Jacob de Molay zum flammenden Stern: Unterschied zwischen den Versionen

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Marburg, Nr. 249, VGLvD
'''Autor: [[Philipp Gerlach]]'''


'''Jacob de Molay zum Flammenden Stern''' ist eine direkt der [[VGLvD]]-unterstellte [[Loge]]. Sie ist, anders als die meisten [[Loge]]n, überregional organisiert und tritt wesentlich durch ihre [[Deputationsloge]]n in Erscheinung. Organisatorisch soll der [[flammender Stern|Flammende Stern]] als Bindeglied zwischen verschiedenen [[Deutschland|deutschen]] [[Systeme, Lehrarten, Riten|Systemen und Lehrarten]] dienen und sich der Förderung des freimaurerischen Nachwuchses widmen. Die [[Loge]] hat, eigenen Angaben zufolge, seit ihrer Gründung über 500 Männer der [[Freimaurerei]] zugeführt.<ref name="interne Kommunikation" />
{| style="background-color:#87CEEB;margin-left:15px;" cellpadding="10" cellspacing="0" align="right" border="1"
|colspan="2" style="text-align:center"|[[Johannisloge]]:<p>
'''"Jacob de Molay zum flammenden Stern"'''<p>
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| [[Orient]]:
| de jure: Marburg<br>de facto wechselnd
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| [[Matrikel-Nummer|Matr.-Nr.]]:
| 249
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| [[Lichteinbringung]]:
| 1962
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| [[Großloge]]:
| keine
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| Arbeitstag und -ort:
| auf halbjährlichen Konventen
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| Webseite:
| https://jacob-demolay.de/
|}




== Jacob de Molay zum flammenden Stern ==
=Besonderheiten der [[Loge]]=
Die Loge wurde 1962 mit dem expliziten Ziel gegründet, die [[Jugendorganisation|Jugendarbeit]] der [[VGLvD]] zu unterstützen und jungen Männern. Ursprünglich war es. v.a. den ehemaligen [[DeMolay-Orden]]s-Mitgliedern den Übergang in die Freimaurerei zu erleichtern.<ref name="Konstitution" /> (Siehe: [[Jacob de Molay zum flammenden Stern#Geschichte|Geschichte]])


Die Freimaurerloge Jacob de Molay zum flammenden Stern ist eine Tochterloge der Vereinigten Großlogen von Deutschland e.V. Bruderschaft der deutschen Freimaurer.
Um dieser Aufgabe nachzukommen, hat der [[flammender Stern|flammende Stern]] sogenannte [[Deputationsloge]]n (Tochterlogen):
*[[Jacob de Molay zum Nordstern]] (Nr. 249a, Norddeutschland)
*[[Jacob de Molay zum Stern im Süden]] (Nr. 249b, Süddeutschland)
*[[Jacob de Molay zum Stern im Westen]] (Nr. 249c, Westdeutschland)
Die [[Deputationsloge]]n sind [[Gerecht und vollkommen|vollkommene und gerechte Loge]]n und führen die eigentliche [[freimaurer]]ischen [[Arbeit]] durch. Die [[Brüder]] der [[Deputationsloge]]n sind gleichzeitig Mitglieder der Hauptloge und wahlberechtigt für die [[Beamte]]n-Positionen. Die [[Stuhlmeister]] der [[Deputationsloge]]n sind gleichzeitig [[zugeordnete Meister]] der Hauptloge. Traditionell stellen sie die [[Aufseher]].


Der [[flammender Stern|flammende Stern]] ist hingegen der organisatorische Überbau und die Vertretung der [[Deputationsloge]]n nach außen. Dazu sind [[Deputationsloge]]n und [[flammender Stern|flammender Stern]] unlösbar miteinander vereint, führen gemeinsame [[Siegel]] und [[Bijoux]].<ref name="Konstitution" />


