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Zauberflöte

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Szenenbild aus Mozarts ‚Zauberflöte’, 1. Akt, 18. Auftritt: „Es lebe Sarastro“. Kolorierter Kupferstich von Joseph Schaffer; um 1794. - Quelle: Freimaurer-Ausstellung Wien 2017 der Österreichischen Nationalbibliothek.
Salier Verlag
Ein weiteres Buch, das versucht, Mozart zu interpretieren und uns wieder einmal die Zauberflöte zu erklären? Das hat ja gerade noch gefehlt. Generationen von Autoren und auch viele Freimaurer haben sich daran verhoben.
Ekhart Wycik scheint es gelungen zu sein, das Unmögliche möglich zu machen: Als international arbeitender Dirigent, als Musiker und als Mensch hat er sich akribisch und umfänglich mit der sogenannten Freimaureroper auseinandergesetzt.
Auf Basis von Mozarts Partitur hat er eine erstaunliche Fülle von Details, Fakten und Analysen über die Zauberflöte zusammengetragen, die man so in keinem Opernführer findet – bis hin zum überraschenden Nachweis, dass in Mozarts Partitur Männliches und Weibliches wiederholt absolut gleichberechtigt dargestellt sind!
Spannend, sachkundig und augenzwinkernd bringt er Leserinnen und Lesern ein Stück europäischer (und freimaurerischer?) Musikgeschichte näher – auch denen, die sich sonst weniger mit klassischer Musik beschäftigen.
Eine Rezension des Buches: hier

Inhaltsverzeichnis

Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart 4.jpg
Diese Schrift über "Die Zauberflöte" untersucht die Hintergründe des Schaffens von Schikaneder und Mozart als Freimaurer und gewährt Einblicke in historische Fakten. Erhältlich: SCHOPF
Guy Wagner
"Bruder Mozart"
erhältlich bei SCHOPF

Die Zauberflöte (KV 620) ist eine Oper in zwei Aufzügen, 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführt. Das Libretto stammt von Emanuel Schikaneder, die Musik komponierte Wolfgang Amadeus Mozart. Der Tenor der Oper weist freimaurerische Bezüge auf.

Bekannt ist die Arie des Sarastro "In diesen heilgen Hallen kennt man die Rache nicht", als Quintessenz und moralischer Wegweiser für alle Tempelarbeiten in Freimaurerlogen.

Zauberflöte, Die - Mozarts letzte Oper

Quelle: Lennhoff, Posner, Binder

Mozarts letzte Oper entstanden 1791, von Beethoven die eigentliche "erste Oper" genannt. Die Entstehung des Werkes, Buch und Musik sind mit der Freimaurerei eng verbunden. Mozart lernte in der Wiener Loge "Zur neugekrönten Hoffnung" Emanuel Schikaneder kennen, der daß Libretto schrieb. Auch Karl Ludwig Giesecke von dem wohl manche Anregung zum Textbuch stammte, gehörte dieser an.

Die Personen der "Zauberflöte" haben mancherlei Deutung gefunden. Die erste freimaurerische Interpretation stammt von Ludwig von Batzko, der im "Journal des Luxus und der Moden" 1794 den Inhalt der Oper im Sinne der Königlichen Kunst als Kampf zwischen Licht und Finsternis erklärte. Am wahrscheinlichsten ist die Identität des Lichtspenders Sarastro mit dem damaligen geistigen Haupt der Wiener Freimaurer, Freiherrn Ignaz von Born . Sarastro, der Vertreter edelsten Menschentums, und seine Priester sind die Vorkämpfer von Weisheit, Schönheit und Stärke, gegenüber dem von der Königin der Nacht personifizierten Reich der Finsternis und des Aberglaubens. (Vgl Schlußcher:

"Es siegte die Stärke und krönte zum Lohn, die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'!"

Tamino, ein Prinz, "noch mehr: ein Mensch", vertritt daß Suchende, aber noch auf Irrwegen wandelnde edle Menschentum. Den Weg Taminos zum Reich Sarastros, zum Licht, bedrohen Wasserfluten und Feuermeer, ein deutlicher Hinweis auf vermeintliche Zusammenhänge zwischen Freimaurerei und ägyptischen Mystik, über die Born umfassende Studien angestellt hatte, deren Ergebnisse er im "Wiener Journal für Freymaurer" veröffentlichte ("Über die Mysterien der Ägypter").

