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Adoptionslogen

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Die Adoptionslogen

Die Zusammenarbeit von Schwestern und Brüdern


Aus:
Daniel Béresniak: Symboles des Franc-Maçons. Paris: Editions Assouline 1997; erneut 2003;
dt.: Symbole der Freimaurer. Wien: Brandstätter 1998; Augsburg: Bechtermünz 1999, 104;
engl.: Paris: Assouline 1997; New York: Assouline 2000.


Die Adoptionsmaurerei ist eine Form der Frauenfreimaurerei im 18. Jahrhundert: heute wird sie nicht mehr praktiziert.

Als älteste Adoptionsloge bezeichnet der Historiker Marcy die Loge „La Félicité" in Dieppe, tätig von 1766 bis 1773. Sie wurde 1782 erneut ins Leben gerufen und empfing Ehefrauen, Töchter, Schwestern und nähere Verwandte der Maurer. In Paris finden wir ähnliche Logen: „La Fidélité", „La Candeur", „Les Neuf Soeurs", „Saint Jean d' Ecosse du Contrat social". Sie waren Männerlogen angegliedert.

Dem Adoptionsritus war die Symbolik der Werkzeuge fremd, bezog er sich doch vorwiegend auf die Bibel: der Apfel, die Arche Noah und der Turm zu Babel bildeten die Hauptthemen.
Der Ritus kannte vier Grade:

apprentie, compagnonne, maîtresse, maîtresse parfaite oder parfaite maçonne
(Lehrmädchen, Gesellin, Meisterin, Vollkommene Meisterin oder Vollkommene Maurerin).
Die Loge „La Candeur" kannte als einzige einen fünften, den der sublime écossaise (Erhabene Schottin).

Ab 1789 wurden die Adoptionslogen vor allem von Damen des Hochadels besucht, unter ihnen die Herzogin von Lamballe und die Herzogin von Bourbon. Mit grosser Freigiebigkeit widmeten sie sich karitativen Zwecken. Nach der Französischen Revolution wurde die Adoptionsmaurerei durch Kaiserin Josephine wiedererrichtet; am 16. März 1822 hielt Raspail eine Rede in der Adoptionsloge „Les Amis bienfaisants".

Am Beginn des 20. Jh. versuchte die „Grande Loge de France", die Adoptionsmaurerei wiederzubeleben, und zwischen 1901 und 1935 wurden etwa zehn Werkstätten gegründet. 1935 entschloss sich die „Grande Loge de France", den Frauenlogen die Unabhängigkeit zu gewähren. Im Jahr 1945 nahm die „Union maçonnique feminine" ihre Tätigkeit auf. Heute heisst sie „Grande Loge Feminine de France". Ihre Entstehung bedeutete das Ende der heute überholten Adoptionslogen.

Der rektifizierte Schottische Ritus kannte niemals eine einzige Adoptionsloge, und die grossen angelsächsischen Logen lehnen sie strikt ab.

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