Um die völkerverbindende Jugendarbeit der Loge Jacob de Molay zum flammenden Stern in Deutschland intensivieren zu können, haben die Mitglieder dieser Loge es für zweckmäßig gehalten, sie in regional gegeneinander abgegrenzte [[Deputationsloge|Deputationslogen]] zu trennen, die unter der Koordination ihrer Hauptloge freimaurerische Arbeit erfüllen sollen.
Die Jacob-[[Brüder]] aller [[Deputationsloge|Deputationen]] treffen sich zweimal im Jahr, an wechselnden Orten. Dabei stehen [[freimaurer]]isches [[Arbeit]]en, Organisatorisches und Gedankenaustausch im Mittelpunkt. Oft werden zu diesen Treffen Rahmenprogramme geschaffen, um auch Schwestern und Familien mit einzubeziehen.<ref name="interne Kommunikation" />


Derzeit arbeiten zwei Deputationslogen mit Sitz in Erlangen und Hamburg.
Im Gegensatz zu den meisten [[Deutschland|deutschen]] [[Loge]]n gehört der ‘[[flammender Stern|flammende Stern]]’ keiner spezifischen [[Großloge]] bzw. [[Lehrart]] an (wie z.B. der [[AFuAM]] oder der [[GLLvD]]). Stattdessen ist er <i>direkt</i> den [[VGLvD]] unterstellt (ähnlich: [[Weisse Lillie]] und [[Quatuor Coronati]]). Er hat außerdem "das Recht, nach allen von den [[VGLvD]] anerkannten [[Ritual]]en der [[drei]] [[Johannisgrade]] zu arbeiten." Damit stellt der [[flammender Stern|flammende Stern]] eine Organisation zwischen [[Großloge]] und [[Loge]] dar, die in der [[Deutschland|deutschen Freimaurerei]] einmalig ist.<ref name="Konstitution" />


== Geschichte ==
Der Name der [[Loge]] leitet sich von [[Jacques de Molay]] an, dem letzten [[Großmeister]] des [[Templer]]ordens. Er bezieht sich historisch konkret auf den [[USA|US-amerikanischen]] [[Jugendorganisation|Jugendverband]] [[DeMolay International]], [[Jacob de Molay zum flammenden Stern#Geschichte|mit dem er historisch verwoben ist]]. Dies erklärt auch die variierenden Schreibweisen: ‘Jacob DeMolay’ wie ‘Jacob De Molay’ und ‘Jacob de Molay’.


2002
Auch nach dem [[DeMolay-Orden#Situation in Deutschland|Rückgang des DeMolay-Ordens in Deutschland]] liegt der Fokus des [[flammender Stern|flammende Sterns]] darauf, jüngere Interessenten (z.B. Studenten) anzusprechen, weshalb der Altersdurchschnitt der [[Brüder]] oft niedriger ist als in traditionellen [[Loge]]n. Dies ergibt sich aus seiner Geschichte.


40 Jahre
=Geschichte=
Loge Jacob De Molay zum flammenden Stern
==Gründung==
Nr. 249 i.O. Marburg
1962 wurde der [[flammender Stern|flammende Stern]] mit der [[Matrikel-Nummer]] 249 im [[Orient]] Marburg gegründet, als direkte Nachfolgerin der [[Loge]] '[[Marc Aurel zum flammenden Stern]]' von 1812. Die Gründung wurde initiiert von den [[Brüder]]n
*[[Ernst-Günther Geppert]] von [[AFuAM]] aus [[Hamburg]],
*Hans Karl Werner von [[3WK]] aus [[Frankfurt am Main]]
*Otto Schwarz von [[GLLvD]] aus Kiel


35 Jahre
Otto Schwarz wurde auch zum ersten [[Meister vom Stuhl]] der [[Loge]] gewählt. Die [[Brüder]] stammten aus [[Loge]]n verschiedener [[Lehrart]]en und nahezu allen Bundesländern der [[Deutschland|Westdeutschlands]]. Die Aufgabe der neuen  [[Loge]] sollte die Unterstützung und Beratung einer deutschsprachigen Jugendorganisation und deren Gruppierungen, nach Vorbild des [[De Molay Orden]]s sein.
Loge Jacob De Molay zum Nordstern
Nr. 249a i.O. Hamburg


