William Butler Yeats

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Skizze von William Butler Yeats von John Singer Sargent 1908

William Butler Yeats

Der Irische Dichter und Schriftsteller wurde am 13. Juni 1865 in Sandymount, in der heutigen Zeit ein Stadteil von Dublin geboren. Sein Vater war ein Rechtsanwalt, der ein bekannter irischer Maler geworden war. 1887 zog er mit seinen Eltern nach London. Dort interessierten ihn der Symbolismus und die englische schwarze Romantik insbesondere Percy Bysshe Shelley und William Blake. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Hinduismus, der Theosophie und des Okkultismus. Er gilt als einer der bedeutensten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1923 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 28. Januar 1939 im französischen Roquebrune-Cap Martin

Philosophie

Quelle: Wikipedia, Artikel dort: „William Butler Yeats“ Version vom 26. Oktober 2010

Yeats war – besonders als Leiter des Abbey Theatre – einer der Initiatoren der Renaissance der irischen Dichtung. Seine Versdramen sind zunächst dem Stil Shakespeares verpflichtet, und seine frühe Lyrik wurde von Charles Baudelaire und Paul Verlaine beeinflusst. In romantischen Stimmungsbildern schilderte er die alten Kelten und ihre Mythen, wie er sie sah. Seine Werke dieser Zeit sind gekennzeichnet von verträumter Atmosphäre und irischer Folklore aus der Sammlung seiner Freundin und Vertrauten Lady Gregory. Yeats veröffentlichte zwei Sammlungen irischer Märchen und Sagen: 1888, Fairy and Folk Tales of the Irish Peasantry; 1892, Irish Fairy Tales.

Nach 1891 reifte in ihm die Überzeugung, irische Kultur - besonders Literatur - müsse den politischen Kampf unterstützen, wenn nicht ersetzen. Dazu allerdings müsse sie weniger romantisch-mystisch, sondern klar und direkt sein. Etwa von 1909 an wandelte er seinen Stil: Auch wenn dieser komplex blieb, wurde er härter, und es kamen theoretisch-philosophische Elemente hinzu. Die vier Einakter von 1921 über den keltischen Helden Cú Chulainn, als Four Plays for Dancers zusammengefasst, sind stark vom japanischen No-Theater beeinflusst. Es sind hoch stilisierte Stücke für Aufführungen auf kleiner Bühne; der Autor verwendet Gesang, Masken, Tanz und Chor. So gestaltete er poetische Dramen, in deren radikal neuem Stil sich Realismus und politischer Mythos zu symbolgeladenen Traumwelten vereinen.

Je älter Yeats wurde, desto produktiver wurde er. Hervorzuheben sind: The Wild Swans at Coole von 1917, The Tower von 1928 (so benannt nach „Thoor Ballylee“) und schließlich The Winding Stair von 1929. Seine Philosophie legte er in der Prosaschrift A Vision (1925, überarbeitete Ausgabe von 1937) dar, die er gemeinsam mit seiner Frau verfasste. Noch mit über 70 Jahren verblüffte und begeisterte er sein Publikum mit den Gedichtsammlungen New Poems und Last Poems and Two Plays.

Wertvolle Informationen über Yeats’ Denken vermitteln seine autobiographischen Werke Autobiographies von 1927 und Dramatis Personae von 1936. Sein Symbolismus ist nicht leicht zu verstehen; seine Liebe zu nordeuropäischen und griechischen, seine Bewunderung für Platon und den Neuplatonismus, sein starkes Interesse an Magie - seine Ehefrau Georgie soll medial veranlagt gewesen sein -, Mythos und Alchimie bestimmten seine Ideenwelten. Er war überzeugt von der zyklischen Wiederkehr der geschichtlichen Erscheinungen. Auch seine archetypischen Bilder in den verschiedenen Alterswerken kehren wieder, verschmelzen und vervielfältigen sich. Diese Symbole stehen nicht allein; sie wären nichts ohne seine wachsende Weisheit, seine Leidenschaft und seine Freude am Leben, sind für Rationalisten allerdings schwer zugänglich.

Magie

Als die Familie 1887 wieder nach London zog, wurde er Schriftsteller und beschäftigte sich eingehend mit der englischen Romantik (insbesondere mit Shelley und Blake) sowie mit dem Hinduismus und der Mystik und trat der Theosophischen Gesellschaft bei. Dort lernte er deren Gründerin Helena Blavatsky kennen. 1890 wurde er Mitglied der 'diskreten magischen Gesellschaft' Hermetic Order of the Golden Dawn, wechselte ab 1903 zum Stella Matutina, einer Nachfolgeorganisation des Golden Dawn und wurde 1911 zum Imperator des Amoun-Tempels in London gewählt. Sein Ordensname war „Daemon est deus inversus“ („Der Dämon ist ein umgedrehter Gott“).

In seinem Essay Magie (Ideen von Gut und Böse) heißt es:

„Ich glaube an die Vision des Wahren in den Tiefen des Geistes, wenn die Augen geschlossen sind, und ich glaube an drei Doktrinen...

1. Das die Grenzen von unserem Geist sich immer verändern, und das viele Geiste in einen fließen können, gewissermaßen, und einen einzigen Geist, eine einzelne Energie erschaffen oder enthüllen können.

2. Das die Grenzen unserer Erinnerungen sich verändern, und das unsere Erinnerungen ein Teil von einer großen Erinnerung, der Erinnerung der Natur selbst sind.

3. Das dieser große Geist und die große Erinnerung erweckt werden kann durch Symbole."

Werke

zusammengestellt von H. Thorandt ohne Garantie auf Vollständigkeit

  • Irish Fairy Tales (1892) (Irische Märchen)
  • The Countess Cathleen (1892) Theaterstück
  • The Celtic Twilight (1893) (Das Keltische Zwielicht)
  • The Land of Heart’s Desire (1894)
  • Poems (1895) (Gedichte)
  • A Book of Irish Verse (1895) (Ein Buch mit Irischen Versen)
  • The Secret Rose (1897) (Die geheime Rose)
  • The Wind Among the Reeds (1899) (Der Wind zwischen den Weiden)
  • Diarmuid and Grania (1901)
  • The Pot of Broth (1902) (Der Topf mit Brühe)
  • Cathleen ni Houlihan (1902) Theaterstück
  • In The Seven Woods (1903) (In den sieben Wäldern)
  • Where There Is Nothing (1904)
  • The King’s Threshold (1904) Theaterstück
  • Collected Works in Prose and Verse (1906)
  • The Green Helmet and Other Poems (1910) (Der grüne Helm und andere Gedichte)
  • Responsibilities and Other Poems (1914)
  • At the Hawks Well (1917)
  • The Wild Swans at Coole (1919) (Der wilde Schwan in Coole)
  • Michael Robartes and the Dancer (1920)
  • Four Plays for Dancers (1921)
  • The Tower and Other Poems (1928)
  • The Dreaming Of The Bones (1931) Theaterstück
  • Words for Music, Perhaps (1932)
  • The Winding Stair and Other Poems (1933)
  • A Full Moon in March (1935)
  • Dramatis Personae (1935)
  • Essays 1931-1936 (1937)
  • New Poems (1938)
  • Last Poems (1939)

Siehe auch

Links