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NSDAP - Schulungsbrief

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NSDAP - Schulungsbrief

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Die Schrift "Die Freimaurerei, Weltanschauung, Organisation und Politik" von Dieter Schwarz (vielleicht ein Pseudonym) erschien 1938 als Sonderdruck der SS-Zeitschrift "Das schwarze Korps". Die Broschüre erschien in schwarzem Einband mit eingelegter SS-Rune und war als Informationsblatt für Parteimitglieder gedacht. Die Schrift erschien in einer Auflage von 100 000 und kostete nur wenige Groschen. Erst nachdem die Archive der Freimaurerei durchgesehen und aufgearbeitet worden waren, erschienen solche Schriften u. a. auch mehrere von der SS geförderte Dissertationen. Reinhard Heidrich schrieb als Chef der Sicherheitspolizei und des SD ein Vorwort, um der Schrift amtlichen Charakter und Autorität zu verliehen. Heidrich schreibt: "Die Freimaurerlogen und ihr verwandte Organisationen, die unter jüdischer Oberleitung stehen haben lediglich den Zweck, die Menschen in scheinbar gesellschaftlicher Form zu organisieren und für die Zwecke des Judentums zu beeinflussen."

Die Schrift bemüht sich im Gegensatz zu den völkischen und NSDAP-Autoren wie Hasselbacher und Schneider um Sachlichkeit. Sie verzichtet auf die Weltverschwörungstheorie "Freimaurer und Juden". Sie beschreibt die Verbindung zwischen Freimaurern und Juden möglichst sachlich. Den christlichen Großlogen wird vorgeworfen, dass sie die "Judenfrage" nicht als "Rassenproblem" behandelt hätten, wodurch sich ein unüberbrückbarer Gegensatz zwischen Freimaurerei und Nationalsozialismus ergebe. Damit sei das Logenverbot unumgänglich gewesen.

Der 1939 veröffentlichte "Schulungsbrief", der in einer Auflage von fünf Millionen erschien, war dagegen ein Propagandamittel, das an Parteimitglieder und die Wehrmacht verteilt wurde. Als Geleitwort wurde ein Satz aus Adolf Hitler "Mein Kampf" vorangestellt, das einleitende Vorwort hatte Reinhard Heidrich verfasst. Er schreibt dort: "Gleichzeitig aber wurde der Kampf gegen jene Mächte aufgenommen, die unter geschickter Tarnung im Dienst des internationalen Judentums stehen, hier vor allem die Freimaurerei." Reinhard Heidrich war ein Judenhasser und Verfolger der Freimaurerei auch lange nach ihrem Verbot 1935.

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