Loge Jacob de Molay zum Stern im Süden
==Kooperation mit dem [[DeMolay-Orden]]==
Nr. 249b i.O. Erlangen
Bereits seit 1958 wurden in mehreren [[Deutschland|westdeutschen]] Städten deutschsprachige [[Jugendorganisation]]en aufgebaut, Vorläufer der späteren [[DeMolay-Kapitel]]. Die Etablierung dieser regionalen [[Jugendorganisation]]en sollte ursprünglich helfen, die Anerkennung der [[VGLvD]] durch die [[USA|US-amerikanische]] [[Großloge]]n zu untermauern. Denn ihrer Vorläuferorganisation (der [[VGLD]], dir spätere [[AFuAM]]) gelang es nicht, alle [[Deutschland|deutschen]] [[Großlogen]] unter einer einzigen [[Großloge]] zu vereinen. (Siehe dazu: [[VGLvD#Geschichte|Geschichte der VGLvD]])


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1961 entstanden schließlich in Heidelberg, mit [[USA|US-amerikanischer]] Hilfe, 12 deutschsprachige [[DeMolay-Kapitel]]. Anfangs war dabei auch die Zusammenarbeit mit den englischsprachigen, insb. [[USA-US-amerikanischen]] [[DeMolay-Kapitel]]n wichtig. In diesen waren v.a. Söhne von in [[Deutschland|Westdeutschland]] stationierten [[USA|US]]-Soldaten.


Herausgeber
Der [[flammender Stern|flammende Stern]] sollten eng mit den neu gegründeten [[DeMolay-Orden]] und seinen lokalen -Kapiteln zusammenarbeiten und diesen beratend wie organisatorisch zur Seite stehen. Schieden die Mitglieder mit 21 Jahren aus dem [[DeMolay-Orden]] aus, sollten sie dann im [[flammender Stern|flammenden Stern]] ihre eine neue, [[freimaurer]]ische Heimat finden. Dazu sollten die jungen Männer im ‘[[flammender Stern|flammenden Stern]] verschiedene [[Rituale]] der [[Deutschland|deutschen]] [[Großlogen]] kennenlernen. Nach einer Übergangszeit sollten sie dann die Möglichkeit haben an andere, regionale [[Loge]]n überzutreten. Eine Zweitmitgliedschaft beim ‘[[flammender Stern|flammendne Stern]]’ — zur Unterstützung der [[Jugendorganisation|Jugenarbeit]] — wurde dabei ausdrücklich erwünscht. Zusätzlich sollten [[Brüder]] aus anderen [[Loge]]n verschiedener [[Lehrarten]] zu eben diesem Zweck als Zweitmitglieder in den ‘[[flammender Stern|flammende Stern]]’ aufgenommen werden.


Sigmund Thurn Nürnberg, [[MvSt]] der Loge Nr. 249<br />
Für die Unterstützung der Jugendarbeit wurden der [[flammender Stern|flammende Stern]] und ihre Deputationslogen, mit Zustimmung der [[Großloge]]n also in folgender Weise privilegiert: Der [[flammender Stern|flammende Stern]] ist<ref name="Konstitution" />
Gershom Schwalfenberg, Hamburg, [[MvSt]] der Loge Nr. 249a<br />
*... den VGLvD direkt unterstellt.
Mario Steinberg, Erlangen, [[MvSt]] der Loge 249 b<br />
*... berechtigt, nach den Ritualen für die Johannisgrade der drei deutschen Großlogen zu arbeiten.
*... berechtigt, [[Brüder]] [[Freimaurer]] aus [[Loge]]n aller [[Lehrart]]en zur ideellen und finanziellen Unterstützung seiner Aufgaben und Ziele als Zweitmitglieder aufzunehmen.


