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Sonne

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Inhaltsverzeichnis

Sonne

Quelle: Freimaurer-Zeitung No. 11, März 1858, S. 82

Die Sonne regirt den Tag, aber wodurch? Durch Anziehung. Wir können bei ihr weniger das Leuchten besonders hervorheben, denn das hat sie ja mit allen Lichtern gemein. Sie ordnet und leitet die Bahnen der sie umkreisenden Wandelsterne durch die Kraft der Anziehung, welche sie vermöge ihrer Schwere ausübt. Durch die Kraft der Anziehung bildet sie den Sternenkreis, den sie belebt und erhellt; durch die Kraft der Anziehung umgiebt sie sich mit einer Anzahl von Gestirnen, die mit ihr wandeln auf ihrer ewigen Bahn; durch die Kraft der Anziehung hält sie diese Gestirne unverrückbar fest.

...

Die Anerkennung von der Größe und Wichtigkeit der Maurerei soll alle Herzen an sie ketten und auf immer festhalten; alle Maurer sollen gleich den Wandelsternen die Sonne der Maurerei umkreisen und mit der Sonne den großen Lichtzug durch das Weltall halten, indem sie die große ewige Mittelsonne der Geister den ewigen Baumeister umkreisen.

Zirkelcorrespondenz, 1877

Quelle: „Zirkelcorrespondenz unter den Johannis-Logenmeistern der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, Band 6“, 1877 https://books.google.de/books?id=OT7cZTSJ268C&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

(Alte Rechtschreibung bitte nicht korrigieren)

Licht und Finsterniss sind demnach zu einem Theile schon vermischt. Die physischen und moralischen Wirkungen dieser Vermischung der genannten Elemente auf die, kurz nach Vollendung des Kampfes geschaffene Welt deutet Mani an, wenn er sagt: dass alles, was sich im Menschenleben und in der Gegenwart an Erquickung des animalischen Lebens und der Seele, an Erwärmenden und Erleuchtendem, an Klarheit, Schönheit, Reinheit, kurzum an Angenehmem und Gutem findet, als vom Licht herrührend zu betrachten sei; alles Verderbliche und Schädliche dagegen, alles Beängstigende, Verletzende und Unreine, alles Versengende, Erstickende und Verderbende, mit einem Worte, alles Böse komme unter dem Bilde der Finsterniss zur Erscheinung. Aus dieser Mischung nun lässt Gott ... den "Baumeister der Welt", als vollkommenes Kunstwerk die sichtbare gegenwärtige Welt bilden, damit die gefangenen Lichttheile erst nach und nach erstarken und sich von der Materie losreissen könnten. Zur weiteren Förderung des Läuterungsprozesses schuf der Demiurg Sonne und Mond, um, was auf der Welt von Licht wäre, an der Säule des Lobpreises auszuscheiden, und "es steigt das so ausgeschiedene Licht zugleich mit den sich emporschwingenden Lobpreisungen, Hymnen, dem reinen Wort und den frommen Werken in die Höhe." Sonne und Mond sind die "Lichtschiffe" welche die gereinigten Seelen ins himmlische Vaterland, zum obersten reinsten Licht zurückführen.

Dem entgegen schafft der Fürst der Finsterniss zur Sicherung seines Besitzes aus dem ihm noch verbliebenen Reste jener Mischung das erste Menchenpaar, Adam und Eva, nach seinem eigenen und dem Bilde des Urmenschen. Nur so glaubt er die von der Materie sich losringenden Lichtkräfte, welche Sonne und Mond mächtig an sich ziehen, festhalten zu können. Wohnen daher in der Brust des Menschen, bei dessen Bildung sich die Dämonen der Gewaltthätigkeit, Habgier, der Sinnenlust und Sünde wirksam zeigen, zwei Seelen, eine gute und eine böse, so muss sich in ihm, dem Mikrokosmos, der Welt im Kleinen, jener Kampf der beiden Grundwesen im Makrokosmos reflectieren.