Zahlreich sind die Beziehungen der Zauberflöten-Musik zur Freimaurerei, vom Hauptmotiv der Ouverture, daß mit seinem Hämmern die Arbeit am rauhen Stein symbolisiert, bis zu der immer wiederkehrenden freimaurerischen Dreizahl, die wie Stiche von der ersten Zauberflöten-Inszenierung 1791 zeigen, von Schikaneder bei dieser auch in der Szene überall durchgeführt wurde. (Vgl. Edgar Istel: "Die Freimaurerei in Mozarts ;Z.' Berlin 1928".)

Egon Komorzynski, Wien der in sehr gründlicher Arbeit die geistige Heimat der "Zauberflöte" aufsuchte, tut die Möglichkeit dar, daß, deren so bedeutsame Vertiefung nach der ersten, leichtere Pfade einschlagenden Skizzierung am Sterbebette Borns vor sich ging, der bis zu seinem Tode an allen geistigen Schöpfungen seiner Brr. stets regsten Anteil nahm. Auch er sieht im weißen Sarastro daß künstlerische Denkmal, das Mozart dem geliebten toten Meister errichtete ein Denkmal der Liebe in ihrer schönsten und erhabensten Art, der Liebe, die, frei von jedem Eigennutz, durch das eigene Beispiel Gutes wirkt und die ganze Menschheit, Freund und Feind, brüderlich umfassen und beglücken will. (Vgl "Der neueste Stand der Zauberflöten-Frage" im Alt-Wiener Kalender", 1926, Amalthea-Verlag Wien.)

Gelegentlich des Mozart-Congresses 1931 in Salzburg hielt dort Paul Nettl einen vielbeachteten Vortrag über die Zusammenhänge des Textes der Zauberflöte mit dem Roman von Terasson: Sethos . Der gleiche Autor verweist auch auf die in des Johann Gottlieb Naumann Oper Osiris vorkommenden Klopfrhythmen. Der Erfolg der Zauberflöte veranlaßte Goethe zu einem zweiten Teile, der nicht vertont wurde. Dagegen versuchte der geschäftstüchtige Schikaneder eine Fortsetzung, für die Peter Winter die unbedeutende und vergessene Musik schrieb. Ist schon der Text des ersten Teiles mitunter sehr anfechtbar, so steigert sich diese Reimkunst im zweiten Teile zu kindlicher Banalität. So im Schlußchor: "Wir hupfen und singen und lieben als Brüder, und ewig dem redlichen Bunde getreu." Dieser zweite Teil, an dessen Musik auch Gallus mitarbeitete, hieß "Daß Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen".

Auf einer Zeichnung "Zauberflöte" des Vormärzdichters, Komponisten und Malers Peter Lyser, sind Sarastro und Tamino mit Maurerschurz und Hammer dargestellt.


Mozarts Zauberflöte – Machwerk oder Freimaureroper?

Über die „Zauberflöte“ ist viel geschrieben und diskutiert worden: Ist sie eine „Freimaureroper“ oder ist sie gar ein „zusammengestückeltes Machwerk“. Nimmt man das Libretto von Emanuel Schikaneder und die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart zur Hand – beide waren Freimaurer in Wien –, kommt man mit etwas Detektivarbeit schnell darauf, dass hinter dem bunten, märchenhaften Vorhang dieses gewaltigen Stückes Musikgeschichte eine reiche Fülle von Symbolen, Anspielungen, Verbindungen und Fügungen existiert. Text und Musik der Zauberflöte bauen genial aufeinander auf. Alles in diesem Werk scheint mit Sinn und Verstand behaftet.

Der Autor Ekhart Wycik wurde 2016 zum Professor für Dirigieren an der renommierten Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar berufen. Als weltweit gefragter Dirigent ist er ein wirklicher Kenner von Mozarts letzter Oper. In seinem Buch „Zauberflöte ... die unbekannte Bekannte“ untersucht er die freimaurerischen Symbole, Strukturen und Musik in Mozarts letzter Oper und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Neu im Salier Verlag erschienen und schon auf dem Weg zu einem Klassiker.

