimaurerei lag und liegt auch heute im Bestreben, möglichst alle Glaubensbekenntnisse und die verschiedenen gesellschaftspolitischen Auffassungen in toleranter Form zu vereinigen. Die Beiträge renommierter Wissenschafterinnen und Wissenschafter in diesem Band zeigen aus interdisziplinären Perspektiven den freimaurerischen Einfluss auf das europäische Geistesleben auf.

Die Beiträge sind das Ergebnis einer wissenschaftlichen Tagung im Jahre 2002 in Bayreuth zu diesem Thema. Sie wurden von Helmut Reinalter in der Reihe «Quellen und Darstellungen zur europäischen Freimaurerei» als Band 5 herausgegeben.

Nach einer Einführung in das Thema, in der Helmut Reinalter auch die zehnjährige Arbeit der Wissenschaftlichen Kommission der [[Quatuor Coronati]] würdigte, stellt Karlheinz Gerlach bedeutsame deutsche Freimaurer als Künstler vor. Ursula Schaumburg-Terner und Kristiane Hasselmann setzen sich mit freimaurerischer Symbolik und Ritualistik auseinander. Dabei wird klar, welche künstlerische Bedeutung freimaurerische Ikonographie, Symbolik und Rituale haben.

Mit interessanten Aspekten zu Mozarts Freimaurermusik beschäftigt sich Kurt Drexel. Peter Volk würdigt das «Glasperlenspiel» von Hermann Hesse als Metapher der Freimaurerei. Michael Niedermeiers Beitrag befasst sich an einem konkreten Beispiel, nämlich des Herzoglich Englischen Gartens in Gotha, mit dem Einfluss freimaurerischer Symbolik auf die Gartenkunst des 18. Jahrhunderts.

Freimaurerische Kunst – Kunst der Freimaurerei ist ein Thema, das zunehmend Beachtung findet. Vor allem auch in Frankreich bemühen sich die Freimaurer der verschiedenen Obödienzen gemeinsam das Thema darzustellen. Dass es sich auch als Ausstellungsthema eignet, zeigt die gegenwärtige mustergültige Ausstellung im Musée des Beauxarts et d’archéologie in Besençon im französischen Jura (bis Ende Januar 2006). Es ist eine wunderbare Ausstellung. Die Ausstellungsmacher haben darüber hinaus zwei Kurzfilme gestaltet, in denen sie einzelne Kunstwerke auf ihre freimaurerischen symbolischen Wurzeln untersuchen. Schade, dass diese Ausstellung nur in Frankreich stattfindet. Man hätte ihr ein noch grösseres Publikum gewünscht.

(rezensiert vermutlich von Alfred Messerli)
Freimaurerische Kunst – Kunst der Freimaurerei.
Herausgegeben von Helmut Reinalter.
Studien-Verlag. Reihe: Quellen und Darstellungen zur
europäischen Freimaurerei. ISBN 3-7065-4115-7.

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