Als die höchsten Lichtwesen das Licht Gottes in den Geschöpfen der Finsterniss gefangen ... sahen, sandten Sie Isa, "Jesus", der zu unterscheiden ist von dem "Jesus patibilis", mit dem Auftrag zu Adam, "ihm die Erkenntnis und die Gerechtigkeit zu offenbaren." Er lehrte Adam die Gnosis, d. h. die Unterscheidung des Guten und des Bösen, das Paradieses und der Hölle, der ewigen Seeligkeit und der ewigen Verdammnis, und rettete ihn so vor den bösen Dämonen, während Eva dem Einfluss des Bösen, dem Reiche der Finsterniss verfiel.


Cantico delle Creature

Quelle: https://franziskaner.net/der-sonnengesang/

Loblied der Geschöpfe, Franz von Assisi, in altitalienischer Sprache im Winter 1224/25

Der Sonnengesang

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.
Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
klar und kostbar und schön.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.
Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.
Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Franz von Assisi, in altitalienischer Sprache im Winter 1224/25

Der "Große Hymnus" des Echnaton von Amarna

Quelle: https://www.uni-due.de/~gev020/courses/course-stuff/egypt-sunhymn.htm

Universität Duisburg-Essen, Institut für Evangelische Theologie

Assmann, Jan, (1938-). "Der "Große Hymnus" des Echnaton von Amarna (Amarnazeit, um 1340 v.Chr.)." TUAT 2,6. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 1991, 848-853.

