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Libanon Zu den Drei Cedern

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Inhaltsverzeichnis

Libanon zu den drei Ceder

Quelle: Wikipedia


Die Johannisloge Libanon zu den drei Cedern ist eine humanitäre (also religiös neutrale) Freimaurerloge in Erlangen und gehört der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland an. Die Libanon zu den drei Cedern (gegründet 1757, Matrikel-Nummer 34) gilt als der älteste bestehende Kulturverein Erlangens und ist nach der Bayreuther Freimaurerloge Eleusis zur Verschwiegenheit (gegründet 1741, Matrikel-Nummer 6) die zweitälteste Loge Bayerns.

Im Jahr 2015 verlieh die Erlanger FDP ihren "Liberalen Preis" an die Erlanger Freimaurerloge für ihr soziales und kulturelles Engagement. Aus der Laudatio: „Das soziale und kulturelle Engagement der Erlanger Freimaurer unterstreicht, dass die Begriffe Wahrheit, Recht, Menschenliebe nicht nur in Stein gemeißelt im Giebel des Logenhauses stehen, sondern im Alltag der Loge gelebt werden. ... Menschen, die in Freiheit Verantwortung füreinander übernehmen, erfüllen unser Grundgesetz und damit eine menschliche Gesellschaft mit Leben. Die Mitglieder der Freimaurerloge Erlangen tun dies in herausragender Weise und werden daher vom Kreisverband Erlangen der FDP mit dem liberalen Preis des Jahres 2015 ausgezeichnet.“

Geschichte

Gegründet wurde die Vereinigte Freimaurerloge Libanon zu den drei Cedern in Erlangen am 24. September 1757 als Freimaurerloge Zu den drey Cedern von in Erlangen ansässigen Bayreuther Beamten (Erlangen war zweite Residenzstadt des Markgraftum Brandenburg-Bayreuth).

Das dazu nötige förmliche Constitutionspatent stellte Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth in seiner Funktion als Großmeister der Bayreuther Großen Mutterloge Zur Sonne aus. Die Lichteinbringung (Einweihung) der Loge erfolgte dann am 20. Oktober 1757 mittels Installierung der Logenbeamten durch eine Abordnung der ersten Beamten der Bayreuther Mutterloge. Der Namenszusatz Libanon tauchte dann erstmals am 22. Juni 1775 in einer Gastrede des Johann Friedrich Wilhelm von Metzsch, Meister vom Stuhl der Bayreuther Loge, auf. Metzsch hatte gewünscht: "die Loge möge so fest stehen wie die Cedern im Libanon"; ihm zu Ehren wurde dann dem Logennamen das Wort Libanon hinzugefügt.

1764 nahm die Loge, die bisher nach dem einfachen altenglischen System arbeitete, das System der Strikten Observanz an. Die rituellen Arbeiten wurden von 1766 bis 1773 eingestellt. Ab 1773 arbeitete die Loge wieder offiziell und regelmäßig entsprechend den alten englischen Verordnungen. 1778 wurde von Herzog Ferdinand von Braunschweig als amtierender Großmeister aller vereinigter deutschen Logen die Ansbacher Loge Alexander zu den drei Sternen zur Direktorial-Mutterloge für Franken diesseits des Mainstromes erhoben. Ihr unterstand nun auch die Libanon zu den drei Cedern (zusammen mit den Logen Zu den drei Kellen in Marktsteft, und Joseph zur Einigkeit in Nürnberg).

Mit dem Verkauf der Markgrafschaften Ansbach-Bayreuth an Preußen 1791 kam auch die Libanon zu den drei Cedern unter „Berliner Aufsicht“ und musste sich dem Königlich-preußischen Edikt vom 20. Oktober 1798 folgend einer der drei anerkannten Berliner Mutterlogen unterordnen; sie entschied sich (zusammen mit Ansbach) für die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“, während sich die Bayreuther Mutterloge Loge Zur Sonne dem System der Großen Loge von Preußen genannt „Royal York zur Freundschaft“ anschloss; beide Logen gingen von da an getrennte Wege.

1810 fiel Erlangen mit dem Fürstentum Bayreuth an das Königreich Bayern; da die Libanon zu den drei Cedern weiter in ihrem nun gewohnten sogenannten rektifizierten System mit vier Graden arbeiten wollte, trat sie in die Große Provinzialloge Anarcharsis zum erhabenen Zweck in Ansbach ein, die 1807 ihr Konstitutionspatent von der Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ erhalten hatte. 1831 wechselte die Libanon zu den drei Cedern zur Großen Mutterloge des Eklektischen Freimaurerbundes, in der sie bis zur Selbst-Auflösung der Großloge und ihrer Tochterlogen aufgrund von nationalsozialistischem Druck 1933 blieb.