Die Freimaureroper

Quelle: Internetloge Text: Walter Schulz

Gemeinhin wird die "Zauberflöte" als eine Verherrlichung der Ideale des Freimaurerbundes angesehen. So ist in ihr eine Fülle von freimaurerischem Gedankengut enthalten, und es lohnt schon der Mühe, sich einmal damit zu beschäftigen und zu untersuchen, inwieweit das zutrifft. Wir wissen, daß Mozart Freimaurer war. Aber ein Mann, der entscheidend an der Gestaltung der Oper mitgewirkt hat, ja, der eigentlich der Urheber am Entstehen der Zauberflöte war, muß in unsere Betrachtungen einbezogen werden, nämlich der Schauspieler und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder. Auch er war Freimaurer. So ist also die Zauberflöte durch zwei Brüder entstanden. Und bei der Ausarbeitung meiner Zeichnung kam mir der Gedanke, daß meine ursprünglich gewählte Überschrift "Mozart und seine Zauberflöte" nicht richtig ist. Ich habe also meine Arbeit überschrieben "Die Zauberflöte - die Freimaureroper". Das paßt, so glaube ich, besser zum Thema. Wenn es wohl primär erscheint, daß die Zauberflöte ihre Prägung durch den Textdichter, eben den Emanuel Schikaneder, erhalten hat, so hat aber doch Mozart durch sein Mitwirken und durch die von ihm geschriebene Musik entscheidend die Oper mitgestaltet.

Schikaneder

Quelle: Internetloge Text: Walter Schulz

Schikaneder wurde 1751 geboren, er starb im Jahre 1812. Mozarts Geburtstag war der 27.1.1756, sein Sterbetag der 5.12.1791. Im März 1791 begann Mozart mit der Arbeit an der Musik der Zauberflöte. Sie wurde uraufgeführt am 30. September 1791 in Wien in Schikaneders Theater auf der Wieden. Entstehung und Uraufführung liegen also in Mozarts Sterbejahr. Es war seine letzte Oper, die er vollendet hat. Sein bekanntes Requiem wurde von ihm nicht vollendet. Er starb darüber hinweg.

Schikaneder trat im Jahre 1788 in eine Regensburger Loge ein. Mozart wurde am 14. Dezember 1784 als Lehrling in die Loge "Zur Wohltätigkeit" aufgenommen. Am 24. Dezember 1784 besuchte er vor seiner Beförderung zum Gesellen die Loge "Zur wahren Eintracht", der Ignaz Born, das Urbild des Sarastro, vorstand. In der 343. Arbeit dieser Loge, wie es aus alten Aufzeichnungen hervorgeht, wurde er dort per delegationem für die Loge "Zur Wohltätigkeit" am 7. Januar 1785 in den zweiten Grad befördert. Die kurze Zeit zwischen seinem Lehrlings- und Gesellengrad ist auffallend, weil früher sonst ein Zeitabstand von mindestens 8 Monaten vorgesehen war. Seine Erhebung erfolgte am 22. April 1785.

Inhalt der Oper

Nun noch einige Gedanken zum Inhalt der Zauberflöte.

Quelle: Internetloge Text: Walter Schulz

In der Oper verkörpert der Bund der Eingeweihten die Ziele der Freimaurerei: Humanität, sittliche Läuterung des Menschen, Wohltätigkeit. Der Kult der Götter "Isis und Osiris", wie wir ihn auf der Bühne sehen, entspricht im Prinzip den Ritualen der Freimaurer, sein Inhalt aber ist der Dienst an der Erziehung des Menschgeschlechts, ohne Unterschied des Standes oder der Hautfarbe, seine Heranbildung zu den höchsten Tugenden, zu Weisheit, Schönheit und Stärke.

Erst künden die feierlichen Akkorde der Ouvertüre von den Zielen der Geweihten. Der schnelle, vielfach fugierte Mittelteil scheint von ihrem unermüdlichen Streben und tatkräftigen Wirken zu erzählen. Tamino, ein Prinz, wurde von einem Ungeheuer bedroht. Drei Damen der "Königin der Nacht", der unheilvollen Gegenspielerin der Geweihten, haben ihm das Leben gerettet. Doch in böser Absicht: Tamino soll Pamina, die Tochter der Königin, aus der Gewalt der Geweihten befreien. Sie haben das Mädchen entführen lassen, um es dem unheilvollen Einfluß der nächtlichen Fürstin zu entziehen. Die Damen der Königin betören Tamino durch ein Bildnis Paminas. Doch Tamino ist sofort von echter Zuneigung entflammt: "Arie: Dies Bildnis ist bezaubernd schön"! Seine Liebe erwacht und wird ihn alle Prüfungen bestehen lassen, die seiner erwarten. Die Königin greift selbst in das Geschehen ein und sucht durch vorgetäuschten Mutterschmerz wie durch prahlerischen Glanz Tamino für ihr Vorhaben zu gewinnen. Mozart bedient sich hier zur Charakterisierung der herzlosen Kälte der Königin der gleißenden Arien der opera - sera.