==Gründung von [[Deputationsloge]]n==
Um die [[Jugendorganisation|Jugendarbeit]] zu leisten, genügten die vorgesehenen zwei Treffen pro Jahr an wechselnden Orten des [[flammender Stern|flammenden Sterns]] auf Dauer nicht — zumal anfangs auch gleichzeitig die Konvente des [[DeMolay-Orden]]s durchgeführt wurden. Um daher regelmäßige [[freimaurer]]ische [[Arbeit]]en in Nähe zu Wohnorten anzubieten, wurden daher [[Deputationsloge]]n installiert:<ref name="Konstitution" />
*1967: [[Jacob De Molay zum Nordstern]], im [[Orient]] Kiel, jetzt im Orient Hamburg. 
*1967: [[Jacob De Molay zum Stern im Süden]], im [[Orient]] Saarbrücken, seit 1976 im Orient Erlangen. 
*1973: [[Jacob De Molay zum Stern im Westen]], im [[Orient]] Bersenbrück


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Während der  [[Jacob De Molay zum Nordstern|Nordstern]] und der [[Jacob De Molay zum Stern im Süden|Stern im Süden]] durchgehend arbeiteten, ist die Geschichte des [[Jacob De Molay zum Stern im Westen|Stern im Westen]] durch zahlreiche Umbrüche gekennzeichnet:
*1984 bis 1994 wurde er für ruhend erklärt
*1995 nahm er im [[Orient]] in Aachen, seine Arbeit wieder auf, wobei die meisten Mitglieder jedoch in [[Belgien]] lebten
*1997 wurde daher der [[Jacob De Molay zum Stern im Westen|Stern im Westen]] auf Betreiben der [[Großloge von Belgien]] für ruhend erklärt. Gleichzeitig wurde in Brüssel die deutschsprachige, [[Belgien|belgische]] [[Loge]] [[Zur Morgenlandfahrt]] von einigen Mitgliedern des [[Jacob De Molay zum Stern im Westen|Sterns im Westen]] gegründet, zu der einige [[Brüder]] des [[Jacob De Molay zum Stern im Westen|Stern im Westen]] dann auch wechselten.
*2010: wurde der [[Jacob De Molay zum Stern im Westen|Stern im Westen]] wieder in Arbeit gesetzt, dieses Mal als [[Wanderloge]], insbesondere im Westen Deutschlands


=== Marburg ===
=Siehe auch=
*[[Deputationsloge]]n:
**[[Jacob de Molay zum Nordstern]]
**[[Jacob de Molay zum Stern im Süden]]
**[[Jacob de Molay zum Stern im Westen]]


Die Loge Nr. 249 Jacob DeMolay zum flammenden Stern
*Andere, der VGLvD-direkt unterstellte Logen:
**[[Quatuor Coronati]]
**[[Zur Weissen Lilie]]


1962 wurde die Loge Jacob DeMolay zum flammenden Stern Nr. 249 i.O. Marburg, als Nachfolgerin der Loge Marc Aurel zum flammenden Stern, gegründet, initiiert von den Brr.: [[Ernst-Günther Geppert]] (GLAFuAM), Hamburg, Otto Schwarz (GLLFO), Kiel und Hans Karl Werner (GNML 3 WK), Frankfurt a.M.
*Desweiteren:
Erstmitglieder waren Freimaurer-Brüder aus Logen verschiedener Lehrarten und aus nahezu allen Bundesländern. Erster Meister vom Stuhl war Otto Schwarz, Kiel.
**[[Jacques de Molay]], Namensgeber
**[[DeMolay Orden]], Jugendorganisation


Die besondere Aufgabe der neuen Loge Nr. 249 war die Unterstützung und Beratung einer Jugendorganisation mit deutschsprachigen Jugendlichen und deren Gruppierungen, nach dem Vorbild des [[International Order of DeMolay]] (IODM; mit Sitz in Kansas City, USA).
==Links==
Webseite: https://jacob-demolay.de/


Seit 1958 wurden von Freimaurern an mehreren Orten in Deutschland (West) deutschsprachige Jugendgruppen als Vorläufer für DeMolay-Kapitel aufgebaut. Die Schaffung von DeMolay-Kapiteln sollte ursprünglich helfen, die Anerkennung der VGL durch amerikanische Großlogen zu erlangen.
=Referenzen=
<references>
<!-- <ref name="Webseite">Webseite der Hauptloge: https://jacob-demolay.de/ (9.12.2025)</ref> -->
<ref name="Konstitution"><i>Konstitutionspatent der Loge Jacob DeMolay zum flammenden Stern.</i> Beschlossen auf der Mitgliederversammlung vom 29. April 1972.</ref>
<ref name="interne Kommunikation">Interne Kommunikation. Stand: 16.1.2026</ref>
</references>


=== Heidelberg ===
[[Kategorie:Lexikon]]
 
[[Kategorie:Logenseiten]]
1961 entstanden in Heidelberg mit amerikanischer Hilfe 12 deutschsprachige DeMolay-Kapitel. Anfangs war auch die Zusammenarbeit mit den englischsprachigen Clubs und Kapiteln wichtig.
 
