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Odd Fellows

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Foto: Bro Bert St. George Masonic Lodge No. 41 Kingsville, Ontario. Over the entrance Square and Compas of the Masonic Order combined with the three links of the International Order of Oddfellows/Rebekahs
COPYRIGHT INFORMATION When using this image, the credit line should be in the following format: Image courtesy of the Oregon State Library. Woodburn Rebecca Lodge Back row, left to right: Adda Harrington, Rena Gilbert, Mae Ross, Mabel Goulet, Nellie Bonney, Mrs. Boscoe, Mary Whitman. Front row, left to right: Lizzie Boscoe, Margaret Ross, Clara Thompson, Laura Livesay, Margaret Kelly, Jeanette Jimmeile, May Durant

Inhaltsverzeichnis

Odd Fellows

Quelle: Internationales Freimaurer-Lexikon von Eugen Lennhoff und Oskar Posner (1932)

Independent Order of Odd Fellows (I. O. O. F.), Unabhängiger Orden der Odd Fellows, hat manche Wesenszüge der Idee und des Rituals mit der Freimaurerei gemein; er will ebenfalls aus den Baubrüderschaften der alten Steinmetzen hervorgegangen sein, steht aber in keinem direkten Zusammenhang mit der Freimaurerei. Wo sich Analogien ergeben, sind diese sichtlich dem freimaurerischen Vorbild entlehnt.

Der Orden der Odd Fellows betrachtet als seine Säulen die Vaterschaft Gottes und die Brüderschaft der Menschen. Er verlangt von seinen Mitgliedern Bekenntnis zu denjenigen allgemeinen Glaubenssätzen, in welchen alle Religionen übereinstimmen, predigt freie Selbstbestimmung, Gedanken- und Gewissensfreiheit, regt zur Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung und Selbstveredlung an, bekämpft Wahn, Aberglauben Selbstsucht, Leidenschaft, weckt das Gewissen für Gerechtigkeit, Duldung und Menschenliebe, bietet der freien Forschung offene Bahn und will in seinen sittlichen und demokratischen Grundsätzen und Einrichtungen nicht bloß eine für jedes Zeitalter, für alle menschlichen Verhältnisse gültige Lebenskunst lehren, sondern auch eine vollständige Gesellschaftslehre bieten, die eine Norm für das friedliche Zusammenleben aller Menschen abgeben soll. Zu den Aufgaben des Ordens, dessen Devise "Freundschaft, Liebe, Wahrheit" lautet, gehört es "die Kranken zu besuchen, den Bedrängten zu helfen, die Toten zu bestatten und die Waisen zu erziehen". Die Frage nach kranken und hilfsbedürftigen Brr. ist in jeder Logenarbeit obligatorisch.

Bei den amerikanischen Logen, die die große Masse der Odd Fellows umfassen, darunter besonders zahlreiche Arbeiter, wird bei der Mitgliederwerbung eine sehr hohe Unterstützungsquote geltend gemacht, so daß sie vielfach mehr oder weniger zu Kranken- und Sterbekassen werden. Aber auch in Europa, wo die Idee der Nächstenliebe viel vergeistigter gelehrt wird, gelten Wohltätigkeitssinn und Samariterliebe als Kardinaltugenden jedes Odd Fellows.

Entstehung

Die Entstehung des Ordens ist bisher nicht aufgehellt worden. Man weiß nur, daß sie von England ausgegangen ist. Odd Fellow bedeutet "sonderbarer Geselle" und es heißt, daß gegen Ende des 18. Jahrhunderts englische Schauspieler, die nach den Vorstellungen im Kostüm zusammengekommen seien, also "sonderbar" gewirkt hätten, die Gründer der ersten Vereinigung gewesen seien. Diese Version ist jedenfalls glaubwürdiger als der gewaltsame Versuch, aus einer in Amerika üblichen Nebenbedeutung des Wortes "odd" sei auf Bauhandwerker zurück zu führen, die keinem Verband angehörten, keine Zunftgerechtsame besaßen, also "überzählig" waren und sich in ihrer Notlage zusammengeschlossen hätten (Alexander Lotthammer "Handbuch für Odd Fellows", Göttingen 1924).