1875 initiierten die Logenmitglieder mit eigenen Mitteln und unter ehrenamtlicher Betreuung die Einrichtung der ersten Erlangener Stadtbibliothek. Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 19. Dezember 1946 gründeten ehemalige Brüder der Libanon zu den drei Cedern zusammen mit ehemaligen Brüdern der zweiten Erlanger Freimaurerloge Germania zur deutschen Treue die Vereinigte Freimaurerloge Libanon zu den drei Cedern, die dann offiziell am 26. Oktober 1947 mit einer Tempelarbeit wiedereröffnet wurde. Die Libanon zu den drei Cedern trat der ebenfalls wiedergegründeten Bayreuther Großloge Zur Sonne (für Bayern) bei, welche 1949 zusammen mit ihren Mitgliedslogen in der Vereinigten Großloge von Deutschland aufging, die sich seit 1968 Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (AFAM) nennt.

Im Jahr 2011 richtete die Loge das Großlogentreffen der Großloge AFAM aus.

Libanon Zu den Drei Cedern

Die Loge "Libanon zu den 3 Cedern" ist eine der ältesten bis heute bestehenden gesellschaftlichen Vereinigungen Erlangens. Mit der Matrikelnummer 34 zählt sie zudem zu den frühesten Logengründungen auf deutschem Boden. Es ist daher nicht verwunderlich, daß sowohl die Stadt- als auch die Universitätsgeschichte über die Jahrhunderte hinweg in erheblichem Umfang von der langen freimaurerischen Tradition Erlangens beeinflußt wurden.Die rasche Ausbreitung der Freimaurerei in Deutschland, wie auch die Gründung der Erlanger Loge, stehen dabei in engem geschichtlichen Zusammenhang zur politischen Strömung des aufgeklärten Absolutismus. Das Jahr 1737 kennzeichnet mit der Gründung der Loge "Absalom" in Hamburg den Beginn der modernen Freimaurerei in Deutschland, nachdem zwanzig Jahre vorher 1717 in London die erste Großloge gegründet wurde. Ein Jahr nach der Gründung der ersten deutschen Loge, wird am 14.8.1738 der damalige Kronprinz Friedrich von Preußen, in Braunschweig durch Hamburger Freimaurer in den Bund aufgenommen und gründet wenig später in Schloß Rheinsberg eine Loge.

Quelle: Internet-Redaktion

Links

Öffentlichkeitsarbeit

Rede des zugeordneten Großmeisters Karl Deckart bei der Verleihung des Liberalen Preises der FDP Erlangen im Festsaal der Erlanger Freimaurerloge. Quelle: Newsletter AF&AM

Die Erlanger FDP verleiht seit mehr als 15 Jahren den „Liberalen Preis“, mit dem Menschen und Gruppen ausgezeichnet werden, die sich ehrenamtlich und über das übliche Maß hinaus in der Gesellschaft engagieren. „Wer die freiheitliche Gesellschaft aufrecht erhalten will, muss die Übernahme von Verantwortung durch den Einzelnen leben und fördern. Deswegen gehören die belobigt, die mehr Verantwortung übernehmen als sie müssten und dabei meist sogar noch anderen helfen, Gleiches zu tun“, so Dr. Matthias Feigle, Vorsitzender der FDP Erlangen bei seiner Ansprache.

Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, wies in ihrer Laudatio auf das „kreative und konstruktive Mitgestalten der Erlanger Zeitläufte seit mehr als zweieinhalb Jahrunderten“ und „das segensreiche Wirken der Loge in unseren Tagen durch Ehrenamtspreise und finanzieller Unterstützung sozialer und kultureller Projekte in Erlangen“ hin. „Das soziale und kulturelle Engagement der Erlanger Freimaurer unterstreicht, dass die Begriffe Wahrheit, Recht und Menschenliebe nicht nur in Stein gemeißelt im Giebel des Logenhauses stehen, sondern im Alltag der Loge gelebt werden.“ Darauf Bezug nehmend stellte sie zum Schluss der Laudatio die Frage „Darf es für Politiker, die die Geschicke unseres Landes lenken, darf es für Lehrer, die Kinder unterrichten, darf es für jeden Einzelnen an seinem Platz in der Stadtgesellschaft in unserem Erlangen andere Maßstäbe geben? Andere als Wahrheit, Recht und Menschenliebe?“

Der Zugeordnete Großmeister Karl Deckart, selbst Mitglied der gewürdigten Loge, bedankte sich auch im Namen der Großloge und des Großmeisters und gab den anwesenden Gästen eine kurze Erklärung der Freimaurerei, ihrer Aufgaben und Besonderheiten. Der Meister vom Stuhl der Loge, Christian Lucian Hamsea bedankte sich im Namen seiner Loge und versprach, das mit der Ehrung verbundene Preisgeld unmittelbar für soziale Projekte zur Verfügung zu stellen.

Siehe auch


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