Die Loge Nr. 249 soll jungen Männern ermöglichen, als Freimaurer die Rituale der drei deutschen Großlogen kennen zu lernen, damit sie sich nach ihrer Ausbildung mit solchen Kenntnissen einer anderen Loge anschließen können.
Für die Aufgaben sind die Loge Nr. 249 und ihre Deputationslogen mit Zustimmung der Großlogen privilegiert; sie sind
 
° den VGLvD direkt unterstellt,
° berechtigt, nach den Ritualen für die Johannisgrade der drei deutschen Großlogen zu arbeiten,
° berechtigt, Brr. Freimaurer aus Logen aller Lehrarten zur ideellen und finanziellen Unterstützung ihrer Aufgaben und Ziele als Zweitmitglieder aufzunehmen.
 
== Treffen ==
 
Um dies zu leisten, genügten die vorgesehenen zwei Treffen pro Jahr an wechselnden Orten auf Dauer nicht, zumal anfangs auch gleichzeitig die Konvente der DeMolay-Jugendorganisation durchgeführt wurden.
 
Da auch regelmäßige freimaurerische Arbeiten in erträglicher Nähe zum Wohnort angeboten werden sollten, wurden deputierte Logen installiert.
 
== Deputationslogen ==
 
*1967 Nr. 249a [[Jacob DeMolay zum Nordstern]] im Orient Kiel, jetzt Hamburg,
*1967 Nr. 249b [[Jacob DeMolay zum Stern im Süden]] im Orient Saarbrücken,
*seit 1976 Erlangen,
*1973 Nr. 249c [[Jacob DeMolay zum Stern im Westen]] im Orient Bersenbrück (ruht seit 1984)
*1995 Loge Nr. 249c nimmt in Aachen ihre Arbeit wieder auf; die meisten Mitglieder leben in Belgien
*1997 Auf Betreiben der Regulären Großloge von Belgien wird in Brüssel die deutschsprachige Loge Nr. 35 "[[Zur Morgenlandfahrt]]" u.a. von Mitgliedern der Loge Nr. 249c gegründet. Gleichzeitig wird die Loge Nr. 249c für ruhend erklärt.
*2010 Die Loge [[Jacob DeMolay zum Stern im Westen]] Nr. 249c nimmt im Raum Nordhessen u. Südniedersachsen ihre Arbeit wieder auf
 
== Angebote für junge Menschen ==
Die Loge Jacob de Molay zum flammenden Stern bietet jungen Menschen, die sich für Fragen zur Freimaurerei interessieren, vielfältige Unterstützung an
Jacob de Molay zum flammenden Stern wurde im Jahr 1962 als Freimaurerloge gegründet, um - damals in enger Zusammenarbeit der aus den USA stammenden DeMolay Bewegung - Jugendarbeit zu machen.
 
Heute stehen  Brüder dieser Loge (Mitglieder einer Freimaurerloge nennen sich Brüder!) jungen Menschen hilfreich zur Seite, die sich über die Ideen und Ideale der Freimaurer aus erster Hand informieren wollen, sei es aus persönlicher Neugierde oder weil das Thema über Schule oder Studium in Form von Referaten, Facharbeiten oder Zulassungsarbeiten angesagt ist. Auf Wunsch können wir aus unserem großen Bestand an Literatur gezielt Informationen beschaffen helfen. Auch für Unterrichtseinheiten in Schulen stehen Brüder bereit. Wenn wir etwas für Sie tun können, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
 
 
==Siehe auch==
*[[Jacob DeMolay]]
 
== Links ==
*Website der Jacob DeMolay-Loge: http://jacobdemolay.org
 
 
 
 
 
[[Kategorie:Logenseiten|Jacobdemolayzumflammendenstern]]
[[Kategorie:Marburg]]