Sichtbar in die Öffentlichkeit traten die Odd Fellows erst 1803, in welchem Jahre die "London Union Odd Fellows" sich an die Spitze der Londoner Logen stellte und als "Großloge von England" unbeschränkte Machtbefugnisse über alle Odd Fellows im Vereinigten Königreich in Anspruch nahm. Es kam aber bald zu Rivalitäten mit einer anderen Großloge in Salford. 1814 erklärte sich auch die Loge von Manchester als "Manchester Unity" unabhängig. Diese ist bis auf den heutigen Tag isoliert geblieben. Sie hat heute mit ihren über ganz England verteilten über eine Million Mitgliedern nur noch den Charakter einer Groß-Versicherungsanstalt unter staatlicher Aufsicht. 1806 faßten die Odd Fellows auch in Amerika Fuß.

In den USA

Es wurde die "Shakespeare Lodge Nr. 1" [Anmerk. d. Red., im alten Shakespeare-House, einer Taverne, am 23. Dezember 1806] in New York gegründet. Aber erst von der 1819 von Thomas Wildey in Baltimore gestifteten "Washington Lodge Nr. 1" ging der Aufschwung aus. 1821 entstand eine "Großloge von Maryland und den Vereinigten Staaten" mit Wildey als Groß Sire (Großmeister), 1825 wurde diese zur "Großloge der Vereinigten Staaten", die einen Freibrief der "Manchester Unity" erhielt. Wildey widmete der Ausbreitung des Ordens eine gewaltige Tätigkeit, der Aufschwung wurde aber unterbrochen, als die aus Anlaß der Morganaffäre in ganz Amerika ausgebrochene Freimaurerverfolgung sich auch gegen die Odd Fellows richtete. Zwistigkeiten mit der "Manchester Unity" führten dazu, daß die "Großloge der Vereinigten Staaten" sich 1841 als selbständiges Haupt des Odd Fellows-Ordens erklärte. In der Folgezeit war am stärksten um daß Wachstum der Bewegung James L. Ridgely bemüht. 1879 gab sich die Großloge den Titel "Souveräne Großloge I. O. O. F.".

Sie leistete auf karitativem Gebiete Außerordentliches und war auch von den siebziger Jahren an auf Gründung von Pflanzstätten in den übrigen Weltteilen bedacht. In Europa entstanden auf Grund der amerikanischen Freibriefe Großlogen. 1872 in Deutschland ("Großloge des Deutschen Reiches", deren erste Loge die ,,Württembergische Loge Nr. 1" in Stuttgart, gegründet am 1. Dezember 1870, war, Hochmeister seit 1916 Professor Dr. August Weiss in München, Organ seit 1918 "Das Bruderwort", Göttingen), 1874 in der Schweiz, 1884 in Dänemark, 1894 in Schweden, 1900 in Holland, nach dem Weltkrieg in Norwegen und der Tschechoslowakei. Auch in mehreren anderen europäischen Ländern bildeten sich Logen. 1923 kam es zur ersten Gründung in Österreich ("Friedensloge Nr. 1" in Wien), der sehr bald weitere Logeneinsetzungen folgten.

Ritual

Die Tätigkeit der Odd Fellows geht nach einem sehr umfangreichen Ritual vor sich. Als Grundlage dient das "Werk", das sich in das "geschriebene" und "ungeschriebene" oder "geheime" Werk gliedert. Das letztere (Zeichen, Griffe Paßworte) wird mündlich überliefert.

Abzeichen sind die sogenannten "Regalien", das heißt Kragen, deren Stoff und Farbe je nach Grad und Würde verschieden sind.