Eine andere musikalische Welt bringt Papageno mit sich, der lustige Gefährte Taminos, der seinen Lebensunterhalt durch Vogelfängerei bestreitet. Er stammt unmittelbar aus der altwiener Volkskomödie. Papageno ist ein Nachfahre der alten Hanswurst- und Kasperltradition; zugleich ist er herausgewachsen aus der Anschauung des 18. Jahrhunderts von der Gesundheit und der Vorbildlichkeit des Natürlichen, dem "Urzustand" gemäßen. Mit seinem Volksliedchen " Ein Vogelfänger bin ich ja" stellt er sich dem Publikum vor.

Bedeutungsvoll und herausgehoben ist die Musik der "Geweihten", zu denen Tamino und Pamina nach Bestehen der schweren drei Prüfungen ebenfalls zählen werden. Das großartige, kraftvolle Es-dur und das festliche C-dur sind zumeist ihre Tonarten. Ihr Rhythmus ist der eines starken, zielbewußten Schreitens oder ruhigen, natürlichen Wandelns. Die Vereinigung dieser beiden inhaltlichen Elemente, die man als Kraft und Güte, als Stärke und Weisheit bezeichnen könnte, bestimmen auch die Arien des Sarastro, des Hauptes der Geweihten: - O Isis und Osiris - In diesen heilgen Hallen -.

Eine der für das Werk und operngeschichtlich überhaupt bedeutungsvollsten Stelle der Zauberflöte ist die sogenannte Sprecherszene des ersten Aktes, die Taminos erste Begegnung mit dem Lebenskreis der Eingeweihten schildert. Mozart verwendet hier die Form des Rezitativs, dessen Aussagemöglichkeiten er bis ins letzte ausschöpft, wobei auch der Chor eingeschaltet wird. Jedes Verweilen auf einem Ton, jedes Hoch oder Tief, jedes Laut oder Leise, aber auch jeder Wandel der Tonart, jede Tempoabstufung hat hier besonderen Sinn. An anderer Stelle, da, wo der entscheidende, schwerste Abschnitt der Prüfungen für Tamino und Pamina bevorsteht, vor der Feuer- und Wasserprobe nämlich, greift Mozart zu einem für seine Zeit besonderen musikalischen Mittel, um dem Augenblick Gewicht zu geben: er schreibt ein instrumentales Fugato, zu der die beiden geharnischten Wächter eine alte, feierliche Choralmelodie singen. Handelt es sich hier auch nicht um eine wirkliche Fuge, so kommt doch ein wesentlicher Sinn dieser musikalischen Form zum Ausdruck, nämlich die Bedeutung des Entschlossenen, Sicheren, Unbeirrbaren; und damit ist die Größe des Augenblicks, von den Geweihten wie von Tamino aus gesehen, treffend erfaßt. Noch einmal sucht die Königin der Nacht mit ihren Verbündeten - den drei Damen und Monostatos - den Lauf Taminos und Paminas aufzuhalten: Vergebens! Freudig empfangen die Geweihten das siegreiche Paar: Echtes Gemeinschaftsgefühl, getragen von der Freude jedes einzelnen über den errrungenen Sieg, spricht aus der Musik dieses Schlußteiles der Oper. Feierlich bewegt, im Vollklang der Harmonien, ertönt der Dank. Dann aber, zunächst leise, dann immer gewisser und jubelnder: Es siegte die Stärke, und krönet zum Lohn die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'.

Videos

  • Ein Genuss: James Levine dirigiert das Metropolitan Orchestra und David Hockney machte das Bühnenbild.
  • Luciano Andreoli singt die Arie des Sarastro aus der Zauberflöte in einem live concert der Società del Giardino in Italien, Meiland. Accademia Concertante d'Archi di Milano. Mauro Ivano Benaglia ist der Dirigent.<
  • El genial Wolfgang Amadeus Mozart en su opera la Flauta Magica musica excelsa en la Oraciòn Oh ISIS y OSIRIS con La Orquesta Filarmonica del Estado.Hamburgo,Zarastro Hans Sotin. Quelle der Videos: YouTube
  • "Der siebenfache Sonnenkreis" wurde an die Eingeweihten verloren. Auftritt der "Königin der Nacht". Diana Damrau in der Szene "Der Hölle Rache". Aufführung: The Royal Opera House Covent Garden, lead by Colin Davis, directed by David McVicar.
  • Natalie Dessay singt "O Zittre Nicht" Paris 2001.


Siehe auch

Andere freimaurerische Musikbeispiele

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