Aktuelle Version vom 17. Januar 2026, 11:48 Uhr

Autor: Philipp Gerlach

Jacob de Molay zum Flammenden Stern ist eine direkt der VGLvD-unterstellte Loge. Sie ist, anders als die meisten Logen, überregional organisiert und tritt wesentlich durch ihre Deputationslogen in Erscheinung. Organisatorisch soll der Flammende Stern als Bindeglied zwischen verschiedenen deutschen Systemen und Lehrarten dienen und sich der Förderung des freimaurerischen Nachwuchses widmen. Die Loge hat, eigenen Angaben zufolge, seit ihrer Gründung über 500 Männer der Freimaurerei zugeführt.[1]

Johannisloge:

"Jacob de Molay zum flammenden Stern"

Jacob de Molay Logen Bijou.png

Orient: de jure: Marburg
de facto wechselnd
Matr.-Nr.: 249
Lichteinbringung: 1962
Großloge: keine
Arbeitstag und -ort: auf halbjährlichen Konventen
Webseite: https://jacob-demolay.de/


Besonderheiten der Loge

Die Loge wurde 1962 mit dem expliziten Ziel gegründet, die Jugendarbeit der VGLvD zu unterstützen und jungen Männern. Ursprünglich war es. v.a. den ehemaligen DeMolay-Ordens-Mitgliedern den Übergang in die Freimaurerei zu erleichtern.[2] (Siehe: Geschichte)

Um dieser Aufgabe nachzukommen, hat der flammende Stern sogenannte Deputationslogen (Tochterlogen):

Die Deputationslogen sind vollkommene und gerechte Logen und führen die eigentliche freimaurerischen Arbeit durch. Die Brüder der Deputationslogen sind gleichzeitig Mitglieder der Hauptloge und wahlberechtigt für die Beamten-Positionen. Die Stuhlmeister der Deputationslogen sind gleichzeitig zugeordnete Meister der Hauptloge. Traditionell stellen sie die Aufseher.

Der flammende Stern ist hingegen der organisatorische Überbau und die Vertretung der Deputationslogen nach außen. Dazu sind Deputationslogen und flammender Stern unlösbar miteinander vereint, führen gemeinsame Siegel und Bijoux.[2]

Die Jacob-Brüder aller Deputationen treffen sich zweimal im Jahr, an wechselnden Orten. Dabei stehen freimaurerisches Arbeiten, Organisatorisches und Gedankenaustausch im Mittelpunkt. Oft werden zu diesen Treffen Rahmenprogramme geschaffen, um auch Schwestern und Familien mit einzubeziehen.[1]

Im Gegensatz zu den meisten deutschen Logen gehört der ‘flammende Stern’ keiner spezifischen Großloge bzw. Lehrart an (wie z.B. der AFuAM oder der GLLvD). Stattdessen ist er direkt den VGLvD unterstellt (ähnlich: Weisse Lillie und Quatuor Coronati). Er hat außerdem "das Recht, nach allen von den VGLvD anerkannten Ritualen der drei Johannisgrade zu arbeiten." Damit stellt der flammende Stern eine Organisation zwischen Großloge und Loge dar, die in der deutschen Freimaurerei einmalig ist.[2]

Der Name der Loge leitet sich von Jacques de Molay an, dem letzten Großmeister des Templerordens. Er bezieht sich historisch konkret auf den US-amerikanischen Jugendverband DeMolay International, mit dem er historisch verwoben ist. Dies erklärt auch die variierenden Schreibweisen: ‘Jacob DeMolay’ wie ‘Jacob De Molay’ und ‘Jacob de Molay’.

Auch nach dem Rückgang des DeMolay-Ordens in Deutschland liegt der Fokus des flammende Sterns darauf, jüngere Interessenten (z.B. Studenten) anzusprechen, weshalb der Altersdurchschnitt der Brüder oft niedriger ist als in traditionellen Logen. Dies ergibt sich aus seiner Geschichte.