Schön erscheinst du
im Lichtland des Himmels,
du lebende Sonne, Ursprung des Lebens /1/.
Du bist aufgegangen im östlichen Lichtland,
und du hast jedes Land mit deiner Schönheit erfüllt.
Du bist schön, gewaltig und funkelnd,
du bist hoch über jedem Land.
Deine Strahlen, sie umfassen die Länder bis ans Ende deiner ganzen Schöpfung,
als Re dringst du an ihre Grenzen
und unterwirfst sie deinem geliebten Sohn.
Du bist fern, aber deine Strahlen sind auf Erden,
du bist in ihrem Angesicht, aber man kann deinen Gang nicht erkennen.
Gehst du unter im westlichen Lichtland,
ist die Erde in Finsternis,
in der Verfassung des Todes.
Die Schläfer in der Kammer, verhüllt sind ihre Köpfe,
kein Auge sieht das andere.
Ihre Habe wird ihnen unter den Köpfen weg gestohlen, und sie merken es nicht.
jedes Raubtier ist aus seiner Höhle herausgekommen,
alles Gewürm sticht.
Die Finsternis ist ein Grab,
die Erde liegt in Schweigen:
ihr Schöpfer ist untergegangen in seinem Lichtland.
Am Morgen bist du aufgegangen im Lichtland
und bist strahlend als Sonne des Tages.
Du vertreibst die Finsternis, du gibst deine Strahlen,
die beiden Länder sind im Fest täglich.
Was auf Füßen steht, erwacht: du hast sie aufgerichtet,
sie reinigen ihre Körper und ziehen (5) Leinengewänder an;
ihre Arme sind in Lobgebärden bei deinem Erscheinen,
das ganze Land tut seine Arbeit.
Alles Vieh befriedigt sich an seinen Kräutern,
Bäume und Pflanzen grünen.
Die Vögel fliegen auf aus ihren Nestern,
ihre Flügel in Lobgebärden für deinen Ka.
Alles Wild hüpft auf seinen Füßen,
alles, was auffliegt und niederschwebt,
sie leben, wenn du für sie aufgehst.
Die Schiffe fahren stromab
und stromauf in gleicher Weise.
Jeder Weg ist offen durch dein Erscheinen.
Die Fische im Fluß springen vor deinem Angesicht;
deine Strahlen sind im Innern des Ozeans.
Der den Samen sich entwickeln läßt in den Frauen,
der Wasser zu Menschen macht;
der den Sohn am Leben erhält im Leib seiner Mutter
und ihn beruhigt, indem er seine Tränen stillt;
Amme im Mutterleib, der Luft gibt, um alles zu beleben, was er geschaffen hat.
Wenn (das Kind) herabkommt aus dem Leib,
um zu atmen (?) am Tag seiner Geburt,
dann öffnest du seinen Mund zum Sprechen (?) und sorgst für seinen Bedarf.
Wenn das Küken im Ei
redet in der Schale,
dann gibst du ihm Luft darinnen, um es zu beleben;
du hast ihm seine Frist gesetzt,
um (die Schale) zu zerbrechen im Ei;
es kommt heraus aus dem Ei,
um zu sprechen zu seiner Frist;
es läuft auf seinen Füßen, wenn es aus ihm herauskommt.
Wie zahlreich sind deine Werke,
die dem Angesicht verborgen sind,
Du einer Gott, dessengleichen nicht ist!
Du hast die Erde erschaffen nach deinem Herzen, der du allein warst,
mit Menschen, Herden und jeglichem Wild,
allem, was auf Erden ist und auf (seinen) Füßen läuft,
(allem,) was in der Luft ist und mit seinen Flügeln auffliegt.
Die Fremdländer von Syrien und Nubien
und das Land von Ägypten:
du stellst jedermann an seinen Platz und sorgst für ihren Bedarf,
jeder Einzelne hat zu essen, seine Lebenszeit ist festgesetzt.
Die Zungen sind verschieden im Sprechen,
ihre Eigenschaften (9) desgleichen;
ihre Hautfarbe ist unterschieden, (denn) du unterscheidest die Völker.
Du schaffst den Nil in der Unterwelt
und bringst ihn (herauf) nach deinem Willen,
um die Menschheit am Leben zu erhalten, wie du sie geschaffen hast;
du bist ihrer aller Herr, der sich abmüht mit ihnen.
Du Herr eines jeden Landes, der aufgeht für sie,
du Sonne des Tages, gewaltig an Hoheit!
Alle fernen Länder, du schaffst ihren Lebensunterhalt:
du hast einen Nil an den Himmel gesetzt, daß er herabsteige zu ihnen
er schlägt Wellen auf den Bergen wie der Ozean,
um ihre Äcker zu befeuchten durch seine Berührung.
Wie wirksam sind deine Pläne, du Herr der unendlichen Zeit!
Der Nil am Himmel, du (gibst) ihn den Fremdvölkern
und den Wildtieren eines jeden Berglandes, die auf ihren Füßen laufen.
Der (eigentliche) Nil, er kommt
aus der Unterwelt nach Ägypten.
Deine Strahlen säugen alle Wiesen;
wenn du aufgehst, leben sie und wachsen um deinetwillen.
Du erschaffst die Jahreszeiten, um alle deine Geschöpfe sich entwickeln zu :lassen,
den Winter, sie zu kühlen,
die Sommerglut, damit sie dich spüren.
Du hast den Himmel fern gemacht, um an ihm aufzugehen,
um alles zu sehen, was du erschaffst, indem du allein bist.
Du bist aufgegangen in deiner Verkörperung als lebende Sonne,
du bist erschienen und strahlend,
du bist fern und nah (zugleich).
Du erschaffst Millionen Verkörperungen aus dir, dem Einen,
Städte und Dörfer,
Äcker, Weg und Fluß.
Alle Augen sehen dich ihnen gegenüber,
indem du als Sonne des Tages über (12) der Erde /2/ bist.
Wenn du gegangen bist, ist kein Auge mehr da, dessen Sehkraft du geschaffen hast,
damit du nicht (deinen) Leib (als) einziges deiner Geschöpfe sehen müßtest(?) /3/;
(aber auch dann) bist du in meinem Herzen, denn es gibt keinen, der dich kennte,
außer deinem Sohn (vollkommen an Gestalten ist Re, Einziger des Re)
Du läßt ihn kundig sein deiner Pläne und deiner Macht.
Die Erde entsteht auf deinen Wink, wie du sie geschaffen hast:
du gehst auf für sie - sie leben,
du gehst unter, sie sterben.
Du bist die Lebenszeit selbst, man lebt durch dich.
Die Augen ruhen auf Schönheit, bis du untergehst,
alle Arbeit wird niedergelegt, wenn du untergehst im Westen.
Der Aufgehende, er läßt [alles Seiende] wachsen für den König;
Eile ist in jedem Fuß, seit du die Erde gegründet hast,
Du richtest sie auf für deinen Sohn, der aus deinem Leibe kam,
den König von Ober- und Unterägypten, der von der Wahrheit lebt,
den Herrn der beiden Länder (vollkommen an Gestalten ist Re, Einziger des Re),
den Sohn des Re, der von der Wahrheit lebt,
den Herrn der Kronen (Achanjati) mit langer Lebenszeit.

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