Der Orden zerfällt in ritualistischer Hinsicht in Logen— der Arbeitsraum, die Halle ist rot ausgeschlagen — und Lager. Die Logen bearbeiten die untergeordneten, die Lager die erhabenen oder Patriarchengrade.

In organisatorischer Hinsicht bilden die Logen (Vorsitzender: Obermeister) Bezirks-Großlogen (Leiter: Großmeisters und diese wieder Staats-Großlogen (Vorsitzender: Groß-Sire, der in Deutschland seit 1919 Hochmeister heißt). Ständige Zusammenkünfte der Ordensführer der verschiedenen Länder sorgen für Aufrechterhaltung der gemeinsamen Grundlagen der Arbeit.

Grade

Logengrade sind ein Einweihungsgrad und drei eigentliche Grade. Der Einweihungsgrad, in dem der Kandidat "zu einem neuen Leben im Geiste des Ordens geboren" wird, ist durch die weiße Farbe gekennzeichnet.

Es folgt als

I. Grad der "Grad der Freundschaft", dessen Ritual von Jonathan und David handelt und dessen Sinnbilder daß allsehende Auge Gottes, die drei Kettenglieder (Freundschaft, Liebe und Wahrheit), Schädel mit gekreuzten Knochen, Sense, Bogen, Pfeil und Köcher und Rutenbündel sind; Farbe: weißer Kragen mit blassroter Einfassung.
Der II. Grad ist der "Grad der Bruderliebe", zeigt den Barmherzigen Samariter und als Sinnbilder Axt, Herz und Hand Weltkugel, Bundeslade und Schlange (weißer Kragen mit hellblauer Einfassung).
Der III. Grad, der "Grad der Wahrheit", führt zum Allerheiligsten und handelt u. a. vom Tode als Preis der guten Tat und von der Arbeit für andere, die der leisten kann, der gelernt hat an sich und mit anderen zu arbeiten; Sinnbilder Waage, Schwert, Bibel, Stundenglas, Sarg, Farben: weißer Kragen mit Scharlach-Einfassung. Erst die Besitzer des III. Grades gelten in jeder Beziehung als vollwertige Brr. und können zu Beamten gewählt werden.,

Lager

Die Lager - Grade (erhabene oder Pariarchengrade) spielen im alttestamentischen Zeltlager der Nomadenvölker zwischen Euphrat und Tigris und verbinden patriarchalischen mit militärischen Charakter. Abraham in seiner Zelthütte wird gezeigt, als opferwilliger Gastfreund, als Prediger der Menschenliebe und Duldung, als Führer auf dem Lebensweg. Kampfbereitschaft gegen äußere und innere Feinde wird gelehrt.

Stufen

Die Stufen sind folgende:

  1. der Patriarchengrad (Vaterschaft und Herrschaft),
  2. der Grad der Goldenen Lebensregel (Christus: "Alles, was Ihr wollt, dass Euch die Leute tun sollen, daß tut Ihr ihnen!")
  3. der Königliche Purpurgrad (Darstellung der Lebensreise).

Die Farben der Lagergrade sind schwarz, golden und purpurn;

Sinnbilder: drei Säulen (Glaube, Liebe und Hoffnung), Zelt, Hirtentasche, Sandalen und Hirtenstab, Opferaltar, Gesetzestafeln, Kreuz und Halbmond, Räucheraltar. In Amerika gibt es schließlich noch einen Groß - Lagergrad. Vorsitzender des Lagers ist der Hauptpatriarch.

Rebekka-Logen

Die Verpflichtung zum Wohltun, die dem Odd Fellow in so hohem Maße eigen ist, und der Wunsch, auch die Frauen, Töchter, Schwestern und Mütter der Mitglieder an dieser Ordensarbeit teilnehmen zu lassen, führten 1851 zur Einführung eines "Weiblichen Grades", des Rebekka Grades, für den es eigene Rebekka-Logen gibt.