Geschichte

Gründung

1962 wurde der flammende Stern mit der Matrikel-Nummer 249 im Orient Marburg gegründet, als direkte Nachfolgerin der Loge 'Marc Aurel zum flammenden Stern' von 1812. Die Gründung wurde initiiert von den Brüdern

Otto Schwarz wurde auch zum ersten Meister vom Stuhl der Loge gewählt. Die Brüder stammten aus Logen verschiedener Lehrarten und nahezu allen Bundesländern der Westdeutschlands. Die Aufgabe der neuen Loge sollte die Unterstützung und Beratung einer deutschsprachigen Jugendorganisation und deren Gruppierungen, nach Vorbild des De Molay Ordens sein.

Kooperation mit dem DeMolay-Orden

Bereits seit 1958 wurden in mehreren westdeutschen Städten deutschsprachige Jugendorganisationen aufgebaut, Vorläufer der späteren DeMolay-Kapitel. Die Etablierung dieser regionalen Jugendorganisationen sollte ursprünglich helfen, die Anerkennung der VGLvD durch die US-amerikanische Großlogen zu untermauern. Denn ihrer Vorläuferorganisation (der VGLD, dir spätere AFuAM) gelang es nicht, alle deutschen Großlogen unter einer einzigen Großloge zu vereinen. (Siehe dazu: Geschichte der VGLvD)

1961 entstanden schließlich in Heidelberg, mit US-amerikanischer Hilfe, 12 deutschsprachige DeMolay-Kapitel. Anfangs war dabei auch die Zusammenarbeit mit den englischsprachigen, insb. USA-US-amerikanischen DeMolay-Kapiteln wichtig. In diesen waren v.a. Söhne von in Westdeutschland stationierten US-Soldaten.

Der flammende Stern sollten eng mit den neu gegründeten DeMolay-Orden und seinen lokalen -Kapiteln zusammenarbeiten und diesen beratend wie organisatorisch zur Seite stehen. Schieden die Mitglieder mit 21 Jahren aus dem DeMolay-Orden aus, sollten sie dann im flammenden Stern ihre eine neue, freimaurerische Heimat finden. Dazu sollten die jungen Männer im ‘flammenden Stern verschiedene Rituale der deutschen Großlogen kennenlernen. Nach einer Übergangszeit sollten sie dann die Möglichkeit haben an andere, regionale Logen überzutreten. Eine Zweitmitgliedschaft beim ‘flammendne Stern’ — zur Unterstützung der Jugenarbeit — wurde dabei ausdrücklich erwünscht. Zusätzlich sollten Brüder aus anderen Logen verschiedener Lehrarten zu eben diesem Zweck als Zweitmitglieder in den ‘flammende Stern’ aufgenommen werden.

Für die Unterstützung der Jugendarbeit wurden der flammende Stern und ihre Deputationslogen, mit Zustimmung der Großlogen also in folgender Weise privilegiert: Der flammende Stern ist[2]

  • ... den VGLvD direkt unterstellt.
  • ... berechtigt, nach den Ritualen für die Johannisgrade der drei deutschen Großlogen zu arbeiten.
  • ... berechtigt, Brüder Freimaurer aus Logen aller Lehrarten zur ideellen und finanziellen Unterstützung seiner Aufgaben und Ziele als Zweitmitglieder aufzunehmen.

Gründung von Deputationslogen

Um die Jugendarbeit zu leisten, genügten die vorgesehenen zwei Treffen pro Jahr an wechselnden Orten des flammenden Sterns auf Dauer nicht — zumal anfangs auch gleichzeitig die Konvente des DeMolay-Ordens durchgeführt wurden. Um daher regelmäßige freimaurerische Arbeiten in Nähe zu Wohnorten anzubieten, wurden daher Deputationslogen installiert:[2]

Während der Nordstern und der Stern im Süden durchgehend arbeiteten, ist die Geschichte des Stern im Westen durch zahlreiche Umbrüche gekennzeichnet:

Siehe auch

Links

Webseite: https://jacob-demolay.de/

Referenzen

  1. 1,0 1,1 Interne Kommunikation. Stand: 16.1.2026
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Konstitutionspatent der Loge Jacob DeMolay zum flammenden Stern. Beschlossen auf der Mitgliederversammlung vom 29. April 1972.