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Briefler und Grüßler

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Briefler und Grüßler

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

Beim Vorsprechen eines anderen Steinmetzen in einer mittelalterlichen Bauhütte entwickelte sich folgendes Frage und Antwortspiel, das in sinngemäßer Veränderung in die Freimaurerkatechismen übergegangen ist:

Mit Gunst und Erlaubnis, ist er ein Steinhauer?

Mit Gunst und Erlaubnis, es steht zu probieren.

Warum ist er ein Steinhauer?

Weil ich von dem Steinhauerhandwerk bin, frei und ledig- und losgesprochen, auch von zwei Steinhauergesellen bin ausgefördert worden nach Handwerksgebrauch und Gewohnheit.

Was ist das Beste vom Handwerk?

Der ehrbare Namen.

Ist er ein Grüßler oder ein Briefler?

Ein Grüßler.

Was ist der Unterschied zwischen einem Grüßler und einem Briefler?

Die Verschwiegenheit.

Geb er mir das Zeichen!

Da muß ich meine Zunge rühren.

Welches ist der erste Steinhauer gewesen?

Der Elogius oder Moses.

Welches ist der erste Baumeister gewesen?

Johannes der Epistel!

usw.

Steinmetzen, die sich mit diesen Antworten ausweisen konnten, wurden Grüßler genannt weil sie den Gruß kannten. Später trat an dessen Stelle ein Ausweis, ein Brief, der den Inhaber, den Briefler, als zünftig auswies.

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