In deren Ritual werden als Vorbilder weiblicher Tugenden die biblischen Gestalten der Hannah, Deborah, Esther, Ruth, Mirjam vorgeführt. Die Mitglieder tragen Schleifen aus rosenrotem und grünem Band.

Sinnbilder: Bienenkorb, Taube, der Mond und die sieben Sterne.

Deutschsprachige Odd-Fellows

Quelle: Wikipedia

Die erste deutsche Loge ist die „Württemberg-Loge Nr.1“ in Stuttgart, gegründet am 1. Dezember 1870. Die jüngste Odd-Fellow-Loge in Deutschland wurde am 18. Oktober 2003 unter dem Namen "Fresenia Loge zu Jever" in Jever/Niedersachsen von 7 Brüdern gegründet und hat aktuell 27 Mitglieder mit einem Altersdurchschnitt von 48 Jahren.

Am 9. November 2013 wurde ebenfalls in Jever von 10 Damen die jüngste Frauen- Loge der Odd Fellows, die Rebekka "Seewiefken- Loge in Jever" gegründet.

Im heutigen Österreich wurde die erste Loge, die „Friedensloge zu Wien“, am 4. Juni 1922 gegründet.

Die deutschen und österreichischen Logen wurden während der Nazi-Zeit verboten (am 2. April 1933 erklärte die deutsche Großloge in einer Sondersitzung in Berlin sich selbst für aufgelöst), so auch in der ehemaligen Tschechoslowakei während der Nazi- und Kommunisten-Zeiten.

Woher kommt der Name?

Die Herkunft des Namens Odd Fellow ist nicht geklärt und wird verschieden gedeutet. Der geistreiche, aus bürgerlichen Dissidentenkreisen stammende, für Volkswohl und Recht, für religiöse und politische Freiheit kämpfende Daniel Defoe (1660 bis 1731) schreibt von einer Gesellschaft, die sich Odd Fellows nannte. 1745 wird im „Gentlemen’s Magazine“ eine Loge der Odd Fellows erwähnt, in der man behagliche und anregende Abende verbringen könne. Einem Protokoll der „Loyal Aristarcus Lodge No. 9“ mit dem Zusatz „Orden der Odd Fellows“ vom 12. März 1748 ist zu entnehmen, dass diese bestrebt war, alle schon bestehenden Odd-Fellow-Logen zu vereinen. Quellen aus dem Jahr 1780 berichten, dass eine Loge der Odd Fellows an einem Abend in unzeremonieller Weise den Prince of Wales, den späteren König Georg IV. von Großbritannien, in den Orden eingeführt habe. Es sind dies die ältesten bekannten Nennungen des Namens „Odd Fellows“. Vor 1800 vereinigten sich einzelne englische Logen unter dem Namen Improved Order of Odd Fellows. Nach ihrer Ausbreitung in England und Amerika wurde 1827 in den USA mit der Wilhelm-Tell-Loge die erste deutschsprachige Odd-Fellow-Loge gegründet. Ihr folgten zahlreiche weitere, wobei Ritual und Satzungen in die deutsche Sprache übersetzt wurden. Die Ordensbezeichnung lautete dabei: „Unabhängiger Orden der Sonderbaren Brüder“, UOSE. Nach der Einführung des Ordens in Deutschland störte man sich dort vorerst an der englischen Bezeichnung Odd Fellow und nannte sich 1872 ebenfalls „Unabhängiger Orden der Sonderbaren Brüder“. Man stellte aber rasch fest, dass diese deutsche Übersetzung im englischen Sprachgebiet viel weniger abstoßend wirkte als in Deutschland und benützte bereits ein Jahr später wieder die englische Bezeichnung. Obschon im Englischen das Wort „odd“ den Begriff „sonderbar“ nicht so scharf hervorhebt wie im Deutschen, versuchte man schon früh, eine Erklärung zu finden, wie diese Bezeichnung entstanden sei.

