Walzähne

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Masonic Scrimshaws, Reisekruzifixe und Tabernakel

Diese geschnitzten oder wie Kupferstiche verzierten Walzähne entstanden in der Epoche der großen Segler und dem Beginn der Handelsschiffahrt um 1840. In den Ostasiatischen Kolonien des British Commonwealth entstanden erste reguläre Freimaurer-Logen, auch in Süd- und Mittelamerika. Unter den Seefahrern gab es alle vorstellbaren Berufe, vom Schiffsführer bis zum Kalfaterer, vom Sargbauer bis zum Segelmacher - und oft reiste maurerisches Werkzeug zum Aufbau und als Gruß an die fernen Tochterlogen mit ihnen. Viele Brüder ließen auf See jedoch auch ihr Leben. In den Matrikeln und in den Nekrologen las man oft lakonisch "death at sea". An Bord wurden nicht selten maritime Feldlogen improvisiert, wenn sich genügend Brüder fanden.

Manchmal hisste man Fahnen mit Zirkel und Winkel, wenn man entlegene Häfen anlief und man keine Zeit verlieren durfte, um gleichgesinnte Brüder zu treffen. Durch die päpstliche Bulle von 1738 wurde rigide versucht, solche Treffen zu verhindern, aber Schiffe stellten vor Anker auch souveräne Hoheitsgebiete dar. Dort war man also "in Sicherheit", wenn der Kapitän es tolerierte. Waren lediglich kleinere Gruppen oder gar einzelne Freimaurer auf hoher See, verliehen sie ihrer tiefen Sehnsucht nach rituellem Erleben Ausdruck in den hier gezeigten handwerklichen Schmuckstücken. Von besonders gläubigen Brüdern sind klappbare Reisekruzifixe aus Walknochen erhalten. Zudem stellte das "Elfenbein der Meere" auch einen gewissen merkantilen Wert dar und man fand bei Logenbesuchen eine relativ sichere Abnahme bei Brüdern. So verband man eine Reihe von sinnvollen Neigungen, um die Heuer ein wenig aufzubessern.


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Artikel aus dem Magazin "Humanität"