Lothammer schreibt, dass der bekannte Sprachgelehrte Max Müller in Oxford behauptete, das Wort sei aus „added“ entstanden, das so viel bedeutet wie „hinzugefügt“. Die Odd-Fellow-Logen hätten die überzähligen, Not leidenden Hilfsarbeiter aufgenommen, welche in den großen, altüberlieferten Organisationen keine Aufnahme fanden. Verschiedene Autoren lehnen diese Version ab. In den Freimaurer-Logen aus der damaligen Zeit wurden die Brüder des zweiten Grades auch „Fellows“ genannt. Die Manchester Unity schreibt in einer Broschüre über den Orden: Theoretische Ursprünge schließen die Worte Hod und Ode ein. Das erstere bezieht sich auf Handlanger im Baugewerbe, Hod carrier, das letztere führt auf den Brauch zurück, Oden in den Ritualen des Ordens zu verwenden. Nach weiteren Theorien bedeutet Odd, dass die Tätigkeit des Ordens sich von anderen Vereinigungen unterscheidet, oder dass ihre Mitglieder sich irgendwie auszeichnen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass wichtige Berufe wie Tuchhändler, Färber, Manufakturwarenhändler und ähnliche ihre eigenen Zünfte hatten, in anderen Branchen, die keine Zünfte gründen konnten, schlossen sich die Mitglieder in Odd-Fellow-Klubs zusammen.

Adolf Arnold schreibt über den Namen Odd Fellow im November 1991 an GS Daniel Corrodi u.A.: „Schon verschiedentlich habe ich in Berichten gelesen, dass der Name ‚Odd Fellows‘ sich von added Fellows ableitet. Ich glaube, dass es eine andere, wahrscheinlichere Herkunft gibt. Das englische Wort hod bedeutet soviel wie ‚Pflastertrog‘ oder ‚Pflasterbrett‘. Dieses V-förmige Gerät mit Stiel wurde sicher bis in die 50er Jahre verwendet, um Mörtel, Backsteine usw. zur Arbeitsstelle des Maurers zu tragen.

Der Mann, der das besorgte, war der hodman oder hodfellow, und ich erinnere mich noch gut an das Gerät und den Mann auf englischen Baustellen. In einer kleinen englischen Stadt, in der ich in den 50er Jahren arbeitete, gab es eine Odd Fellow‘s Hall (die Gesellschaft selbst existierte nicht mehr), die auf dem Dach eine Wetterfahne in der Form einer solchen hod zeigte. Auf einer alten Foto dieses Gebäudes fand ich zudem folgenden Hinweis: Odd Fellows incidentally was originally Hodfellows, a friendly society of those associated with bricklaying. Die Odd Fellows waren somit ursprünglich hodfellows, d. h. Pflasterträger, die sich in einer Gesellschaft zusammengeschlossen hatten. Die Bezeichnung friendly society deutet darauf hin, dass es sich dabei um eine Vereinigung zur gegenseitigen Hilfeleistung handelte.

Das ‚h‘ im Anlaut wird in englischen Dialekten und in der Umgangssprache bei niederen sozialen Schichten oft unterdrückt. Das war sicher bei hodfellows der Fall. Damit entstand dann odfellows, das geschrieben keinen Sinn ergibt, weshalb es zu odd fellow umfunktioniert wurde. Die Bedeutung ‚sonderbarer Kauz‘ kam wahrscheinlich den Gründern entgegen, wurde doch damit der wahre Sachverhalt verschleiert und nur Eingeweihte konnten den Ausdruck deuten.“

„Odd“ kann jedoch auch von oath stammen, was Eid oder Schwur bedeutet. Fellow ist eine Person, mit der man eine Gemeinschaft hat. Odd Fellow bedeutet demnach viel mehr „Eidgenosse“ als komischer Kauz. Möglich ist aber auch, dass „odd“ eine Kurzform von „od and wed“ (Eid und Pfand) war, und „Odd Fellow“ eine Selbsthilfeorganisation bedeutet, deren Mitglieder miteinander durch ein Gelübde verbunden sind.

Der Ursprung des Wortes „Odd Fellow“ wird somit verschieden gedeutet, wobei alle auf Vermutungen gründen. Bei diesen Deutungsversuchen ist jedoch zu beachten, dass die Entstehung des Begriffes bereits ins 17. oder in das beginnende 18. Jahrhundert zurückreicht.

Ergänzungen aus dem Dresdner Logenblatt vom Jahr 1871

Quelle: Dresdner Logenblatt Nr. 3, I. Jahrgang, December 1871, S.24

Den Preussischen GrLogen ist ein Schreiben des Bundes-Directorii der GrNational-Mutterloge zu den drei Weltkugeln vom 9. Mai c. zugegangen, mit welchem eine an den Minister des Innern, Grafen von Eulenburg gerichtete Eingabe abschriftlich mitgeteilt wird, durch welche auf die Constituierung der Gesellschaft - Independent Order of Odd Fellows - aufmerksam gemacht und anheim gestellt wird, ob diese geheime Gesellschaft zu dulden sei.

Seitens des Ministers Grafen zu Eulenburg ist hierauf unterm 27. Mai c. folgender Bescheid erteilt: " Dem Directorio erwidere ich auf die Eingabe vom 9. Mai d. J., dass mir die Statuten (Ordens-Vorschriften) des Vereins der - sonderbaren Brüder - bereits des vorigen Jahres durch den Herrn Bundeskanzler zur Kenntnissnahme mitgeteilt worden sind. Ich habe aus denselben entnommen, dass der gedachte Verein weder gesetzwidrige Zwecke verfolgt, noch eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten erstrebt.

Auch der Geheimhaltung unterliegen nach den Statuten des Vereins der "sonderbaren Brüder" nur gewisse, für indifferent zu erachtende Ceremonien und habe ich mich deshalb unterm 31. Juli v. J. dem Herrn Bundeskanzler gegenüber dahin ausgesprochen, dass der Einführung des qu. Vereins in die diesseitigen Staaten ein Bedenken nicht entgegen stehen.

Nachdem der genannte Verein die Stiftung zweier Logen in Berlin, Germania I. und Borussia II., in Dresden einer gleichen Saxonia I., und in Stuttgart, im Laufe dieses Jahres vollzogen hat, dürfte es erwünscht sein, einige Kenntnis von dieser Verbindung zu nehmen, zumal dem Vernehmen nach Seiten einiger Mitglieder derselben die Ansicht vorgewaltet zu haben scheint, dass der Eintritt in solche auch den Eintritt oder Besuch der FrMrrLogen gestatte, Seiten Mitglieder der letzteren aber die Besorgnis laut geworden ist, dass bei der Aehnlichkeit der Gliederung und einiger Gebräuche ein solcher an sich unzulässiger Besuch nicht unmöglich sei. - In dieser Beziehung ist auf die seit langer Zeit bestehende Vorschrift zu verweisen, einem fremden oder auswärtigen Bruder nur nach Vorzeigung seines - vom Tage der Ausstellung an nicht über drei Jahre alten - Certificats Zutritt zu gestatten, und dringend zu bitten, das die im Eingangszimmer befindlichen dienenden Brr. entsprechend angewiesen werden, und dass durch die betreffenden Brr. Beamten die Prüfung der ersteren und der besuchenden Brr. selbst möglichst genau und sorgfältig erfolge.

Geschichtliches zum Odd Fellow

Der Independent Order of Odd Fellows spricht ein sehr hohes Alter an: er sei unter Nero's Regierung im Jahre 55 von Römischen Soldaten im Lager gestiftet, zuerst "fellows Citizens", Bürger-Genossen genannt, hätten sie 79 von Titus den jetzigen Namen "Odd Fellows" erhalten, wegen ihrer Eigenheit, einander bei Tag und bei Nacht zu erkennen, und für die Treue gegen ihn und den Staat habe er ihnen ein Patent ertheilt, auf eine Kupferplatte gestochen mit mehreren Emblemen, Sonne, Mond, Sterne, Lamm, Löwe, Taube und andere Embleme der Sterblichkeit.

In andere Länder kam der Orden (ihrer Legende nach) im 5. Jhd. nach Spanien, im 6. Jhd. nach Portugal, im 12. nach Frankreich und nachher brachte ihn John de Naville mit 5 anderen Rittern nach England und stiftete eine Loyal Grand Lodge of Honor in London, die bis zur Zeit der Regierung Königs Georg III. bestand. Da trennte sie sich und ein Theil bildete eine Union. Die Logen, die von da aus sich zahlreich in der Welt verbreiteten, hiessen zu verschiedenen Zeiten "Loyal Odd fellows", "the Union Odd fellows" und "the Manchester Unity Odd Fellows".

2016 New York: Ausstellung über Freimaurer und Odd Fellows

Ort: ‚American Folks Art Museum’ in New York; Exponate aus der Sammlung von Kendra und Allan Daniel.
Wir vom Freimaurer-Wiki danken dem Museum, dass wir einige der Ausstellungsstücke hier zeigen dürfen.
Link zum Museum: http://folkartmuseum.org

Aus dem englischen Ausstellungstext:

Enlightenment, wisdom, friendship, charity, and trust are but a few of the ideals made manifest through works of art in Mystery and Benevolence: Masonic and Odd Fellows Folk Art from the Kendra and Allan Daniel Collection, the first exhibition to document the rich aesthetic heritage of cultural artifacts related to fraternal orders in the United States. On view at the American Folk Art Museum the more than 200 works: ritual props; embellished architectural elements; lodge furnishings; hand-stitched and painted banners and aprons. They were made by self-taught artists, artisans, and manufactories from the late 1700s through the early decades of the 20th century for secret societies that flourished in plain sight throughout America. The exhibition celebrates and commemorates a major gift from Kendra and Allan Daniel, a museum trustee, who assembled the collection over the course of thirty years.


Odd-Fellows-Tischplatte:
Carpenter James J. Crozier’s (1867-1950) exquisite tilt-top marquetry table, the center of which features a shield prominently marked “I O O F” and “F L T”. The three-link chain with initials standing for “Friendship, Love and Truth” reminded members of their ritual teachings from the initiatory degree: like the chain, they were bound together in those virtues.
Odd-Fellows-Schurz mit Bienenkorb-Motiv:
Several American fraternal groups use the beehive as a symbol in their ritual, but the emblem is perhaps most central to the ‚Daughters of Rebekah’, the women’s branch of the Odd Fellows established in 1851. Although these groups have differences in the stories behind their rituals, all interpret the beehive in the same way: as a representation of unity in working toward a common purpose.
Odd-Fellows-Tracing-Board: Possibly the Henderson-Ames Company, Kalamazoo, Michigan, 1875–1925, paint on canvas, 66 1/2x39 1/2", collection American Folk Art Museum.
Odd-Fellows-Banner: Artist unidentified, United States, 1900–1920, paint on canvas with wood and metal, 88 1/2 x 71", collection American Folk Art Museum, New York.
Ein "masonisches Tracing Board", das die Unterseite eines Truhendeckels schmückte:
This painting was once hidden on the underside of a chest lid. The panoply of symbols would have served as a reminder of Masonic values each time the lid was raised. Although the artist is not known, the technique suggests the work of an experienced decorative painter. Two columns flank a central motif of a square and compasses symbol, signifying reason and faith. The leafy branch that grows up through the middle is probably meant to be the biblical acacia, from the Book of Exodus, the material used for the Ark of the Covenant and a Masonic symbol of immortality. The twenty-four-inch gauge stands for the twenty-four hours in a day, divided equally into time for God, vocations, and rest.

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